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Autohersteller machen sich selbst arbeitlos

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  1. Autohersteller machen sich selbst arbeitlos

    Autor: deefens 25.08.15 - 15:13

    Mal angenommen, die Zukunft zeigt wirklich in die skizzierte Richtung: wozu benötigt man dann überhaupt noch selbstfahrende "Autos"? Im Endeffekt wird das Ganze doch reduziert auf Container mit Rädern, schließlich benötigt man ja dann kein Cockpit mehr (siehe die Google Autos). Damit fällt dann der Anreiz weg, sich eine dicke Karre in den Hof zu stellen um damit den Nachbarn zu beeindrucken den man eh nicht leiden kann, weil so ziemlich alle Container dann ähnlich reduziert aussehen dürften.

    Sprich: jegliche Individualität fällt weg und am Ende kauft man sein Auto auch nicht mehr sondern entrichtet maximal eine Nutzungsgebühr, ähnlich wie bei den jetzigen Öffis. Womit sich die Automobilhersteller letztlich selbst in die absolute Entbehrlichkeit reiten...

  2. Re: Autohersteller machen sich selbst arbeitlos

    Autor: stiGGG 25.08.15 - 15:24

    Warum? Das Modell Hasenkiste mit abschwaschbaren Sitzen für den Arbeiter wird dann sicher deutlich weniger pro Fahrt kosten als die schwarze Limousine mit Ledersitzen und Schampus im Kühlfach, den sich der feine Herr dann täglich antanzen lässt.

  3. Re: Autohersteller machen sich selbst arbeitlos

    Autor: AndyMt 25.08.15 - 15:54

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum? Das Modell Hasenkiste mit abschwaschbaren Sitzen für den Arbeiter
    > wird dann sicher deutlich weniger pro Fahrt kosten als die schwarze
    > Limousine mit Ledersitzen und Schampus im Kühlfach, den sich der feine Herr
    > dann täglich antanzen lässt.
    Genau so! Aber in der Tat werden die Stückzahlen der Autoproduktion gewaltig sinken. Die meisten Leute werden dann gar kein eigenes Auto mehr haben, sondern eines rufen, wenn sie eins brauchen. Je nach Geldbeutel mehr oder weniger gross/komfortabel/sauber/evtl. noch schnell.
    Ein paar ganz wenige werden sich den Luxus eines eigenen Autos weiterhin leisten.

    Unter den Autoherstellern wird es ein umfangreiches Sterben geben, ganz sicher.

  4. Re: Autohersteller machen sich selbst arbeitlos

    Autor: klumpatsch77 25.08.15 - 15:56

    AndyMt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Genau so! Aber in der Tat werden die Stückzahlen der Autoproduktion
    > gewaltig sinken. Die meisten Leute werden dann gar kein eigenes Auto mehr
    > haben, sondern eines rufen, wenn sie eins brauchen. Je nach Geldbeutel mehr
    > oder weniger gross/komfortabel/sauber/evtl. noch schnell.
    > Ein paar ganz wenige werden sich den Luxus eines eigenen Autos weiterhin
    > leisten.
    >
    > Unter den Autoherstellern wird es ein umfangreiches Sterben geben, ganz
    > sicher.


    Glaube ich kaum.
    Wer sollte denn beispielsweise im Berufsverkehr Millionen von Autos vorhalten?

  5. Re: Autohersteller machen sich selbst arbeitlos

    Autor: AndyMt 25.08.15 - 15:59

    klumpatsch77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AndyMt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Genau so! Aber in der Tat werden die Stückzahlen der Autoproduktion
    > > gewaltig sinken. Die meisten Leute werden dann gar kein eigenes Auto
    > mehr
    > > haben, sondern eines rufen, wenn sie eins brauchen. Je nach Geldbeutel
    > mehr
    > > oder weniger gross/komfortabel/sauber/evtl. noch schnell.
    > > Ein paar ganz wenige werden sich den Luxus eines eigenen Autos weiterhin
    > > leisten.
    > >
    > > Unter den Autoherstellern wird es ein umfangreiches Sterben geben, ganz
    > > sicher.
    >
    > Glaube ich kaum.
    > Wer sollte denn beispielsweise im Berufsverkehr Millionen von Autos
    > vorhalten?
    Es sind auch dann nicht wirklich alle Autos gleichzeitig unterwegs. Die Autos können zwischen den Rush-Hours andere Transportaufgaben übernehmen, Expresslieferungen etc.
    Wie viele Zweitwagen stehen während der Rush-Hour trotzdem in der Garage, nur um dann gegen 10 zum Einkaufen genutzt zu werden? Bis dann ist eines der Berufspendler-Fahrzeuge schon längst wieder in Reichweite.

    Und der Arbeitsweg während der Stosszeiten wird teurer werden.

  6. Re: Autohersteller machen sich selbst arbeitlos

    Autor: klumpatsch77 25.08.15 - 16:03

    AndyMt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und der Arbeitsweg während der Stosszeiten wird teurer werden.

    Somit wieder uninteressant.

  7. Re: Autohersteller machen sich selbst arbeitlos

    Autor: Kleba 25.08.15 - 18:22

    AndyMt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau so! Aber in der Tat werden die Stückzahlen der Autoproduktion
    > gewaltig sinken. Die meisten Leute werden dann gar kein eigenes Auto mehr
    > haben, sondern eines rufen, wenn sie eins brauchen. Je nach Geldbeutel mehr
    > oder weniger gross/komfortabel/sauber/evtl. noch schnell.
    > Ein paar ganz wenige werden sich den Luxus eines eigenen Autos weiterhin
    > leisten.
    >
    > Unter den Autoherstellern wird es ein umfangreiches Sterben geben, ganz
    > sicher.

    Aber wie lange wird das wohl noch dauern? Wenn man sich die bisherige Entwicklung anschaut, wird es imho noch mindestens 30 Jahre (mit Tendenz zu mehr) dauern, bis das für die Hersteller zu einem wirklichen Problem wird. Lass in 7 Jahren die ersten wirklich autonomen Autos fahren (da sind dann eher die großen und sehr teuren Wagen), in 10 Jahren dann die ausgereiftere 2. Generation (welche preislich immer noch sehr hoch angesiedelt sein wird). Ab Generation 3. oder 4 gibt es die Technik dann nicht mehr nur in der S-Klasse/A8/7er, sondern auch in der E(?)-Klasse/A6/5er, nochmal 1 - 2 Generation weiter wird es dann für alle Mittelklasse-Wagen Standard sein (also A-Klasse/A3/Golf/etc.). Erst dann kann man doch davon reden, dass die Dinger wirklich am Markt angekommen sind. Lass dann noch ein paar größere Rückrufe dabei sein und das ganze verzögert sich noch mal um 1 - 2 Generationen.
    Bis die Technik dann in den "Budget"-Autos angekommen ist, haben wir vermutlich 2050 und der größte Auto-Konzern heißt Alphabet-Bayerischer-Volks-Daimler oder so ähnlich ;-)

    In der Zwischenzeit werden natürlich die hoch-technisierten Fahrzeuge auch noch erscheinen und parallel das Verkehrsbild prägen. Car-Sharing-Angebote werden sehr ausgeklügelt, wenn auch noch nicht so optimal wie sie sein könnten.

    Spannend wird es auf jeden Fall :-)

    LG
    Kleba

  8. Re: Autohersteller machen sich selbst arbeitlos

    Autor: Doedelf 26.08.15 - 10:34

    Naja der Markt für Pferdekutschen dürfte in den letzten 100 Jahren auch deutlich zurückgegangen sein.

    Dinge entwickeln sich eben. Während der Kapitalismus sich sehr bemüht hat den Sozialismus zu vernichten, schaft er auf der anderen Seite genau das über Bande.

    Der eigene Besitz ist auf einmal nicht mehr so wichtig. In den Städten gibt es nicht grade wenige die Car-Sharing nutzen, Spotify ersetzt die einstige Plattensammlung, Netflix die Filmsammlung. Bücher gibt es auch zum leihen - gab es schon früher nur jetzt eben "onleihe". Statt Enzyklopädien auf die der Besitzer stolz in sein Bücherregal schaut, gibt es Wikipedia for free zur Internet Flatrate.

    Natürlich muss man für all das zahlen (Abos), aber auch dort sorgt der Kapitalismus dafür das der Preis massiv sinkt und immer mehr Angebote zusammen gepackt werden. (Spotify und Hörbücher - führten dazu das ich mein audible abo gekündigt habe - ich will die Hörbücher nicht behalten).

    Ist schon komisch - ich denke das autonome Auto wird da nur den nächsten Schritt gehen - zu noch weniger Besitz. Fraglich wann das auch mit Wohnungen/Häusern geschieht - vielleicht der nächste Schritt. Ausgelöst auch durch den Kapitalismus der die Leute "zwingt" flexibel zu sein. Heute hier arbeiten, morgen da.

    Vor 15 Jahren als es mit Home Office und Co. so langsam los ging, fragte ich mich schon ob es nicht clever wäre eine Firma aufzumachen die variabel kurzfristig Büroräume und Meeting Kabinen vermietet - Tagesweise/Stundenweise. Dann bräuchte eine Firma gar keine Gebäude mehr - für Meetings oder kurzfristige Workshops mietet man einfach etwas kurz an - danach arbeiten alle wieder rein virtuell in der "cloud" von zuhause.

    Mittlerweile gibt es das wohl.

    Schon strange - aber hatte Marx nicht genau das vorausgesehen - das der Kapitalismus sich selbst besiegt?

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