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System ist im Testbetrieb, oder?

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  1. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: M. 13.07.16 - 11:50

    > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > gebeten?
    Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverstaendnis gebeten, wenn mal wieder jemand meint, mit 200 km/h ueber die Autobahn oder mit 100 km/h durch eine Ortschaft rasen zu muessen?

    Unvernuenftig und gefaehrlich fahren ist trivial. Da braucht man keinen Autopiloten fuer.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.

  2. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: Berner Rösti 13.07.16 - 11:55

    M. schrieb:
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    > > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > > gebeten?
    > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverstaendnis
    > gebeten, wenn mal wieder jemand meint, mit 200 km/h ueber die Autobahn oder
    > mit 100 km/h durch eine Ortschaft rasen zu muessen?
    >
    > Unvernuenftig und gefaehrlich fahren ist trivial. Da braucht man keinen
    > Autopiloten fuer.

    Inwieweit hat das mit dem Test einer Betaversion einer Steuerungssoftware zu tun, zu dem sich der Fahrer (wie oft durchgekaut) einverstanden erklären muss, aber die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gefragt werden?

  3. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: Graveangel 13.07.16 - 12:00

    gs2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der tote Fahrer: Was ist wenn er, begünstigt durch die 95%ige Funktion des
    > Piloten, mit jeder Meile etwas weniger Aufmerksam wurde, gegenüber einem
    > herkömmlichen Fahrer? Ist dies dann auch gerechfertigt? Ich denke die
    > subjektive Sicherheit ist bei diesen Systemen höher. So das man denkt das
    > alles gut geht. Das wäre für mich als Hersteller einGrund mich mit
    > diversenAussagen zurück zu halten.


    Das ist klar, kann ich auch gut nachvollziehen, allerdings würde ich, wenn sich so eine Gewöhnung einschleicht, einfach von Zeit zu Zeit mal selber fahren, damit ich dem gegensteuere.
    Es ist schlicht so, dass es einem explizit verboten ist, etwas anderes zu tun.

    Wenn er denkt "ach, ich schau mir ne DVD an, passiert ja nix" (ob er das getan hat oder nicht, kA, er hat auf jeden fall nicht eingegriffen), dann ist es sein fehler.

  4. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: WonderGoal 13.07.16 - 12:08

    Berner Rösti schrieb:
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    > ChMu schrieb:
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    > > Graveangel schrieb:
    > >
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    >
    > > -----
    > > > Wenn jeder, der das System nutzt, wissen sollte, dass es sich um einen
    > > > Testbetrieb handelt und man klipp und klar gesagt bekommt, dass man im
    > > > Notfall eingreifen können und auch tun muss, dann verstehe ich den
    > > > Aufschrei nicht.
    > >
    > > So ist es. Das System ist standard maessig ausgeschaltet. Wenn man es
    > > einschaltet, wird man erst mal mit Warnungen bombardiert. Wichtigster
    > > Hinweis ist immer, die Haende am Lenkrad zu lassen und den Verkehr zu
    > > beobachten. IMMER. jEDERZEIT soll man eingreifen koennen.
    >
    > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > gebeten?

    Werden es jene auch, wenn ein Mercedes, BMW, Audi & Co. jene Systeme einschalten? In der Oberklasse ist es auch dort überall mittlerweile Standard.

  5. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: Graveangel 13.07.16 - 12:09

    Berner Rösti schrieb:
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    > ChMu schrieb:
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    > > Graveangel schrieb:
    > >
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    > > > Wenn jeder, der das System nutzt, wissen sollte, dass es sich um einen
    > > > Testbetrieb handelt und man klipp und klar gesagt bekommt, dass man im
    > > > Notfall eingreifen können und auch tun muss, dann verstehe ich den
    > > > Aufschrei nicht.
    > >
    > > So ist es. Das System ist standard maessig ausgeschaltet. Wenn man es
    > > einschaltet, wird man erst mal mit Warnungen bombardiert. Wichtigster
    > > Hinweis ist immer, die Haende am Lenkrad zu lassen und den Verkehr zu
    > > beobachten. IMMER. jEDERZEIT soll man eingreifen koennen.
    >
    > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > gebeten?


    Werden die gewarnt, wenn du besoffen fährst?`
    Meiner Meinung nach in etwa die gleiche Liga.

    Klar, man hätte von Tesla-Seite aus den Autopilot eventuell verstecken können oder so.
    Ggf. ne Meldung, dass dieser nur mit Genehmigung genutzt werden darf, irgendwas.

    Im generellen bleibe ich aber dabei: Selbst schuld.
    Und zu all denen, die meinen "wenn der LKW-Fahrer gestorben wäre?": Immer noch die Schuld des Tesla-Fahrers.

    Ich will nicht sagen, dass das System von Tesla perfekt ist, im Gegenteil, aber darauf wird man anscheinend oft hingewiesen, wenn man das Ding aktiviert und alles in allem würde ich so etwas vermutlich nie aktivieren, aber die, die es tun, sollten schon den Anweisungen folgen.

    Wenn ich ne Kreissäge nutze, wo drauf steht "niemals mit verbundenen Augen sägen, lebensgefahr!" und mir dann mit Schlafbrille auf ne Hand absäge, werde ich auch nicht die Säge verfluchen.

    Autovergleich mal rückwärts!

  6. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: gadthrawn 13.07.16 - 12:19

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Inwieweit hat das mit dem Test einer Betaversion einer Steuerungssoftware
    > zu tun, zu dem sich der Fahrer (wie oft durchgekaut) einverstanden erklären
    > muss, aber die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gefragt werden?

    Sei mal vorsichtig. Nach Musk ist der durchschnittliche Teslafahrer zu blöd das zu verstehen: "Musk ->Wall Street Journal. "Viele Leute verstehen nicht, was es ist und wie man es einschaltet.""

  7. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: jacki 13.07.16 - 12:44

    Der Fahrer kann und muss jeder Zeit eingreifen!
    Damit ergeben sich für mich ein paar Punkte.
    Der Autopilot kann aus Prinzip keinen Unfall verursachen.
    Es ist Egal ob es eine Final, Beta oder Alpha ist.
    Tesla handelt nicht verlässig und sollte nicht restringiert werden.
    Der Fahrer ist immer "selber Schuld". Den es ist egal ob und wie viele Fehler in der SW sind, der Fahrer muss eindeutig wie bisher auf die Sicherheit achten. Es wird keine 100% Perfektion versprochen, sonst würde sich das Lenkrad auch einfahren und die Sitze in eine gemütlichere Position begeben.
    Es ist völlig egal ob er DVD geschaut hat, entweder er war zu abgelenkt um einzugreifen, oder es war in der Situation nicht mehr möglich richtig zu reagieren wie bei allen herkömmlichen Unfällen auch.

    Alle Teslafahrer werden auf verschiedenste Wege ausdrücklich auf die Bedienung hingewiesen, die Funktion muss ausdrücklich dazugekauft und jedes Mal bewusst aktiviert werden.
    Solang der Autopilot nicht die menschliche Übernahme einfach verweigert und dann wilde Sachen macht, was noch niemals vorkam, sehe ich die Schuld definitiv nicht bei Tesla. Klar kann es verleiten Faxen im Auto zu machen wenn es in 99,9% der Fälle gut geht, aber auch da versucht der Hersteller der menschlichen Dummheit mit verschiedenen Funktionen möglichst entgegenzuwirken.
    Wer wirklich dachte selbstfahrende Autos können niemals einen Unfall haben und man wäre damit unsterblich, hat einfach von der Materie garnichts versanden.
    Auch ist es nicht ansatzweiße möglich sie erst rauszubringen wenn sie 1000% sicher sind egal was der Mensch tut oder nicht tut. Ist aber auch nicht nötig, solang der Mansch sich nicht absichtlich falsch verhält, ist ein Tesla mit Autopilot immer mindestens so sicher wie ohne.

  8. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: Berner Rösti 13.07.16 - 13:08

    WonderGoal schrieb:
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    > Berner Rösti schrieb:
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    > > ChMu schrieb:
    > >
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    >
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    > > > Graveangel schrieb:
    > > >
    > >
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    >
    > >
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    > > > > Wenn jeder, der das System nutzt, wissen sollte, dass es sich um
    > einen
    > > > > Testbetrieb handelt und man klipp und klar gesagt bekommt, dass man
    > im
    > > > > Notfall eingreifen können und auch tun muss, dann verstehe ich den
    > > > > Aufschrei nicht.
    > > >
    > > > So ist es. Das System ist standard maessig ausgeschaltet. Wenn man es
    > > > einschaltet, wird man erst mal mit Warnungen bombardiert. Wichtigster
    > > > Hinweis ist immer, die Haende am Lenkrad zu lassen und den Verkehr zu
    > > > beobachten. IMMER. jEDERZEIT soll man eingreifen koennen.
    > >
    > > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > > gebeten?
    >
    > Werden es jene auch, wenn ein Mercedes, BMW, Audi & Co. jene Systeme
    > einschalten? In der Oberklasse ist es auch dort überall mittlerweile
    > Standard.

    Diese Systeme werden nicht als "Betaversion" bezeichnet, und heißen nicht "Autopilot".

    Statt dessen sind es mehrere, für den Benutzer auch ersichtlich voneinander unabhängige Assistenten.

  9. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: Berner Rösti 13.07.16 - 13:23

    Graveangel schrieb:
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    > Berner Rösti schrieb:
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    > > ChMu schrieb:
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    > > > Graveangel schrieb:
    > > >
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    > > > > Wenn jeder, der das System nutzt, wissen sollte, dass es sich um
    > einen
    > > > > Testbetrieb handelt und man klipp und klar gesagt bekommt, dass man
    > im
    > > > > Notfall eingreifen können und auch tun muss, dann verstehe ich den
    > > > > Aufschrei nicht.
    > > >
    > > > So ist es. Das System ist standard maessig ausgeschaltet. Wenn man es
    > > > einschaltet, wird man erst mal mit Warnungen bombardiert. Wichtigster
    > > > Hinweis ist immer, die Haende am Lenkrad zu lassen und den Verkehr zu
    > > > beobachten. IMMER. jEDERZEIT soll man eingreifen koennen.
    > >
    > > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > > gebeten?
    >
    > Werden die gewarnt, wenn du besoffen fährst?`
    > Meiner Meinung nach in etwa die gleiche Liga.

    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Alkoholisiert Auto zu fahren ist verboten und strafbewehrt.

    Passender wäre eine Fahrschule: Hier ist ein Fahrer am Steuer, der (noch) nicht richtig fahren kann und daher Fehler macht. Deshalb befinden sich auch entsprechende Schilder an dem Fahrzeug, zudem sitzt ein geschulter Aufpasser daneben. In anderen Ländern haben Fahrschulautos sogar weit sichtbare Schilder auf dem Dach.

    Nochmal für dich: Tesla bezeichnet den "Autopilot" als "Betaversion". Wenn der Fahrer ihn aktiviert, muss er sich mit den Testbedingungen, die eindeutig Fehlfunktionen einschließen, einverstanden erklären. Die anderen Verkehrsteilnehmer werden jedoch nicht gefragt, ob sie an diesem Test teilnehmen wollen, obwohl sie betroffen sind.

    > Im generellen bleibe ich aber dabei: Selbst schuld.
    > Und zu all denen, die meinen "wenn der LKW-Fahrer gestorben wäre?": Immer
    > noch die Schuld des Tesla-Fahrers.

    Siehst du das bei den Waffen in den USA genauso?

    > Ich will nicht sagen, dass das System von Tesla perfekt ist, im Gegenteil,
    > aber darauf wird man anscheinend oft hingewiesen, wenn man das Ding
    > aktiviert und alles in allem würde ich so etwas vermutlich nie aktivieren,
    > aber die, die es tun, sollten schon den Anweisungen folgen.

    Siehe oben: Die anderen Verkehrsteilnehmer werden nicht gewarnt oder um ihr Einverständnis gefragt, dass hier ein potenzielles Amok-Auto unterwegs sein könnte.

    Im Grunde müsste man die Kisten mit gelben Blinklichtern auf dem Dach ausstatten, so wie das im industriellen Bereich seit Jahren der Fall ist. Dort sind selbstfahrende Arbeitsgeräte stets mit Warnlichtern ausgestattet – und sie dürfen führerlos außerhalb von nicht zugänglichen Bereichen i.d.R. nur in Schrittgeschwindigkeit fahren. Werden sie innerhalb von Einzäunungen oder Einhausungen betrieben, wird der Notaus sofort aktiviert, wenn sich ein Mensch den Bereich bewegt oder das Gehäuse öffnet.

    > Wenn ich ne Kreissäge nutze, wo drauf steht "niemals mit verbundenen Augen
    > sägen, lebensgefahr!" und mir dann mit Schlafbrille auf ne Hand absäge,
    > werde ich auch nicht die Säge verfluchen.
    >
    > Autovergleich mal rückwärts!

    Genau deshalb hat eine handelsübliche Kreissäge diverse Sicherungen, wie z.B. ein Sicherheitsschalter, den du zusätzlich betätigen musst, oder dieses Schutzblech, das das Sägeblatt umschließt und erst mit dem Schnittgut zurück geschoben wird.

    Der Hersteller tut hier sein möglichstes, um Fehlbedienungen zu vermeiden.

  10. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: mortates 13.07.16 - 14:01

    Berner Rösti schrieb:

    > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > gebeten?

    Wurden die Abertausende Toten auch gefragt, als in den letzten Jahren Autos und (insbesondere) LKW ohne Auffahrwarn/Notbrems-Systeme gekauft wurden, die dann aus irgenwelchen Gründen Voll Power in vorausfahrende/stehende Fahrzeuge gekracht sind???
    Nicht selten mit vielen Schwerverletzten/Toten.

    Die Unterstellung, Assistenzsysteme hätten eine niedrigere Aufmerksamkeit der Fahrer zur Folge, müsste erst mal belegt werden. Und selbst dann wäre es möglich, dass mit Assistenzsystemen im Vergleich zu assistenzlosen/armen Fahrzeugen weniger Unfälle geschehen.

    Falls im konkreten Fall das Notbremssystem nicht richtig funktioniert hat, wäre dies natürlich bedauerlich, aber hat direkt nichts mit dem Tesla-"Autopilot" zu tun.
    Wie weit das Notbremssystem überhaupt für quer fahrende Fahrzeuge zuständig ist?? Keine Ahnung. Mir sind jedoch keine Teslafahrer bekannt, die davon ausgehen und deshalb weniger aufmerksam fahren.

    Selber fahre ich auf Autobahnen geschätze 80-90% mit "Autopilot". Entspannter, aufmerksamer und mit Sicherheit viel risikoärmer als ohne, erst recht im Vergleich zu Zeiten ohne Abstandstempomat.
    Dasselbe innerorts, bei stockendem Verkehr/Staus (und gut markierter Fahrspur).

    Autopilot inner-/ausserorts (ohnehin nicht offiziell vorgesehen, wenn ich dies recht im Kopf habe) ohne dauernde Aufmerksamkeit geht erst recht nicht, wegen häufigen Fussgänger, Velos, Rotlicht, etc.
    Auch auf den Autobahnen weiss jeder zurechnungsfähige Teslafahrer, dass der "Autopilot" in besonderen Situationen (Baustellen, uneindeutige Spuren, ein Pannenfahrzeug bspw. ganz dicht am Mittelstreifen, Rotlicht, Wild, etc. etc.) nicht funktioniert und die volle Aufmerksamkeit deshalb ohnehin notwendig ist.
    Was mit enspanntem Fahren genausogut möglich ist, individuell sogar besser, als mit einem nervösem Quattroturbo mit 66 Gängen und regulierbarem Sportauspuffsystem...

    Jene die meinen, tja, für was brauch ich dann überhaupt einen "Autopiloten"..., bitte sehr, wir leben in einer freien Gesellschaft und es gibt (noch) genügend Autos aus der Vergangenheit. Von billig bis sehr teuer.
    Und wenn es die (vermutlich) mal nicht mehr zu kaufen gibt, wird es immerhin während einer gebührenden Übergangsfrist noch einige Jahre/Jahrzehnte möglich sein, diese Systeme weitgehend abzuschalten.
    Der Übergang von der Pferdekutsche zu Motorfahrzeugen brauchte schliesslich auch seine Zeit...

    Dazu fordert mich Tesla bei jedem Einschalten des "Autopiloten" auf, das Lenkrad nicht loszulassen und danach je nach Fahrsituationen auch immer wieder ziemlich bis sehr häufig (falls ich dies unterlassen sollte).
    Was ja wohl kaum so verstanden werden kann, man solle seine Aufmerksamkeit andern Dingen, als dem Fahren, zu widmen.

    Der (Abstands)tempomat reduziert auch das Tempo in den schärferen Kurven, manchmal gut, manchmal schlecht. Jedem Teslafahrer bekannt. Heisst dies nun, die Funktion darf nicht aufgeschaltet werden?? Weil davon auszugehen ist, die Fahrer seien Idioten??
    Wer sich daran stört, fährt nicht mit Tempomat auf kurvenreichen Strecken. Oder noch besser keinen Tesla, bzw. am besten überhaupt kein Motorfahrzeug.

    Gefährlicher ist ein Tesla allenfalls bei Tritt auf Vollstrom und Anwesenheit anderer Verkehrteilnehmer. Aber da gibt es ja noch viele Autos, wo dies wenigstens ähnlich ist, wenn auch mit Gas, viel Lärm und meistens doch etwas weniger «rasant».

    Dass Teslafahrer die Sache mit dem "Autopiloten" dermassen falsch verstehen, dass sie weniger aufmerksam fahren, kann ich mir kaum vorstellen.
    Video müsste dazu im Tesla ohnehin separat installiert werden, ist mir noch in keinem Tesla aufgefallen... ...und bspw. die Freisprechanlage ist nicht nur gut, sondern auch ziemlich einfach und intuitiv.
    Wie überhaupt beinahe alles im Tesla relativ einfach und "tubelisicher" zu bedienen ist und demzufolge die Aufmerksamkeit auch nicht übermässig ablenkt.
    Am (sehr langsamen) Tesla-Browser wird kaum jemand während dem Fahren aktiv sein, trotz dem 17'' Display. Und wenn doch, machte er dies in einem anderen Auto erst recht am Smartphone/Tablet.

    Wenn in Zukunft die Sensoren im Auto zuverlässig vor Über/Unterzuckerung, Sekundenschlaf, Herzinfarktgefahr etc. warnen/reagieren, heisst dies ja auch nicht, dass die Fahrer sich übermüdet, trotz vergessener Insulindosis oder mit klammem Gefühl im Herz und Schmerzen im Arm losfahren sollen...

  11. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: Berner Rösti 13.07.16 - 14:42

    mortates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    >
    > > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > > gebeten?
    >
    > Wurden die Abertausende Toten auch gefragt, als in den letzten Jahren Autos
    > und (insbesondere) LKW ohne Auffahrwarn/Notbrems-Systeme gekauft wurden,
    > die dann aus irgenwelchen Gründen Voll Power in vorausfahrende/stehende
    > Fahrzeuge gekracht sind???
    > Nicht selten mit vielen Schwerverletzten/Toten.

    Thema verfehlt.

    Du sprichst von Unfällen, bei denen der Fahrer die alleinige Kontrolle über das Fahrzeug hatte.

    Hier hat der Fahrer jedoch die Kontrolle an ein Steuerungssystem im Beta-Stadium übergeben, das bestimmte Verkehrssituationen gar nicht beherrschen kann und im schlimmsten Fall sogar unberechenbar reagiert.

    Vor dieser Gefahr wird der Fahrer gewarnt, und er muss sich mit diesem "Testbetrieb" einverstanden erklären. Die anderen Verkehrsteilnehmer werden jedoch weder gewarnt, noch um Einverständnis zur Teilnahme an diesem durch Laien betriebenen Feldtest gefragt.

    > Dass Teslafahrer die Sache mit dem "Autopiloten" dermassen falsch verstehen,
    > dass sie weniger aufmerksam fahren, kann ich mir kaum vorstellen.

    Willkommen in der Realität.

  12. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: AllDayPiano 13.07.16 - 15:00

    mortates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    >
    > > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > > gebeten?
    > Die Unterstellung, Assistenzsysteme hätten eine niedrigere Aufmerksamkeit
    > der Fahrer zur Folge, müsste erst mal belegt werden.

    Wie gut, dass Du Belege für etwas suchst, das die Unfallforschung seit Jahren schon bewiesen hat. Befasse Dich intensiv mit diesem Thema; Dir werden die Untersuchungen nurnoch so um die Ohren fliegen!

    > Und selbst dann wäre
    > es möglich, dass mit Assistenzsystemen im Vergleich zu assistenzlosen/armen
    > Fahrzeugen weniger Unfälle geschehen.

    Möglich. Ja. Belegt? Nein!

    > Wie weit das Notbremssystem überhaupt für quer fahrende Fahrzeuge zuständig
    > ist?? Keine Ahnung. Mir sind jedoch keine Teslafahrer bekannt, die davon
    > ausgehen und deshalb weniger aufmerksam fahren.
    >
    > Selber fahre ich auf Autobahnen geschätze 80-90% mit "Autopilot".
    > (...)
    > Autopilot inner-/ausserorts (ohnehin nicht offiziell vorgesehen, wenn ich
    > dies recht im Kopf habe) ohne dauernde Aufmerksamkeit geht erst recht
    > nicht, wegen häufigen Fussgänger, Velos, Rotlicht, etc.
    > Auch auf den Autobahnen weiss jeder zurechnungsfähige Teslafahrer, dass der
    > "Autopilot" in besonderen Situationen (Baustellen, uneindeutige Spuren, ein
    > Pannenfahrzeug bspw. ganz dicht am Mittelstreifen, Rotlicht, Wild, etc.
    > etc.) nicht funktioniert und die volle Aufmerksamkeit deshalb ohnehin
    > notwendig ist.
    > (...)
    > Dazu fordert mich Tesla bei jedem Einschalten des "Autopiloten" auf, das
    > Lenkrad nicht loszulassen und danach je nach Fahrsituationen auch immer
    > wieder ziemlich bis sehr häufig (falls ich dies unterlassen sollte).
    > Was ja wohl kaum so verstanden werden kann, man solle seine Aufmerksamkeit
    > andern Dingen, als dem Fahren, zu widmen.
    >
    > (...)
    >
    > Dass Teslafahrer die Sache mit dem "Autopiloten" dermassen falsch
    > verstehen, dass sie weniger aufmerksam fahren, kann ich mir kaum
    > vorstellen.
    > Video müsste dazu im Tesla ohnehin separat installiert werden, ist mir noch
    > in keinem Tesla aufgefallen... ...und bspw. die Freisprechanlage ist
    > nicht nur gut, sondern auch ziemlich einfach und intuitiv.

    Ziemlich viel subjektive Meinung in Deinem Beitrag.

    Wie kommst Du darauf, dass Deine Beobachtungen repräsentativ sind?

  13. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: Brainfreeze 13.07.16 - 15:10

    mortates schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    >
    > > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um Einverständnis
    > > gebeten?

    > Die Unterstellung, Assistenzsysteme hätten eine niedrigere Aufmerksamkeit
    > der Fahrer zur Folge, müsste erst mal belegt werden.

    Solche Studien gibt es schon länger, z.B.:
    http://brf.be/national/631423/
    http://www.n-tv.de/auto/Fahr-Assistenten-sind-riskant-article11086091.html

  14. Re: System ist im Testbetrieb, oder?

    Autor: Berner Rösti 13.07.16 - 16:02

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mortates schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Berner Rösti schrieb:
    > >
    > > > Werden auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt und um
    > Einverständnis
    > > > gebeten?
    > > Die Unterstellung, Assistenzsysteme hätten eine niedrigere
    > Aufmerksamkeit
    > > der Fahrer zur Folge, müsste erst mal belegt werden.
    >
    > Wie gut, dass Du Belege für etwas suchst, das die Unfallforschung seit
    > Jahren schon bewiesen hat. Befasse Dich intensiv mit diesem Thema; Dir
    > werden die Untersuchungen nurnoch so um die Ohren fliegen!

    Hehe... Sollte sich eigentlich herumgesprochen haben. In einem Interview meinte ein Unfallforscher vor vielen Jahren einmal, dass man statt des Airbags am besten eine scharfe Lanze in die Mitte des Lenkrads anbringen müsste.
    Damals ging es "nur" um passive Sicherheit (Airbag, Gurt, etc) und Systeme wie ABS, ESP, usw.

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