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Das wäre dann das Ende des emotional beworbenen Premiumsegments

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  1. Das wäre dann das Ende des emotional beworbenen Premiumsegments

    Autor: Danse Macabre 20.06.17 - 17:23

    Es macht dann logischerweise keinen Sinn mehr, mit Dynamik, Fahrfreude, Laufkultur etc. zu werben. Ich frage mich, was die Hersteller der Oberklassefahrzeuge mit mehreren hundert PS machen werden. Auch dieser Leistungsfetischmus wäre dann absolut überflüssig, wenn die Fahrzeuge mit 50 km/h oder 70 km/h durch die Gegend zuckeln. Was soll man mit Sportwagen wie einem Porsche? Oder einem BMW M5? Ich vermute, diese Technik wird die Automobilindustrie gewaltig umkrempeln und die vermeintlich technische Vormachtstellung der deutschen Hersteller brechen. Selbst aus Designgesichtspunkten wird sich wohl einiges ändern, denn das dynamisch-aggressive Äußere vieler heutiger Fahrzeuge wirkt angesichts surrender Elektromotoren mit relativ geringer Leistung eher unfreiwillig komisch.

  2. Re: Das wäre dann das Ende des emotional beworbenen Premiumsegments

    Autor: daniel.ranft 20.06.17 - 17:36

    Ich kann deinen Punkt durchaus nachvollziehen, glaube aber, dass es trotz allem weiterhin Sportwagen geben wird. Denn eine Pflicht der autonomen Funktionen wird es ja vorerst nicht geben. Demnach kann man bei entsprechender Laune trotzdem aufs Gas treten.
    Was die hunderte PS von Oberklassewagen angeht, die werden doch eh nie verwendet, sondern stehen nur im Schein, um damit anzugeben - Statussymbol, mehr nicht.
    (Meiner Meinung nach verschwendete PS, sollten lieber bei mir abgegeben werden :D)

  3. Re: Das wäre dann das Ende des emotional beworbenen Premiumsegments

    Autor: SJ 20.06.17 - 17:46

    Schnelle Beschleunigung kann auch Unfälle verhindern... sieht man schön auf dem Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=GRR31NaXoVw ohne schnelle Beschleunigung, wäres zu nem Unfall gekommen.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  4. Re: Das wäre dann das Ende des emotional beworbenen Premiumsegments

    Autor: Danse Macabre 20.06.17 - 17:48

    Genau. Es hängt letztlich davon ab, ob das autonome Fahren zur Pflicht wird. Angedacht ist das bereits, Merkel hat mal darauf hingewiesen, selbstständiges Fahren in der Zukunft nur noch mit Sondererlaubnis zu ermöglichen. Aber dafür müssen die Systeme natürlich noch deutlich besser werden. Aber sollte dies passieren, dann würde dies auch das Ende der Automobilindustrie bedeuten, so wie wir sie derzeit kennen.

  5. Re: Das wäre dann das Ende des emotional beworbenen Premiumsegments

    Autor: plutoniumsulfat 20.06.17 - 18:16

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schnelle Beschleunigung kann auch Unfälle verhindern... sieht man schön auf
    > dem Video hier: www.youtube.com ohne schnelle Beschleunigung, wäres zu
    > nem Unfall gekommen.

    Ohne den Trottel von hinten wäre es auch nicht zu einem Unfall gekommen. So würde kein autonomes Auto fahren, hier war wieder menschliches Versagen im Spiel.

  6. Re: Das wäre dann das Ende des emotional beworbenen Premiumsegments

    Autor: chefin 21.06.17 - 08:12

    daniel.ranft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann deinen Punkt durchaus nachvollziehen, glaube aber, dass es trotz
    > allem weiterhin Sportwagen geben wird. Denn eine Pflicht der autonomen
    > Funktionen wird es ja vorerst nicht geben. Demnach kann man bei
    > entsprechender Laune trotzdem aufs Gas treten.
    > Was die hunderte PS von Oberklassewagen angeht, die werden doch eh nie
    > verwendet, sondern stehen nur im Schein, um damit anzugeben - Statussymbol,
    > mehr nicht.
    > (Meiner Meinung nach verschwendete PS, sollten lieber bei mir abgegeben
    > werden :D)

    Es ist unerheblich ob man dann noch 50 oder 500 PS hat. Wichtig ist allenfalls noch, das es nach 500PS aussieht. Allerdings wird auch diese Illusion nur wenige Jahre halten.

    Eine Pflicht zum autonomen Fahren wäre definitiv das Ende von individuellen Autos und Modellvielfalt. Den es macht dann keinen Sinn mehr, eine Protzkarre zu haben die mir alleine gehört, wenn ich sie dann in der Leerlaufzeit frei gebe, damit andere damit gefahren werden können. Der steigt ein, tippt ins smartphone: Flecken auf dem Sitz und fängt an sein Eis zu essen. und das in meinem Auto? Bestimmt nicht. Autonome Fahrzeuge sind dann auch zwangsläufig Carsharingmodelle und werden dann auf robust und pflegeleicht hin gebaut. zB in Paris sind Carsharing E-Autos aus Aluminium ohne Lack. Nur gebürstet, Beulen und Dellen bleiben einfach drin, weil eh nichts rostet. Spiegel sind mit Clips und Stecker in 2 Minuten gewechselt. Innen ist pflegeleichter Kunststoff, selbst die Sitze sind keine Stoffe, sondern abwaschbare Materialien. Basis scheint der Clio zu sein, aber der Rest wurde auf Sharing modifiziert. Konnte leider keine km-stände sehen, Display off im Stand. Und zum mieten war mir der aufwand zu hoch, zumal ich Metro-Wochenendticket hatte.

    Aber Deutschland ist nunmal ein Autoland, wir exportieren viele Autos, wir sind die Autonation schlecht hin. Und China, Indien, Afrika, Australien werden weiterhin Verbrennungsmotoren brauchen. An dieser Hürde wird es dann letztendlich scheitern. Autonome werden allenfalls gut funktionierende Assistenzsysteme sein, die bestimmte langweilige Aufgaben übernehmen. Die sich in LKW Konvois einreihen, den dort wird es sich am ehesten durchsetzen. Und die werden, weil sie eh auf effizienz optimiert sind, Kommunikationssysteme haben. Dort kann sich ein PKW dazu klinken und mitschwimmen, während der Fahrer sein Nickerchen macht. Und nach ner Std. klinkt er sich aus, ist ausgeruhter und donnert weiter seinen Turn.

    Zu mehr wird es wirtschaftlich und menschlich nicht kommen.

  7. Re: Das wäre dann das Ende des emotional beworbenen Premiumsegments

    Autor: SJ 21.06.17 - 08:27

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und China, Indien, Afrika, Australien
    > werden weiterhin Verbrennungsmotoren brauchen.

    Vor allem bei China sehe ich das anders. Um eine Zulassung für einen Explosionsmotor zu erhalten dauert es unter Umständen Jahre - falls man überhaupt eine bekommt. Mit dem notwendigen Kleingeld gehts unter Umständen schneller.

    Hingegen, wer ein eFhz immatrikulieren will, bei dem geht das blitzschnell.

    Aber eFhZ != autonomes Fhz

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.17 08:28 durch SJ.

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