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Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

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  1. Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: whgreiner 17.09.15 - 13:40

    Auf 1,4 Mio. km in elf "nicht verschuldete" Unfälle verwickelt? Da kann ich gegenhalten: ich war die letzten 700.000 km in GAR KEINEN Unfall verwickelt, auch in keinen "fremd verschuldeten". Seit 1 Million km war ich gerade mal in einen einzigen Unfall verwickelt - auch von mir "nicht verschuldet". Und bei mir saß KEIN fahrtüchtiger Aufpasser mit eigenem Lenkrad noch extra eingriffsbereit mit am Steuer, als Sicherheitsnetz gegen Fehler meinerseits. Offenbar ist es einem routinierten Fahrer nach wie vor möglich, im Ergebnis sehr viel sicherer zu fahren als diese Automaten.

    Von einem selbstfahrenden Auto, das man im gemischten Verkehr (Stadt, Landstraße, Autobahn) als "verantwortlicher Fahrer" wirklich sich selber überlassen könnte, sind wir noch ewig weit entfernt. Ich (66 Jahre) werde das vermutlich nicht mehr erleben. Speziell im Stadtverkehr müßte der Automat dazu nämlich ein echtes, menschliches Verständnis der gesamten Umwelt entwickeln.

    Schon die Vorstellung, diesen Automaten uneingeschränkt und unüberwacht durch menschliche Fahrer die Fahrerlaubnis zu erteilen, ist noch auf Jahrzehnte hinaus unrealistische Zukunftsmusik. Zugunsten solcher Automaten dann auch noch Menschen das Steuern eines Autos generell zu verbieten, das kann wohl nur Leuten einfallen, die das Autofahren sowieso am liebsten ganz verbieten würden.

  2. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: cuthbert34 17.09.15 - 13:55

    Dagegen die nackten Zahlen:

    "1 593 Menschen kamen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 bei Verkehrsunfällen auf deutschen Straßen ums Leben. Das waren nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 22 Personen oder 1,4 % mehr als im ersten Halbjahr 2014. Dagegen ging die Zahl der Verletzten um 2,7 % auf etwa 180 900 Personen zurück.

    Insgesamt musste die Polizei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weniger Unfälle aufnehmen als im ersten Halbjahr 2014: Mit einer Gesamtzahl von rund 1,16 Millionen verringerte sich die Zahl der Unfälle um 0,8 %. Davon gab es bei 1,02 Millionen Unfällen ausschließlich Sachschaden (– 0,5 %), bei 140 800 Unfällen (– 2,7 %) kamen Personen zu Schaden.

    Bezogen auf 1 Million Einwohner kamen im ersten Halbjahr 2015 durchschnittlich 20 Menschen im Straßenverkehr ums Leben."

    Quelle: Pressemitteilung Destatis

    Das soll weder Ihre Argumente entkräften noch großartig was aussagen. Aber nur weil Sie 700.000 km unfallfrei fahren, hat das nichts mit der Zahl der Unfälle zu tun.

  3. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: motzerator 17.09.15 - 13:56

    whgreiner schrieb:
    ------------------------------
    > Schon die Vorstellung, diesen Automaten uneingeschränkt
    > und unüberwacht durch menschliche Fahrer die Fahrerlaubnis
    > zu erteilen, ist noch auf Jahrzehnte hinaus unrealistische
    > Zukunftsmusik.

    Das glaube ich nicht. Es wird zwar sicher noch eine längere Zeit
    dauern, bis es sich weltweit durchsetzt, aber es wird kommen.

    Die erste Generation Fahrzeuge, die damit ausgestattet ist, wird
    das autonome Fahren noch optional anbieten.

    Dann werden erst die Schnellstraßen und Autobahnen für nicht
    autonomen Verkehr gesperrt, weil dadurch auf den Straßen viel
    höhere Kapazitäten möglich sind. Später auch die Innenstädte
    und dann ist irgendwann nicht autonomes Fahren nur noch bei
    einem Ausfall der Elektronik erlaubt.

    > Zugunsten solcher Automaten dann auch noch Menschen das
    > Steuern eines Autos generell zu verbieten, das kann wohl nur
    > Leuten einfallen, die das Autofahren sowieso am liebsten ganz
    > verbieten würden.

    Du magst mit deinen 66 Jahren ja ein guter Fahrer sein, aber ein
    Roboter kann trotzdem viel besser Autofahren als Du!

    1. Der Roboter beherrscht so etwas wie "Telepathie". Er kann sich
    mit den anderen autonomen Fahrzeugen verbinden und erfährt
    deren Absichten. In Sekundenbruchteilen können so gute und
    richtige Entscheidungen getroffen werden, während man immer
    wieder beobachtet, wie Fahrer über die Absichten anderer grübeln.

    2. Der Roboter hat keine emotionalen Fehlfunktionen. Bei Menschen
    ist immer wieder zu beobachten, das Emotionen das Fahrverhalten
    beeinträchtigen. Ich habe selber schon einen Unfall gehabt, wo mein
    Fahrer sich über irgend etwas aufgeregt hat, Gas gegeben hat und
    dann an der nächsten Kreuzung die Vorfahrt missachtet hat. Ein
    Roboterauto hätte sich nicht geärgert.

    3. Des weiteren werden wir keine Kavalierstarts mehr haben, keine
    illegalen Autorennen und auch sonst keine Verkehrsdelikte mehr.
    Die Anzahl der Verkehrstoten wird drastisch sinken.

    4. Die Straßen können besser ausgelastet werden. Miteinander
    in Funkverbindung stehende autonome Fahrzeuge können auf
    der Autobahn in hohen Geschwindigkeiten und mit minimalem
    Abstand fahren. Bremst der vorderste Wagen, bremsen alle
    anderen dahinter auch. Auch Staus werden sich dadurch sehr
    viel seltener bilden und sehr viel schneller auflösen.

    Und jetzt erzähle mir dein Problem. Bis es soweit ist, wirst Du eh
    nicht mehr fahrtüchtig sein. Dann kannst Du damit sogar deine
    Mobilität erweitern :D



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.15 13:58 durch motzerator.

  4. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: Sicaine 17.09.15 - 13:57

    Deine eigene Statistik sagt halt mal 0 aus.

    Waere dem naemlich so, waeren Autoversicherungen deutlich guenstiger.

    Zumal du ja selbst den Sachverhalt zitierst: Das Auto hatte keinen selbstverschuldeten Unfall. D.h. dass das jetzt dem Googleauto passiert ist, dir aber nicht, das hat NICHTS damit zu tun, dass das Googleauto selbstfahrend ist. Hoechstens mit dem Ort.

    Aktuell sind wir bei >3000 Verkehrstote jedes Jahr + Verletzte Menschen. Irgendwann kannst du dich halt entscheiden ob du >3000 Verkehrstote hinnimmst jedes Jahr oder halt ~1-10?

  5. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: Eheran 17.09.15 - 14:03

    Die km hauptsächlich innerort oder außerorts gefahren?

  6. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: JürgenOfner 17.09.15 - 14:05

    whgreiner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf 1,4 Mio. km in elf "nicht verschuldete" Unfälle verwickelt? Da kann ich
    > gegenhalten: ich war die letzten 700.000 km in GAR KEINEN Unfall
    > verwickelt, auch in keinen "fremd verschuldeten". Seit 1 Million km war ich
    > gerade mal in einen einzigen Unfall verwickelt - auch von mir "nicht
    > verschuldet". Und bei mir saß KEIN fahrtüchtiger Aufpasser mit eigenem

    Noch nie hinterfragt warum das so ist. Ein Beispiel:
    Sie fahren auf ein Stop-Schild zu. ein Automat fährt auf ein Stop-Schild zu. Was macht der Automat. Vorschriftsmäßig langsam abbremsen und stehen bleiben. Was machen sie? Sie sehen das hinter ihnen ein Vollidiot an der Stoßstange klebt und garantiert hinten rein donnert wenn sie an den blöden Schild stehen bleiben. also Stop-schild ignoriert und überfahren. Gibt eh kein Gegenverkehr. Was wird wohl den Automaten passieren? Wer hat sich wohl richtig verhalten?

  7. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: urghss 17.09.15 - 14:08

    whgreiner schrieb:
    > Von einem selbstfahrenden Auto, das man im gemischten Verkehr (Stadt,
    > Landstraße, Autobahn) als "verantwortlicher Fahrer" wirklich sich selber
    > überlassen könnte, sind wir noch ewig weit entfernt. Ich (66 Jahre) werde
    > das vermutlich nicht mehr erleben. Speziell im Stadtverkehr müßte der
    > Automat dazu nämlich ein echtes, menschliches Verständnis der gesamten
    > Umwelt entwickeln.

    Das hat doch nichts mit Auto hassen zu tun...

    Es ist nun mal fakt das menschen nicht am Ansatz so schnell reagieren wie Computer, emotionale Entscheidungen treffen, Müdigkeit an den tag legen etc... gar nicht dran zu denken das Erschöpfung auch eine rolle spielt. Scheinbar halten sich viele nach wie vor für Helden auf der Straße. Die Meinung das man ja mal locker 1000 km am stück durchfahren kann, zeigt doch wie verantwortungslos viele Fahrer sind.

    Verkehr fließt flüssiger, es gibt keine Idioten mehr die sich vorne an der ampel links reinschieben, die Kreuzungen sind endlich mal frei wie es die StVO vorschreibt...


    Und bitte nein, bloß kein menschliches Verständnis. Logik aus einem Computer ist im Straßenverkehr sehr viel besser. Ein Computer zieht nach mir auch nicht noch mit 3 Autos über eine Rote ampel und zwingt den kreuzenden verkehr dazu zu bremsen...

  8. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: qwertzuyxcvb 17.09.15 - 14:21

    > Offenbar ist es einem routinierten Fahrer nach wie vor möglich, im Ergebnis sehr viel sicherer zu fahren als diese Automaten.

    Hier ist ein Video von einem der Unfälle, in die eins der Google-Autos verwickelt war. (Das Google-Auto ist das, welches schon steht, als ihm von hinten ein Auto - mit menschlichem Fahrer - ungebremst reinfährt)
    Wie hättest du diesen Unfall durch deine routinierte Fahrweise verhindern wollen?
    https://www.youtube.com/watch?v=WtLp2f-vM14

    Tatsächlich können die Selbstfahrenden Autos einige Situationen noch nicht so richtig einschätzen. Jedoch führt dies nie zu gefährlichen Situationen, weil die Autos sich im Zweifel für überholvorgang abbrechen, langsamer werden oder ganz stehen bleiben entscheiden - also immer für die sicherere Alternative.

    Bereits beim aktuellen Stand der Technik bin ich bereits soweit, dass ich mich lieber in ein Auto setzen würde, welches von einem Computer gefahren wird, als in eines, das von einem Menschen gefahren wird. Der Computer hat jederzeit einen Rundumblick und viel geringere Raktionszeiten als ein Mensch.

    Und nein: Ich bin keiner der am liebsten Autofahren komplett verbieten würde. Ich fahre selbst gerne Auto. Könnte man allerdings die Zahl der Verkehrsunfälle mit Todesfolge halbieren, indem man Autos mit Menschen am Steuer verbietet, wäre ich sofort dafür.

  9. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: gadthrawn 17.09.15 - 14:29

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Sorry, dass sind feuchte Träume was Maschinen deiner Meinung nach können sollten - in der Praxis sind wir bei weitem nicht so weit, auch wenn es seit 50 Jahren als bald möglich gilt.

  10. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: chefin 17.09.15 - 14:53

    Autonome Fahrzeuge können sicherlich schon viel. Aber nicht vorausschauen. Sie können nur Daten sammeln von anderen. Also wenn mal alle Autos autonom fahren, dann mag das funktionieren. Aber das wird noch sehr viele Jahre dauern. Bis dahin muss der Roboter Dinge erahnen. Lebenserfahrung haben...so wie der 66 Jährige Fahrer. Ich sehe ein Auto schon bevor der Roboter es sieht. An den Auswirkungen auf die Umwelt. An Reflektionen oder am Lichtschein den es voraus schickt. Ich weis auch wo eine höhere Wahrscheinlichkeit für etwas unvorhersagbares ist.

    Und wie reagiert er auf Tiere und Menschen die den Verkehrsraum mitnutzen. Menschliche Fahrer machen Fehler, aber sie lernen dazu. Roboter nicht. Und ist dann ein Fehler im System, haben den alle. Dann legt sowas den Verkehr lahm bis zum Update oder man riskiert extrem viele Tote. Den ein besoffener Autofaher ist eben nur EIN besoffener Autofahrer. Ein Bug im Roboter ist ein Systemfehler und lässt alle Roboter den selben Fehler machen ohne dazu zu lernen.

  11. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: plutoniumsulfat 17.09.15 - 14:59

    Das wird doch alles über Sensoren erledigt. Das autonome Auto sieht jegliches Fahrzeug im Umkreis, da kann kein Mensch mithalten.

    Außerdem braucht das autonome Auto nicht mal lernen, um weniger Unfälle zu verursachen - das tut es schon prinzipbedingt. Und an entsprechenden KIs wird ja ohnehin gearbeitet.

  12. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: gadthrawn 17.09.15 - 15:18

    urghss schrieb:
    --------------------------------------
    > Es ist nun mal fakt das menschen nicht am Ansatz so schnell reagieren wie
    > Computer, emotionale Entscheidungen treffen,
    ...

    Zu viel Science Fiction gesehen? Gerade die komplette Umwelterfassung macht der Rechner unglaublich lahm. Allein eine Mustererkennung ob da ein eine Windböe ein Haufen Laub auf die Strasse weht oder ein Kind hinläuft ist extrem komplex. Computerprogramme kommen mit der analogen Welt unglaublich schlecht zurecht.

    Autonomes Fahren bedeutet heute: mit extrem viel genauem Kartenmaterial auf bekannten Strecken. Umleitungen sind für das google Car ein großes Problem.

    > Verkehr fließt flüssiger, es gibt keine Idioten mehr die sich vorne an der
    > ampel links reinschieben, die Kreuzungen sind endlich mal frei wie es die
    > StVO vorschreibt...

    Kreuzungen frei wäre problematisch. Ich kenne gerade in deutschen Großstädten einige Kreuzungen, bei denen du abbiegen wegen Gegenverkehr nie rüberkommst solange deine Ampel grün ist. Was würde ein regelkonformer Rechner machen? An der grünen Ampel warten, da er ja theoretisch nur einfahren darf, wenn er ohne anzuhalten drüber kommt. Was machen Autofahrer? Erst mal bis Mitte der Kreuzung fahren, dann abbiegen wenn der Gegenverkehr wegen rot anfängt zu bremsen - und der Rest der nicht Abbiegenden fährt dann an denen rechts vorbei statt für immer zu warten.

    Dann diese Technikgläubigkeit: Glaubt mir, die meisten Leute die Software schreiben machen Fehler. Selbst Sachen wie der Mars Rover mit langer Vorlaufzeit sind nicht fehlerfrei. Bei den 2003 hochgeschickten sind schon einige Fehler zwischendrin per Update behoben worden - die neu entdeckten Fehler beim Betriebssystem (nach über 12 Jahren neu entdeckt..) werden nicht behoben werden - allerdings geht man davon aus, dass die niemand auf die Entfernung ausnutzt.

    Ist dir jemals ein Rechner abgestürzt oder hat sich ein Programm komisch verhalten?

    Oder ging auf einmal bei einem Auto etwas nicht mehr?

    Nur mal ein paar größere
    Ford 433.000 Fahrzeuge wurden zurückgerufen, da die Software teilweise den Motor trotz ausgeschalteter Zündung weiterlaufen lies.
    Ford ~ 1.400.000 wegen Problemen, dass Türen während der Fahrt selbsttätig aufgehen könnten + Probleme mit Airbags
    Jaguar ~ 70.000, weil währen der Fahrt die Türschlösser aufgehen können.
    Toyota 630.000 wegen Problemen bei der Hybridansteuerung
    Volvo: Handbremse löste sich teilweise automatisch bei eingelegtem Gang.
    Audi: 850.000 wegen Probleme die Software bei der Airbagansteuerung haben kann.

    Und eine Zahl die dir deutlich sagt, was Software macht: Anfang 2014
    143 Tote GM Fahrer, da sich während der Fahrt der Airbag selbstständig aktivierte.

    Die meisten Probleme sind kleiner als diese und werden bei sogenannten stillen Updates während einer Wartung behoben - wenn überhaupt.

    Stell dir mal vor ich hatte einen Wagen mit Abstandssensoren. Irgendwann hat der während der normallen Vorwärtsfahrt angefangen dauerzupiepen - hinten wäre etwas zu nah. Meine Lösung war: Sensor ausschalten, weiterfahren, bei nächster Gelegenheit Werkstatt. Nach Werkstatt - kommt bei dem Modell häufiger vor, da verrottet nach wenigen Jahren die Leitung zum Sensor. Bei der Gelegenheit wurde ich auch gleich gefragt, ob sie die Bremsbelaganzeige auch gleich abschalten sollen - das Nachfolgemodell hätte eh keine mehr da die meist nicht so toll funktioniert hatte (und ja, war ein deutscher Hersteller von nicht ganz so günstigen Autos).

    Das alles sind sehr aktuelle Systeme die nur einen Bruchteil der Komplexität des automatischen Fahrens haben. Stell dir vor, dass bei einem normalen, handelsüblichen Fahrzeug deutlich mehr Softwarecode drin ist wie bei einem kompletten Endbenutzerbetriebssystem wie Windows oder Linux. OS x hat mit 86 Millionen Codezeilen schon viel, ein Standard High End Car kommt auf über 100 Millionen Codezeilen.

    Programme mit weniger als 0,5 Fehlern pro 1000 Codezeilen gelten allgemein als stabil (Klassiker William E. Perry: Software Testen Ich fand diese Zahl immer irre hoch.). Bei 100 Millionen wären das noch <500.000 Fehler. (Das gute bei Softwareanomalien - die meisten bekommt man nie mit, und manches ist nur eine falsche Schreibweise)

    > Und bitte nein, bloß kein menschliches Verständnis. Logik aus einem
    > Computer ist im Straßenverkehr sehr viel besser. Ein Computer zieht nach
    > mir auch nicht noch mit 3 Autos über eine Rote ampel und zwingt den
    > kreuzenden verkehr dazu zu bremsen...

    Nicht? google findet doch verkehrsangepasstes Fahren gut - ist jeder zu schnell fährt auch das google car zu schnell.

    Glaubst du an fehlerfreien Code?

  13. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: TrollNo1 17.09.15 - 15:33

    Und wenn hinter dem autonomen Auto auch ein autonomes Auto fährt?

    Außerdem ist das eine völlig dämliche Ausgangssituation. Wenn einer idiotisch fährt, dann wird er früher oder später einen Unfall bauen, egal wer da mit beteiligt ist. Ich lass mich von so Deppen nicht zum Ko-Abhängigen machen. Ich freu mach dann halt, dass der Depp mir mein Auto zahlt. Wenn immer alle kuschen, ändert der sein Verhalten eh nie.

  14. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: jisgsaw 17.09.15 - 16:19

    qwertzuyxcvb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Offenbar ist es einem routinierten Fahrer nach wie vor möglich, im
    > Ergebnis sehr viel sicherer zu fahren als diese Automaten.
    >
    > Hier ist ein Video von einem der Unfälle, in die eins der Google-Autos
    > verwickelt war. (Das Google-Auto ist das, welches schon steht, als ihm von
    > hinten ein Auto - mit menschlichem Fahrer - ungebremst reinfährt)
    > Wie hättest du diesen Unfall durch deine routinierte Fahrweise verhindern
    > wollen?
    > www.youtube.com

    Ist alles schön und gut, aber eins nicht vergessen: in diesen Google Autos sitzt weiterhin ein mensch, der eingreifen kann, und sogar muss, da er nur dafür da ist.
    Was eigentlich relevanter wäre, als die anzahl an Unfälle, wäre die anzahl an Fahrereingriffe (am besten kategoririsiert nach Grund (unfall vermeiden, abweichungen von den Karte umfahren die das System zum stopp führen usw. ...))

  15. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: gadthrawn 18.09.15 - 09:25

    jisgsaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist alles schön und gut, aber eins nicht vergessen: in diesen Google Autos
    > sitzt weiterhin ein mensch, der eingreifen kann, und sogar muss, da er nur
    > dafür da ist.

    In den google Autos ohne Lenkrad und Bedienelemente? Ohne Airbag und ohne Crashtest?
    Du verwechselst das mit dem was deutsche Autobauer machen wollen...

  16. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen (oh ein binnen-I o.o - Binnen-I-Be-Gone leistet echt gut arbeit)

    Autor: qwertzuyxcvb 18.09.15 - 09:49

    Das wäre in der Tat inressant. Man muss dabei aber auch beachten, dass die Technik noch in den Kinderschuhen steckt. Daher ist es (selbst wenn ein eingreifen theoretisch nicht mehr möglich wäre) verständlich, dass noch Fahrer zur Sicherheit ins Auto gesetzt werden.

  17. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: apriori 18.09.15 - 10:28

    Ich weiss nicht, ich finde es immer amüsant, welchen Freischein Menschen bezüglich Fehlerfreiheit bekommen und welche absolute Fehlerfreiheit immer von autonomen Systemen erwartet wird.

    Zuvor wurde ja schon gesagt:
    - Menschen sind emotional
    - haben ein engere Perspektive
    - sind launenhaft
    - sind teils egoistisch und selbstüberschätzend
    (man braucht nur ein mal auf der Autobahn sein, um das zu sehen - da setzen Leute, die 2 Sekunden sparen wollen, Leben auf's Spiel)
    - sind Erschöpfungszuständen ausgesetzt
    - sind beliebig ablenkbar (und ja, hier gab's Artikel, in denen das Gleiche für autonome Systeme gezeigt wurde)

    Zumindest für Langstrecken halte ich autonomes Fahren für extrem sinnvoll. Jetzt kommt dann natürlich wieder das Totschlagargument Freiheit. Aber manche bleiben ja halt unbelehrbar.

    Übrigens bin ich kein Autohasser, ich hasse nur extreme Dummheit. Und da diese allgegenwärtig und nicht behandelbar scheint (wie gesagt, manche Autobahnfahrer seien hier nur ein Beispiel) müssen andere Lösungen her. Alternativ könnten Menschen ja auch mal anfangen, konsequent aufeinander Rücksicht zu nehmen - ich sehe da jedoch nur eine gegenteilige Entwicklung. Bei Erschöpfung kommen natürlich nochmal andere Faktoren hinzu. Wenn einem z.B. der Chef im Nacken steht und man zu sehr im Hamsterrad steckt. Und es hilft da leider wenig, wenn man zu der (eigentlich) Mehrheit gehört, die sich hauptsächlich korrekt verhält, aber ein einzelner Depp in der Lage ist, einen Massenunfall auszulösen. Grundsätzlich würde ich eh autonomes Fahren nur auf der Autobahn einführen - im besten Fall vollautonom. Dann wären auch z.B. sämtliche Geschwindigkeitslimits, die nicht ausschließlich fahrbahn-, wetter- oder streckenabhängig sind, überflüssig und man könnte mit Flussregulationsalgorithmen völlig ausrasten.

    @whgreiner:
    Ich will hier keine altersfeindliche Aussage tätigen, da ich deinen Kenntnisstand auch nicht einzuschätzen vermag. Bedenke nur: Kaum eine Wissenschaft hat die Welt in letzter Zeit so sehr ungekrempelt wie die Informatik (natürlich immer in Kombination mit anderen). Und wir sind hier gerade am Anfang. Das Bild vom "dummen" Automaten ist längst nicht mehr zeitgemäß. Wir haben hier enorme Fortschritte gemacht.

    Das hier wäre zumindest eher eine positive Änderung. Vor uns stehen bezüglich der Arbeitswelt noch eine ganze Reihe negative Änderungen. Wie man es nimmt, eine Reihe von eher weniger sinnvollen Tätigkeiten für Menschen werden schon bald vollständig autonom erfüllt. Ich kann jedem nur raten, der dies eventuell liest und eine Bildungsentscheidung zu treffen hat: Komm so hoch, wie du nur kannst.

  18. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: check0790 18.09.15 - 11:51

    whgreiner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf 1,4 Mio. km in elf "nicht verschuldete" Unfälle verwickelt? Da kann ich
    > gegenhalten: ich war die letzten 700.000 km in GAR KEINEN Unfall
    > verwickelt, auch in keinen "fremd verschuldeten". Seit 1 Million km war ich
    > gerade mal in einen einzigen Unfall verwickelt - auch von mir "nicht
    > verschuldet". Und bei mir saß KEIN fahrtüchtiger Aufpasser mit eigenem
    > Lenkrad noch extra eingriffsbereit mit am Steuer, als Sicherheitsnetz gegen
    > Fehler meinerseits. Offenbar ist es einem routinierten Fahrer nach wie vor
    > möglich, im Ergebnis sehr viel sicherer zu fahren als diese Automaten.

    Yep, den letzten Satz wird man wohl noch ein paar Jahre so unterschreiben können. Aber: Ein kleiner Blick in ein Statistikbuch verrät auch, dass eine einzelne Stichprobe gefühlt nichts aussagt im Meer von Stichproben, selbst wenn die Stichprobe anscheinend aus dem rechten Bereich der Gaußglocke genommen wurde. Ach ja, es sind keine 1,4 Millionen km, sondern ca 2,26 Millionen. Der Artikel gibt es schon falsch mit 1,7 Millionen km wieder, wo es eigentlich Meilen sein sollten. Und das alles in 6 Jahren mit mehreren Autos, also einer vermehrten Chance auf einen Unfall bei den Autos.

  19. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: der_wahre_hannes 18.09.15 - 11:55

    JürgenOfner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Noch nie hinterfragt warum das so ist. Ein Beispiel:
    > Sie fahren auf ein Stop-Schild zu. ein Automat fährt auf ein Stop-Schild
    > zu. Was macht der Automat. Vorschriftsmäßig langsam abbremsen und stehen
    > bleiben. Was machen sie? Sie sehen das hinter ihnen ein Vollidiot an der
    > Stoßstange klebt und garantiert hinten rein donnert wenn sie an den blöden
    > Schild stehen bleiben. also Stop-schild ignoriert und überfahren...

    ...und an der Kreuzung erstmal schön nen Unfall gebaut, an dem dann nur du schuld bist (Stop-Schild überfahren). Grandiose Sache, das.

  20. Re: Feuchte Träume von Auto-HasserInnen

    Autor: JürgenOfner 18.09.15 - 12:02

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JürgenOfner schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Noch nie hinterfragt warum das so ist. Ein Beispiel:
    > > Sie fahren auf ein Stop-Schild zu. ein Automat fährt auf ein Stop-Schild
    > > zu. Was macht der Automat. Vorschriftsmäßig langsam abbremsen und stehen
    > > bleiben. Was machen sie? Sie sehen das hinter ihnen ein Vollidiot an der
    > > Stoßstange klebt und garantiert hinten rein donnert wenn sie an den
    > blöden
    > > Schild stehen bleiben. also Stop-schild ignoriert und überfahren...
    >
    > ...und an der Kreuzung erstmal schön nen Unfall gebaut, an dem dann nur du
    > schuld bist (Stop-Schild überfahren). Grandiose Sache, das.

    Sehr schön die wichtige Info weggeschnitten. Aber gut, bleiben wir beide stehen und kracht in beide der Hintermann rein. Beide ein Unfall. Und nu?

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