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Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

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  1. Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: samurai1226 27.04.21 - 08:46

    Wenn diese Firmen ihren kompletten Flotten + Anlieferungen per LKW auf Elektro umstellen wollen, hindert sie absolut niemand daran. Genauso sind die meisten Hersteller eh schon dran auf Elektroautos umzusteigen. Und wenn der Großteil der Kunden sich für Elektroautos gewinnen lässt, wird das Markt das schon regeln. Der Schrei nach einem Verbot von Verbrennern ohne überhaupt Alternativen wie E-Fuels überhaupt in Betracht zu ziehen zeugt für mich davon, dass man Angst hat dass Elektromobilität sich ohne Verbote nicht durchsetzen wird, weil für Käufer eben die Verbrennertechnologie auch ihre Vorteile hat.

  2. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: mj 27.04.21 - 08:51

    ist eben immer einfacher etwas zu verbieten als alternativen attraktiver zu machen, gerade wenn die alternativen unterlegen sind.

    ich fahr firmenwagen, selbst die 0,5% oder 0,25% Regelung macht ein E für mich nicht attraktiv genug.
    und dabei würde ich da massiv mehr geld auf dem konto haben

  3. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: samurai1226 27.04.21 - 08:57

    Diese Wunschvorstellung dass Elektromobilität langfristig günstiger ist, ist sowieso sehr engstirnig von manchen. Beim Benzin ist der Großteil der Kosten pro Liter die Abgaben an den Staat, wovon der neue CO²-Preis Anteil in den nächsten Jahren noch steigt. Der Traum vom günstigen E-Auto wird zusammenbrechen, sobald der Staat die fehlenden Einnahmen der KFZ Steuer und vom Benzin sich dann von den Elektrofahrern zurückholt. Oder glaubt wirklich jemand der Staat lässt diese entgehenden Milliardeneinnahmen einfach so wegfallen?
    Aktuell ist es eigentlich eine Frechheit, dass wer sich einen 2,5t Premium-Segment E-SUV leisten kann auf einige Jahre keinerlei Beiträge zum Erhalt und Ausbau der Straßen beisteuert.

  4. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: tritratrulala 27.04.21 - 09:15

    Naja, "der Markt" funktioniert nicht gut für die Regulierung in Hinblick auf Ökologie (und viele andere Dinge). Das ist eine idealisierte BWLer-Vorstellung, dass die Prozesse der Marktwirtschaft alle großen Probleme automatisch lösen.

  5. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: 486dx4-160 27.04.21 - 09:15

    samurai1226 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn diese Firmen ihren kompletten Flotten + Anlieferungen per LKW auf
    > Elektro umstellen wollen, hindert sie absolut niemand daran. Genauso sind
    > die meisten Hersteller eh schon dran auf Elektroautos umzusteigen. Und wenn
    > der Großteil der Kunden sich für Elektroautos gewinnen lässt, wird das
    > Markt das schon regeln. Der Schrei nach einem Verbot von Verbrennern ohne
    > überhaupt Alternativen wie E-Fuels überhaupt in Betracht zu ziehen zeugt
    > für mich davon, dass man Angst hat dass Elektromobilität sich ohne Verbote
    > nicht durchsetzen wird, weil für Käufer eben die Verbrennertechnologie auch
    > ihre Vorteile hat.

    Wie soll dass gehen, mit dem Markt? Es gibt Leute die können sich nicht nicht von heute auf morgen ein neues Auto leisten, sind aber darauf angewiesen.
    Würde man aufhören, den CO2-Preis künstlich niedrig zu halten wären die alle angeschmiert!

  6. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: HumanoGen 27.04.21 - 09:31

    Das ist ja gerade das Konzept. Alle Regulationen und Steuern auf Energie abschaffen und nur noch CO2 mit Abgaben belegen. In Solchem Maße, dass es sich mit den jetzigen Einnahmen deckt. Dann würden die Marktkräfte schon mit aller Macht versuchen CO2 Einzusparen.
    Das ganze funktioniert nur, wenn man versteckte Kosten mit einrechnet. Nur weil jemand mit "Ökostromtarif" läd, kommt trotzdem CO2-Strom aus der Steckdose.

    Solch eine Regelung / so ein Markt macht auch Speicherkraftwerke und Technologien, die abseits staatlicher Förderung agieren finanziell sinnvoll und alles agiler.

    Und wenn sich dann jemand kein neues Auto leisten kann muss man eben alternativen Nutzen. Die gibt es genug.

  7. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: Psy2063 27.04.21 - 09:34

    mj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ist eben immer einfacher etwas zu verbieten als alternativen attraktiver zu
    > machen, gerade wenn die alternativen unterlegen sind.

    wie genau sind E-Fuels denn unterlegen?

  8. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: mj 27.04.21 - 09:40

    im moment eher preislich

    aber das ist ja auch meine meinung: entweder künstlichen kraftstoff oder ein anderen enrgieträger als den akku.
    hauptsache die reichweite lässt sich schnell und ohne probleme nachlegen

  9. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: Grimreaper 27.04.21 - 10:05

    HumanoGen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ja gerade das Konzept. Alle Regulationen und Steuern auf Energie
    > abschaffen und nur noch CO2 mit Abgaben belegen. In Solchem Maße, dass es
    > sich mit den jetzigen Einnahmen deckt. Dann würden die Marktkräfte schon
    > mit aller Macht versuchen CO2 Einzusparen.
    > Das ganze funktioniert nur, wenn man versteckte Kosten mit einrechnet. Nur
    > weil jemand mit "Ökostromtarif" läd, kommt trotzdem CO2-Strom aus der
    > Steckdose.

    Wenn man nur den CO2 Ausstoß für die Besteuerung nimmt, dann stehen manche Elektroautos aber schlechter als Verbrenner da. Wenn man bedenkt dass ein Tesla Model S in Deutschland allein durch den Ladestrom ähnlich viel CO2-Ausstoß verursacht wie ein Golf 8 Diesel (zumindest wenn man den Zahlen des Umweltbundesamts trauen darf), dann könnte das nach hinten losgehen. Wenn man dann noch die Herstellung und deutlich frühere Entsordung/Downcycling von Elektro-Fahrzeugen mit in der CO2-Bilanz berücksichtigt, dann wird’s für viele BEVs wirklich eng.

  10. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: radde 27.04.21 - 10:22

    Das Problem ist leider, dass der Markt auf der Basis von Freiwilligkeit selten etwas Positives für die Allgemeinheit schafft, sondern viel zu oft nur für eine Teilmenge der Gesellschaft.
    Manchmal muss sich Expertenwissen auch gegen die große, "dumme Masse" durchsetzen können.

    Ökologie ist ein viel zu abstraktes Problem, als das es sich ohne gesetzliche Lenkung von allein verbessern würde. Ohne gesetzliche Regelung gäbe es mit Sicherheit auch viele "puristische" Autos ohne Kat, Endschalldämpfer und Airbag.

  11. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: DerBofrostmann 27.04.21 - 10:41

    Grimreaper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man nur den CO2 Ausstoß für die Besteuerung nimmt, dann stehen manche
    > Elektroautos aber schlechter als Verbrenner da. Wenn man bedenkt dass ein
    > Tesla Model S in Deutschland allein durch den Ladestrom ähnlich viel
    > CO2-Ausstoß verursacht wie ein Golf 8 Diesel (zumindest wenn man den Zahlen
    > des Umweltbundesamts trauen darf), dann könnte das nach hinten losgehen.
    > Wenn man dann noch die Herstellung und deutlich frühere
    > Entsordung/Downcycling von Elektro-Fahrzeugen mit in der CO2-Bilanz
    > berücksichtigt, dann wird’s für viele BEVs wirklich eng.

    Ich als kommender Elektroautofahrer fände eine CO2 Abgabe auch auf BEV nur konsequent. Das BEV mit Kohlestrom laden, ist vielleicht etwas umweltfreundlicher als ein Verbrenner, sollte aber in Anbetracht des großen CO2 Rucksacks konsequent besteuert werden.

    Eine umweltfreundliche Mobilitätswendes besteht nicht aus dem Austausch von Verbrennern gegen BEVs da gehört mehr dazu

  12. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: senf.dazu 27.04.21 - 11:05

    samurai1226 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Benzin ist der Großteil der
    > Kosten pro Liter die Abgaben an den Staat, wovon der neue CO²-Preis Anteil
    > in den nächsten Jahren noch steigt. Der Traum vom günstigen E-Auto wird
    > zusammenbrechen, sobald der Staat die fehlenden Einnahmen der KFZ Steuer
    > und vom Benzin sich dann von den Elektrofahrern zurückholt.

    Die Abgabenlast von fossilem Sprit und Strom ist aktuell fast identisch - bezogen auf den gefahrenen km. Strom ist da nur leicht günstiger. Damit blieben auch die Steuereinnahmen für den Staat in etwa gleich - wenn man Verbrenner ausrangiert sich die jährlich gefahrenen km nicht ändern.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.04.21 11:08 durch senf.dazu.

  13. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: MarcusK 27.04.21 - 14:56

    senf.dazu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > samurai1226 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Beim Benzin ist der Großteil der
    > > Kosten pro Liter die Abgaben an den Staat, wovon der neue CO²-Preis
    > Anteil
    > > in den nächsten Jahren noch steigt. Der Traum vom günstigen E-Auto wird
    > > zusammenbrechen, sobald der Staat die fehlenden Einnahmen der KFZ Steuer
    > > und vom Benzin sich dann von den Elektrofahrern zurückholt.
    >
    > Die Abgabenlast von fossilem Sprit und Strom ist aktuell fast identisch -
    > bezogen auf den gefahrenen km. Strom ist da nur leicht günstiger. Damit
    > blieben auch die Steuereinnahmen für den Staat in etwa gleich - wenn man
    > Verbrenner ausrangiert sich die jährlich gefahrenen km nicht ändern.

    wenn ich zu hause mit Solar lade - bekommt der Staat nichts.

    Und wenn ich es als Inselanlange betreibe dann muss ich nicht mal den Energieversorger fragen.

  14. Re: Wieso nicht den Markt entscheiden lassen?

    Autor: Bonarewitz 27.04.21 - 20:15

    samurai1226 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wird das
    > Markt das schon regeln. Der Schrei nach einem Verbot von Verbrennern ohne
    > überhaupt Alternativen wie E-Fuels überhaupt in Betracht zu ziehen zeugt
    > für mich davon, dass man Angst hat dass Elektromobilität sich ohne Verbote
    > nicht durchsetzen wird, weil für Käufer eben die Verbrennertechnologie auch
    > ihre Vorteile hat.

    "Der Markt" hat das mit dem FCKW, der Glühbirne, Plastikbesteck, Einwegplastiktüten und Co. ja auch hervorragend geregelt...
    Alles Dinge, bei deren "Verbot" es großen Aufschrei gegeben hat.
    Vermisst du wirklich deinen FCKW - Kühlschrank? Oder stört es dich, dass dein neuer Staubsauger nur noch 900W "saugen" darf?

    Bei den BEVs wird es genauso sein.

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