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Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

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  1. Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Steven Coolmay 01.07.19 - 09:05

    Verkehrsschilder sind für Menschen gemacht. Autonome Autos sollten zwar in der Lage sein diese zu erkennen, aber doch nicht als Standard Info für die Geschwindigkeit etc.

    In den Karten können solche Geschwindigkeiten doch hinterlegt werden. Einbahnstrassen usw. auch. Und jede Stadt sendet nur noch Änderungen ins System.

    Schilder werden nur beachtet wenn sie logisch passen. Bsp. In jeder Stadt ist 50. Jedes Schild mit mehr Geschwindigkeit wird ignoriert, steht da ein 30er Schild wird das eingehalten.

    Stehen auf ner Autobahn auf einmal Schilder mit 50 und nirgendwo sind weitere Schilder die auf ein Baustelle hinweisen oder Warnbarken ect. dann wird das ignoriert. Kein Mensch würde auf einer Autobahn wo nix ist auf einmal 50 fahren weil es unlogisch ist.

  2. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: jmhk1103 01.07.19 - 09:31

    Genau so schaut es aus !

    Mein Auto erkennt auch Straßenschilder, aber wenn ich z.B. auf der A40 von Essen nach Bochum fahre ist an einer Ausfahrt ein 30 Schild, wenn ich auf der rechten Spur (auf der Autobahn) daran vorbei fahre blinkt im Display auch auf, dass ich zu schnell bin. Wenn das Auto jetzt natürlich auf 30 abbremsen würde *Jippi*
    Genau für sowas (100% autonomes Fahren) wird doch jetzt das 5G Netz gebaut, dann kann von der Verkehrsleitstelle eingestellt werden, wie schnell die Schlange der Autos fahren darf.

  3. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Roggan29 01.07.19 - 10:19

    In einen Mietwagen den ich mal dienstlich gefahren bin wurde in solchen Situationen dann "30(?)" angezeigt. Das Schild wurde also erkannt, aber das System war sich nicht sicher ob es tatsächlich für diese Strecke gilt. Fand ich schon ziemlich beeindruckend und hat auch gut funktioniert.

  4. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Eheran 01.07.19 - 10:33

    Eben. Das autonome Auto fährt, so sollte es sein, maximal so schnell, wie es sinnvoll anhalten kann usw. und das (anders als Menschen) auch wirklich. Egal ob Regen oder Eis oder sonstwas, das Auto weiß, wie lang der Bremsweg ist, wie weit das Objekt entfernt ist usw. usf.
    Das braucht im Prinzip überhaupt keine Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung, außer, diese erfolgt für andere Zwecke (z.B. Lärm).

    Und generell gilt jedes Schild. Selbst wenn man als Autofahrer ziemlich sicher ist, dass ein Schild eine Fälschung ist und nicht dort hin gehört, hat man sich daran zu halten. Gibt genug Gerichtsurteile dazu.

  5. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: rizzorat 01.07.19 - 10:35

    jmhk1103 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau so schaut es aus !
    >
    > Mein Auto erkennt auch Straßenschilder, aber wenn ich z.B. auf der A40 von
    > Essen nach Bochum fahre ist an einer Ausfahrt ein 30 Schild, wenn ich auf
    > der rechten Spur (auf der Autobahn) daran vorbei fahre blinkt im Display
    > auch auf, dass ich zu schnell bin. Wenn das Auto jetzt natürlich auf 30
    > abbremsen würde *Jippi*

    Is in Hannover auch so, Messeschnellweg. Mein Auris erkennt das 40 Schild bei der Abfahrt auch an obwohl ich auf Bundesstraße weiterfahre. Das Schild ist aber auch schön auf der Trennlinie aufgestellt. Ein Mensch weiß das und denkt sich "joar klar gilt nur für die Ausfahrt". Das einem Computer beizupulen ist schon anspruchsvoller

  6. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: wupme 01.07.19 - 12:05

    Steven Coolmay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > In den Karten können solche Geschwindigkeiten doch hinterlegt werden.
    > Einbahnstrassen usw. auch. Und jede Stadt sendet nur noch Änderungen ins
    > System.

    Diese Karten sind aber wertlos was wir doch jetzt schon bei Navis sehen, selbst mit Onlineanbindung, sie sind NIE aktuell.


    > Stehen auf ner Autobahn auf einmal Schilder mit 50 und nirgendwo sind
    > weitere Schilder die auf ein Baustelle hinweisen oder Warnbarken ect. dann
    > wird das ignoriert. Kein Mensch würde auf einer Autobahn wo nix ist auf
    > einmal 50 fahren weil es unlogisch ist.

    Weil man 300 meter weiter geblitzt wird denn der Blitzer ist bereits auf diese Geschwindigkeit eingestellt aber die Baustelle existiert noch nicht.

    Vielleicht kommst du aber auch noch irgendwann in der realität an.

  7. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: masterx244 01.07.19 - 12:52

    Steven Coolmay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    --SNIP--
    > Schilder werden nur beachtet wenn sie logisch passen. Bsp. In jeder Stadt
    > ist 50. Jedes Schild mit mehr Geschwindigkeit wird ignoriert, steht da ein
    > 30er Schild wird das eingehalten.
    >
    --SNIP--

    Gibt auch legitime 70er hinter Ortsschildern. Bietigheim-Bissingen Straße parallel zur bahnlinie im industriegebiet. Oder heilbronn von süden kommend die Durchgangssstraße folgend.

  8. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Fuchur 01.07.19 - 13:14

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eben. Das autonome Auto fährt, so sollte es sein, maximal so schnell, wie
    > es sinnvoll anhalten kann usw. und das (anders als Menschen) auch wirklich.
    > Egal ob Regen oder Eis oder sonstwas, das Auto weiß, wie lang der Bremsweg
    > ist, wie weit das Objekt entfernt ist usw. usf.

    Aha! Und woher weiß das Auto, wie lang der Bremsweg auf einer Straße ist?
    Woher weiß das Auto, ob es gerade durch eine Pfütze fährt oder über Eis?

    Gar nicht!
    Es gibt nur Literatur-Werte für trockene Fahrbahnen bei minimaler Beladung und neuen Reifen oder ähnliches.
    Es gibt bisher nur bei Porsche einen Sensor, der die Menge des Wassers auf der Straße messen kann. Sonst nichts.
    Autonome Autos müssten demzufolge immer mit Glatteis, maximaler Beladung und schlechtesten Reifen rechnen, da sie es nicht besser wissen können!

    Klingt nicht so vertrauenswürdig, oder?

    Der Mensch kann das viel besser.
    Durch Erfahrung kann er den Bremsweg vorhersehen.

    NOCH!!!
    Ich sage nicht nie, aber definitiv nicht heute und nicht in den nächsten 5-10 Jahren!

  9. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: egal 01.07.19 - 13:26

    Genau meine Rede immer. Die heutigen Fähigkeiten der Systeme werden von zu Technikgläubigen, oder besser gesagt Ahnungslosen meist komplett überschätzt. Kann man auch immer schön an vielen Kommentaren hier sehen. Da sind noch jede Menge Hausaufgaben zu erledigen...

  10. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: ldlx 01.07.19 - 13:45

    Fuchur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Mensch kann das viel besser.
    > Durch Erfahrung kann er den Bremsweg vorhersehen.

    Vor oder nach dem ersten Unfall? Hab mal in einem Auto (noch ohne ABS, ist schon etwas her) eine vereiste Kreuzung nicht erkannt und bin nur durch Glueck vorm Bordstein (und nicht etwa einem anderen Fahrzeug) zum Stehen gekommen - keine Schaeden. Und Jahre spaeter eine andere, spiegelglatte, zu meinem Glueck schnurgerade, Strasse, die sich oberflaechlich nicht von der trockenen Strecke unterscheiden liess (die Strecke fahre ich oefter, sollte also wissen, wie normale und vereiste Strasse aussehen, nicht?), vorsichtiges Bremsen war gluecklicherweise moeglich, ohne in die Leitplanke oder Gegenverkehr zu fahren.

    PS: Seit Fuehrerscheinzuteilung unfallfrei ;-)

  11. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Quantium40 01.07.19 - 14:30

    Steven Coolmay schrieb:
    > Stehen auf ner Autobahn auf einmal Schilder mit 50 und nirgendwo sind
    > weitere Schilder die auf ein Baustelle hinweisen oder Warnbarken ect. dann
    > wird das ignoriert. Kein Mensch würde auf einer Autobahn wo nix ist auf
    > einmal 50 fahren weil es unlogisch ist.

    Sowas hatten die hier auf der A24 mit Straßenschäden.
    Die Straßenschäden waren längst geflickt, aber die Begrenzung auf Tempo 100 über mehr als 10km Länge blieb einfach mal stehen.
    Das Ergebnis waren dann satte Einnahmen für den Landkreis.

    https://www.svz.de/lokales/hagenower-kreisblatt/6000-aufnahmen-in-nur-3-5-tagen-id19578211.html

  12. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Dino13 01.07.19 - 14:39

    Im Prinzip hast du natürlich recht, aber die Frage ist doch wie lange wir brauchen bis wir an diesem Punkt ankommen. Und bis dahin ist es ein langer Weg, d.h. autonome Autos werden sich eine lange Zeit an die Schilder halten müssen.

  13. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Faksimile 01.07.19 - 14:45

    Insbesondere an die Schilder, die Dir vor einer scharfen Kurve eine Mindestgeschwindigkeit vorschreiben ...

  14. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: ldlx 01.07.19 - 14:48

    Dazu hast du doch bestimmt ein Beispiel... mir fallen da nur Schilder zur Hoechstgeschwindigkeit ein (z. B. Strecke von Boizenburg nach Zarrentin) oder Richtgeschwindigkeit (z. B. von Pirna richtung saechsische Schweiz)

  15. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Faksimile 01.07.19 - 14:53

    rund, blau mit weissem Rand und mit weissen Zahlen?
    Oder auch im Amtsdeutsch: Zeichen 275

  16. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Anonymer Nutzer 01.07.19 - 14:58

    Fuchur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Eben. Das autonome Auto fährt, so sollte es sein, maximal so schnell,
    > wie
    > > es sinnvoll anhalten kann usw. und das (anders als Menschen) auch
    > wirklich.
    > > Egal ob Regen oder Eis oder sonstwas, das Auto weiß, wie lang der
    > Bremsweg
    > > ist, wie weit das Objekt entfernt ist usw. usf.
    >
    > Aha! Und woher weiß das Auto, wie lang der Bremsweg auf einer Straße ist?
    > Woher weiß das Auto, ob es gerade durch eine Pfütze fährt oder über Eis?
    >
    > Gar nicht!
    > Es gibt nur Literatur-Werte für trockene Fahrbahnen bei minimaler Beladung
    > und neuen Reifen oder ähnliches.
    > Es gibt bisher nur bei Porsche einen Sensor, der die Menge des Wassers auf
    > der Straße messen kann. Sonst nichts.
    > Autonome Autos müssten demzufolge immer mit Glatteis, maximaler Beladung
    > und schlechtesten Reifen rechnen, da sie es nicht besser wissen können!
    >
    > Klingt nicht so vertrauenswürdig, oder?
    >
    > Der Mensch kann das viel besser.
    > Durch Erfahrung kann er den Bremsweg vorhersehen.
    >
    > NOCH!!!
    > Ich sage nicht nie, aber definitiv nicht heute und nicht in den nächsten
    > 5-10 Jahren!
    Serienautos haben viel davon schlicht nicht verbaut weil es nem Menschen nichts bringt, wenn das Auto dir die maximal mögliche Verzögerung anzeigt.

    Aber in Prototypen oder auch im Motorsport werden einige dieser Daten bereits erfasst.
    -Reifendruck
    -Temperatur
    -Abnutzung der Reifen
    -Feuchtigkeit und Zustand der Straße
    -Gewicht
    uvm.
    Zudem können vernetzte Autos diese Infos auch weitergeben. Wenn Auto 1 bremst und merkt, dass die Verzögerung oder Straßenhaftung sehr gering ist kann es andere Autos warnen wodurch diese bereits vorher abbremsen können. Der Mensch reagiert da deutlich verzögerter und hektischer.

  17. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Thargon 01.07.19 - 15:02

    > Und woher weiß das Auto, wie lang der Bremsweg auf einer Straße ist?

    Aus den Daten, die der Hersteller und/oder die Community beisteuert.

    > Woher weiß das Auto, ob es gerade durch eine Pfütze fährt oder über Eis?

    Aus den Daten, die der Hersteller und/oder die Community beisteuert.

    > Es gibt nur Literatur-Werte für trockene Fahrbahnen bei minimaler Beladung
    > und neuen Reifen oder ähnliches.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Automobilhersteller intern längst wesentlich mehr "Literatur-Werte" sammeln. Zugegeben sind es vermutlich immer noch zu wenige - ein Grund weswegen es eben noch immer keine autonomen Fahrzeuge gibt.

    > Es gibt bisher nur bei Porsche einen Sensor, der die Menge des Wassers auf
    > der Straße messen kann. Sonst nichts.

    Ich kann meist auch ohne mich mit Messapparatur auf die Fahrbahn zu knien abschätzen, wie viel Wasser sich darauf befindet. Man kann also durchaus hinterfragen, ob so ein Sensor überhaupt nötig ist, oder ob Porsche nur mal wieder dem unwissenden Kunden seinen angeblichen Überlegenheits-Status demonstrieren will.

    > Autonome Autos müssten demzufolge immer mit Glatteis, maximaler Beladung
    > und schlechtesten Reifen rechnen, da sie es nicht besser wissen können!

    Doch, könnten sie. Ist bisher leider nur Konjunktiv, wird sich aber vermutlich in den kommenden Jahren ändern. Und spätestens wenn sie zweites können, müssen sie erstes nicht mehr.

    > Der Mensch kann das viel besser.

    Siehe Unfallstatistik.

    > Durch Erfahrung kann er den Bremsweg vorhersehen.

    Denn die Erfahrung eines 60 jährigen Autofahrers, der schon über 1 Million Autokilometer hinter sich hat, ist viel mehr als die akkumulierte Erfahrung von 1 Millionen Fahrzeugen, die zusammen Daten über zig Billionen Kilometer gesammelt haben. Und wie sich solche systematisch erfassten "Erfahrungswerte" positiv auf die Unfallstatistik von Fahranfängern auswirken sollen, kann ich mir auch nicht vorstellen.
    Sarkasmus beiseite: Leider sind nicht alle Autofahrer Übermenschen wie der Vorautor.

    > NOCH!!!
    > Ich sage nicht nie, aber definitiv nicht heute und nicht in den nächsten
    > 5-10 Jahren!

    Wenn die "Premiumhersteller" den Trend nicht beinahe verpennt hätten, wären wir schon viel weiter. Stattdessen musste erst ein Workaholic mit seinem Automobil-Startup den Markt aufmischen und ein Suchmaschinenanbieter als Seiteneinsteiger rapide Erfolge erziehlen, damit die ach so überlegenen deutschen Autokonzerne erkennen, dass das 20. Jahrhundert in der Vergangenheit liegt und laute, nicht-autonome, PS-starke Verbrennerkarossen in absehbarer Zeit in der gleichen Nostalgieecke landen wie Pferdekutschen. Dafür haben deutsche Autos die buntesten "Armaturenbretter", die man kaum beachtet, sobald man das überteuerte Head-Up-Display einbaut. Aber trotzdem können deutsche Konzerne und deutsche Autofahrer natürlich alles viel besser, als diese Neureichen hinter dem Teich! Das war schon immer so, ist heute so und wird selbstredend auch so bleiben.
    Smartphones haben ja auch Jahrzehnte gebraucht bis sie sich durchgesetzt haben. Und wie man heute sieht, haben deutsche Konzerne auch hier alles richtig gemacht!

    In anderen Worten: Dass es heute noch keine autonomen Fahrzeuge gibt ist eine glückliche Fügung für die deutsche Volkswirtschaft. Wenn man aber davon ausgeht, dass alle so langsam voran kommen wie wir, stellt man das Glück vielleicht doch zu sehr auf die Probe.
    Die deutsche Industrie könnte langsam Anfangen aus den Erfahrungen der letzten 50 Jahre zu lernen (Mikroelektronik, Computerhardware, Softwaresysteme, Mobiltelefone, Internetdienste, ...) und doch mal Entwicklungen ernst nehmen bevor es zu spät ist. Oder man bleibt eben bei der 100jährigen Kernkompetenz, Maschinen zu bauen die Dinge verbrennen und/oder zur Regulierung der Bevölkerungsentwicklung beitragen...

  18. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Anonymer Nutzer 01.07.19 - 15:04

    wupme schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil man 300 meter weiter geblitzt wird denn der Blitzer ist bereits auf
    > diese Geschwindigkeit eingestellt aber die Baustelle existiert noch nicht.
    Das ist mir sogar mal genau so passiert. Bußgeldbescheid bekommen und Widerspruch eingelegt, da zu dem Zeitpunkt noch keine Baustelle vorhanden war. Argumentiert, dass die Begrenzung ja nur für die Baustelle gelten und da dort keine Baustelle war, galten sie nicht. Der Bescheid wurde dann zurückgenommen.

  19. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Fuchur 01.07.19 - 15:40

    Agina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber in Prototypen oder auch im Motorsport werden einige dieser Daten
    > bereits erfasst.
    > -Abnutzung der Reifen
    > -Feuchtigkeit und Zustand der Straße
    > uvm.

    Abnutzung der Reifen und Feuchtigkeit der Straße werden in dem Fall händisch vom Menschen dokumentiert und als Info zur Verfügung gestellt.
    Es gibt bisher noch keine Sensoren, die solche Werte automatisch mit Sensoren, die im Fzg. verbaut sind erfassen.
    Mag sein, dass es da bisher noch keinen Markt für gab, aber bis solche Sensoren entwickelt werden, vergehen noch Jahre!
    Solche System kann man nicht aus dem Hut zaubern!
    Daher habe ich ja auch NOCH nicht geschrieben und nicht NIE!!!

  20. Re: Verkehrsschilder sind für Menschen nicht für Autonome Autos

    Autor: Fuchur 01.07.19 - 15:59

    Thargon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und woher weiß das Auto, wie lang der Bremsweg auf einer Straße ist?
    >
    > Aus den Daten, die der Hersteller und/oder die Community beisteuert.
    >

    Händisch? Erwartest Du allen Ernstes, dass Leute durch die Gegend fahren und in eine App eingeben, wie die Straßenlage ist? Never ever!
    Wo sollen die Daten denn herkommen?
    Die Daten MÜSSEN automatisch vom Fahrzeug durch Sensoren erfasst werden.
    Diese gibt es aber noch nicht. Es wird noch Jahre dauern, bis entsprechende Systeme verfügbar sind.
    Das heißt nicht, dass man nicht autonom fahren kann. Aber die Unfallqoute wird nicht signifikant unter der von Menschen liegen, sondern eher höher.
    Was meint ihr, warum die alle ihre Testfahren in den USA bei schönem Wetter machen und warum entsprechende Systeme nicht über einen Prototypenstatus hinaus sind?


    > > Woher weiß das Auto, ob es gerade durch eine Pfütze fährt oder über Eis?

    > Aus den Daten, die der Hersteller und/oder die Community beisteuert.
    >
    s.o.


    > > Es gibt nur Literatur-Werte für trockene Fahrbahnen bei minimaler
    > Beladung
    > > und neuen Reifen oder ähnliches.
    >
    > Ich bin mir ziemlich sicher, dass Automobilhersteller intern längst
    > wesentlich mehr "Literatur-Werte" sammeln. Zugegeben sind es vermutlich
    > immer noch zu wenige - ein Grund weswegen es eben noch immer keine
    > autonomen Fahrzeuge gibt.

    Was ich sage... Danke!
    ABER: Mit Literaturwerten fährt man kein Auto. Man muss situationsabhängig alle Umwelt- und Fahrzeugparameter erfassen. Das ist keine leichte Aufgabe!


    > > Es gibt bisher nur bei Porsche einen Sensor, der die Menge des Wassers
    > auf
    > > der Straße messen kann. Sonst nichts.
    >
    > Ich kann meist auch ohne mich mit Messapparatur auf die Fahrbahn zu knien
    > abschätzen, wie viel Wasser sich darauf befindet. Man kann also durchaus
    > hinterfragen, ob so ein Sensor überhaupt nötig ist, oder ob Porsche nur mal
    > wieder dem unwissenden Kunden seinen angeblichen Überlegenheits-Status
    > demonstrieren will.

    Und das Auto soll sich vor der Fahrt also erst mal auf die Straße knien und die Menge an Wasser schätzen. Du Scherzkeks!
    Wie soll das Auto das machen?
    Ein Auto ist ein technisches Gerät. Das kennt keine gefühlten Werte, sondern nur digitale Daten und Messwerte von Sensoren, womit ich wieder bei meiner Einführung bin.
    Es ist möglich aber nicht jetzt, da es noch nicht die benötigte Sensorik auf dem Markt gibt.

    Übrigens auch nicht im heiligen Tesla!!


    > > Autonome Autos müssten demzufolge immer mit Glatteis, maximaler Beladung
    > > und schlechtesten Reifen rechnen, da sie es nicht besser wissen können!
    >
    > Doch, könnten sie. Ist bisher leider nur Konjunktiv, wird sich aber
    > vermutlich in den kommenden Jahren ändern. Und spätestens wenn sie zweites
    > können, müssen sie erstes nicht mehr.

    Woher denn? Werd doch bitte mal konkret und nicht so nebulös.
    Womit hat das Fahrzeug die Daten? Wer erfasst sie und stellt sie zur Verfügung?
    Konkret bitte!


    > > Der Mensch kann das viel besser.
    >
    > Siehe Unfallstatistik.

    Siehe Unfalltote durch autonome Autos (u.a. Tesla).



    > > Durch Erfahrung kann er den Bremsweg vorhersehen.
    >
    > Denn die Erfahrung eines 60 jährigen Autofahrers, der schon über 1 Million
    > Autokilometer hinter sich hat, ist viel mehr als die akkumulierte Erfahrung
    > von 1 Millionen Fahrzeugen, die zusammen Daten über zig Billionen Kilometer
    > gesammelt haben. Und wie sich solche systematisch erfassten
    > "Erfahrungswerte" positiv auf die Unfallstatistik von Fahranfängern
    > auswirken sollen, kann ich mir auch nicht vorstellen.
    > Sarkasmus beiseite: Leider sind nicht alle Autofahrer Übermenschen wie der
    > Vorautor.

    Der Mensch sammelt Erfahrungen in Bezug auf seine Sensoren.
    Wenn er sieht, dass es naß ist oder Eis auf der Straße ist, passt er seine Fahrzweise an.
    Das kann eine autonom fahrendes Auto ohne entsprechende Sensoren nicht.
    Die Information dass vielleicht jeden 7. Donnerstag im Mai an der B75 Höhe Anschlussstelle Huchting Regen fällt, nutzt einem autonomen Auto nichts. Es braucht Echtzeitwerte! Entweder selbst gemessen oder übermittelt.
    Aber nochmal: Es gibt aktuell solche Daten und auch Sensoren nicht!


    > > NOCH!!!
    > > Ich sage nicht nie, aber definitiv nicht heute und nicht in den nächsten
    > > 5-10 Jahren!
    >
    > Wenn die "Premiumhersteller" den Trend nicht beinahe verpennt hätten, wären
    > wir schon viel weiter. Stattdessen musste erst ein Workaholic mit seinem
    > Automobil-Startup den Markt aufmischen und ein Suchmaschinenanbieter als
    > Seiteneinsteiger rapide Erfolge erziehlen, damit die ach so überlegenen
    > deutschen Autokonzerne erkennen, dass das 20. Jahrhundert in der
    > Vergangenheit liegt und laute, nicht-autonome, PS-starke Verbrennerkarossen
    > in absehbarer Zeit in der gleichen Nostalgieecke landen wie Pferdekutschen.
    > Dafür haben deutsche Autos die buntesten "Armaturenbretter", die man kaum
    > beachtet, sobald man das überteuerte Head-Up-Display einbaut. Aber trotzdem
    > können deutsche Konzerne und deutsche Autofahrer natürlich alles viel
    > besser, als diese Neureichen hinter dem Teich! Das war schon immer so, ist
    > heute so und wird selbstredend auch so bleiben.
    > Smartphones haben ja auch Jahrzehnte gebraucht bis sie sich durchgesetzt
    > haben. Und wie man heute sieht, haben deutsche Konzerne auch hier alles
    > richtig gemacht!
    >
    > In anderen Worten: Dass es heute noch keine autonomen Fahrzeuge gibt ist
    > eine glückliche Fügung für die deutsche Volkswirtschaft. Wenn man aber
    > davon ausgeht, dass alle so langsam voran kommen wie wir, stellt man das
    > Glück vielleicht doch zu sehr auf die Probe.
    > Die deutsche Industrie könnte langsam Anfangen aus den Erfahrungen der
    > letzten 50 Jahre zu lernen (Mikroelektronik, Computerhardware,
    > Softwaresysteme, Mobiltelefone, Internetdienste, ...) und doch mal
    > Entwicklungen ernst nehmen bevor es zu spät ist. Oder man bleibt eben bei
    > der 100jährigen Kernkompetenz, Maschinen zu bauen die Dinge verbrennen
    > und/oder zur Regulierung der Bevölkerungsentwicklung beitragen...

    Ich stimme Dir vollkommen zu, dass wir autonome Fahrzeuge haben sollten. Wenn sie mal die Unfallraten von erfahrenen Langstreckenfahrern übertreffen werden solche Systeme vielen Menschen das Leben retten.
    Ich sage nur, dass es noch dauert!

    Ist zwar OT aber:
    Übrigens liegt das Heil der Welt gerade NICHT im Individualverkehr.
    Alle Menschen, die sich wirklich mit dem Klimawandel beschäftigen, kommen zu dem Konsens, dass es absolut unnötig, ressourcenverschwenderisch und umweltschädlich ist, alleine in einem Fahrzeug durch die Gegend zu fahren.
    Das kann nur in einzelnen Ausnahmefällen Sinn machen.

    Elektroautos werden uns da kein Stück weiterbringen.
    Die Gewinnung von Lithium verursacht quasi genauso große Umweltschäden, wie die Gewinnung und Verarbeitung von Rohöl.
    Nur so am Rande bemerkt.

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