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Zukunft der Brennstoffzelle?

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  1. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: deefens 09.03.18 - 10:29

    Ely schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe meine Meinung allerdings geändert. Bit Batterien wird das nichts,
    > weil's schlichtweg an den Rohstoffen mangelt. Die würden nicht mal reichen,
    > wenn alle Autos in Deutschland mit Batterien fahren.

    Ich sehe hier mittelfristig einen Denkfehler, weil in Zukunft die Zahl der Autos vermutlich drastisch sinken wird (Stichwort autonome Taxis), von daher wären Ladeinfrastruktur und Rohstoffe langfristig vernachlässigbar. Dummerweise wird jener Zustand sicher erst deutlich nach dem Durchbruch bei den Antriebsarten kommen, daher stellt sich die Frage wozu man eigentlich noch Brückentechnologien benötigt.

  2. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: M.P. 09.03.18 - 10:32

    Diese Karte hält mich ab

    Die drei nächsten Tankstellen zu meinem Wohnort

    1) Luftlinie 22 km Richtung Osten entfernt - Zur Zeit "Wartung/Störung"
    2) Luftlinie 22 km Richtung Westen - "In Vorbereitung"
    3) Luftline 28 km Richtung Westen - die wird auf der Karte "grün" dargestellt ...

  3. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: Nogul 09.03.18 - 10:35

    Lithium steht an erster Stelle der elektrochemischen Spannungsreihe. Das heisst nur, dass sie sich sehr gut eignet und nicht, dass sie das einzige Material ist womit man Akkus bauen kann.

    Kalium sieht gar nicht mal so schlecht aus und Salz, bzw. Natrium haben wir ja jede Menge.

    Ansonsten sehe ich das so wie bei Erdöl. Es hieß in spätestens x Jahren ist Erdöl alle. Welch eine Ironie, dass sie in Hülle und Fülle vorhanden ist, uns aber die Luft ausgeht.

    Solange uns die Rohstoffe nicht mal einer Recycling wert ist kann die Knappheit gar nicht so groß sein.

  4. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: stiGGG 09.03.18 - 10:36

    Ely schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe meine Meinung allerdings geändert. Bit Batterien wird das nichts,
    > weil's schlichtweg an den Rohstoffen mangelt. Die würden nicht mal reichen,
    > wenn alle Autos in Deutschland mit Batterien fahren. Und der Rest der Welt?
    > Eher fährt der mit Batterien, weil sich einige asiatische
    > Batteriezellen-Hersteller die Rohstoffe fast komplett gesichert haben.

    Du meinst also die deutschen Hersteller setzen allein auf Wasserstoff, können die Autos nur noch in Deutschland verkaufen, weil der Rest der Welt auf BEVs setzt und deshalb auch keine Wasserstoffinfrastruktur auf die Beine stellt? Das würde bedeuten VW, BMW und Daimler würden Pleite gehen oder zumindest auf ein Zehntel zusammenschrumpfen.
    Aber was ich nicht verstehe, wenn deiner Meinung die Rohstoffe für BEVs nichtmal für Deutschland reichen, wie soll es dann für den Rest der Welt minus D reichen?

    > Toyota ist da mal wieder recht weit, deren Brennstoffzelle sehr robust (und
    > funktioniert auch bei großer Kälte), die Tanks wirklich dauerhaft dicht, da
    > diffundiert nichts.

    Toyota hat aber jetzt auch angekündigt, dass sie BEVs als die Zukunft sehen. Vom Mirai Nachfolger hat man dagegen schon ewig nichts mehr gehört.

    > Jetzt muß der Wasserstoff nur noch ökologisch
    > hergestellt werden (nicht aus Petrostoffen und mit sauberer Energie) und zu
    > den Tankstellen kommen. Deren Ausbau ja durchaus gut im Gange ist.

    Aber ganz gemächlich, in dieser Branche spricht man aktuell eher von Krise. In Sachen Ladesäulen passiert da viel mehr.

    > Wünschenswert wären kleine H2-Anlagen für zu Hause

    Das ist Utopie in absehbarer Zeit, würde aktuell Millionen kosten.

    >, um die Konzentration
    > der Hersteller aufzubrechen. Läuft das so wie beim Benzin, haben wir wieder
    > wenige Hersteller, die die Preise künstlich hochhalten. Und schlittern von
    > einer Abhängigkeit in die nächste. Und darauf habe ich keinen Bock.

    Die müssen die Preise nichtmal künstlich hochhalten, Wasserstoff ist alleine so schon sau teuer. Wenn er dann via Elektrolyse hergestellt werden soll damit's grün ist wird das noch teurer.

  5. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: Ely 09.03.18 - 10:49

    Ums Lithium geht es nicht mal, das Kobalt und andere Elemente sind der Flaschenhals.

    Entweder gibt es bald eine Batterie, die die zehnfache Energiedichte bei der 100-fachen Ladeleistung hat (ist dann nur noch per Induktion handhabbar) und mit simplen Materialien auskommt oder das mit dem BEV wird schlichtweg scheitern.

  6. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: stiGGG 09.03.18 - 11:15

    Ely schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ums Lithium geht es nicht mal, das Kobalt und andere Elemente sind der
    > Flaschenhals.

    Nein, da man es via Recycling aus defekten Batterien wieder rausholen kann.

    > Entweder gibt es bald eine Batterie, die die zehnfache Energiedichte bei
    > der 100-fachen Ladeleistung hat (ist dann nur noch per Induktion
    > handhabbar) und mit simplen Materialien auskommt oder das mit dem BEV wird
    > schlichtweg scheitern.

    Du meinst also ohne 5000km Reichweite, die in 20sek wieder aufgeladen sind wird es nichts? Bisschen übertrieben deine Ansprüche, meinst du nicht?

  7. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: Ely 09.03.18 - 11:45

    Bleib mal auf dem Teppich.

    Toyotas Festkörper-Batterie kann in zehn Minuten 800 bis 1000 Praxis-km laden. Kommt nächstes Jahr, spätestens 2020.

    Bleibt die Frage nach der Ladetechnik. Da geht nur Induktion, ein solches Kabel wäre nicht handhabbar, außerdem ist das Kabelgerödel generell mistig. Es hängt im üblichen deutschen Siffwetter draußen rum, wird dreckig, naß und wohin nach dem Laden? In den Kofferraum, wo es dann, weil naß, vor sich hingammelt. Davon abgesehen - das muß schon eine ordentliche Zuleitung werden, um so viel Strom in so kurzer Zeit an mehreren/vielen Parkplätzen ranzuschaffen. Ein Parkhaus bräuchte fast ein eigenes Kraftwerk. Mit Solar kommt man da nicht mehr hin.

    Dennoch werden auch die Festkörper-Batterien das Problem nicht wirklich lösen. Es sind einfach sehr viele Rohstoffe für die Batterie notwendig. Und bei den Massen an Fahrzeugen funktioniert das nicht. Auch bei Bussen, LKW, Wohnmobilen (und Schiffen und Flugzeugen) werden Batterien, auch Festkörperzellen, nicht praxistauglich.

  8. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: bofhl 09.03.18 - 12:01

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NeoXolver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was mich interessiert ist, hat die Brennstoffzelle denn einen Vorteil
    > > gegenüber dem Verbrenner. Denn Methan und Wasserstoff kann man auch im
    > > Verbrenner nutzen.
    >
    > Der Wasserstoffverbrennungsmotor ist aber tot, die einzigen die da mal
    > ernsthaft Ambitionen hatten waren BMW, aber das Projekt ist lange
    > eingestellt.
    > Problem erstens der noch viel schlechtere Wirkungsgrad im Vergleich zur
    > Brennstoffzelle und zweitens die Leistung. Der BMW Hydrogen 7 hatte einen
    > 12-Zylinder mit knapp 6l Hubraum und wurde in damaligen Testberichten im
    > Vergleich zum Benziner als lahme Krücke bezeichnet.

    Es gab auch einen Rennwagen von Aston Martin mit einem 6l-V12 Motor. War aber eben nur ein reines Versuchsgerät. Jetzt setzt selbst Aston Martin auf Elektro und hat sich dafür Rimac ins Boot geholt.

  9. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: Ely 09.03.18 - 12:04

    Verbrennungsmotoren brauchen giftige Betriebsstoffe außer dem Brennstoff. Sie sind obendrein laut und unkomfortabel, haben eine schlechte Leistungsabgabe, die Heizung geht erst wenn der Motor warm ist, es kann im Stand nicht klimatisiert werden, viel Mechanik und bewegte Teile, sehr schlechter Wirkungsgrad. Ich denke, das genügt, um zu erkennen, daß diese Technik schon längst abgelöst gehört.

    Es wird immer Menschen geben, die an solchen Motoren Gefallen finden. Kein Problem, die Petrolheads können ihrem Hobby frönen, es wird mal recht interessant werden, ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zu sehen oder gar zu fahren. Dann ist es eine Besonderheit und da braucht keiner wegen Abgasen Angst haben. Die Masse an Fahrzeugen muß elektrifiziert werden.

  10. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: ibsi 09.03.18 - 12:06

    In Bremen gibt es gerade so eine. Und die nächsten (von der Bremer Tankstelle; Google Maps) wären in Hannover (> 100 km / in Vorbereitung) und Hamburg (98,4 km).

  11. Re: Zukunft der Brennstoffzelle?

    Autor: stiGGG 09.03.18 - 15:48

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gab auch einen Rennwagen von Aston Martin mit einem 6l-V12 Motor. War
    > aber eben nur ein reines Versuchsgerät. Jetzt setzt selbst Aston Martin auf
    > Elektro und hat sich dafür Rimac ins Boot geholt.

    Achja stimmt, der ist beim 24h Rennen gefahren, richtig? Da war ich sogar vor Ort damals.

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