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Aber wenn die E-Autos floppen...

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  1. Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: jojuchz 11.11.20 - 11:48

    haben viele Automobilhersteller ein MASSIVES Problem.

    Klar ist das ein guter Ansatz, aber die Dinger sind einfach viel zu teuer und für Familien zu unpraktisch ! Das wird sich erst mit dem SUper-Akku ändern, und den sehe ich nicht !

    Was, wenn die Verbraucher "mit den Füßen" abstimmen und einfach solange Verbrenner kaufen, wie es sie gibt ? Klar, kann man das "erschweren" oder künstlich schlecht machen, aber die Breite Masse wird es ausmachen, die hat schon gewaltig Kraft.

    Wenn die Leute erstmal konsequent den Gebrauchtmarkt an Verbrennern leerkaufen, da ist noch viele Jahre Potential drin, bis ALLE Verbrenner die derzeit auf dem Markt sind, so veraltet sind, daß sie zum Schrott müssen. Und NOCH LANGE werden die sogar NEU erhältlich sein - sein müssen !

    Für E-Autos gibt es übrigens nur schwerlich einen Gebrauchtmarkt ! Wer kauft schon die KAtze im Sack, wenn der Akku älter als 8 Jahre ist, und somit die Garantie vorbei ? Klar, kann man Akku-Test machen, und nachträgliche "Zertifikate" verteilen, aber es ist einfach KLAR, daß ein Alter Akku auf 85% - 90% Leistungsfähigkeit sinkt, das ist einfach so.

    D.h. NOCH weniger Kapazität, die sowieso schon viel zu wenig ist !
    Da sehe ich keine Chance für E-Autos, die älter als 4-6 Jahre sind...

    Zumindest zeigt sich beim E-Auto: Wenn es ums Geld (und ums heißgeliebte Auto) geht, fallen auch die dümmsten Menschen nicht auf Tricks und tolle Werbung rein...Interessant !

    Wie hat einer gesagt: "Wen man den Nutzen halbiert und die Kosten verdoppelt, wird auch der dümmste das Angebot durchschauen..."

  2. Re: Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: bplhkp 11.11.20 - 12:03

    jojuchz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Für E-Autos gibt es übrigens nur schwerlich einen Gebrauchtmarkt ! Wer
    > kauft schon die KAtze im Sack, wenn der Akku älter als 8 Jahre ist, und
    > somit die Garantie vorbei ?

    Dann gibt zumindest der Händler dem Kunden eine Gebrauchtwagengarantie mit die den Akku mitabdeckt.

    Und solche Risiken von sehr teuren Reparaturen hat man heute auch schon. Schonmal Gedanken über den Turbolader gemacht und ob der auch immer schön warm gefahren wurde? Beim Elektroauto hat man wenigstens noch die Chance, dass man sowas über eine Diagnoseschnittstelle rausbekommt (z.B. wie häufig wurde Schnellgeladen).

  3. Re: Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: Müllhalde 11.11.20 - 12:09

    Eine Motorrevision ist günstiger als ein Akku.

  4. Re: Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: EaglePsyX 11.11.20 - 12:24

    Naja, wenn wir unseren technologischen Rückstand in Fahrzeugsoftware und Akku-Technologie in 5-10 Jahren aufgeholt ist, dann werden die Akkus (es gibt jetzt schon besser, günstigere und effizentere als bei uns) größer und bezahlbarer und dann schaut der Verbraucher nur noch auf den Preis. Langfristig ist das Potenzial für Elektro-Autos höher und günstiger. Das haben auch die Deutschen Hersteller langsam verstanden, deswegen der ganze Tumult.

    Es bringt nichts zu verharren während sich die Welt weiterdreht ({sieht die katholische Kirche auch in Europa)}.

    @TE: Schau der bitte Mal genau an wie viel Akkuleistung durch die Alterung verschwindet.

    Ergänzung: Ganz langfristig wird der Individualverkehr wohl etwas zurückgehen, zumindest bei uns.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.11.20 12:29 durch EaglePsyX.

  5. Re: Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: birdy 11.11.20 - 12:30

    Die Digitalisierung im und rund ums Auto ist großteils unabhängig vom Antrieb.
    Autonomes Fahren, Infotainment, Services, etc.
    Das ist doch alles unabhängig von der Antriebsart.

  6. Re: Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: rainer_d 11.11.20 - 14:44

    jojuchz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > haben viele Automobilhersteller ein MASSIVES Problem.
    >
    > Klar ist das ein guter Ansatz, aber die Dinger sind einfach viel zu teuer
    > und für Familien zu unpraktisch ! Das wird sich erst mit dem SUper-Akku
    > ändern, und den sehe ich nicht !
    >
    > Was, wenn die Verbraucher "mit den Füßen" abstimmen und einfach solange
    > Verbrenner kaufen, wie es sie gibt ? Klar, kann man das "erschweren" oder
    > künstlich schlecht machen, aber die Breite Masse wird es ausmachen, die hat
    > schon gewaltig Kraft.
    >
    > Wenn die Leute erstmal konsequent den Gebrauchtmarkt an Verbrennern
    > leerkaufen, da ist noch viele Jahre Potential drin, bis ALLE Verbrenner die
    > derzeit auf dem Markt sind, so veraltet sind, daß sie zum Schrott müssen.
    > Und NOCH LANGE werden die sogar NEU erhältlich sein - sein müssen !


    Ja, aber die Gebrauchtautos kommen auch nicht aus dem Nichts, schon mal drüber nachgedacht?
    Es gibt nur deswegen so viele günstige Gebrauchte, weil auch entsprechend Autos neu produziert werden.
    Benziner und Diesel werden in Kürze kaum noch als solche produziert werden, zumindest nicht in dem Segment, das Du kaufen willst oder kannst.

    Im Gebrauchtmarkt werden in Kürze dann ein Haufen Mild- und sonstige Hybrid-Karren aufschlagen, die von den Batterien her noch viel anfälliger sind als bei einem doppelt so alten Tesla - zusammen mit einem leicht unterdimensionierten Verbrenner im Gepäck und beides oft zu einer untrennbaren Einheit verbunden.

    Dann lieber gleich Elektro.

    So ein Teil würde ich bei Lichte betrachtet nach 3 Jahren kaum geschenkt haben wollen, weil man da einfach aus beiden Welten das Schlechteste hat.

    In drei vier Jahren gibt's Hybrid nur noch in der Oberklasse, alles drunter ist Voll-Elektrisch.
    Und ein Gebraucht-Auto, mit dem man auf dem Park-n-Ride Parkplatz ausserhalb der Stadt parken muss - wie viele wollen sich das antun?


    Viele vergessen bei diesen Überlegungen wie oben, dass für die Politik solche "Einzelschicksale" von armen Familien mit Kindern etc. ohne Bedeutung bei der Formulierung politischer Zielsetzungen sind.

  7. Re: Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: JuBo 11.11.20 - 16:05

    rainer_d schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jojuchz schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > So ein Teil würde ich bei Lichte betrachtet nach 3 Jahren kaum geschenkt
    > haben wollen, weil man da einfach aus beiden Welten das Schlechteste hat.

    genau weil auch der Toyota Prius seit 25Jahren das Schlechteste aus beiden Welten verbindet.
    Ich fahre einen XC90 408Ps PlugInHybrid und komme fast ohne Sprit aus mit max 20Km Strecke täglich und laden Zuhause (23 bis 30kwh/100). Aber selbst ohne Laden ist der Hybrid sparsamer im Stadtverkehr durch die Rekuperation, als ein reiner Verbrenner - eben das Prius Prinzip. Bräuchte ich Langstrecke hätte ich einen Diesel oder einen Tesla. So verbinde ich für mich das Beste aus beiden Welten - Kurzstrecke elektrisch und Langstrecke Benzin, weiß nicht ob es DieselPlugIns gibt, wäre auch nicht schlecht

  8. Re: Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: Quantium40 11.11.20 - 16:59

    jojuchz schrieb:
    > Für E-Autos gibt es übrigens nur schwerlich einen Gebrauchtmarkt ! Wer
    > kauft schon die KAtze im Sack, wenn der Akku älter als 8 Jahre ist, und
    > somit die Garantie vorbei ? Klar, kann man Akku-Test machen, und
    > nachträgliche "Zertifikate" verteilen, aber es ist einfach KLAR, daß ein
    > Alter Akku auf 85% - 90% Leistungsfähigkeit sinkt, das ist einfach so.

    Klar - sowas ist dann nichts für Leute, die täglich zu einem Job in 80 oder 100km Entfernung pendeln. Aber für den Normalbürger, der im Schnitt gerade mal auf ca. 30km täglich kommt und auch sonst keine Strecken größer 100km hat, von einer einzelnen Urlaubsfahrt im Jahr mal abgesehen, ist das gar kein Problem, selbst wenn der Akku nur noch 25kWh Restkapazität hat.
    Der tägliche Verbrauch wird doch eh über Nacht zu hause aufgefüllt und macht bei o.g. 30km und 20kWh/100km gerade mal etwa 6kWh aus.

    Und wenn der Akku wirklich durch ist, ist die Frage, ob es Angebote geben wird, bei denen man dann alt gegen neu tauscht oder den alten Akku aufarbeiten lässt, wie es jetzt z.B. mit Getrieben möglich ist.

  9. Re: Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: Luk_E 11.11.20 - 21:21

    Ihr denkt alle viel zu weit...

    Der Absatz von vollelektrischen Fahrzeugen wird relativ zügig einbrechen und sich dann nur langsam steigern lassen. Grund dafür ist die fehlende Infrastruktur.

    E Autos sind wirklich klasse aber das nutzt der Familie im 3 OG in der Großstadt recht wenig, die kann ihn ja nicht laden. Man müsste nahezu alle Grossstadtparkplätze mit Ladesäulen ausstatten. Das würde Jahrzehnte dauern denn darauf sind die Netze nicht ausgelegt. Smart grids würden und werden da helfen aber eben noch nicht da.

    Das ist schon ne grosse OP.

    Aktuell gehen die E Autos wie geschnitten Brot aber A durch die Prämien ( 9k sind ne Hausnummer) und B sind es die Leute die laden können. Das dürften so 30% sein viell. max. 40, der Rest schaut in die Röhre und ärgert sich dass er keine Prämie bekommt. Wenn die bedient sind dann wirds arg zäh.

    Ich selbst würde mir direkt einen Stromer kaufen aber dann muss ich den auf dem Grünstreifen vor unserem Haus parken und mit max. 3,5 kw (eher 2,5) mit nem Kabel aus dem Fenster laden.
    Der ein oder andere Grossstädter bräuchte da eher noch eine 500m Kabeltrommel.
    Es sollte jedem klar sein dass die Spekulation auf die 0.1 % Ladeplätze keine Lösung ist.

    Auch keine Lösung: 1x die Woche an den 200kw Turbocharger, denn 1. müsste es davon auch sehr viele geben und 2. ist Gleichstromladen teilweise 3x so teuer, dann ähneln die Verbrauchskosten einem Chevy V8 aus dem 60ern. (Dann nimmt man doch lieber das muscle car wenn man die Kohle schon aus dem Fenster wirft)

    Die Reichweiten sind da eher ne Nischenproblematik denn bis auf die Urlaubsfahrt brauchen die wenigsten Tag für Tag 500km oder mehr. Mit 200 km kommen mit Sicherheit 80% hin. Ich selbst bin mit 25. 000 km/a Vielfahrer und brauche dennoch selten mehr als 200km. Die obligatorischen 1000km zu Gardasee machen dann natürlich keinen Spass mit 4 Stops und jedesmal erst der 3. In der Schlange an der überfüllten Säule.

    Verbrenner werden demnach noch ziemlich lange gebaut und verkauft, wahrscheinlich sogar noch Jahrzehnte. Es ist wahrscheinlicher, dass in 20 Jahren noch der ein oder andere auf nen Verbrenner angewiesen ist (ggf mit synthetischen Kraftstoffen), als dass man für die letzten 10% Miliarden in die Hand nimmt damit die laden können.

    DSL auf dem Dorf ist da ein gutes Beispiel, wie lange hats gedauert ? 20 Jahre ?

    Hier ists aber anders rum, aufm Dorf hat quasi jeder n Haus mit ner Einfahrt oder Garage wo er laden kann. In der Stadt kommen die Probleme.

    Der Staat wird niemanden dazu zwingen die Technologie zu wechseln. Aktuell wird das forciert um die Entwicklung zu stützen und zu refinanzieren aber ab einem bestimmten Punkt wird es der Wirtschaft Schaden zufügen. Denn dann würde es ja bedeuten E- Auto oder kein Auto, für jemanden der nicht laden kann also kein Auto = sehr schlecht für die Wirtschaft.

  10. Re: Aber wenn die E-Autos floppen...

    Autor: Luk_E 11.11.20 - 21:36

    JuBo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rainer_d schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > jojuchz schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > So ein Teil würde ich bei Lichte betrachtet nach 3 Jahren kaum geschenkt
    >
    > > haben wollen, weil man da einfach aus beiden Welten das Schlechteste
    > hat.
    >
    > genau weil auch der Toyota Prius seit 25Jahren das Schlechteste aus beiden
    > Welten verbindet.
    > Ich fahre einen XC90 408Ps PlugInHybrid und komme fast ohne Sprit aus mit
    > max 20Km Strecke täglich und laden Zuhause (23 bis 30kwh/100). Aber selbst
    > ohne Laden ist der Hybrid sparsamer im Stadtverkehr durch die Rekuperation,
    > als ein reiner Verbrenner - eben das Prius Prinzip. Bräuchte ich
    > Langstrecke hätte ich einen Diesel oder einen Tesla. So verbinde ich für
    > mich das Beste aus beiden Welten - Kurzstrecke elektrisch und Langstrecke
    > Benzin, weiß nicht ob es DieselPlugIns gibt, wäre auch nicht schlecht

    Gibt es, z.B. Mercedes E 350 de, sehr gute Kombo da sparsam und kräftig auf Langstrecke und mit glaube 65km wltp Reichweite auch sehr gut rein elektrisch zu bewegen. Davon werden bald bestimmt mehr kommen. Glaube die Maschine gibts jetzt auch schon in mehreren Mercedes Modellen.

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