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Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

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  1. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: Luke321 15.10.18 - 19:10

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es müssen ja auch nicht immer alle Elektroautos von komplett leer zu
    > komplett voll in 30 min. geladen werden. Es wird am Tag nur der verfahrene
    > Strom "nachgetankt".

    Es müssen auch nicht alle Samstag vormittag auf der Autobahnraststätte tanken und trotzdem steht man eine viertel Stunde in der Schlange vor der Zapfsäule.
    Mit einer solchen Auslegung wird man nicht weit kommen, der Bedarf muss auch bei erheblichen Spitzen gedeckt werden, sonst wird das nächste Auto bei den Wartenden ganz schnell wieder ein Verbrenner.

  2. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: suicicoo 15.10.18 - 19:29

    marcel151 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schap23 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die meisten Leute haben keine Steckdose neben ihrem Parkplatz. Wer das
    > > ignoriert, lebt wahrscheinlich in einer Villa mit getrennten Garagen für
    > > den Sportwagen (natürlich Tesla S) und den SUV und einer Solaranlage auf
    > > dem Dach.
    >
    > Also wohne zur Miete, das Auto steht unter einem Carport und wird von der
    > Steckdose aus dem Carport-Abstellraum geladen. Man muss nicht reich sein
    > dafür. :-) Okay, ist nur eine Schukodose, aber ich fahre auch nur einen
    > PHEV. Ansonsten lässt sich bestimmt auch mit dem Vermieter sprechen und sei
    > es nur für eine blaue Campingdose.

    ...und was mach ich in der Großstadt? auf der Fläche deines Carports wohnen hier ~4 Leute...(in mehreren Etagen) und mein Tiefgaragenstellplatz ist ~300m weit weg.

  3. Wasserstoff ist quasi unendlich

    Autor: TC 15.10.18 - 21:43

    Lithium... tja.

  4. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DooMRunneR 16.10.18 - 11:15

    Und auch dir schreibe ich, dass Japan fast ausschließlich auf Wasserstoff setzt.

    Du wiegst einfach 2 vermeintliche Nachteile auf ohne die Nachteile des Elektroautos zu nennen oder gar die "Nachteile" von Wasserstoffautos als gewisse Vorteile zu sehen, denn mit einem H Auto kann man in 5 Minuten weiter Fahren, dass ist für dich wohl ein Nachteil, versteh ich nicht, nur weil es Tankstellen dafür geben muss...

    Ein anderer Vorteil: Auf einen ganzen haufen seltener Ressourcen aus fragwürdigen Quellen kann verzichtet werden.

  5. Re: Wasserstoff ist quasi unendlich

    Autor: DeathMD 16.10.18 - 11:42

    TC schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lithium... tja.

    Lithium ist ausreichend vorhanden um die gesamte Fahrzeugflotte weltweit auf Akku umzustellen und dann bleiben noch genug Reserven für die Zukunft übrig.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

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  6. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DeathMD 16.10.18 - 11:58

    Jep Gesamtwirkungsgrad (Grid to Motor) unter der Annahme, dass der Wasserstoff nicht durch Elektrolyse hergestellt wird, ansonsten sinkt der Wirkungsgrad sogar noch weiter auf 30 %. Bei E-Autos liegt der Gesamtwirkungsgrad im schlechtesten Fall bei um die 60 %. Um auf die gleiche Energiemenge bei Wasserstoff zu kommen, brauchst du ungefähr 2 Mal soviel Primärenergie, sprich du musst auch doppelt soviele Ressourcen für den Aufbau eines erneuerbaren Energienetzes aufbringen. Wenn du das dann noch mit einrechnest und die Tatsache, dass eine Brennstoffzelle für Autos gerade mal 5000 bis max. 10000 Stunden durchhält, kann man froh sein, wenn der Gesamtwirkungrad nicht sogar noch schlechter als der von Verbrennern ist.

    Die großen Vorteile und die Sauberkeit der Brennstoffzelle sind nur ein Märchen der Autoindustrie und der Ölkonzerne, das sich zwar weiterhin in den Köpfen der Bevölkerung hält, aber der Realität nicht mehr standhält.

    https://www.sueddeutsche.de/auto/alternative-antriebe-die-brennstoffzelle-ist-ein-milliardengrab-fuer-autohersteller-1.3922234
    https://www.golem.de/news/elektroauto-die-brennstoffzelle-ist-nur-theoretisch-effizient-1512-117792.html

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  7. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: Laforma 16.10.18 - 12:50

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wird nicht funktionieren, da die Batterietechnik klare Vorteile
    > bietet:
    > tanken überall an jeder Steckdose möglich, Tankstellennetz also vorhanden.
    > Unabhängigkeit von Benzin/Gas/Dieselindustrie
    > Billig: der selber hergestellte Solarstrom ist da die günstigste Variante,
    > Preistendenz fallend.
    > Akku Autos sind günstig im Unterhalt und demnächst auch günstiger in der
    > Anschaffung.
    >
    > Brennstoffzellen - Fahrzeuge werden da nie rankommen.

    tanken an jeder steckdose. aha. in einer grossstadt vor den mietskasernen zeig mir mal ne steckdose, die du mit deinem auto erreichen kannst. ja es gibt leute, die wohnen nicht im eigenheim mit garage oder carport. das fuehrt auch dein argument, dass es billg sei, weil man ja den strom selbst herstellen koennte ad absurdum. auch hier setzt du wieder einen eigenheimler voraus.

    weiter gehts: akkus sind schwer, umweltschaedlich und teuer.

    wasserstoff ist das gegenstueck zum akku. er entsteht ja bei der wasserspaltung. und diese wird durch elektrik betrieben und woher kommt der strom? wenn du magst gerne aus solaranlagen und windkraft.

    und hab ich erwaehnt, wie lange man an einer tankstelle warten muss um sein wasserstoff auto zu fuellen und wie lange um sein stromauto zu fuellen? nee, das lass ich mal lieber.

  8. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DeathMD 16.10.18 - 13:08

    Und ich lass es mal lieber, dass die Brennstoffzelle auch nicht aus Luft und Liebe gebaut wird und so tolle Dinge wie Platin benötigt. Ich lasse es auch mal lieber, dass man für die Wasserstoffherstellung doppelt so viel Primärenergie benötigt und deshalb auch mehr Ressourcen für die Kraftwerke braucht. Ich lasse es auch mal lieber, dass die tollen Brennstoffzellen nur 5000 h max. 10000 h durchhalten und die Reichweite auch nur bei 400 km liegt und so eine Tanke über eine Million Euro kostet.

    Aber... und jetzt kommts, man kann den Tank mit 4,5 kg Fassungsvermögen in 5 Minuten betanken!!!!111!!11!11!!! Eindeutiger Sieger, ganz klar die weit überlegene Brennstoffzelle!!11

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  9. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DooMRunneR 16.10.18 - 13:42

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ich lass es mal lieber, dass die Brennstoffzelle auch nicht aus Luft
    > und Liebe gebaut wird und so tolle Dinge wie Platin benötigt. Ich lasse es
    > auch mal lieber, dass man für die Wasserstoffherstellung doppelt so viel
    > Primärenergie benötigt und deshalb auch mehr Ressourcen für die Kraftwerke
    > braucht. Ich lasse es auch mal lieber, dass die tollen Brennstoffzellen nur
    > 5000 h max. 10000 h durchhalten und die Reichweite auch nur bei 400 km
    > liegt und so eine Tanke über eine Million Euro kostet.
    >
    > Aber... und jetzt kommts, man kann den Tank mit 4,5 kg Fassungsvermögen in
    > 5 Minuten betanken!!!!111!!11!11!!! Eindeutiger Sieger, ganz klar die weit
    > überlegene Brennstoffzelle!!11

    Es tut mir leid, aber sie sind auf einem viel zu alten Wissensstand.

    Toyota forscht seit ewigkeiten daran Platin ganz aus der Brennstoffzelle zu verbannen, da gab es über die letzten Jahre mehrere Durchbrüche welche die Kosten von Brennstoffzellen gewaltig drücken und ganz ohne Platin auskommen, es sieht bisher in Versuchen auch so aus, als ob diese auf Kohlenstoffverbindungen basierenden Katalysatoren eine ganze Zeit länger halten als die mit Platin.

    Und wenn sie von Betriebsstunden von 5.000 bis 10.000 Stunden sprechen, dann sollten sie das mal mit dem Lebenszyklus von Verbrennungsmotoren vergleichen, der ist nämlich meist bei 5.000 Stunden. Tesla verspricht 70% nach 80.0000 KM bzw. 5 Jahren, fällt ihnen was auf?

    Das Argument mit den Teuren Tankstellen lasse ich nicht gelten, die Asfinag in Österreich gibt die Kosten für 1 KM Autobahn mit 6 Millionen ¤ an (eine Volksrechnung sogar mit satten 26 Millionen pro KM!). Erhöt man die von der Asfinag gegebenen Kosten um 10 % kann man alle 2 KM eine Wasserstofftankstelle Bauen! Das Kostenargument ist bei solchen Relationen doch vollkommen Absurd!

  10. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: tovi 16.10.18 - 14:01

    Toyota forscht... soso.
    Ab wann soll das erforschte dann Serie werden?
    Teslas fahren jetzt schon, und die Akkus sind nicht nach 80.000 km bei 70% sondern eher nach 200.000 km bei 85%. Die aktuellen Motoren des Model 3 sollen für 1 Mio km Laufleistung ausgelegt werden.
    Das sind aktuell in Serie produzierte Fahrzeuge und kein Laborzeugs.

    Wenn man Laborergebnisse von Brennstoffzellen vergleichen will, dann mit Feststoffbatterien.
    Da siehts dann aber wieder mau aus für die Brennstoffzelle.

    Ach ja, nochwas... Wasserstoff ist ein explosives Gas. Ich hätte ungern viele kleine Hochdruckbehälter mit Wasserstoffgas in bewohnten Gegenden. Wasserstoffexplosionen kennt man ja ( Hindenburg ). Dagegen ist ein brennender Akku ein Scheißdreck.

  11. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DeathMD 16.10.18 - 14:09

    DooMRunneR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DeathMD schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und ich lass es mal lieber, dass die Brennstoffzelle auch nicht aus Luft
    > > und Liebe gebaut wird und so tolle Dinge wie Platin benötigt. Ich lasse
    > es
    > > auch mal lieber, dass man für die Wasserstoffherstellung doppelt so viel
    > > Primärenergie benötigt und deshalb auch mehr Ressourcen für die
    > Kraftwerke
    > > braucht. Ich lasse es auch mal lieber, dass die tollen Brennstoffzellen
    > nur
    > > 5000 h max. 10000 h durchhalten und die Reichweite auch nur bei 400 km
    > > liegt und so eine Tanke über eine Million Euro kostet.
    > >
    > > Aber... und jetzt kommts, man kann den Tank mit 4,5 kg Fassungsvermögen
    > in
    > > 5 Minuten betanken!!!!111!!11!11!!! Eindeutiger Sieger, ganz klar die
    > weit
    > > überlegene Brennstoffzelle!!11
    >
    > Es tut mir leid, aber sie sind auf einem viel zu alten Wissensstand.
    >
    > Toyota forscht seit ewigkeiten daran Platin ganz aus der Brennstoffzelle zu
    > verbannen, da gab es über die letzten Jahre mehrere Durchbrüche welche die
    > Kosten von Brennstoffzellen gewaltig drücken und ganz ohne Platin
    > auskommen, es sieht bisher in Versuchen auch so aus, als ob diese auf
    > Kohlenstoffverbindungen basierenden Katalysatoren eine ganze Zeit länger
    > halten als die mit Platin.
    >
    > Und wenn sie von Betriebsstunden von 5.000 bis 10.000 Stunden sprechen,
    > dann sollten sie das mal mit dem Lebenszyklus von Verbrennungsmotoren
    > vergleichen, der ist nämlich meist bei 5.000 Stunden. Tesla verspricht 70%
    > nach 80.0000 KM bzw. 5 Jahren, fällt ihnen was auf?
    >
    > Das Argument mit den Teuren Tankstellen lasse ich nicht gelten, die Asfinag
    > in Österreich gibt die Kosten für 1 KM Autobahn mit 6 Millionen ¤ an (eine
    > Volksrechnung sogar mit satten 26 Millionen pro KM!). Erhöt man die von
    > der Asfinag gegebenen Kosten um 10 % kann man alle 2 KM eine
    > Wasserstofftankstelle Bauen! Das Kostenargument ist bei solchen Relationen
    > doch vollkommen Absurd!

    Ja wir können auch schon Lithium-Luft Akkus bauen, im Labor versteht sich und wirtschaftlich noch nicht nutzbar. Also vergleichen wir jetzt mögliche, zukünftige Technologien? Ja dann schaut es für die Brennstoffzelle noch schlechter aus, denn gegen Lithium-Luft Akkus stinkt sie endgültig ab, sie schafft es jetzt ja nur noch durch Schönrederei eine "Alternative" zu sein.

    Eine kWh kostet Renault in der Herstellung nur noch 70 ¤, da mag die Brennstoffzelle in 10 Jahren noch nicht mit, vorallem weil die Akkus bis dahin noch billiger werden, wenn noch größere Stückzahlen hergestellt werden. Selbst der Audi Vorstand sieht keine Zukunft mehr in der Brennstoffzelle für den PKW, weil eben die Akkutechnologie so schnell weiter fortgeschritten ist und so viel billiger in der Erzeugung wurde. Nur Daimler will sich nicht davon verabschieden, weil Vater Staat noch fleißig für die "Forschung" zahlt, deshalb wird für 2020 wieder ein Brennstoffzellenauto angekündigt, kommen wird dann auch wieder nichts, aber in der Zwischenzeit kann man ein paar 100 Mio. einstreichen. 2018 sollten übrigens auch einige Brennstoffzellenautos von Daimler kommen, übrig blieb nur eines und das können Auserwählte für 800 ¤ mieten. Da freut man sich direkt, wenn man nicht zu den Auserwählten gehört.

    Ja toll, die nachfolgende Technologie ist also gleich schlecht (5000 h Haltbarkeit) wie die, die sie ablösen soll und der Gesamtwirkungsgrad ist auch auf einem ähnlich schlechten Niveau. Dann können wir uns das gleich sparen und mit Benzinern weiter fahren oder die bessere Alternative wählen, die es schon gibt.

    Das versprechen sie, weil sie sich sicher sind, dass sie das einhalten können. Realität ist, dass sie nach 200000 km noch weit über 80% Ladekapazität haben, bei Nissan bisher 0,01 % der Akkus einen Defekt hatten und Renault eine kWh für 70 ¤ herstellt. Ihr Wissen über Akkus scheint nämlich auch 10 Jahre alt zu sein, wenn überhaupt. Die schaffen mittlerweile 5000 Ladezyklen ohne weiteres und wie gesagt, sie wurden in der Herstellung spottbillig, da kommt die Brennstoffzelle in nächster Zeit nicht ran. Akkus kann man danach auch noch weiter verwenden und es gibt auch schon funktionierende Recyclingunternehmen dafür und das mitten in D. Das existiert alles nicht für die Brennstoffzelle. Über die Gesamtnutzungsdauer ist sie einfach eine beschissene Lösung und schon gar nicht zur Senkung der CO2 Emissionen geeignet. Wie gesagt, dann können wir gleich mit Benzinern weiter fahren und dort einfach irgendwann Ethanol tanken.

    Ja schön, dann lassen wir die Kosten eben nicht gelten, weil das nicht in die Schönrederei passt. Trotzdem könnte die Asfinag nach der Erhöhung viel mehr Schnelllader aufstellen als Wasserstoff Tankstellen bauen.

    Wie man es auch dreht und wendet, die Brennstoffzelle wird nur für sehr wenige Anwendungsgebiete Sinn machen und der Individualverkehr zählt ganz bestimmt nicht dazu.

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    3 mal bearbeitet, zuletzt am 16.10.18 14:21 durch DeathMD.

  12. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: tingelchen 16.10.18 - 14:16

    Ein Haus von wie vielen? ^^

    Nur weil der Hausanschluss unterdimensioniert ist, lässt dies noch keinen Rückschluss auf das Stromnetz zu ;)

  13. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DooMRunneR 16.10.18 - 14:39

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie man es auch dreht und wendet, die Brennstoffzelle wird nur für sehr
    > wenige Anwendungsgebiete Sinn machen und der Individualverkehr zählt ganz
    > bestimmt nicht dazu.


    Genau das ist der Punkt bei den Japanern, die wollen nicht nur den Individualverkehr mit Wasserstoff abhandeln, sondern ein komplette Wasserstoffwirtschaft aufbauen, welche bis 2040 kein Kohlendioxid mehr ausstößt.

    Die Japaner gehen an solche Dinge ganz anders ran. Da werden langjährige Kooperationen und Förderungen zwischen Wirtschaft und Regierung geschlossen und auch bei herben Rückschlägen am Ziel festgehalten, wir in Europa haben nicht mal ansatzweise solche langfristigne Pläne für die Zukunft und sehen immer mehr auf Politischer ebene den verbrauch von Öl und Kohle als unausweilich an. Dabei geht es den Japanern nicht nur ums Fahren, sondern auch ums Heizen und die allgemeine Stromversorgung, Wasserstoff soll als Speicher für das Angebot der Schwankenden Erneuerbaren dienen. Geräte wie Hondas Clarity Fuel Cell ermöglichen Wasserstofftankstellen in der größe eines Kühlschranks für zuhause, dienen gleichzeitig als Stromspeicher der eigenen Solarzellen und geben bei Bedarf energie an das Smart-Grid ab.

    Japan (und auch Süd Korea) haben Komplette Pläne für Wasserstoff weit abseits vom einfachen "von A nach B kommen" und auch China ist im letzten Jahr vermehrt in diesem Bereich tätig.
    Wasserstoff nimmt erst jetzt fahrt auf und die Technologiesprünge in den letzten Jahren sind ziemlich beeindruckend (sind sie bei Elektroautoas natürlich auch)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.10.18 14:47 durch DooMRunneR.

  14. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: tingelchen 16.10.18 - 14:50

    Es gibt keine Probleme. Du musst am Abend, also über runde 6h bis 8h lediglich ca. 8kWh bis 10kWh nachladen. Eine Schukodose liefert knappe 4kW.

    Nehmen wir mal den EQC von Mercedes. Dessen Verbrauch liegt bei ca. 22kWh / 100km. Der Großteil der Menschen fährt im Arbeitsalltag keine 100km am Tag. Sondern eher um die 40km. Danach steht das Auto wieder rum. Für weitere 6h bis 8h. Das sind dann schlappe 24kWh bis 32kWh oder im Falle des EQC 109km bzw. 145km.

    Oder anders. Bei 40km Fahrleistung (Arbeitsalltag) sind es gerade einmal 8,8kWh Verbrauch. Macht knappe ~2,2h Ladezeit an einer Schukodose. Ja, die ollen Dosen an denen man an einer Leiste 10 Geräte ansteckt ohne das die Sicherung raus fliegt.

    Heißt, man kann selbst bei einem EQC (der einen recht hohen Verbrauch hat) genug Nachladen um über 100km tägliche Fahrleistung erbringen zu können. Damit sind dann selbst diverse Pendler abgedeckt. Mit einem Schuko Stecker, der nicht anders abgesichert ist als jede andere Haushaltssteckdose auch. Evtl. sollte hier nur das Plastik etwas Hitzebeständiger sein als die Billigteile aus dem Baumarkt.

    Wenn man mehr fährt, dann gibt es Ladestationen mit 100kW+ Ladeleistung. CCS geht derzeit bis 150kW. Zum Vergleich, Super Charger liegen bei 125kW. Porsche mit 800V System geht bis 350kW. Wird aber derzeit von sonst niemandem eingesetzt. Das SuperCharger Netz ist mittlerweile so dicht, das ma mit seinem Tesla (egal welcher) bequem quer durch Europa fahren kann. Die CCS Stationen mit 100kW+ sind noch nicht so dicht, wird aber stetig ausgebaut. Ansonsten gibt es mittlerweile unzählige 22kW bzw. 40kW Stationen in den Städten. Einfach mal auf die Karte schauen.
    Diese Stationen stehen nicht an jeder Ecke. Tankstellen auch nicht. Diese werden gesondert angefahren. Mit dem Stromnetz, nicht dem Auto. Ist also kein Problem die auf zu stellen.

    Wer daheim mehr Ladeleistung haben möchte, als die knappen 4kW. Benötigt ein entsprechendes Energie Management System. Da die Hausanschlüsse in der Regel nicht dafür ausgelegt sind neben dem Starkstromanschluss für den Herd/Durchlauferhitzer auch noch einen für den Parkplatz zu liefern. Dafür können diese dann bis zu 19kW liefern.

    So, hoffe hab mich nicht irgendwo verrechnet ^^

  15. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DeathMD 16.10.18 - 14:56

    Und wie stellen sie die 2-3 fach größere Menge an nötiger Primärenergie für so eine Wasserstoffnutzung her? Wieder durch Atomstrom? Aus Fukushima noch immer nicht gelernt? Oder aus noch mehr Kohlekraftwerken? Deren Anteil an erneuerbaren liegt gerade einmal bei 10%. Wie sollen sie dann einen 2-3 Mal höheren Bedarf mit erneuerbaren decken können, damit sie ihre Wasserstoffwirtschaft betreiben können und das bis 2040? Welche Unternehmen sind es denn, die dort eine Kooperation mit dem Staat geschlossen haben? Lassen sie mich raten, Toyota ist mit dabei und vermutlich Tepco die ihre alten Atommeiler wieder anwerfen wollen.

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  16. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DooMRunneR 16.10.18 - 15:18

    30 % des Japanischen Strombedarfs kommt aus Atomstrom, bis 2030 sollen 53 GW durch Photovoltaik erzeugt werden, für 39 GW sind die mittel bereits genehmigt worden (das ist ungefähr so viel wie alle Photovoltaik anlagen in DE erzeugen)

    Über 200 Milliarden Euro sind bereits für den ausbau der Erneuerbaren in Japan bis 2020 geflossen.

    Die Japaner machen für alles Pläne und Gesetze mit langjährigen Ausblicken, bei uns traut man sich ja nicht mal über die nächste Legislaturperiode zu Planen.....

    Ihre Kritk in dem punkt ist pure Polemik.

  17. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DeathMD 16.10.18 - 15:42

    30 % waren Atomstrom, nach Fukushima ist das fast auf Null gesenkt worden und durch Kohle- und Gaskraftwerke aufgefangen worden. Die Meiler werden erst langsam wieder ins Netz geschalten und langfristig wollen sie von Atomstrom weg.

    Das ist auch keine Polemik, das ist einfach Realität. 10 % Erneuerbare sind nichts und sie können fast nur auf Photovoltaik setzen, weil Windkraft bei ihnen unwirtschaftlich ist und da auf der Insel sowieso schon Platzmangel herrscht, frage ich mich wo sie die dann hinbauen wollen.

    Ich lese bei ihnen immer nur sollen. In D sollen auch schon 200 Wasserstofftankstellen stehen und es sollen bis 2020 sogar 400 werden. Die Realität sind 45 funktionierende. Es soll auch schon einige Brennstoffzellenfahrzeuge geben, die Realität ist ein Mercedes der an Auserwählte verleast wird und ein paar Hyundai in Stückzahlen von unter 2000, weltweit und Toyota baut auch noch ein paar. In D sind gerade einmal 100 Fahrzeuge zugelassen, das ist nicht mehr als eine Feldstudie. Die Brennstoffzelle soll auch kein Platin mehr benötigen und soll so viel günstiger sein, währenddesssen wird für Akkus nur noch 3 % Kobalt benötigt und man stellt sie um 70 ¤ pro kWh her.

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  18. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: DooMRunneR 16.10.18 - 15:54

    Ich sag's ihnen jetzt auch nochmal: sie hören sich genau gleich an wie die Tesla und Elektro Kritiker vor einigen jahren.

    Der unterschied beim "soll" zu Deutschland und Japan ist der, dass dort bereits das geld aufgebracht wird, das "soll" der Wasserstofftanken in D sind Aussagen der Wirtschaft ohne wirkliche Unterstützung der Politik (außer vielleicht ein paar Absichtserklärungen).

    (BTW: Niemand dachte noch vor 10 Jahren, dass China mit weitem Abstand den höchsten Ausbau an Erneuerbaren hat und zusammen mit Indien die einzigen sind die auf Kurs des Pariser Abkommens sind)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.10.18 16:00 durch DooMRunneR.

  19. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: Harddrive 16.10.18 - 15:58

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > verzweifelt versucht hier eine Industrie die alten teuren Strukturen
    > aufrecht zu erhalten.
    >
    > Mit Wasserstoff wäre es wie mit Benzin und Diesel:
    > - Tanken an der Tankstelle
    > - Verbrennerähnliche Serviceintervalle
    >
    > Das wird nicht funktionieren, da die Batterietechnik klare Vorteile
    > bietet:
    > tanken überall an jeder Steckdose möglich, Tankstellennetz also vorhanden.
    > Unabhängigkeit von Benzin/Gas/Dieselindustrie
    > Billig: der selber hergestellte Solarstrom ist da die günstigste Variante,
    > Preistendenz fallend.
    > Akku Autos sind günstig im Unterhalt und demnächst auch günstiger in der
    > Anschaffung.
    >
    > Brennstoffzellen - Fahrzeuge werden da nie rankommen.


    Und warum weißt Du, dass das ein Irrweg ist? Wieso sollte das E-Auto die einzige Lösung für die Zukunft sein?

    Die teuren alten Strukturen sind schon da und müssen nur noch erweitert werden. Die neuen Strukturen vom E-Auto müssen erst sehr viel teurer und aufwendiger aufgebaut werden. Ja, Du kannst rein theoretisch ein E-Auto überall aufladen. Praktisch musst Du dafür aber eine frei zugängliche Steckdose haben oder eben halt eine Ladesäule, die oftmals erst errichtet werden muss. Und bei dem überall Laden an der Steckdose ist das Problem, dass es ewig lange dauert. In den beispielweise 15 Stunden, die ein E-Auto an der Steckdose zum Laden braucht, bin ich schon dutzende Male an die Tankstelle gefahren, habe voll getankt und bin wieder zurück gefahren.

    Wie sind denn genau die Serviceintervalle beim Wasserstoffauto? Hast Du da eine Quelle, die das belegt, dass diese wie beim Benziner sein soll? Wie sieht der Serviceintervall beim E-Auto aus? Verschleißteile gibt es da nämlich auch.

    Der Solarstrom ist auch nicht unbedingt so billig wie Du denkst, denn die Anlage kostet ja auch erstmal einiges in der Anschaffung. Zudem kommen da noch Wartung, Versicherung, eventuelle Reparaturen hinzu. Außerdem kannst Du Deinen Solarstrom wahrscheinlich nur am Wochenende nutzen, da Du in der Woche wahrscheinlich mit Deinem Auto auf der Arbeit bist. Um das zu Umgehen müsstest Du Dir noch einen sehr teuren Akku holen, der sich wirtschaftlich derzeit niemals rentieren wird aufgrund der noch hohen Preise. Zudem hättest Du nochmals Verluste beim Speichern und wieder herausholen beim Hausakku, was die Effizienz des Ganzen wieder deutlich verringert.

    Ja, ein E-Auto hat Vorteile gegenüber dem Wasserstoffauto. Aber auch ein Wasserstoffauto hat Vorteile gegenüber dem E-Auto.

  20. Re: Wasserstoff ist ein teurer Irrweg

    Autor: Eheran 16.10.18 - 16:00

    >Ein anderer Vorteil: Auf einen ganzen haufen seltener Ressourcen aus fragwürdigen Quellen kann verzichtet werden.
    Welche seltenen Ressourcen braucht es für Akkus und welche braucht es für Brennstoffzellen? (alle anderen Teile des Autos sind quasi 1:1 gleich weil elektrisch)

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  1. Flip 2: Samsungs digitales Flipchart wird größer und kann Office 365
    Flip 2
    Samsungs digitales Flipchart wird größer und kann Office 365

    Das Samsung Flip 2 ist im Kern wieder ein Flipchart, an welchem Teams ihre Ideen zu digitalem Papier bringen können. Ein Unterschied: Es wird auch eine 65-Zoll-Version geben. Außerdem kann es in Verbindung mit Office 365 genutzt werden.

  2. Star Wars Jedi Fallen Order angespielt: Die Rückkehr der Sternenkriegersolospiele
    Star Wars Jedi Fallen Order angespielt
    Die Rückkehr der Sternenkriegersolospiele

    Seit dem 2003 veröffentlichten Jedi Academy warten Star-Wars-Fans auf ein mächtig gutes neues Actionspiel auf Basis von Star Wars. Demnächst könnte es wieder soweit sein: Beim Anspielen hat Jedi Fallen Order jedenfalls viel Spaß gemacht - trotz oder wegen Anleihen bei Tomb Raider.

  3. Eoan Ermine: Ubuntu 19.10 erscheint mit ZFS und i386-Paketen
    Eoan Ermine
    Ubuntu 19.10 erscheint mit ZFS und i386-Paketen

    Die aktuelle Version 19.10 von Ubuntu alias Eoan Ermine ist verfügbar. Die Version bringt experimentellen ZFS-Support für die Root-Partition, anders als zunächst geplant auch i386-Pakete sowie aktuelle Software für die Cloud und den Linux-Kernel 5.3.


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