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Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

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  1. Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: scrumdideldu 21.04.20 - 14:10

    Das sind doch jetzt echt nur Schutzbehauptungen. Wenn ich davon ausgehe dass der Mitarbeiter sich komplett legal verhält dann wird es zu keinen Strafzahlungen kommen. Wozu sollte ich also mit dem Mitarbeiter eine solche Vereinbarung überhaupt treffen?

    Aber Uber wird man vermutlich nicht nachweisen können dass sie wussten dass dies gestohlen ist und wenn die aus der Klausel rauskommen ok. Finde der Typ hat durchaus auch die drohenden 10 Jahre verdient. Wer bewusst Geschäftsgeheimnisse mitnimmt und diese wie es aussieht auch bei der direkten Konkurrenz einsetzt hat es wirklich nicht besser verdient.

  2. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: vvwolf 21.04.20 - 14:17

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind doch jetzt echt nur Schutzbehauptungen. Wenn ich davon ausgehe
    > dass der Mitarbeiter sich komplett legal verhält dann wird es zu keinen
    > Strafzahlungen kommen. Wozu sollte ich also mit dem Mitarbeiter eine solche
    > Vereinbarung überhaupt treffen?

    Es ging um Gerichtskosten.

    Tatsächlich kann man einem ehemaligen Mitarbeiter, der im Unfrieden gegangen ist, massiv
    schaden, indem man ihn spaßeshalber auf Schadenersatz verklagt. Selbst wenn man verliert ist der finanzielle Schaden unüberschaubar (USA, der Unterlegene muss nicht automatisch die Gerichts- und Anwaltskosten des Gegners übernehmen, und das verwinkelte Fallrecht erfordert oft mehrere Anwälte), und wenn man es geschickt anstellt, ist der Gute Ruf desjenigen danach auch in Scherben.

    Firmen, die eine eigene Rechtsabteilung haben, also mehrere Anwälte, die ohnehin da herumsitzen, kostet das dagegen wenig. Deswegen wird das auch häufiger gemacht, auch um Noch-Mitarbeiter vorm Wechsel abzuschrecken.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.04.20 14:18 durch vvwolf.

  3. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: Gaius Baltar 21.04.20 - 14:37

    Die USA haben auch ein komisch ausbalanciertes Rechtssystem. Für den Raub eines Stück Fleisches wurde jemand in Texas zu 50 Jahren verurteilt.

  4. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: EWCH 21.04.20 - 14:49

    > Die USA haben auch ein komisch ausbalanciertes Rechtssystem. Für den Raub
    > eines Stück Fleisches wurde jemand in Texas zu 50 Jahren verurteilt.

    Quelle ? Vielleicht war er schon mehrfach vorbestraft und die 50 Jahre waren zur Bewaehrung ausgesetzt ?

  5. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: vvwolf 21.04.20 - 14:50

    Gaius Baltar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die USA haben auch ein komisch ausbalanciertes Rechtssystem. Für den Raub
    > eines Stück Fleisches wurde jemand in Texas zu 50 Jahren verurteilt.

    Unter bestimmten Umständen und in bestimmten Bundesstaaten werden Strafen mit bestehenden Bewährungsstrafen aneinandergehängt, oder aus einer Tat werden mehrere Tatbestände, und die können dann noch bei geeigneter Vorgeschichte verdoppelt werden, oder wie bei Three-Strikes wird eine bestimmte Haftlänge zwingend. Ganz schlecht ist es, egal was man getan hat, eine Waffe dabei gehabt zu haben, oder etwas, was als solche interpretiert werden kann.

    In der Presse kommen allerdings meistens Horrormeldungen, während der Delinquent dann am Ende doch nur 12 Jahre absitzen muss, fast wie in Europa. Hängt aber vom Bundesstaat ab.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.04.20 15:03 durch vvwolf.

  6. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: vvwolf 21.04.20 - 14:54

    EWCH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Die USA haben auch ein komisch ausbalanciertes Rechtssystem. Für den
    > Raub
    > > eines Stück Fleisches wurde jemand in Texas zu 50 Jahren verurteilt.
    >
    > Quelle ? Vielleicht war er schon mehrfach vorbestraft und die 50 Jahre
    > waren zur Bewaehrung ausgesetzt ?

    Echt ulkig, wenn ich "50 years jail meat theft" eingebe, bekomme ich so viele Antworten.

  7. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: ibsi 21.04.20 - 15:03

    Ja, "ein Stück" war es nicht und das was er geklaut hat war wohl 1.2 Millionen Wert. Und es war auch nicht ein Diebstahl, sondern ging über Jahre. Aber hey, Fakten sind was für Kluge
    Hier, ich liefer sogar eine Quelle für den Mist:

    https://eu.usatoday.com/story/news/nation-now/2018/04/23/man-stole-million-dollars-fajitas-sentenced-50-years-prison/543055002/

  8. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: wupme 21.04.20 - 15:09

    vvwolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EWCH schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Die USA haben auch ein komisch ausbalanciertes Rechtssystem. Für den
    > > Raub
    > > > eines Stück Fleisches wurde jemand in Texas zu 50 Jahren verurteilt.
    > >
    > > Quelle ? Vielleicht war er schon mehrfach vorbestraft und die 50 Jahre
    > > waren zur Bewaehrung ausgesetzt ?
    >
    > Echt ulkig, wenn ich "50 years jail meat theft" eingebe, bekomme ich so
    > viele Antworten.

    Echt ulkig, derjenike der Bauptungen in die welt stellt ist noch immer dafür zuständig auch die Belege zu liefern. Nicht "Google halt mal danach dann findest du es"

  9. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: quineloe 21.04.20 - 16:48

    Gaius Baltar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die USA haben auch ein komisch ausbalanciertes Rechtssystem. Für den Raub
    > eines Stück Fleisches wurde jemand in Texas zu 50 Jahren verurteilt.

    Dein Post ist echt von vorne bis hinten Abfall. Allein schon, dass du es "Raub" nennst. Raub ist bei uns ein Verbrechen, mit Androhung von Gewalt oder tatsächlicher Anwendung von Gewalt, um an die Beute zu kommen. Da kann auch Sicherungsverwahrung verhängt werden. Soviel zum "Raub". Aber das ist hier nicht passiert.
    Es war aber auch kein reiner Diebstahl. Er hat das Fleisch ja nicht nur geklaut, er hat es im Namen der Firma bestellt und mit dem Geld der Firma bezahlt. Das ist dann schon Untreue (§266 StGB, bis zu 5 Jahre Haft) Und dann gestohlen, hat ja niemand vermisst. Das hat er dann weiterverkauft. Also von vorne bis hinten organisiertes Verbrechen. Bei uns würde der auch mehrere Jahre verschwinden.

    Das einzig absurde an der Geschichte ist, dass es durch Zufall aufgeflogen ist und nicht etwa, weil da ständig aus unbekannten Gründen Geld vom Firmenkonto runter ist und das niemand gemerkt hat.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  10. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: berritorre 21.04.20 - 19:01

    Stimmt, habe auch mal recherchiert. Aber auch wenn das ganze im grossen Stil und durchaus geplant war, finde ich 50 Jahre relativ heftig als Strafe. Wenn ich mir anschaue wo an anderer Stelle Geld veruntreut wird und in welchen Mengen...

    Aber gut. Spannend finde ich auch, was man nicht so alles über diese Leute mit einer kurzen Eingabe des Namens in Google herausfinden kann:

    https://www.texastribune.org/library/data/texas-prisons/inmates/gilberto-escamilla/1097088/

    Er würde also bis 2068 im Knast sitzen. Da wäre er dann fast 104 Jahre alt. Schon heftig.

  11. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: Trockenobst 22.04.20 - 06:23

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, "ein Stück" war es nicht und das was er geklaut hat war wohl 1.2
    > Millionen Wert. Und es war auch nicht ein Diebstahl, sondern ging über
    > Jahre.

    Er nutzte staatliche Konten um sich Waren zu beschaffen, die er dann gewinnbringend verkaufte.
    Das dazu in Texas, dem Bundesstaat wo man für jeden Kack lange als Produkt in das kommerziellste Gefängnissystem der USA gebracht wird. Doppelt Banane in der Birne.

  12. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: Trockenobst 22.04.20 - 13:21

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon heftig.

    Als Amerikaner kennst du das additive Rechtssystem.
    Da wird aus einer Tat (Untreue) wiederholte Untreue (1x pro Monat).
    Das wird dann mit 1 Jahr bestraft, weil man es 50x gemacht hat sind es
    dann 50 Jahre.

    Ich habe mal mit einem Ami über diese Ansicht gesprochen und der hat mich
    dann gefragt "Wenn jemand dreimal einen Banküberfall macht und beim dritten
    Mal gefasst wird, warum sollte er nur 1x sitzen? Drei Banküberfälle, drei mal sitzen".
    So bekommen Bankräuber auch gerne mal 10 Jahre und mehr.

    Es sind eben immer noch Cowboys, da drüben.

  13. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: quineloe 22.04.20 - 13:27

    Beim Amerikaner ist ja auch Vergeltung und Rache die Motivation hinter der Strafverfolgung. Das ist ein Niveau, mit dem man sich als nicht ganz so rückständige Gesellschaft nicht vergleichen sollte.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  14. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: 7of9 22.04.20 - 13:43

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Amerikaner ist ja auch Vergeltung und Rache die Motivation hinter der
    > Strafverfolgung. Das ist ein Niveau, mit dem man sich als nicht ganz so
    > rückständige Gesellschaft nicht vergleichen sollte.


    Oh, die Amis sind in vielen Bereichen fortschrittlicher als die Deutschen.

  15. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: quineloe 22.04.20 - 15:17

    Ach ja? Erzähl mal was.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  16. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: berritorre 22.04.20 - 17:37

    Es ist halt eine andere Philosofie. Dort geht es rein um Strafe. Wenn er wirklich bis zum Ende sitzt, dann ist bei dem Typen sowieso Hopfen und Malz verloren. Er wird dann sowieso im Gefängnis sterben.

    Aber sagen wir mal ein 18 Jähriger, der sagen wir mal wegen einem ähnlichen vergehen 30 Jahre in den Knast geht. Der kommt dann mit 48 raus, hat noch einige Jahre an Leben vor sich. Dass der schwierigkeiten haben wird, sich in die Gesellschaft wieder einzugliedern, das dürfte klar sein. Zum einen ist er als sehr junger Mensch mit wenig Lebenserfahrung in den Knast gekommen. Ihm fehlen wichtige Lerneffekte. Zum anderen hat er 30 Jahre lang die Entwicklung der Gesellschaft nicht mitgemacht. Er wird also in eine komplett andere Welt entlassen, vor allem mit den technologischen Entwicklungen und der rasanten Geschwindigkeit in der sie heute passieren.

    In Deutschland denkt man halt schon von Anfang an darüber nach, wie man diese Menschen resozialisiert. Es hat ja keinem was gebracht, wenn die aus dem Knast kommen und gleich rückfällig werden. Dann hat man sie 20 Jahre eingesperrt und im Prinzip nichts erreicht, nur jede Menge Geld ausgegeben.

    Strafe/Rache allein löst das Problem nicht. Mag sich im Moment gut anfühlen, aber verschiebt die Probleme nur auf später. Und ja, ich bin auch der Meinung, dass Strafe sein muss. Das gehört zum Lernprozess. Allerdings glaube ich nicht, dass 50 Jahre Knast wesentlich mehr abschrecken als 10 Jahre. Dein Leben ist nach 10 Jahren schon komplett anders. Du muss wieder neu anfangen. Aber immerhin hat er dann noch eine Chance etwas anders zu machen. Nach 50 Jahren kannst du dich eigentlich auch schon fast gleich wegräumen. Tun viele ja auch. Oder stellen wieder was an, um direkt zurück in den Knast zu kommen, wo sie sich auskennen.

  17. Re: Und wieso dann eine Vereinbarung zur Übernahme von Strafen?

    Autor: Trockenobst 23.04.20 - 01:04

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dort geht es rein um Strafe.

    Schon lange nicht mehr.

    Wer genau in den industriellen Knastkomplex der USA schaut, wird erstaunt feststellen das sehr viele Knäste die einzigen Arbeitsplatzgaranten in einer Region darstellen. Da gibt es dann einen erstaunlichen Fall, wo ein Knast immer exakt die genaue Anzahl von Gefangenen hatte wie erlaubt sind. Wo kommen denn die ganzen Straftäter her?

    Und dann gibt es unheilige Verknüpfungen mit Sheriffs, Staatsanwälten, wo man praktisch einen Anruf kriegt "Erzeuge eine Situation wo jemand Mist baut" und schon greifst du einen Cop an weil du dich falsch behandelst fühlst und kriegst im Schnellverfahren sechs Monate.

    Recht und Ordnung sind bestenfalls schöne Worte in den USA. Das Rechtssystem ist praktisch ständig im Herzinfarkt und was zählt ist, dass die Maschine rollt. Wenn dann Staaten wie NY etwa beschließen, das 50% der nicht gewaltätigen Kleinstverbrecher nicht mehr in den Knast kommen, ist eine Breite Front von Polizei bis zum Gefängniswärter dagegen. Natürlich. Wenn die Arbeit nicht mehr gibt, ist die Kleinstadt tot. Also: los, schafft mehr ""Kriminelle"" her!

    Deswegen sind auch so viele Staaten wehement gegen Drogenfreigabe. Es gibt Knäste, da sind Dummkriminelle und Drogentäter 70% der Kundschaft. Das ist absolut Pervers was da geht.

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