1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Auslieferungsrekord: Tesla bleibt im…

7 Millionen Fahrzeuge

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. 7 Millionen Fahrzeuge

    Autor: chefin 22.10.20 - 07:54

    Soviele Fahrzeuge muss heute ein Autohersteller auf den Markt werfen um bestehen zu können.

    So jedenfalls mal eine Zahl als Richtschnur, die von VW aufgestellt wurde vor einigen Jahren. Das liegt dran, das die Entwicklungskosten nur dann tragbar sind wenn man sie auf genug Fahrzeuge umlegen kann. Hier und da wird ja auch geschrieben, das so ein Golf in der reinen Herstellung 8000 Euro kostet. Im VK allerdings bei 30.000 liegt. Ziehen wir mal MWSt ab, bleiben 24.000, Händler will auch 2000, der muss auch leben. Logistik zwischen Fertigstellung und Übergabe an Kunden schlägt nochmal mit 1000 zu buche( nicht nur die reinen Transportkosten, auch die Verwaltung des ganzen, vom abstellen im Hof bis zum verladen, transportieren, verbuchen, Brief erstellen und Behördenkosten).

    Roundabout bleiben also 12.000 für Entwicklung, Werbung, Service.

    Man liest ja immer von Milliarden die eine Entwicklung gekostet hat. Diese müssen eben auf Fahrzeuge umgelegt werden. 1 Milliarde Euro auf 1 Million Fahrzeuge wären 1000. 10 Milliarden bereits 10.000 pro Fahrzeug. VW hat aktuell 100 Milliarden reine Entwicklungskosten jährlich, ca 50% des Umsatzes fliesen da rein. Angefangen beim Entwickeln der Fertigungsmaschinen an den Bandstrassen, der Robotersteuerungen über Technologieentwicklungen bis hin zu Motoren, Lacke, Design.

    Wer das ganze also auf weniger Fahrzeuge umlegen muss, wird zwangsläufig hohe Aufschläge drauf rechnen müssen ohne dabei die Kosten überhaupt decken zu können. Den nach oben ist irgendwann auch mal Schluss. Ein tesla für 100.000 entspricht technologisch einem 80.000 Euro Audi E.tron. Auch wenn Audi weniger Wind macht, die haben mehr verbaut als Tesla.

  2. Re: 7 Millionen Fahrzeuge

    Autor: John2k 22.10.20 - 08:55

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soviele Fahrzeuge muss heute ein Autohersteller auf den Markt werfen um
    > bestehen zu können.

    Schwer ist daran vermutlich der Aufbau der Infrastruktur zur Produktion. Jeder wird vermutlich einen Prototypen fix entwickeln können, davon aber 1000 Stück schnell zu bauen, daran werden 99% scheitern.

    > So jedenfalls mal eine Zahl als Richtschnur, die von VW aufgestellt wurde
    > vor einigen Jahren. Das liegt dran, das die Entwicklungskosten nur dann
    > tragbar sind wenn man sie auf genug Fahrzeuge umlegen kann. Hier und da
    > wird ja auch geschrieben, das so ein Golf in der reinen Herstellung 8000
    > Euro kostet.

    Würde die Kosten sogar noch viel tiefer ansetzen.
    Arbeitszeit liegt ungefähr bei 20 Stunden pro KFZ ~ 800¤, wobei nicht jeder Schritt von einem Menschen begleitet wird.
    Materialwert ? - ca 800kg nur Rohmatrialien wie Stahl etc... wird keine 1000¤ kosten.
    Rest ist Massenproduktion und kostet auch kein Vermögen.

    Nun bleibt die große Unbekannte. Entwicklung, Investitionen, Werbung etc...

    Wobei ein schlaues Unternehmen wieder viel reinvestiert. Das Geld ist nicht weg, aber davon steigen auch nicht die Produktionskosten. Allerdings sieht es halt so aus, wie von der Bild propagiert, dass man nur wenige hundert Euro pro KFz verdient. Halt nur, wenn man falsch rechnet.

  3. Re: 7 Millionen Fahrzeuge

    Autor: tech0rca 22.10.20 - 09:03

    Seltsame Zahl diese 7 Millionen.
    Porsche hat 2019 "nur" 280.000 Autos verkauft. Und besteht trotzdem.
    Ich bezweifle, dass man so hohe Stückzahlen liefern muss um zu bestehen. Für VW mag dies auf jedenfall relevant sein, da sie viel Umsatz mit "günstigeren" Autos machen.
    Ich wage auch mal die These in den Raum zu stellen, dass Tesla die Entwicklungserkenntnisse für ihre Kisten größtenteils recycled und nicht jedes mal eine komplette Neuentwicklung anstrebt. Oder warum sieht das Model Y aus wie ein aufgedunsenes Model 3?

  4. There, I fixed it:

    Autor: Cavaron 22.10.20 - 09:16

    7 Millionen Schrott-Fahrzeuge mit Klecker-Margen von 3-7% muss heute ein Autohersteller auf den Markt werfen um bestehen zu können, hat VW mal gesagt.

    - habs für dich gefixed ;)

  5. Re: 7 Millionen Fahrzeuge

    Autor: captain_spaulding 22.10.20 - 09:22

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Würde die Kosten sogar noch viel tiefer ansetzen.
    > Arbeitszeit liegt ungefähr bei 20 Stunden pro KFZ ~ 800¤, wobei nicht jeder
    > Schritt von einem Menschen begleitet wird.
    > Materialwert ? - ca 800kg nur Rohmatrialien wie Stahl etc... wird keine
    > 1000¤ kosten.
    Ja, genau. Man nehme Stahl, Plastik, Kupfer, Alu und schraube es zusammen. Schon ist das Auto fertig!
    Ne, die Autofirmen kaufen fertige Teile und schrauben die zusammen. Keine Rohstoffe.

  6. Re: 7 Millionen Fahrzeuge

    Autor: countzero 22.10.20 - 10:34

    tech0rca schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seltsame Zahl diese 7 Millionen.
    > Porsche hat 2019 "nur" 280.000 Autos verkauft. Und besteht trotzdem.

    Porsche macht seinen Umsatz und Gewinn nicht (nur) mit Autos. Die Designabteilung konstruiert auch Cockpits für Airbus und Motoren für Harley-Davidson. Außerdem machen sie viele Finanzgeschäfte. Erinnert sich noch jemand an das Jahr, in dem Porsche mehr Gewinn als Umsatz gemacht hat und kurz davor war, VW zu kaufen? Nur um dann in sich zusammen zu fallen und statt dessen von VW gekauft zu werden :-)

    EDIT: Was ich noch sagen wollte: Es hat schon seine Gründe, warum alle bekannten Luxusmarken mittlerweile zu einem der großen Hersteller gehören.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.20 10:45 durch countzero.

  7. Re: 7 Millionen Fahrzeuge

    Autor: xUser 22.10.20 - 10:40

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soviele Fahrzeuge muss heute ein Autohersteller auf den Markt werfen um
    > bestehen zu können.

    Wenn man klassisch Wasserfall entwickelt ist dem so. Tesla ist aber schon von Anfang an (vor Musk) im Stil einer Software-Firma aufgestellt worden. Da ist die Kostenstruktur anders.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Leipzig
  2. Majorel Berlin GmbH, Berlin (Home-Office)
  3. saracus consulting GmbH, Münster, Baden-Dättwil (Schweiz)
  4. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Ghostrunner für 14,99€, Death Stranding für 21,99€, Destiny 2 - Upgrade Edition (Steam...
  2. (u. a. Crucial P2 PCIe-SSD 1TB für 84,58€, Crucial MX500 SATA-SSD 500GB für 58,91€, Crucial...
  3. (u. a. Mega Man Legacy Collection 2 für 5,99€, Unrailed! für 11€, Embr für 11€)
  4. 1.099€ (Bestpreis mit MediaMarkt und Amazon)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Quereinsteiger: Mit dem Master in die IT
Quereinsteiger
Mit dem Master in die IT

Bachelorabsolventen von Fachhochschulen gehen überwiegend sofort in den Job. Einen Master machen sie später und dann gerne in IT. Studienangebote für Quereinsteiger gibt es immer mehr.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. IT-Arbeit Es geht auch ohne Chefs
  2. 42 Wolfsburg Programmieren lernen ohne Abi, Lehrer und Gebühren
  3. Betriebsräte in der Tech-Branche Freunde sein reicht manchmal nicht

Blackwidow V3 im Test: Razers Tastaturklassiker mit dem Ping
Blackwidow V3 im Test
Razers Tastaturklassiker mit dem Ping

Die neue Version der Blackwidow mit Razers eigenen Klickschaltern ist eine grundsolide Tastatur mit tollen Keycaps - der metallische Nachhall der Switches ist allerdings gewöhnungsbedürftig.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Gaming-Notebook Razer Blade 15 mit Geforce RTX 3080 und gestecktem RAM
  2. Project Brooklyn Razer zeigt skurrilen Gaming-Stuhl mit ausrollbarem OLED
  3. Tomahawk Gaming Desktop Razers winziger Gaming-PC erhält Geforce RTX 3080

Sprachsteuerung mit Apple Music im Test: Es funktioniert zu selten gut
Sprachsteuerung mit Apple Music im Test
Es funktioniert zu selten gut

Eigentlich sollen smarte Lautsprecher den Musikkonsum auf Zuruf besonders bequem machen. Aber die Realität sieht ganz anders aus.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Streaming Apple Music kommt auf Google-Lautsprecher
  2. Internetradio Apple kündigt Apple Music 1 an und bringt zwei neue Sender