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wie ist das überhaupt abgelaufen ?

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  1. wie ist das überhaupt abgelaufen ?

    Autor: Mavy 28.07.16 - 13:41

    ist der Tesla unter einen aus der Rechten spur Links abbiegenden Auflieger
    gefahren oder war das gegenverkehr ?
    Ich sehe ehrlichgesagt keine möglichkeit so einen Unfall zu haben
    ohne die schuldfrage an die gegnerische Partei zu geben ?

    - von daher erschließt sich auch für mich nicht wieso der "Autopilot"
    hier als Problem "erkannt" wurde.

  2. Re: wie ist das überhaupt abgelaufen ?

    Autor: Brainfreeze 28.07.16 - 13:59

    Mavy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ist der Tesla unter einen aus der Rechten spur Links abbiegenden Auflieger
    >
    > gefahren oder war das gegenverkehr ?
    > Ich sehe ehrlichgesagt keine möglichkeit so einen Unfall zu haben
    > ohne die schuldfrage an die gegnerische Partei zu geben ?
    >
    > - von daher erschließt sich auch für mich nicht wieso der "Autopilot"
    > hier als Problem "erkannt" wurde.

    Bei den meisten Diskussionen geht es hier i.d.R. auch nicht um die Schuldfrage in diesem konkreten Fall, sondern um den von Tesla stark beworbenen Autopiloten, der nicht in der Lage ist, einen querenden Lastwagen als solchen zu erkennen. Im Gegenteil, das Hindernis wird als etwas völlig ungefährliches interpretiert (als hochhängendes Verkehrsschild), weshalb das Fahrzeug auch keinerlei Reaktion darauf durchführt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.16 14:01 durch Brainfreeze.

  3. Re: wie ist das überhaupt abgelaufen ?

    Autor: katze_sonne 28.07.16 - 14:17

    Mavy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ist der Tesla unter einen aus der Rechten spur Links abbiegenden Auflieger
    >
    > gefahren oder war das gegenverkehr ?
    > Ich sehe ehrlichgesagt keine möglichkeit so einen Unfall zu haben
    > ohne die schuldfrage an die gegnerische Partei zu geben ?
    >
    > - von daher erschließt sich auch für mich nicht wieso der "Autopilot"
    > hier als Problem "erkannt" wurde.
    Der LKW war abbiegender Gegenverkehr. Hier findest du eine das ganze gut illustrierende Zeichnung: http://www.nytimes.com/interactive/2016/07/01/business/inside-tesla-accident.html?_r=0

    Natürlich wird hier letztendlich der LKW-Fahrer Schuld gehabt haben, da er überhaupt erst den Unfall ermöglicht hat und dem Tesla-Fahrer die Vorfahrt nahm. Die Tatsache, dass der Tesla zu schnell fuhr machte es für den LKW-Fahrer aber vermutlich nicht gerade leichter, die Geschwindigkeit des entgegegenkommenden Tesla-Fahrers korrekt einzuschätzen. Getreu dem Motto "passt schon und wenn nicht, dann muss der halt minimal abbremsen; kb hier noch 2 Stunden rumzustehen" (schlimm genug, dass es in den USA überhaupt solche Straßen gibt, 4-spurig und mit linksabbiegespur ohne Ampel?!)...

    Wo sich jetzt aber alle drüber echauffieren: Der Tesla-Autopilot hat nicht automatisch gebremst, da er den LKW nicht sicher als Hindernis klassifizieren konnte (Kamera war geblendet und Radar konnte den LKW nicht sicher von einer Schilderbrücke unterscheiden, zumal es dort wohl bergauf ging). Technisch gesehen hat der Autopilot alles richtig gemacht: Er ist *nicht* in die Eisen gestiegen, sondern hat das Hindernis ignoriert (es gibt nichts schlimmeres als Fehlerkennungen und dadurch stattfindendes grundloses Abbremsen - oder gar Notbremsungen).

    Der Autopilot ist nunmal nur Autopilot (inspiriert durch den Namen des Autopiloten vom Flugzeug, so hat das inzwischen auch Elon Musk bestätigt und der hält auch nur das Flugzeug "auf der Spur" und der Pilot muss das ganze überwachen und schauen ob alles richtig läuft, um notfalls sofort einzugreifen!) und der Fahrer muss auch immer aufmerksam bleiben. Das ist ein Asisstenzsystem und kein "autonomer Modus". Soweit ich weiß wird einem das bei der ersten Aktivierung auch ganz klar deutlich gemacht.

    Falls jetzt jemand kommt und die Wortwahl für "Autopilot" kritisiert: Bei Mercedes heißt das "Drive Pilot" und bei BMW "Driving Assistant Plus". Wer bei "Autopilot" glaubt, dass das Auto komplett autonom fährt (achja, wie aktiviert man das eigentlich? Vermutlich schaut man dazu erstmal ins Handbuch und sollte dabei die ganzen Warnhinweise sehen), der wird das zumindest bei Mercedes auch tun. Und der wird bei aktiviertem Tempomat auch im Wohnwagen nach hinten gehen und Kaffee kochen...

  4. Re: wie ist das überhaupt abgelaufen ?

    Autor: Brainfreeze 28.07.16 - 16:14

    katze_sonne schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wo sich jetzt aber alle drüber echauffieren: Der Tesla-Autopilot hat nicht
    > automatisch gebremst, da er den LKW nicht sicher als Hindernis
    > klassifizieren konnte (Kamera war geblendet und Radar konnte den LKW nicht
    > sicher von einer Schilderbrücke unterscheiden, zumal es dort wohl bergauf
    > ging).

    Du schreibst immer "nicht sicher als ... erkannt". Das klingt, als ob der Tesla "Zweifel" bei der Erkennung gehabt hätte und nur die wahrscheinlichere Annahme gewählt hat. Woher willst Du das wissen? Kennst Du die Wahrscheinlichkeiten, mit denen der Tesla es doch für einen LKW halten würde?

    > Technisch gesehen hat der Autopilot alles richtig gemacht:
    Sorry, aber hätte der Tesla technisch gesehen alles richtig gemacht, hätte er die Gefahr erkannt bzw. davor gewarnt. Wie Du ja im Prinzip selber schreibst, liegt eine Fehlinterpretion beim Autopiloten bzw. deren Sensoren vor. Und dabei kann technisch gesehen, nicht alles richtig gemacht worden.

  5. Kuppe

    Autor: SJ 28.07.16 - 17:06

    Was ich auch noch gelesen habe ist, dass das ganze sich noch hinter einer Kuppe abgespielt haben soll. Während ein normaler PKW wohl ohne Weiteres hätte links abbiegen können dauert es bei einem LKW doch erheblich länger.

    Zusammen mit der Kuppe, wo der LKW Fahrer wahrscheinlich nicht gesehen hat, dass dahinter gerade jemand kommt, könnte also effektiv zuwenig Zeig gewesen sein irgendetwas zu tun.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  6. Re: wie ist das überhaupt abgelaufen ?

    Autor: katze_sonne 28.07.16 - 17:26

    Brainfreeze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > katze_sonne schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Wo sich jetzt aber alle drüber echauffieren: Der Tesla-Autopilot hat
    > nicht
    > > automatisch gebremst, da er den LKW nicht sicher als Hindernis
    > > klassifizieren konnte (Kamera war geblendet und Radar konnte den LKW
    > nicht
    > > sicher von einer Schilderbrücke unterscheiden, zumal es dort wohl
    > bergauf
    > > ging).
    >
    > Du schreibst immer "nicht sicher als ... erkannt". Das klingt, als ob der
    > Tesla "Zweifel" bei der Erkennung gehabt hätte und nur die
    > wahrscheinlichere Annahme gewählt hat. Woher willst Du das wissen? Kennst
    > Du die Wahrscheinlichkeiten, mit denen der Tesla es doch für einen LKW
    > halten würde?
    Nein, die kenne ich nicht. Aber sonst hätte der Tesla gebremst. "Zweifel" hatte der Tesla durchaus: Der eine Sensor (Kamera) war gestört und der andere Sensor (Radar) bot nicht genügend Daten, um das Hindernis zu verifizieren. Was soll der Tesla also machen? Ne Notbremsung obwohl da vielleicht tatsächlich einfach nur ne Schilderbrücke war und somit eventuell einen Auffahrunfall verursachen? Vielleicht hat er ja sogar gepiept und den Fahrer so gewarnt - das ist nicht bekannt.

    > > Technisch gesehen hat der Autopilot alles richtig gemacht:
    > Sorry, aber hätte der Tesla technisch gesehen alles richtig gemacht, hätte
    > er die Gefahr erkannt bzw. davor gewarnt. Wie Du ja im Prinzip selber
    > schreibst, liegt eine Fehlinterpretion beim Autopiloten bzw. deren Sensoren
    > vor. Und dabei kann technisch gesehen, nicht alles richtig gemacht worden.
    Du vergisst dabei aber, dass es sich hierbei um ein Assistenzsystem handelt, sprich ein System, das lieber einmal zu wenig als einmal zu oft bremst (man liest ziemlich oft von verärgerten Autofahrern, bei denen der Abstandshalteassistent unnötig stark in die Eisen steigt, weil vor ihnen einer ausgeschert ist oder irgendwas falsch erkannt wurde). Im Zweifelsfall muss sowieso der Fahrer entscheiden.

    Ich glaube du unterschätzt einerseits die Komplexität solcher Systeme und andererseits kennst du scheinbar nicht die Art und Weise wie die Berechnungen dahinter ablaufen. Vor allem aber hätte das vermutlich auch den anderen Autoherstellern mit Abstandstempomaten ähnlich passieren können. Vom Prinzip her arbeiten die alle ähnlich. Und genau solche Schwierigkeiten wie "Wie bekomme ich das ganze möglichst zuverlässig hin, sodass es in 99,99999% der Fälle funktioniert und wir den Fahrer aus der Verantwortung lassen können" sind der Grund, warum es derzeit noch keine autonom fahrenden Autos gibt.

  7. Re: Kuppe

    Autor: katze_sonne 28.07.16 - 17:29

    SJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ich auch noch gelesen habe ist, dass das ganze sich noch hinter einer
    > Kuppe abgespielt haben soll. Während ein normaler PKW wohl ohne Weiteres
    > hätte links abbiegen können dauert es bei einem LKW doch erheblich länger.
    >
    > Zusammen mit der Kuppe, wo der LKW Fahrer wahrscheinlich nicht gesehen hat,
    > dass dahinter gerade jemand kommt, könnte also effektiv zuwenig Zeig
    > gewesen sein irgendetwas zu tun.
    Das hatte ich auch angeschnitten und von "bergauf" geredet.

    Ich denke einfach, dass es völlig lächerlich ist, wie hier viele einfach über den Tesla herziehen, obwohl es vermutlich einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände gepaart mit der Unfähigkeit des Fahrers (aufzupassen) war, die mit jedem anderen Auto wohl genauso passiert wäre.

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