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Wirklich brauchbar für Modifikationen?

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  1. Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: Flasher 27.02.17 - 12:43

    Ich bezweifle, dass das Teil in der Lage ist die teils proprietären Protokolle der Fahrzeughersteller soweit zu verstehen um in Echtzeit irgendwelche Daten zu manipulieren um bspw. mehr Leistung abzurufen.

    Glaube kaum, dass man da mehr machen kann als mit einem standard OBD-Adapter wie dem ELM 327.

  2. Re: Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: sp1derclaw 27.02.17 - 12:49

    Fehler auslesen sollte einfach sein, normales Codieren sollte mit etwas mehr Aufwand auch klappen, aber dem Auto mehr PS geben oder am Verbrauch optimieren halte ich für Schwachsinn. So wie ich das bisher überblicken kann, benötigt man dafür den Zugang zum Motorsteuergerät und entsprechende Motorkennfelder, die nicht einfach auf den Bäumen wachsen.

  3. Re: Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: cyablo 27.02.17 - 12:59

    Zugang zum Motorsteuergerät gibt es bei meinem Wagen jedenfalls auch über den OBD2 Stecker. Dort wurde auch die Kennfeldoptimierung vorgenommen. Also ganz abwegig ist das nun auch nicht.

  4. Re: Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: M.P. 27.02.17 - 13:48

    Wenn die Nutzung solcher Module zum Volkssport wird, wird der Gebrauchtwagen-Kauf noch mehr zum Vabanque-Spiel.

    Nach den Manipulationen am Kilometerstand nun auch noch Gebrauchtmarkt-Fahrzeuge, die vor Verkauf für 2...3 Jahre mit stark gesteigerter Motorleistung gefahren wurden?

    Ohne einen Experten, der sich alle Spuren am Fahrzeug auf Plausibilität anschaut, kann man wohl keinen Gebrauchtwagen mehr kaufen ...

    Was mich irritiert ist, dass die Leasing-Firmen dem Treiben tatenlos zusehen. Die werden womöglich inzwischen bei > 50 % der 10000 km/Jahr Leasingverträge bei der Fahrzeugrückgabe bei der Kilometerleistung betrogen...
    Wenn jetzt noch die Fahrzeuge reihenweise nach 3 Jahren mit durchgenudeltem Motor zurückkommen...

  5. Re: Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: Flasher 27.02.17 - 13:53

    cyablo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zugang zum Motorsteuergerät gibt es bei meinem Wagen jedenfalls auch über
    > den OBD2 Stecker. Dort wurde auch die Kennfeldoptimierung vorgenommen.
    > Also ganz abwegig ist das nun auch nicht.

    Natürlich hat man zugang zu den Kennfeldern der Motorensteuerung über den OBD2-Port, allerdings eben durch proprietäre Protokolle, die erst von den entsprechenden Tunern und Unternehmen entschlüsselt werden müssen (bspw. Ecutek).

    Oftmals ist sogar ein Schreibschutz drauf, so dass nur spezielle Hardware überhaupt den EEPROM löschen und neubeschreiben kann.

  6. Re: Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: obermeier 27.02.17 - 14:10

    Flasher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cyablo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Natürlich hat man zugang zu den Kennfeldern der Motorensteuerung über den
    > OBD2-Port, allerdings eben durch proprietäre Protokolle, die erst von den
    > entsprechenden Tunern und Unternehmen entschlüsselt werden müssen (bspw.
    > Ecutek).

    Um hier mal ein bisschen korrektes Wording rein zu bekommen:
    Die Protokolle sind nicht proprietär, es ist meinstens CAN. Was dir aber fehlt um zu wissen, welche Nachricht was bedeutet ist die K-Matrix. Mit "Entschlüsselung" hat das recht wenig zutun, es ist nur eine art Wörterbuch.

    > Oftmals ist sogar ein Schreibschutz drauf, so dass nur spezielle Hardware
    > überhaupt den EEPROM löschen und neubeschreiben kann.

    I.d.R muss dem ECU ein secret key geschickt werden um das schreiben zu aktivieren. Aktuellere ECU verschlüsseln die Kommunikation tatsächlich über ein asymmetrisches, zertifikatbasiertes system. Da hat dann jedes Fahrzeug seinen eigenen Schlüssel. Da ist dann endegelände... :(

  7. Re: Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: gadthrawn 27.02.17 - 14:43

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Nutzung solcher Module zum Volkssport wird, wird der
    > Gebrauchtwagen-Kauf noch mehr zum Vabanque-Spiel.
    >
    > Nach den Manipulationen am Kilometerstand nun auch noch
    > Gebrauchtmarkt-Fahrzeuge, die vor Verkauf für 2...3 Jahre mit stark
    > gesteigerter Motorleistung gefahren wurden?
    >
    > Ohne einen Experten, der sich alle Spuren am Fahrzeug auf Plausibilität
    > anschaut, kann man wohl keinen Gebrauchtwagen mehr kaufen ...
    >
    > Was mich irritiert ist, dass die Leasing-Firmen dem Treiben tatenlos
    > zusehen. Die werden womöglich inzwischen bei > 50 % der 10000 km/Jahr
    > Leasingverträge bei der Fahrzeugrückgabe bei der Kilometerleistung
    > betrogen...
    > Wenn jetzt noch die Fahrzeuge reihenweise nach 3 Jahren mit durchgenudeltem
    > Motor zurückkommen...

    Keine Angst - eine ganze Reihe an Fahrzeugen bleiben stehen, wenn man einmal falsche Daten ohne Verschlüsselung gesendet hat.

    Teilweise reicht es ein Gerät zum Auslesen an einen BMW zu hängen - und das abzuziehen ohne die Software vorher beendet zu haben...

  8. Re: Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: gadthrawn 27.02.17 - 14:55

    Wegen deinem "Wording"...

    CAN ist erst einmal ein Bussystem. Definiert sind im Standard Layer 1 und Layer 2. Erst Layer 3&4 sind Netzwerk und Transportschicht.

    Darauf bauen eine Menge Protokolle als J1939 oder OpenCAN auf.

    Und weil du kein Protokoll höher Ebene kennst, und in den unteren die Semantik/Bedeutung noch nicht enthalten ist, kann alles mögliche als Protokoll über den Bus laufen.

  9. Re: Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: obermeier 27.02.17 - 15:13

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wegen deinem "Wording"...
    *deines "Wordings" .... hihi ;)

    > CAN ist erst einmal ein Bussystem. Definiert sind im Standard Layer 1 und
    > Layer 2. Erst Layer 3&4 sind Netzwerk und Transportschicht.
    >
    > Darauf bauen eine Menge Protokolle als J1939 oder OpenCAN auf.
    Richtig, nur eben nicht proprietär. OpenCAN wird man zudem nicht in Fahrzeugen finden. Jedenfalls ist mir das bei den deutschen und auch einigen asiatischen nocht nicht untergekommen.

    > Und weil du kein Protokoll höher Ebene kennst, und in den unteren die
    > Semantik/Bedeutung noch nicht enthalten ist, kann alles mögliche als
    > Protokoll über den Bus laufen.

    kann es, tut es idR aber nicht. Normalerweise stehen in definierten Bereichen des Payloads definierte Signale. Was fehlt sind die Definitionen. Meist DBC bzw. AXML files. (Autosar Standard).

  10. Re: Wirklich brauchbar für Modifikationen?

    Autor: gadthrawn 27.02.17 - 15:57

    obermeier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Darauf bauen eine Menge Protokolle als J1939 oder OpenCAN auf.
    > Richtig, nur eben nicht proprietär. OpenCAN wird man zudem nicht in
    > Fahrzeugen finden. Jedenfalls ist mir das bei den deutschen und auch
    > einigen asiatischen nocht nicht untergekommen.

    Chemietransporter nutzen das gerne...

    Die Feuerwehr nennt OpenCan FireCAN - ist aber praktisch das gleiche

    etc.pp.

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