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Falsches Werkzeug für das falsche Problem

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  1. Re: Falsches Werkzeug für das falsche Problem

    Autor: trinkhorn 13.08.20 - 13:49

    Es geht bei der App ja nicht darum, den einen freien Parkplatz in der Stadt zu finden - dafür ist wie im Artikel beschrieben das Verfahren, was nicht in Echtzeit misst, sondern in unregelmäßigen Intervallen, auch garnicht geeignet.
    Es geht darum den Parksuchverkehr zu minimieren indem man zielgerichteter sucht, was den fließenden Verkehr entlastet, und für die Person die schneller einen Parkplatz findet auch praktisch ist.
    Das ist kein Allheilmittel für die Verkehrsprobleme moderner Innenstädte, aber ein kleiner Baustein, und macht eben gerade für den Hersteller der Park Now App durchaus Sinn im Portfolio, da es den Service (und das nutzen des Autos in der Stadt selbst, was natürlich im großen und ganzen kontraproduktiv ist...) ein wenig attraktiver macht.

  2. Re: Falsches Werkzeug für das falsche Problem

    Autor: topas08 13.08.20 - 13:59

    Nur dass man nur einen Teil bei der Steuer wieder bekommt. Sprich rund 200¤ im Monat legt der Pendler trotzdem "drauf" - mal die Lebenszeit, die man pendelt, nicht mal eingerechnet. Wenn man da noch ansetzt sieht die Rechnung noch anders aus (mal ausgehend, dass man defensiv 30min pro Strecke spart, da man dicht an der Firma wohnt) : 230 Tage macht 230 Stunden pro Jahr. Wenn man diese Zeit beim AG als Mehrarbeit raus handelt (statt 35h-Woche eine 40h-Woche) hat man schnell ein paar 100¤ brutto mehr im Monat (je nach Stundenlohn).
    Ich denke nicht, dass viele so unklug sind, das nicht zusammen rechnen und sich ein paar 100¤ im Monat entgehen lassen...

  3. Re: Falsches Werkzeug für das falsche Problem

    Autor: trinkhorn 13.08.20 - 14:00

    Gewissermaßen ironisch ist, dass die App, sollte sie sich als Standard durchsetzen, ähnlich wie Google Maps zur Navigation, zu ähnlichen Problemen führt:
    Alle bekommen den gleichen Geheimtip. Wenn in einer Straße 5 Parkplätze sind und in den anderen 10 Straßen jeweils 2-3, aber 30 Leute in die eine Straße fahren, ärgern sich 25 davon.
    Genauso wurde ich schon von Google Maps bei stockendem Verkehr von der Autobahn abgeleitet auf eine schnellere Route über freie Straßen durch ein Wohngebiet. Leider war das Wohngebiet völlig verstopft als ich da war, da die halbe Autobahn per Google Maps dorthin geleitet wurde. (Morgens auf dem Weg zur Messe in München. Da fahren wahrscheinlich viele nach Navi...). Währenddessen kam mein Kollege mit seinem alten Tomtom (ohne echtzeitaktualisierung) ziemlich pünktlich an, da der stockende Verkehr sich recht schnell wieder auflöste.

  4. Re: Falsches Werkzeug für das falsche Problem

    Autor: AynRandHatteRecht 13.08.20 - 14:03

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht darum den Parksuchverkehr zu minimieren indem man zielgerichteter
    > sucht, was den fließenden Verkehr entlastet, und für die Person die
    > schneller einen Parkplatz findet auch praktisch ist.
    > Das ist kein Allheilmittel für die Verkehrsprobleme moderner Innenstädte,
    > aber ein kleiner Baustein, und macht eben gerade für den Hersteller der
    > Park Now App durchaus Sinn im Portfolio, da es den Service (und das nutzen
    > des Autos in der Stadt selbst, was natürlich im großen und ganzen
    > kontraproduktiv ist...) ein wenig attraktiver macht.

    Nein. Weil es nicht zuverlässig ist.

    Wer von ausserhalb in die Stadt fährt, muss bei der Wahl des Verkehrsmittels (Auto in dem Fall) wissen, ob er einen Parkplatz finden kann. Wenn der Fahrer weiss, dass es schwer oder unmöglich sein wird, stellt er sich auf Alternativen ein (P&R, Zug, Rad).

    Hier wird aber eine Hoffnung suggeriert, die unkonkret und ungenau ist. Leute fahren also *trotzdem* in die überfüllten Städte und verschlimmern alles noch mehr.

    Das ist wie mit einem Medikament: Wenn 1/3 dadurch geheilt werden können, ist es nützlich - aber nur weil die Krankheit(!) nicht gewählt wurde. Die Krankheit in dem Falle ist das Reinfahren mit dem Auto, die ist aber zu 100% vermeidbar und braucht keinerlei Scheinmedikation.

  5. Re: Falsches Werkzeug für das falsche Problem

    Autor: trinkhorn 13.08.20 - 14:20

    Ok, ich verstehe deinen Punkt. Am besten beschreibst du ihn eigentlich im Namen des Threads: "Das falsche Problem"

    Leider hast du ja meinen ganzen Post mit einem Nein abgespeist. Daher können wir uns scheinbar nichtmal auf die grundlegenden Fakten einigen, dass es EIN Problem ist, dass Parksuchverkehr stattfindet und der minimiert werden kann, sondern reden aneinander vorbei. Daher klinke ich mich nach folgendem Satz auch erstmal hier aus:
    Das "Mit-dem-Auto-in-die-Stadt-Pendeln-Problem" an sich wird man leider nicht kurzfristig lösen. Erst recht wird das kein Anbieter einer App fürs innerstädtische parken machen ;)

  6. Re: Falsches Werkzeug für das falsche Problem

    Autor: AynRandHatteRecht 13.08.20 - 14:35

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok, ich verstehe deinen Punkt. Am besten beschreibst du ihn eigentlich im
    > Namen des Threads: "Das falsche Problem"
    >
    > Leider hast du ja meinen ganzen Post mit einem Nein abgespeist. Daher
    > können wir uns scheinbar nichtmal auf die grundlegenden Fakten einigen,
    > dass es EIN Problem ist, dass Parksuchverkehr stattfindet und der minimiert
    > werden kann, sondern reden aneinander vorbei. Daher klinke ich mich nach
    > folgendem Satz auch erstmal hier aus:
    > Das "Mit-dem-Auto-in-die-Stadt-Pendeln-Problem" an sich wird man leider
    > nicht kurzfristig lösen. Erst recht wird das kein Anbieter einer App fürs
    > innerstädtische parken machen ;)

    Jede mir bekannte Großstadt hat Verkehrsleitsysteme mit Parkhäusern und Echtzeit-Anzeigen. Das Problem ist, dass die Parkhäuser Geld kosten und dann 1-2km entfernt liegen.

    Deswegen fahren Leute lieber 20 Minuten langsam um dem Block, falls mal jemand wegfährt (würde durch die App nicht erfasst werden). Alle durch Parkraumbewirtschaftung angebotenen Parallel-Parker mit Sensoren auszustatten ist sowieso eine Utopie.

    Ich bleibe daher beim Thread-Name:
    1. Die App löst das Problem nicht (Parkplätze finden)
    2. Das Eigentliche Problem ist nicht das vermittelte (MIV generell statt Parkplatz-"Knappheit")

    ParkNow mag für einen Zweck gut sein: Kontaktlos am Parkautomaten zu zahlen. Alles andere ist Marketing-BS um weiterhin teure Autos zu verkaufen, denn:

    "PARK NOW is part of YOUR NOW, the global joint venture in mobility solutions founded by BMW Group and Daimler AG."



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.20 14:36 durch AynRandHatteRecht.

  7. Re: Falsches Werkzeug für das falsche Problem

    Autor: mj 13.08.20 - 14:54

    AynRandHatteRecht schrieb:
    -
    > Jede mir bekannte Großstadt hat Verkehrsleitsysteme mit Parkhäusern und
    > Echtzeit-Anzeigen. Das Problem ist, dass die Parkhäuser Geld kosten und
    > dann 1-2km entfernt liegen.


    Berlin nicht, jedenfalls nicht überall.
    Da zeigt der Wegweiser zwar zum Parkhaus aber erst am Parkahus sieht man ob voll oder nicht

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