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Erfahrungsbericht meinerseits

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  1. Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: Vinnie 23.03.18 - 08:45

    Ich fahre viel PKW, Rad und als Fussgaenger und kann nur meine Erfahrungen im Strassenverkehr ausschildern und deren Verhaeltnis zu dem Fall.

    Ausserdem moechte ich betonen, ein Video sieht sehr vieles nicht was das menschliche Auge schon erfasst! Ich habe eine sehr teure Kamera die sehr gute ISO Werte und Aufloesung sowie Schaerfe erreicht! Ausstattung kostet ueber 30.000EUR.

    Aber wenn es dunkel ist und in der Ferne ein Fahrrad ist sieht mein menschliches Auge ab und zu leichte Reflektionen und sehr schwaches Aufleuchten wo eine Kamera das absolut gar nicht erfassen kann. Es seie denn die Oeffungszeit waere 10 Sekunden oder so. Aber in standard 0,1 Sekunden oder geringeren Verschlusszeiten damit man ein 10Hz Video bekommt bzw. 0.03 Sekunden um 30 Hz Videos zu bekommen wird keine Kamera registrieren was das menschliche Auge schafft.

    Daher ist die Veroeffentlichung der Kamera im Internet weniger Aussagekraeftig. Man muss auch die Sensorik der anderen Optionen: Infrarot, Radar, usw. kennen. Denn eine Kamera kann ganz klar nicht erfasen wie ein Auge.

    Vielleicht wenn die Kameras der NASA von 1 Million EUR pro Stueck im PKW installieren geht das. Eine Hasselblatt vielleicht koennte es gehen, die kostet aber schon 45.000EUR ohne Linsen und glaube daher preislich wird man sowas nicht im PKW einbauen.

    Die lange Geschichte um erst mal klarzustellen die Videoaufnahmen in Youtube sind fuer mich nicht Aussagekraeftig ob der Unfall zu vermeiden waere. Ich glaube nicht, dass ich diese Dame uebersehen haette. Vielleicht die Dame schon aber nicht ihr Fahrrad.

    Desweiteren moechte ich Stellung beziehen auf die Aussage eines Vorredners man koenne nicht wissen ob das was der Sensor Infrarot sieht die Fahrbahnlinie ueberquert.

    Frage dazu: Und beim Zebrastreifen? Kinderwagen?.. Sehr wohl muss man programmieren fuer den Fall!


    Nun, die Schuldfrage ist ebenso eine komplizierte. Klar ist wer im Dunkeln die Strasse ueberquert sollte nichts schwarzes tragen! Alle Kleider unsere Kinder ist mit Reflektorstoffen ausgestattet und ich selber habe immer etwas was reflektiert. Das ist die eine Sache.

    Die andere Sache solche Strassen wie diese ueberquere auch ich. Beim Ueberqueren, und so haben wir auch unsere Kinder gelernt, bleibst du staendig non stop links und rechts gucken! Die Frau haette eigentlich aus der Ferne schon entscheiden koennen und muessen: da kommt ein PKW warten bis es vorbei ist aber spaetestens halbwegs der Strasse doch das PKW kommen sehen.

    Es liegt also eindeutig ein Grundfehler im Verhalten der Fussgaengerin vor!

    Waere der Unfall vermeidbar. Ja aus meiner Sicht schon! Zumindest mit Infrarot haette der Sensor detektieren muessen von links nach rechts ist eine Bewegung. Infrarot wuerde das Fahrrad nachts eindeutig als kuehler als ein Mensch erkennen und somit waere der Mensch als Mensch eindeutig identifizierbar gewesen. Nun, dort war kein Zebrastreifen aber haette da sein koennen! Darauf haette man eindeutig programmieren muessen.

    Im Grunde nehme ich also an das Verhalten der Frau war falsch und hat den Unfall ausgeloest aber es gibt auch noch Ruecksichtsvolles und Vorausschauendes Fahren!

    Muesste ich jedes Mal wo ich Vorfahrt habe und andere gegen die Gesetze im Strassenverkehr verstossen einfach sagen: Naja die andere Person darf das nicht, es ist mein Recht also nimm ich das, dann gaebe es taeglich einen Unfall da mindestens 50% der Menschen hier in Europa mittlerweile zur "Nach mir die Sintflut" Fraktion gehoeren.

    Es gibt alle 100-200 Meter mindestens eine Person die gegen die Gesetze verstosst und mindestens alle 20-30km wo ich sehe nur weil ein anderer PKW Fahrer aufpasst kommt es nicht zum Unfall. Bei uns im Dorf kommen Menschen mit 60-70kmh aus der 30er rausgefahren. Rein theoretisch haetten die gar nicht so schnell da sein koennen wo ich losfahre. Aber ich weiss es, ich sehe die Menschen halten sich nicht an die Regeln also passe ich mich an. Ich warte dann bis die Raser (bei uns hier gefuehlte 90% lokal die zur Rasergruppe gehoeren) vorbei sind und dann erst fahre ich los. Obwohl eigentlich haette ich Zeit genug da die gar nicht mit 60-70kmh angefahren duerfen!

    D.h. auch wenn diese Frau die Strasse so gar nicht haette ueberqueren duerfen, das wuerde ich als Fahrer erkennen! Ich wuerde mit Gewissheit irgendein aufleuchten einer Reflektion am Lenkrad gesehen haben und reagiert haben.

    Ja davon bin ich ueberzeugt!

    Noch vorige Woche auf der Vorfahrtsstrasse zwischen 2 Doerfer fahre ich 70kmh exakt wo 70kmh erlaubt ist. Von linsk aus Richtung der Autobahn kommt ein PKW. Ich sehe schon an das VErhalten, Bremsweg, usw. der hat mich uebersehen und wird NICHT halten! Ich bremse also schon mal fuersorglich weil ich einfach erkenne: der Fahrer hat mich nicht gesehen! und jawohl, er fehrt. Selber sieht er den Fehler und macht dann den 2ten Fehler, statt dann schnell zu beschleunigen bremst er auch noch total und bleibt Stillstehen mitten auf der Kreuzung! D.h. so oder so waere ich reingefahren.

    Aber da ich es rechtzeitig erkannt habe konnte ich 10-15m vor seinem PKW halten wodurch dieser armer Mensch der sich nicht an die Gesetze haelt und eigentlich gar kein Fuehrerschein haben soll gottseidank nicht von mir Totgefahren wurde. Denn mit 70kmh seitlich.. also das sind etwa 2000kg die seitlich mit 70kmh reinhauen. Ich bin mir nicht sicher ob wir beiden das ueberlebt haetten.

    Und so habe ich selber einige Efahrungen gemacht in den 1.000.000+ km die ich im Leben gefahren bin, wo ja ich haette Recht gehabt und ja ich war auf der vorfahrtsstrasse und ja ich waere nich Schuld gewesen, aber dennoch ich konnte es als Fahrer erkennen und abwenden.

    Und meiner Meinung nach ist das der Grund warum wir relativ wenig Unfaelle haben! Denn nicht nur ich, sondern ich achte immer 100% was um mich herum passiert auf der Strasse und sehe offensichtlich sogar noch mehr als die Polizei und stelle fest wie oft PKW fahrer, Radfahrer, usw. nicht nur Fehler machen sondern sogar damit Unfaelle eigentlich provozieren und nur weil die andere Menschen aufpassen wird der Unfall abgewendet!

    Und dieses Angemessen, Vorausschauend, Erwartend, Einschaetzend fahren das sehe ich die autonomen PKW noch nicht machen. Die halten sich ganz strikt an die Regeln und Vorschriften aber so funktioniert das im Verkehr leider nicht da wie gesagt mindestens 50% der Teilnehmer im Verkehr 0 Interessen haben an die Regeln zu halten!

    Ich wuerde gerne mal wissen wieviel % der Bevoelkerung genau wie ich in ueber 50 Laender weltweit schon 1.000.000km gefahren sind mit 0 Bussgelder und Knoellchen weil sie genau wie ich immer 100% an die Regeln halten. Ich koennte mir vorstellen dieser Prozentsatz liege im einstelligen Bereich!

    D.h. man muss bei autonomen PKW unlogica und nicht einhalten der Gesetze einprogrammieren. Irrationales Verhalten oder sogar absichtlich gegen die Verkehrsregeln verstossen durch andere Verkehrsteilnehmer muss einprogrammiert werden.

    Wie auch in diesem Fall mit der Frau und das Fahrrad. Wie gesagt, ich bin mir 100% sicher ich haette irgendwelche Reflektionen schon vorher gesehen vom Fahrrad und mein Fahrstil ist immer so: Unbekannt? runter vom Gas, Tempo verlangsamen und 200% Konzentration und Fuss schon mal auf die Bremse!

    Aber zu fast 100% der Unfaelle stelle ich leider immer nur fest: wuerden die Menschen mit Hirn und Toleranz statt mit Hass und Agression fahren haette es den Unfall nie gegeben.

    Darauf muss man die autonomen Fahrzeuge programmieren. Die meisten Menschen halten sich nicht an die Regeln. Ist leider so.

    Und dank weit verbreiteter Abwesendheit der Polizei die heute gefuehlsmaessig nicht mehr existent ist wirds auch nicht besser.

  2. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: divStar 23.03.18 - 09:12

    Besonders der letzte Absatz trifft voll zu. Blinken ist bei Autos heutzutage optional und Fahrradfahrer brauchen nachts kein Licht vorn und hinten und auch keine Reflektoren an den Speichen. Weil denen, die da fahren, ist es quasi egal und der Polizei ganz offensichtlich ebenfalls. Ist ein Wunder, dass wir überhaupt eine Exekutive haben, denn im Stadtverkehr merke ich davon quasi nichts.

  3. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: Aluz 23.03.18 - 10:50

    Vinnie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Und dieses Angemessen, Vorausschauend, Erwartend, Einschaetzend fahren das
    > sehe ich die autonomen PKW noch nicht machen. Die halten sich ganz strikt
    > an die Regeln und Vorschriften aber so funktioniert das im Verkehr leider
    > nicht da wie gesagt mindestens 50% der Teilnehmer im Verkehr 0 Interessen
    > haben an die Regeln zu halten!

    Deine These ist widerlegt mit dem Fakt, dass autonome Fahrzeuge schon jetzt durchschnittlich in deutlich weniger Unfaelle pro Kilometer verwickelt sind als manuell gesteuerte.
    Die halten sich eben nicht nur an die Regeln sondern fahren vorrausschauend, ansonsten koennte man sie absolut ueberhaupt gar nicht auf die Strasse lassen. Ich stimme dir zu, das ist wie ein Jungle da draussen. Aber genau das beweisst schon, dass vorrausschauendes Fahren und sogar besseres Fahren bereits den autonomen Autos inne steckt.

    > sogar absichtlich gegen die Verkehrsregeln verstossen durch andere
    > Verkehrsteilnehmer muss einprogrammiert werden.

    Tatsaechlich ist das drin. Ich moechte hier darauf hinweisen, dass die Leute, die diese Systeme entwickeln auch einen Fuehrerschein haben und somit auch den Alltag im Strassenverkehr kennen. Das sind Menschen wie du und ich die sich ueber genau diese dinge eben Gedanken machen.

    > Wie gesagt, ich bin mir 100% sicher ich haette irgendwelche Reflektionen schon
    > vorher gesehen vom Fahrrad und mein Fahrstil ist immer so: Unbekannt? runter vom
    > Gas, Tempo verlangsamen und 200% Konzentration und Fuss schon mal auf die Bremse!

    Stimme zu, das ist das Kernproblem dieses Unfalls und das muss nun verbessert werden. Vorrausschauender fahren und eben sich auf solche Situationen schon vorbereiten mit den beschriebenen Schritten.


    Es ist wahr, dass die Technik hier ein Stueck weit versagt hat, und darum haben wir nun einen tragischen Todesfall zu beklagen, auch wenn die Radfahrerin sich ebenfalls nicht richtig verhalten hat.
    Was ich Problematisch finde ist, dass ein einziger Vorfall hier von so vielen hergenommen wird um zu wettern, dass die Technologie ja doch >ueberhaupt nichts< kann und auf >gar nichts< achtet. Das ist faktisch einfach nur eine Falschaussage.
    Wir haben es hier mit einem 1 in a million Bug zu tun, den es zu beheben gilt. Solche Falschaussagen aufgrund von uninformierten Meinungen zu machen ist hier nur hinderlich.

  4. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: bazoom 23.03.18 - 11:18

    Aluz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ist wahr, dass die Technik hier ein Stueck weit versagt hat, und darum
    > haben wir nun einen tragischen Todesfall zu beklagen, auc wenn die
    > Radfahrerin sich ebenfalls nicht richtig verhalten hat.

    Also die tecnhik hat hier nicht ein Stück weit versagt, das war ein absolutes Totalversagen. Ein Auto Bj. 70 hätte sich genau so verhalten.
    Das die Radfahererin sich nicht richtig verhalten hat, ist völlig egal in dem Moment.Das hätte genau so ei Kind oder was sein können. Und falls ein Zebrastreifen da gewesen wäre, hätte Sie sich nichtmal falsch verhalten und wäre trotzden tot.

    > Was ich Problematisch finde ist, dass ein einziger Vorfall hier von so
    > vielen hergenommen wird um zu wettern, dass die Technologie ja doch
    > >ueberhaupt nichts< kann und auf >gar nichts< achtet. Das ist faktisch
    > einfach nur eine Falschaussage.

    Nunja, in _diesem_ Fall ist diese Aussage faktisch 100% korrekt.
    Und das solch überflüssige Scheiße das vertrauen in die Technik nicht gerade verstärkt, liegt auf der Hand.

  5. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: gadthrawn 23.03.18 - 11:25

    Aluz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine These ist widerlegt mit dem Fakt, dass autonome Fahrzeuge schon jetzt
    > durchschnittlich in deutlich weniger Unfaelle pro Kilometer verwickelt sind
    > als manuell gesteuerte.

    Sorry, ab hier lese ich nicht weiter.

    1. Autonome Fahrzeuge werden aktuell immer noch überwacht (auch wenn es wie hier im Beispiel nicht klappt)
    2. Geben relativ häufig sobald es unübersichtlich wird an Fahrer ab
    3. sind Schönwetter und eingeschränkte Strassen.

    zu 2. Die meisten Unfälle passieren eben nicht auf der Autoobahn oder Landstrasse - da wo sie aktuell in D teilautonom "erprobt" werden. Sie passieren sobald es Verengungen gibt, an Autobahnbaustellen, Ausfahrten etc.pp. Autobahnausfahrten geben die Systeme von Mercedes, Tesla, ... an den Fahrer ab, da sie mit den Kurven wenig anfangen können.

    3. Fahrten autonomer werden in den Sonnenbereichen von Sonnenstaaten erprobt. Wenig Regen. Kein Schnee. Winter 2017 haben die ersten angekündigt, Schnee- und Regenversuche zu machen. Schon leichter Regen macht das Lidar fasst blind. Lauter Reflektionen und Brechungen. Das Radar ist meist sehr eng mittig auf Mittelstrecke 90-200m ausgelegt mit kleinem Öffnungswinkel. Stell es dir wie nachts eine stark gebündelte Taschenlampe vor, nur dass du nur das im Kegel überhaupt siehst.

    Daher sollte logisch sein, dass da wenig Unfälle in Bereichen passiert, in denen normalerweise unterdurchschnittlich viele Unfälle passieren - im Vergleich dazu dass du im Gegenzug alle Unfälle nimmst, vor allem die in kleineren Strassen in normalen Städten...

  6. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: plutoniumsulfat 25.03.18 - 00:12

    Aluz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vinnie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Und dieses Angemessen, Vorausschauend, Erwartend, Einschaetzend fahren
    > das
    > > sehe ich die autonomen PKW noch nicht machen. Die halten sich ganz
    > strikt
    > > an die Regeln und Vorschriften aber so funktioniert das im Verkehr
    > leider
    > > nicht da wie gesagt mindestens 50% der Teilnehmer im Verkehr 0
    > Interessen
    > > haben an die Regeln zu halten!
    >
    > Deine These ist widerlegt mit dem Fakt, dass autonome Fahrzeuge schon jetzt
    > durchschnittlich in deutlich weniger Unfaelle pro Kilometer verwickelt sind
    > als manuell gesteuerte.
    > Die halten sich eben nicht nur an die Regeln sondern fahren
    > vorrausschauend, ansonsten koennte man sie absolut ueberhaupt gar nicht auf
    > die Strasse lassen. Ich stimme dir zu, das ist wie ein Jungle da draussen.
    > Aber genau das beweisst schon, dass vorrausschauendes Fahren und sogar
    > besseres Fahren bereits den autonomen Autos inne steckt.

    Da ist nichts vorausschauend. Die können einfach schneller bremsen, weil der Reaktionsweg beinahe komplett wegfällt.

  7. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: treysis 26.03.18 - 00:16

    plutoniumsulfat schrieb:
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    > Aluz schrieb:
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    > > Vinnie schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
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    > >
    > > > Und dieses Angemessen, Vorausschauend, Erwartend, Einschaetzend fahren
    > > das
    > > > sehe ich die autonomen PKW noch nicht machen. Die halten sich ganz
    > > strikt
    > > > an die Regeln und Vorschriften aber so funktioniert das im Verkehr
    > > leider
    > > > nicht da wie gesagt mindestens 50% der Teilnehmer im Verkehr 0
    > > Interessen
    > > > haben an die Regeln zu halten!
    > >
    > > Deine These ist widerlegt mit dem Fakt, dass autonome Fahrzeuge schon
    > jetzt
    > > durchschnittlich in deutlich weniger Unfaelle pro Kilometer verwickelt
    > sind
    > > als manuell gesteuerte.
    > > Die halten sich eben nicht nur an die Regeln sondern fahren
    > > vorrausschauend, ansonsten koennte man sie absolut ueberhaupt gar nicht
    > auf
    > > die Strasse lassen. Ich stimme dir zu, das ist wie ein Jungle da
    > draussen.
    > > Aber genau das beweisst schon, dass vorrausschauendes Fahren und sogar
    > > besseres Fahren bereits den autonomen Autos inne steckt.
    >
    > Da ist nichts vorausschauend. Die können einfach schneller bremsen, weil
    > der Reaktionsweg beinahe komplett wegfällt.

    Die könnten schon auch vorausschauend fahren. Und sogar noch viel besser, weil alle Situationen gleichzeitig beobachtet werden können. Wenn man sieht, dass auf einmal viele Menschen relativ nahe an der Fahrbahn sind, dann könnte das System Geschwindigkeit rausnehmen, weil es weiß, dass es sonst nicht mehr rechtzeitig bremsen kann. Man müsste streng genommen sogar einen Kompromiss finden, wie langsam das Auto fahren darf. Wenn es nämlich so stark abbremst, dass eine Kollision in jedem Fall verhinderbar ist, dann würde das Auto an manchen Stellen komplett stehenbleiben müssen.

  8. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: plutoniumsulfat 26.03.18 - 00:41

    Ja gut, das würde funktionieren, erfordert aber auch gänzlich neue Konzepte im Straßenverkehr.

  9. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: gadthrawn 29.03.18 - 08:17

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da ist nichts vorausschauend. Die können einfach schneller bremsen, weil
    > der Reaktionsweg beinahe komplett wegfällt.

    Dafür haben sie aufgrund der sehr eingeschränkten "Sicht" deutlich weniger Zeit eine Situation zu erkennen - und müssen um eine Bewegung erkennen zu kennen Eben das Objekt auch einige Zeit beobachten... Das frisst mehr Zeit wie durch den Reaktionsweg wegfällt.

    Selbst das für ACC genutzte Radar nutzt maximal 200 Meter mit einem 5-10° Winkel...
    Lidar ist , wenn es wie in diesem Fall als 360° Lösung gedacht ist) häufig unter 40 Metern (und übrigens immer noch sehr Wetterabhängig und nicht witterungsbeständig). Oder eben mit Einschränkungen der Winkel maximal bis 200 m.

    Bei normalen Wetter gehst du von einer menschlichen Sichtweite von 5 km aus (An Aussichtspunkten über Erdkrümmung deutlich weiter bei sehr klarem Wetter bis 100km, bei Piloten gehst du von 350 km Sichtweite aus...).. Erst bei dichtem Nebel bist du bei 100 Metern und siehst damit immer noch weiter wie ein Rundum LIDAR.

    Also bitte: bei den meisten Situationen erkennst du ein Objekt deutlich vor den technischen Assistenten. Der kann schneller reagieren, wenn plötzlich etwas vor dir auftaucht (oder wie in diesem Fall gar nicht). Nur siehst du eben vieles z.b. auch durch Scheiben, was der gar nicht erkennt.

    Die Frau hat etwa 11 Meter vor dem Aufprall auf der Strasse zurückgelegt. Bei 2 km/h sind das 18 Sekunden in denen du sie hättest sehen können. Umgerechnet legst du bei (den dort erlaubten) 56 kmh pro Sekunde 15,5 Meter zurück. Das heißt: sie ist etwa zu dem Zeitpunkt auf die Strasse getreten, als du 280 Meter weg warst. Auch noch in der Nachtsichtweite einer beleuchteten Strasse. Ab da hättest du sie wahrscheinlich gesehen. Jetzt vergehen lumpige 15 Sekunden in der du sie siehst. Und dann erst hat das LIDAR eine Chance sie auf seiner maximalen Reichweite zu erkennen. Tja. jetzt hat das LIDAR noch maximal 3 Sekunden Zeit mehrere Messungen zu machen in denen deutlich werden muss, in welche Richtung sich das Objekt bewegt.

  10. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: treysis 29.03.18 - 08:37

    Kleine Korrektur: dort waren 72 kmh erlaubt (45 mph).

  11. Re: Erfahrungsbericht meinerseits

    Autor: plutoniumsulfat 29.03.18 - 19:08

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plutoniumsulfat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > und müssen um eine Bewegung erkennen zu
    > kennen Eben das Objekt auch einige Zeit beobachten...

    Also genau das, was ein Mensch auch macht.

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