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  5. › Autonomes Fahren: Uber entgeht Klage…

Und bevor wieder "jedem vom uns" dieser Unfall hätte passieren können

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  1. Und bevor wieder "jedem vom uns" dieser Unfall hätte passieren können

    Autor: quineloe 06.03.19 - 15:10

    Nochmal zur Erinnerung: Das Uber-Video war stark verdunkelt und es gibt deutliche Anzeichen für eine Manipulation.

    Zur Erinnerung: das von uber verbreitete Video

    https://www.youtube.com/watch?v=RASBcc4yOOo

    Die tatsächlichen Lichtverhältnisse auf der Straße, am Folgetag von einer anderen Person gefilmt:

    https://www.youtube.com/watch?v=CRW0q8i3u6E

    Ein Video, in dem das von Uber veröffentliche Video frame by frame analysiert wurde und es den Anschein hat, als wäre das Unfallopfer rausgeschnitten worden, bis der Unfall wirklich unvermeidbar gewesen ist:

    https://www.youtube.com/watch?v=sKBy4_3azBg

    Wer bei diesen Lichtverhältnissen nach vorne schaut, der sieht das Hindernis und baut keinen Unfall. Wer dennoch einen baut, sollte seinen Lappen abgeben.

    Mich wundert ja, dass Uber hier ohne Strafverfahren rauskommt. Die haben das Auto zum Testen Halbblind auf die Straße geschickt, und dann noch bei einem zweiten Kontrollfahrer gegeizt.

    Der Report des NTSB hat jedenfalls folgendes festgestellt

    >According to data obtained from the self-driving system, the system first registered radar and LIDAR observations of the pedestrian about 6 seconds before impact, when the vehicle was traveling at 43 mph. As the vehicle and pedestrian paths converged, the self-driving system software classified the pedestrian as an unknown object, as a vehicle, and then as a bicycle with varying expectations of future travel path. At 1.3 seconds before impact, the self-driving system determined that an emergency braking maneuver was needed to mitigate a collision (see figure 2). According to Uber, emergency braking maneuvers are not enabled while the vehicle is under computer control, to reduce the potential for erratic vehicle behavior. The vehicle operator is relied on to intervene and take action. The system is not designed to alert the operator.

    Grob fahrlässig. Klarer fall von US-typischem HailCorporate. Ich hoffe, dass da ziviltechnisch noch ein Strick für Uber rauskommt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.03.19 15:14 durch quineloe.

  2. Re: Und bevor wieder "jedem vom uns" dieser Unfall hätte passieren können

    Autor: Bigfoo29 06.03.19 - 15:23

    Was noch dazu kommt: Die im Volvo eingebauten Kollisions-Verhinderungssysteme (Notbrems-Assistent) wurden explizit abgeschaltet.

    Natürlich ist auch der extra dafür bezahlte Fahrer haftbar. Aber der eher indirekt über die Firma, die ihn für genau diese Arbeit angestellt hat. Dass sich der Arbeitnehmer parallel zum Verfahren mit dem Unfallgegner am Unfallverursacher gütig tut, weil DER seine Aufgaben nicht ausreichend erfüllt hat, sei ihm unbenommen. Aber dass man jetzt direkt den Fahrer belangt, obwohl der explizit für eine Firma tätig war?

    Regards.

  3. Re: Und bevor wieder "jedem vom uns" dieser Unfall hätte passieren können

    Autor: \pub\bash0r 06.03.19 - 15:43

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich wundert ja, dass Uber hier ohne Strafverfahren rauskommt. Die haben
    > das Auto zum Testen Halbblind auf die Straße geschickt, und dann noch bei
    > einem zweiten Kontrollfahrer gegeizt.

    Zwei Kontrollfahrer fände ich allerdings schon etwas übermäßig. Das Auto sollte - wäre es nicht autonom - von einer einzelnen Person sicher fahrbar sein. Nun übernimmt das Auto das Steuer und die Person - die es kognitiv auch allein fahren könnte - übernimmt nun die Kontrollfunktion. Es ist also sozusagen bereits mehr Kontrolle als bei jeder normalen Autofahrt.

    Grundsätzlich verstehe ich, dass man beim autonomen Fahren leicht abgelenkt ist - man langweilt sich ja. Darum bin ich auch ein großer Gegner dieser Halb/Pseudo-Autonomen Systeme, bei denen das Auto die *meisten* Situationen meistert, aber man dennoch permanent bremsbereit sein muss - siehe Tesla.
    ABER in diesem Fall wurde die Fahrerin ja dafür bezahlt, genau das zu tun - nämlich aufmerksam sein und sich auf ihren Job konzentrieren.

    Fraglich ist für mich, ob die Fahrer irgendwie geschult waren oder man einfach irgendwen mit Führerschein hinters Steuer setzt, paar Kröten in die Hand drückt und dann sagt "viel spaß. aber keine angst, passiert schon nix"
    Könnte ich aber sicher recherchieren. Soviel Interesse habe ich aber gerade nicht :D

  4. Re: Und bevor wieder "jedem vom uns" dieser Unfall hätte passieren können

    Autor: quineloe 06.03.19 - 15:48

    Sollte der Fahrer nicht gleichzeitig noch irgendwelche Daten auf Bildschirmen ablesen? Deswegen zwei Kontrolleure, finde ich.

  5. Re: Und bevor wieder "jedem vom uns" dieser Unfall hätte passieren können

    Autor: Hotohori 06.03.19 - 19:53

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich wundert ja, dass Uber hier ohne Strafverfahren rauskommt. Die haben
    > das Auto zum Testen Halbblind auf die Straße geschickt, und dann noch bei
    > einem zweiten Kontrollfahrer gegeizt.

    Ja, das wundert mich auch, zumal das glaub selbst die Mitarbeiter kritisiert haben.

    Vielleicht spielte das aber keine Rolle, weil die Fahrerin die ganze Zeit auf ihr Smartphone gestarrt hat um den Streamingdienst Hullu zu gucken und damit eindeutig nicht ihre eigentliche Arbeit gemacht hat und der Unfall eben absolut vermeidbar war, wäre es ein normales Auto mit aufmerksamem Fahrer gewesen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.03.19 19:54 durch Hotohori.

  6. Re: Und bevor wieder "jedem vom uns" dieser Unfall hätte passieren können

    Autor: XunilUtnubu 07.03.19 - 08:58

    Also wenn ich in einem "autonomen" Auto sitze, aber das ganze Geschehen genau gleich beobachten muss als ob ich selbst fahren würde und auch noch die volle Verantwortung tragen muss, dann fahre ich ja wirklich lieber gleich noch selber! Im Dauerüberwachungs- und Bereitschaftsmodus für ein allfälliges Eingreifen zu sein, halte ich für anstrengender, als komplett selber fahren.

  7. Re: Und bevor wieder "jedem vom uns" dieser Unfall hätte passieren können

    Autor: ChrisE 07.03.19 - 09:05

    Die Testfahrerin war aber kein Fahrgast, sie war eine Testfahrerin! Das autonome Fahren ist noch in der Entwicklung. Entsprechend gibt es Testfahrer die aufpassen müssen.

    Nicht bei jeder Erfindung war der erste Prototyp das fertige Serienprodukt.

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