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Warum betrachtet niemand E-Fuels?

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  1. Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: David64Bit 15.07.19 - 15:10

    Die einfachste Antwort wäre wohl: Die Ölscheichs wollen ihr Öl noch los werden, bevor es kracht.

    Aber E-Fuels sind "perfekt" für die Übergangszeit und auch größer Gedacht...mit denen bekommt man Flugzeuge und Schiffe auf einen Schlag Klima neutral, bis alles umgestellt ist. Auch wenn sie weitaus weniger Effizient sind - wenn es am Ende nicht wirklich merklich teurer ist und dafür aber deutlich mehr als nur ein paar Autos Klimaneutral werden, darf das nicht im Weg stehen. Dann kostet der Sprit halt 2 Euro pro Liter. (Die Italiener kommen damit übrigens scheinbar relativ gut klar)

    Climeworks und auch z.B. Prof. Klaus Lackner haben da nicht nur funktionierende Protoypen gebaut, Climeworks hat inzwischen sogar Anlagen im Angebot, die Co2 zu wirklich guten Preisen aus der Luft filtern - und auch in den Massen, die "reichen".
    Nimmt man mal an, man baut etwas ähnliches wie Desertec wirklich, baut aber statt Stromleitungen die E-Fuel Anlagen an, bekommt man jedes Fahrzeug der Welt von jetzt auf Nachher Co2 Neutral. E-Fuel kann nach diversen Hochrechnungen nur für einen kleinen Bruchteil mehr, als normales Rohöl produziert werden. Und ist Ersatz für alles - Benzin, Diesel, Schweröl und vor allem sogar auch Kerosin, denn die Produktionsschritte nach dem der Rohstoff produziert ist, ist der gleiche wie bei normalem Rohöl.

    Afrikaner und Inder wollen auch Auto fahren, die können sich aber keine 40 oder 50k Euro E-Autos leisten. Da sind 10k Euro für einen Dacia schon viel und bis Elektroautos in die Sphären kommen, wirds noch sehr lange dauern. Und dann ist es zu spät...wir brauchen JETZT Lösungen...und nicht für in 20 Jahren, bis E-Autos und reine Wasserstoffautos sich wirklich durchgesetzt haben.

  2. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: marcometer 15.07.19 - 15:11

    3-2-1... "es soll bitte alles so bleiben wie es ist, also erfindet bitte irgendwas, womit sich nichts verändern wird"

  3. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: David64Bit 15.07.19 - 15:16

    Hast du das jetzt als "Botschaft" meines Posts aufgefasst...?
    Die andere Antwort auf meine Frage wäre dann wohl: "Weil manche einfach völlig beschränkte Weltansichten haben"

  4. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: DX12forWin311 15.07.19 - 15:16

    Autos mit E-Fuels haben einen Wirkungsgrad von etwa 0,2. Elektroautos von etwa 0,9. (mit Infrastruktur) Damit müsstest du 4,5 mal so viel pro Kilometer zahlen wie bei einem Elektroauto.

    Das wären für 100km statt 4,5¤ (Elektroauto) etwa 20¤.

  5. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: Allandor 15.07.19 - 15:22

    DX12forWin311 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Autos mit E-Fuels haben einen Wirkungsgrad von etwa 0,2. Elektroautos von
    > etwa 0,9. (mit Infrastruktur) Damit müsstest du 4,5 mal so viel pro
    > Kilometer zahlen wie bei einem Elektroauto.
    >
    > Das wären für 100km statt 4,5¤ (Elektroauto) etwa 20¤.

    bitte auch bei dem Wirkungsgrad den Verlust durch das Laden etc einrechnen. 0,9 sind absolut utopisch. Schon durch die Leistungen geht ne Menge bis zu deinem Anschluss verloren. Was man natürlich vernachlässigen kann (bis zu einem bestimmten Grad) solange es sich um regenerative Energien handelt. Aber 0,9 ist schlicht falsch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 15:22 durch Allandor.

  6. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: David64Bit 15.07.19 - 15:29

    Was hat der Wirkungsgrad denn damit zu tun?

    Climeworks und Carbon Engineering in Clagary haben den Preis pro Tonne CO2 aus der Luft inzwischen auf unter 100 Dollar pro Tonne gedrückt. Die Studie für den Bundestag letztes Jahr ist bei 2 Euro pro Liter für das E-Fuel gelandet - mit ca. 200 Dollar pro Tonne CO2 und Produktion in Deutschland.

    Die DENA Studie kommt auf ca. 80 Cent pro Liter - mit eben den Faktoren gerechnet. Die DENA Studie rechnet sogar noch weiter: Was passiert, wenn man die E-Fuels jetzt in Kraftwerken verheizt und das CO2 was dabei entsteht, nicht mehr in die Umwelt absetzt, sondern Speichert - die Klimablianz wird plötzlich negativ. Und dann ist es völlig Egal ob der Wirkungsgrad 0,2 oder 0,9 ist.

    Das Auto ist und bleibt nur Nebenspieler - aber eins was das ganze Image transportiert. Und alles auf Batterie/Wasserstoff umstellen wird in den nächsten 50 Jahren schlicht unmöglich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 15:31 durch David64Bit.

  7. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: DeeMike 15.07.19 - 15:33

    Zusätzlich zur erwähnten miesen Effizienz kommt hinzu, dass e-Fuels eben auch lokal Schadstoffe ausstoßen. Ein Hauptgrund des Pushs zu Elektroautos kommt aber daher, dass Schadstoffgrenzwerte inStädten überschritten werden.

  8. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: David64Bit 15.07.19 - 15:37

    Ich bin eh der Meinung, dass die Art von Verkehr aus Städten verbannt gehört. Elektroautos verursachen nämlich auch genau den Schadstoff, der am gefährlichsten ist: Feinstaub.

    Daher ist das ein Argument, was so nicht zählt.

  9. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: DX12forWin311 15.07.19 - 15:41

    Allandor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DX12forWin311 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Autos mit E-Fuels haben einen Wirkungsgrad von etwa 0,2. Elektroautos
    > von
    > > etwa 0,9. (mit Infrastruktur) Damit müsstest du 4,5 mal so viel pro
    > > Kilometer zahlen wie bei einem Elektroauto.
    > >
    > > Das wären für 100km statt 4,5¤ (Elektroauto) etwa 20¤.
    >
    > bitte auch bei dem Wirkungsgrad den Verlust durch das Laden etc einrechnen.
    > 0,9 sind absolut utopisch. Schon durch die Leistungen geht ne Menge bis zu
    > deinem Anschluss verloren. Was man natürlich vernachlässigen kann (bis zu
    > einem bestimmten Grad) solange es sich um regenerative Energien handelt.
    > Aber 0,9 ist schlicht falsch.

    Ist es nicht, aktuelle Lithium Akkus erreichen einen Wirkungsgrad beim moderaten Laden und Entladen mit Gleichstrom von 98%, habe aber mal mit 95% gerechnet, weil man ja auch mal hart beschleunigen muss. https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-Ionen-Akkumulator#Eigenschaften
    Ein Elektromotor erreicht einen Wirkungsgrad von etwa 95%. Damit landet man bei etwa 90% insgesamt.
    Der Ottomotor hat schon nur 25% Wirkungsgrad. Zusätzlich hab ich mal mit 80% Wirkungsgrad bei der Herstellung und Transport des Kraftstoffs gerechnet. Das ist sehr optimistisch. Ansonsten greifen beide auf die gleiche Stromnetze zurück, daher hab ich das ignoriert.

    E-Fuels sind einfach nicht sinnvoll, wenn man nich unendlich Strom zur Verfügung hat. In Island oder der Sahara kann das anders aussehen. Da könnten bei Strompreisen von 8Cent/kwh die E-Fuels hierher gekarrt werden und mit Elektroautos konkurieren.

  10. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: David64Bit 15.07.19 - 15:51

    DX12forWin311 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist es nicht, aktuelle Lithium Akkus erreichen einen Wirkungsgrad beim
    > moderaten Laden und Entladen mit Gleichstrom von 98%, habe aber mal mit 95%
    > gerechnet, weil man ja auch mal hart beschleunigen muss.
    > de.wikipedia.org#Eigenschaften
    > Ein Elektromotor erreicht einen Wirkungsgrad von etwa 95%. Damit landet man
    > bei etwa 90% insgesamt.
    > Der Ottomotor hat schon nur 25% Wirkungsgrad. Zusätzlich hab ich mal mit
    > 80% Wirkungsgrad bei der Herstellung und Transport des Kraftstoffs
    > gerechnet. Das ist sehr optimistisch. Ansonsten greifen beide auf die
    > gleiche Stromnetze zurück, daher hab ich das ignoriert.

    Ottomotoren haben bis zu 40% Wirkungsgrad, Dieselmotoren inzwischen bis knapp 50%.
    Benutzt man für den Transport und eben auch die Herstellung aber auch E-Fuels bzw. nutzt die ganze Kette, ist der Wirkungsgrad auch wieder "unwichtig".

    > E-Fuels sind einfach nicht sinnvoll, wenn man nich unendlich Strom zur
    > Verfügung hat. In Island oder der Sahara kann das anders aussehen. Da
    > könnten bei Strompreisen von 8Cent/kwh die E-Fuels hierher gekarrt werden
    > und mit Elektroautos konkurieren.

    Und genau davon rede ich - natürlich geht das nicht, wenn die E-Fuels hier produziert werden (macht auch keinen Sinn, wir brauchen unsere Erneuerbaren Energien für Haushalte, Industrie und eben auch Elektroautos). Desertec war vom Prinzip eine gute Idee, ist aber aufgrund der Instabilität der Länder, wo man Stromleitungen durch führen müsste, wieder eine ziemlich schlechte Idee.

    Solar-Thermalkraftwerke sind nicht wirklich teuer, brauchen nicht wirklich viel Wartung und sind einfacher herzustellen als Solarzellen. Noch dazu sind die Flexibler, weil sie durch die Speicherung der Energie inzwischen bis zu 20h ohne Sonnenschein ausgleichen können.

    Produziert man also nun alles - vom E-Fuel Rohstoff, bis hin zu den Endprodukten, also Kerosin, Benzin, Diesel und auch "Schweröl" mit der Solarenergie, hat man die Kette klimaneutral gemacht, weil kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre gelangt.
    Das wird am Anfang sicherlich etwas teurer sein als ein E-Auto, aber mit einem E-Auto bekommt man kein Flugzeug oder Schiff Klimaneutral, geschweige denn die Industrie.
    Noch dazu ist das nicht Länderspezifisch - den Sprit kann man auch in den USA oder in Russland verkaufen (solange die beiden Clowns an der Spitze keinen Importstopp veranlassen) und die Länder sozusagen zumindest weiter in Richtung Klimaneutralität "schubsen".

    Bis sich E-Autos für alle ohne Enteignungen oder ähnlichem durchgesetzt haben wird es noch eine weile dauern - geschweige denn auf dem Rest der Welt.

  11. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: LASERwalker 15.07.19 - 15:58

    Elektroautos können fast immer mit dem Motor bremsen, ohne Verwendung der Bremsscheiben. Damit bleibt praktisch nur noch der Abrieb der Reifen.

    Ein Verbrennungsmotor erzeugt auch mit E-Fules Feinstaub, dazu noch Stickoxide. Ein Verbrenner wird nie weniger (oder gar gleichviel) Feinstaub emittieren wie ein Elektroauto.

  12. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: DeeMike 15.07.19 - 16:09

    David64Bit schrieb:

    > Ottomotoren haben bis zu 40% Wirkungsgrad, Dieselmotoren inzwischen bis
    > knapp 50%.

    Diese Aussage ist falsch und richtig. Richtig ist sie aber nur in Wirkungsgradoptimum, welches bei fast Volllast (starke Beschleunigung, starke Steigung oder fast Höchstgeschwindigkeit).

    Durchschnittlich ist der Wirkungsgrad beim Benziner um 15% und beim Diesel um 20%.

  13. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: MarcusK 15.07.19 - 16:19

    LASERwalker schrieb:
    > Ein Verbrennungsmotor erzeugt auch mit E-Fules Feinstaub, dazu noch
    > Stickoxide. Ein Verbrenner wird nie weniger (oder gar gleichviel) Feinstaub
    > emittieren wie ein Elektroauto.

    würde ich pauschal nicht sagen - auch wenn es logisch ist.

    Irgendwo stand mal, das aktuelle Auto mit Feinstaubfilter mehr aus der Luft filtern, als sie selber Emittieren. Also sogar einen negativen Ausstoß. Diesen kann dann geringer sein als bei einem e-Auto ohne Filter

  14. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: DX12forWin311 15.07.19 - 16:22

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DX12forWin311 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist es nicht, aktuelle Lithium Akkus erreichen einen Wirkungsgrad beim
    > > moderaten Laden und Entladen mit Gleichstrom von 98%, habe aber mal mit
    > 95%
    > > gerechnet, weil man ja auch mal hart beschleunigen muss.
    > > de.wikipedia.org#Eigenschaften
    > > Ein Elektromotor erreicht einen Wirkungsgrad von etwa 95%. Damit landet
    > man
    > > bei etwa 90% insgesamt.
    > > Der Ottomotor hat schon nur 25% Wirkungsgrad. Zusätzlich hab ich mal mit
    > > 80% Wirkungsgrad bei der Herstellung und Transport des Kraftstoffs
    > > gerechnet. Das ist sehr optimistisch. Ansonsten greifen beide auf die
    > > gleiche Stromnetze zurück, daher hab ich das ignoriert.
    >
    > Ottomotoren haben bis zu 40% Wirkungsgrad, Dieselmotoren inzwischen bis
    > knapp 50%.
    Im Idealbetrieb. Bei 100km/h flach Geradeaus hast du aber einen Wirkungsgrad von 0,1. Das Auto hat nicht ohne Grund so viele Gänge.

    > Benutzt man für den Transport und eben auch die Herstellung aber auch
    > E-Fuels bzw. nutzt die ganze Kette, ist der Wirkungsgrad auch wieder
    > "unwichtig".
    Wäre er nur, wenn man unendlich viele Kraftwerke zur Verfügung hätte.
    >
    > > E-Fuels sind einfach nicht sinnvoll, wenn man nich unendlich Strom zur
    > > Verfügung hat. In Island oder der Sahara kann das anders aussehen. Da
    > > könnten bei Strompreisen von 8Cent/kwh die E-Fuels hierher gekarrt
    > werden
    > > und mit Elektroautos konkurieren.
    >
    > Und genau davon rede ich - natürlich geht das nicht, wenn die E-Fuels hier
    > produziert werden (macht auch keinen Sinn, wir brauchen unsere Erneuerbaren
    > Energien für Haushalte, Industrie und eben auch Elektroautos). Desertec war
    > vom Prinzip eine gute Idee, ist aber aufgrund der Instabilität der Länder,
    > wo man Stromleitungen durch führen müsste, wieder eine ziemlich schlechte
    > Idee.
    >
    > Solar-Thermalkraftwerke sind nicht wirklich teuer, brauchen nicht wirklich
    > viel Wartung und sind einfacher herzustellen als Solarzellen. Noch dazu
    > sind die Flexibler, weil sie durch die Speicherung der Energie inzwischen
    > bis zu 20h ohne Sonnenschein ausgleichen können.
    Ich bin absolut dafür, die Teile da hinzusetzen. Die ganze Sahara sollten wir zupflastern und Marokko ist auch relativ sicher, da kann man ja mal anfangen. Aber mit E-Fuels haut man extrem viel Energie für nichts raus. Man muss also schauen, was effizient ist.
    >
    > Produziert man also nun alles - vom E-Fuel Rohstoff, bis hin zu den
    > Endprodukten, also Kerosin, Benzin, Diesel und auch "Schweröl" mit der
    > Solarenergie, hat man die Kette klimaneutral gemacht, weil kein
    > zusätzliches CO2 in die Atmosphäre gelangt.
    > Das wird am Anfang sicherlich etwas teurer sein als ein E-Auto, aber mit
    > einem E-Auto bekommt man kein Flugzeug oder Schiff Klimaneutral, geschweige
    > denn die Industrie.
    > Noch dazu ist das nicht Länderspezifisch - den Sprit kann man auch in den
    > USA oder in Russland verkaufen (solange die beiden Clowns an der Spitze
    > keinen Importstopp veranlassen) und die Länder sozusagen zumindest weiter
    > in Richtung Klimaneutralität "schubsen".
    >
    > Bis sich E-Autos für alle ohne Enteignungen oder ähnlichem durchgesetzt
    > haben wird es noch eine weile dauern - geschweige denn auf dem Rest der
    > Welt.
    Ich glaube wir sind uns eigentlich einig. Elektroautos allein sind nicht der der heilige Gral, aber die sind halt von den derzeit verfügbaren Alternativen ökologisch am besten. Vor allem, wenn VW wirklich zum Ausgleich der Herstellung Bäume pflanzt. CO2 aus der Luft, öffentlicher Nahverkehr und PowerToX sind deswegen nicht vom Tisch.
    Ich hoffe ja auch wirklich mal auf eine Bundesregierung, die sich damit vernünftig auseinandersetzt und einen Plan macht, der über "die Wirtschafts wirds schon regeln" hinausgeht

  15. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: Allandor 15.07.19 - 16:24

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LASERwalker schrieb:
    > > Ein Verbrennungsmotor erzeugt auch mit E-Fules Feinstaub, dazu noch
    > > Stickoxide. Ein Verbrenner wird nie weniger (oder gar gleichviel)
    > Feinstaub
    > > emittieren wie ein Elektroauto.
    >
    > würde ich pauschal nicht sagen - auch wenn es logisch ist.
    >
    > Irgendwo stand mal, das aktuelle Auto mit Feinstaubfilter mehr aus der Luft
    > filtern, als sie selber Emittieren. Also sogar einen negativen Ausstoß.
    > Diesen kann dann geringer sein als bei einem e-Auto ohne Filter

    du vergisst allerdings zu erwähnen, das auch dieser "gesammelte" Feinstaub irgendwann noch mal "verbrannt wird". Das Auto hat dann zwar eine weile eventuell einen "Positiven" Ausstoß, aber früher oder später kommt der Punkt an dem Diesel/Bezin eingeleitet und gezündet wird. Die Filter sind eher dafür gedacht die Dauerbelastung unten zu halten.

  16. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: tovi 15.07.19 - 16:26

    David64Bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin eh der Meinung, dass die Art von Verkehr aus Städten verbannt
    > gehört. Elektroautos verursachen nämlich auch genau den Schadstoff, der am
    > gefährlichsten ist: Feinstaub.
    >
    > Daher ist das ein Argument, was so nicht zählt.

    Boah wieder einer der es nicht verstanden hat. Der Feinstaub der beim E-Auto immer wieder ins Feld geführt wird entsteht bei der Gewinnung der Rohstoffe für den Akku.
    Also NICHT in den Städten, es sei denn Du hast ne Kupfermine in der Stadt, da kann aber das E-Auto nix für.

    Feinstaub von E-Autos ist geringer als bei Verbrennern, weil keine Abgase vorhanden sind, und der Bremsstaub geringer ist wegen Rekuperation.
    Es bleibt Reifenabrieb, wie bei jedem anderen Auto auf Gummi/Kunststoffreifen.

    Zum Wirkungsgrad: Ist doch egal ob BEV einen Wirkungsgrad von 0.9 oder 0.8 haben. Er ist auf jeden Fall deutlich besser als 0.2 Faktor 4 ggü. E-Fuels

  17. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: -eichi- 15.07.19 - 17:52

    Zurück zum anfangspost:
    Ich versteh es auch nicht warum E-fuels nicht massiv ausgebaut werden
    Ich wäre bereit 2¤ oder so für den Liter zu zahlen.
    Natürlich ist das irgendwo nur eine Übergangslösung , aber da wir schnelle lösungen brauchen eine meiner Meinung nach gute Überganslösung.
    Man bracht sich ja nur mal überlegen wie lage es dauert bis in DE alle PKWs Akku oder Wasserstofffahrzeuge sind.
    wir haben 47 000 000 Autos in DE
    Wir hatten 2018 ca 3 500 000 Neuzulassungen

    Das heist wenn ab nur noch E-Autos gekauft werden dauert es fast 14 Jahre bis wir komplett auf E-autos sind
    Wir brauchen einfach eine Lösung für den Altbestand der Fahrzeuge

  18. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: David64Bit 15.07.19 - 18:45

    Dabei bleibt aber nur Asche übrig. Mit einer deutlich größeren PM.

  19. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: David64Bit 15.07.19 - 18:51

    Ganz genau. Das ist eben der Knackpunkt. Noch dazu haben wir ja haufenweise Infrastruktur um einen flüssigen Treibstoff nicht nur um die Welt zu transportieren, sondern auch durch Deutschland.

    Und wenn ich mich hier "auf dem Land" so um gucke, wie alt viele von den Autos sind (auch in meinem "Fuhrpark"), bin ich mir sogar recht sicher, dass es länger dauert als 14 Jahre.
    Und auch wenn die Masse sicherlich nicht so groß ist - ich würde meinen Oldtimer auch sehr gern "grün" fahren und wenn ich einfach den Treibstoff wechseln kann. Die 350.000 Oldtimer in Deutschland fahren sicherlich auch gern "grün" - ob das Benzin aus Rohöl oder einem künstlichen Chemiemix besteht ist völlig egal. Das gleiche gilt ja auch für die vielen Rennserien, die vielen Kleinflugzeuge und so weiter...allein in Deutschland sind das sicherlich einige Tonnen CO2 die man nur in diesem kleinen Kreis "einsparen" kann.

    Und ich wäre auch Bereit 2 Euro für den Sprit zu zahlen. Das tut dann zwar hin und wieder wirklich weh, hätte aber wahrscheinlich auch den positiven Effekt, dass Kinder mehr zur Schule laufen, anstatt von der rasenden Mama gebracht zu werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.19 18:52 durch David64Bit.

  20. Re: Warum betrachtet niemand E-Fuels?

    Autor: David64Bit 15.07.19 - 18:54

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Boah wieder einer der es nicht verstanden hat. Der Feinstaub der beim
    > E-Auto immer wieder ins Feld geführt wird entsteht bei der Gewinnung der
    > Rohstoffe für den Akku.
    > Also NICHT in den Städten, es sei denn Du hast ne Kupfermine in der Stadt,
    > da kann aber das E-Auto nix für.

    Du hast leider absolut gar nix verstanden und kannst auch über den Elektro-Teller nicht raus gucken.

    > Feinstaub von E-Autos ist geringer als bei Verbrennern, weil keine Abgase
    > vorhanden sind, und der Bremsstaub geringer ist wegen Rekuperation.
    > Es bleibt Reifenabrieb, wie bei jedem anderen Auto auf
    > Gummi/Kunststoffreifen.

    Nein - unter 50 km/h bremst auch jedes Elektroauto mit den normalen Bremsen (wenn auch mit unterschiedlicher Stärke). Das ist in Deutschland und diversen anderen Ländern sogar PFLICHT.

    > Zum Wirkungsgrad: Ist doch egal ob BEV einen Wirkungsgrad von 0.9 oder 0.8
    > haben. Er ist auf jeden Fall deutlich besser als 0.2 Faktor 4 ggü.
    > E-Fuels

    Nein - ist es nicht. Wenn dafür das ganze System völlig Ineffektiv ist, das man erst noch ausbauen muss und man u.U. sogar Enteignen muss, dann ist der Wirkungsgrad völlig irrelevant.

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