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Bandbreite > LTE

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  1. Bandbreite > LTE

    Autor: mainframe 13.01.17 - 12:33

    >Allein für die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander würden Bandbreiten >gebraucht, die bisher nicht einmal LTE biete.

    Was soll denn da alles übertragen werden? Live Kamera Aufnahme mit 30 Bildern pro Sekunde?

    Normalerweise läuft die Kommunikation doch im Telegrammstil im Baud Bereich ab !?

  2. Re: Bandbreite > LTE

    Autor: timo.w.strauss 13.01.17 - 12:41

    Ich denke schon, das hier viel Übertragen wird, die Strecke, die voraussichtlichen Zeitpunkte für die Streckenbelegung, Wo, wann, wer ist, Anschlusszüge die in Frage kommen, Prio Kennung und was es zum Essen gibt.

    Es wird halt mehr übertragen, als notwendig wäre

  3. Re: Bandbreite > LTE

    Autor: Mingfu 13.01.17 - 12:53

    timo.w.strauss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke schon, das hier viel Übertragen wird, die Strecke, die
    > voraussichtlichen Zeitpunkte für die Streckenbelegung, Wo, wann, wer ist

    Das ist alles Quatsch, weil das Sache der Leittechnik ist, die extern die Infrastruktur steuert. Das müssen die Züge gar nicht selbst steuern (genausowenig, wie im Artikel genannt wird, dass sie untereinander Prioritäten festlegen müssten bzw. sich die Weichen passend stellen). Ein Zug ist kein Auto. Da ist vorher bekannt, welcher Zug wann von wo nach wo fahren soll. Der Fahrweg wird ihm dann entsprechend passend vorgegeben. Das einzige, was der Zug wissen muss, sind Geschwindigkeitsbeschränkungen bzw. Halte. Die werden ihm aber einfach durch die Balisen mitgeteilt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.17 12:53 durch Mingfu.

  4. Re: Bandbreite > LTE

    Autor: peh.guevara 13.01.17 - 13:18

    In der Theorie klappt dein Ansatz vielleicht. Aber wir wissen ja seit Jahren dass zwischen:
    a) "[...] ist vorher bekannt, welcher Zug wann von wo nach wo fahren soll." und
    b) "welcher Zug wirklich wann von wo nach wo real fährt"
    ein himmelweiter Unterschied ist. Sei es durch technische Störung, Nothalt, Verzögerungen beim Einsteigen etc.
    Daher müssen die Züge sehr wohl Prioritäten kennen und sich autonom selbst steuern. Denn es ist viel einfacher und vor allem viel Ausfallsicherer wenn jeder Zug nur mit den Zügen in seinem betreffenden Abschnitt kommuniziert und alles für sich selbst regelt (Weichen etc). Als wenn das ein externes zentrales System macht. Fällt das Zentrale System aus, steht in der ganzen EU bestenfalls jeder Zug. Andernfalls fällt max. ein Abschnitt oder Zug aus.

  5. Re: Bandbreite > LTE

    Autor: Mingfu 13.01.17 - 13:31

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In der Theorie klappt dein Ansatz vielleicht. Aber wir wissen ja seit
    > Jahren dass zwischen:
    > a) "[...] ist vorher bekannt, welcher Zug wann von wo nach wo fahren soll."
    > und
    > b) "welcher Zug wirklich wann von wo nach wo real fährt"
    > ein himmelweiter Unterschied ist. Sei es durch technische Störung, Nothalt,
    > Verzögerungen beim Einsteigen etc.

    Aber auch das ist alles dem Leitrechner bekannt, weil er weiß, wo der Zug derzeit ist und welche Abschnitte er belegt. Demzufolge kennt er auch die jeweilige Verspätung gegen den Fahrplan.

    > Daher müssen die Züge sehr wohl Prioritäten kennen und sich autonom selbst
    > steuern. Denn es ist viel einfacher und vor allem viel Ausfallsicherer wenn
    > jeder Zug nur mit den Zügen in seinem betreffenden Abschnitt kommuniziert
    > und alles für sich selbst regelt (Weichen etc).

    Im Gegenteil: Das ist durch die gegenseitige Abstimmung viel komplizierter. Zudem braucht dann jeder Zug detaillierte Pläne, mit denen er herausfinden kann, was überhaupt passende Gleise für ihn sind. Das muss er dann aber wieder mit anderen Zügen abstimmen, die vielleicht auch diese Gleise brauchen...

    > Fällt das Zentrale System aus, steht in der ganzen EU bestenfalls jeder Zug.
    > Andernfalls fällt max. ein Abschnitt oder Zug aus.

    Mal davon abgesehen, dass dafür entsprechende Redundanzen möglich sind, kann man es auch so aufbauen, wie die heutigen elektronischen Stellwerke aufgebaut sind: Es gibt mehrere Infrastrukturzentralen, die jeweils einen gewissen Bereich abdecken und in ihrem Bereich autonom arbeiten. Da muss man das Rad nicht neu erfinden, das ist bereits heute bewährte Technik.

  6. Re: Bandbreite > LTE

    Autor: Anonymer Nutzer 13.01.17 - 16:20

    mainframe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Allein für die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander würden
    > Bandbreiten >gebraucht, die bisher nicht einmal LTE biete.
    >
    > Was soll denn da alles übertragen werden? Live Kamera Aufnahme mit 30
    > Bildern pro Sekunde?
    >
    > Normalerweise läuft die Kommunikation doch im Telegrammstil im Baud Bereich
    > ab !?
    Erschließt sich mir auch nicht ganz was da dermaßen bandbreite fressen soll.

    Ich kann mir auch ehrlich gesagt nicht vorstellen das die Technik dazu fehlen soll vollautonom zu fahren auf der schiene.
    Größtes problem dürfte die sensorik sein. Sensoren die wie das menschliche auge soweit in die ferne schauen und dabei auch noch zuverlässig Hindernisse jeglicher art, bei fast jedem wetter, erkennen können(wenn auch meist dennoch viel zu spät um einen zwischenfall völlig zu verhindern), dürften noch eine weile brauchen bzw. falls es sie schon gibt, dann möglicherweise so teuer sein das aktuell die Ressource Mensch noch billiger ist.

    Ubahnen haben halt den vorteil das sie praktisch geschlossene systeme sind wo kaum etwas die gleise versperren kann. (Die zugspringer lassen wir mal aussen vor, denen ist eh kein kraut gewachsen, egal ob Mensch oder Maschine)

    Man könnte nun anfangen das gleisnetz ähnlich der autobahnen einzuzäunen...dürfte aber nicht ganz billig werden die sache.

  7. Re: Bandbreite > LTE

    Autor: brotiger 14.01.17 - 18:05

    Da hat sich der Autor aufs Glatteis führen lassen und einfach übernommen, was ihm die Bahn diktiert hat. Weder benötigt man irgendwelche LTE-Bandbreiten, noch können Züge bei ETCS direkt untereinander irgendwelche Prioritäten aushandeln oder gar selbst Weichen stellen. Bahnverkehr ist wie Flugverkehr, das Fahrzeug selbst hat keine Intelligenz, alles steckt im Netz und den Streckenzentralen. Eigentlich will man überhaupt keinen Mobilfunk, sondern Kabelschleifen im Gleis wie bei LZB, denn Mobilfunk kann leicht gestört werden, Kabel eher nicht.

    Warum die Bahn sowas dann behauptet? Weil die Politiker einfach nur glauben müssen, dass das alles extrem komplex ist, und Politiker fahren meist eh nicht mit der Bahn, sondern mit dem Auto, und irgendjemand hatte nützlicherweise schon die Assoziation "Wir brauchen 5G-Netze für Autonomes Fahren bei Autos" in die Köpfe der Leute gesetzt. Die Bahn kann nun also den notwendigen Ausbau von ZWEI Netzen (ein Mal Schiene und einmal GSM-R) in Rechnung stellen und freut sich über das Geld.

  8. Re: Bandbreite > LTE

    Autor: plutoniumsulfat 14.01.17 - 18:42

    Sie könnten und genau das wird ja im Artikel geklärt, den du anscheinend nicht ganz gelesen hast.

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