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Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

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  1. Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

    Autor: pointX 05.02.18 - 11:58

    > Der Nexo mit 120 kW-Elektromotor (163 PS) soll das Fahrzeug auf bis zu 180 km/h beschleunigen. Die Reichweite soll bei bis zu 800 km (NEFZ) liegen.

    Das ist eigentlich der wichtigste Abschnitt im Artikel.
    190km mit 110km/h autonom fahren haben abdere schon vor mehreren Jahren gezeigt - aber ein E-Auto, dass >500km Reichweite hat (auch dann noch, wenn man von den unrealistischen Verbrauchsstatistiken des NEFZ 30% abzieht), ist super.

    Wenn die EU jetzt endlich den Strafzoll auf Solarmodule aus China streichen würde und die Mrd., die in hunderttausende wahnsinnige Spargelstangen auf jedem Parkplatz gesteckt werden sollen, in den Aufbau/Umbau des schon bestehenden Tankstellennetzes für Wasserstoff stecken würde, dann wären wir in wenigen Jahren bei einer Massentauglichkeit von E-Autos, wo die Akku-Roller auf 4 Rädern mit ihrer mickrigen Reichweite noch in 10-20 Jahren nicht sein werden. Und das ganz ohne die Notwendigkeit das Stromnetze einmal komplett umgraben und neue Umspannwerke/Trafo-Stationen/Leitungen zu Wohngebieten für die Ladestationen bauen zu müssen.

    Jede Tankstelle und die Flächen/Häuserdächer drumherum (z.B. an der Autobahn gibt es genügend Platz) mit Solarzellen ausstatten, lokal mit einem Elektrolyseur H2 erzeugen und im Tank grundlastfähig zwischenspeichern, auch wenn mal ein paar Tage lang keine Sonne scheint. Selbst mit dem so verschrien schlechten Wirkungsgrad der Elektrolyse lässt sich das realisieren, so dass man auf einen Spritpreis herauskommt, der mit Benzinern/Diesel vergleichbar ist.

    Aber die deutsche Mobilindustrie setzt ja weiterhin auf den Benziner/Diesel, mit dem wissen das sich die Alibi-Akku-Autos eh nicht massentauglich durchsetzen vllt. eine 20%-Nische abdecken werden, während Hyundai, Toyota und Honda schon Wasserstoffautos in Serie haben.

  2. Re: Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

    Autor: stiGGG 05.02.18 - 12:46

    pointX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die EU jetzt endlich den Strafzoll auf Solarmodule aus China streichen
    > würde und die Mrd., die in hunderttausende wahnsinnige Spargelstangen auf
    > jedem Parkplatz gesteckt werden sollen, in den Aufbau/Umbau des schon
    > bestehenden Tankstellennetzes für Wasserstoff stecken würde, dann wären wir
    > in wenigen Jahren bei einer Massentauglichkeit von E-Autos, wo die
    > Akku-Roller auf 4 Rädern mit ihrer mickrigen Reichweite noch in 10-20
    > Jahren nicht sein werden. Und das ganz ohne die Notwendigkeit das
    > Stromnetze einmal komplett umgraben und neue
    > Umspannwerke/Trafo-Stationen/Leitungen zu Wohngebieten für die
    > Ladestationen bauen zu müssen.

    Auch wenn es immer wieder gerne naiv so angenommen wird, die Infrastruktur für Wasserstoff müsste komplett neu errichtet werden. Eine handelsübliche Tankstelle hat nichts außer dem Kassenhäuschen was nicht umgebaut werden müsste. Das Stromnetz ist bereits unsere mit Abstand beste Infrastruktur, das kann man über die nächsten Jahre kontinuierlich dem Bedarf entsprechend ausgebaut werden. Sehen alle Experten kein Problem drin. Ein paar Ladesäulen sind Peanuts gegenüber deiner Idee.

    > Jede Tankstelle und die Flächen/Häuserdächer drumherum (z.B. an der
    > Autobahn gibt es genügend Platz) mit Solarzellen ausstatten, lokal mit
    > einem Elektrolyseur H2 erzeugen und im Tank grundlastfähig
    > zwischenspeichern, auch wenn mal ein paar Tage lang keine Sonne scheint.
    > Selbst mit dem so verschrien schlechten Wirkungsgrad der Elektrolyse lässt
    > sich das realisieren, so dass man auf einen Spritpreis herauskommt, der mit
    > Benzinern/Diesel vergleichbar ist.

    Hast du mal überlegt was deine Idee kosten würde? Das ist absolut utopisch. Und wie soll man dadurch den Wasserstoffpreis senken? Der ist heute schon höher als bei Benzin und dabei wird Wasserstoff zur Zeit hauptsächlich aus Erdgas gewonnen, was zwar nicht umweltfreundlich ist, aber billiger als die Elektrolyse.

  3. Re: Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

    Autor: pointX 05.02.18 - 13:56

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn es immer wieder gerne naiv so angenommen wird, die Infrastruktur
    > für Wasserstoff müsste komplett neu errichtet werden. Eine handelsübliche
    > Tankstelle hat nichts außer dem Kassenhäuschen was nicht umgebaut werden
    > müsste.
    Achja, die Erdgastankstellen mussten ja auch alle neu eingerichtet werden und sind alles separate Tankstellen? Natürlich lassen sich die Tankstellen erweitern. Wasserstofftank in den Boden, Elektrolyseur in einem Kellerabteil daneben, Zapfsäule darüber und fertig.
    > Sehen alle Experten kein Problem drin. Ein paar Ladesäulen sind Peanuts gegenüber deiner Idee.
    Sehen alle Experten ein großes Problem darin, da keine einzige Trafostation in Wohngebieten dafür ausgelegt ist, dass sehr viele Autos gleichzeitig laden.
    Natürlich kann man das langsam ausbauen, aber dann sind wir 2050 noch nicht bei 95% E-Autos, sondern vllt. bei 25%, bei riesigen Kosten für den Netzausbau, der ohne Akku-Autos unnötig ist.
    > Hast du mal überlegt was deine Idee kosten würde? Das ist absolut utopisch.
    10.000 Tankstellen umzubauen ist günstiger, als hunderttausende öffentliche Ladesäulen, noch mehr private Ladestationen sowie das gesamte Stromnetz dafür umzubauen.
    > Und wie soll man dadurch den Wasserstoffpreis senken? Der ist heute schon
    > höher als bei Benzin und dabei wird Wasserstoff zur Zeit hauptsächlich aus
    > Erdgas gewonnen, was zwar nicht umweltfreundlich ist, aber billiger als die
    > Elektrolyse.
    Unsinnige Strafzölle für Solarmodule aus China streichen und den Strom im eigenverbrauch für die Elektrolyse verwenden. Dazu noch die Abwärme zur Heizung/Fernwärme verwenden, dann werden plötzlich Gesamtwirkungsgrade von 95% erreicht, und das ganze rechnet sich.

  4. Re: Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

    Autor: DeathMD 05.02.18 - 14:03

    pointX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Achja, die Erdgastankstellen mussten ja auch alle neu eingerichtet werden
    > und sind alles separate Tankstellen?

    Man merkt gleich im ersten Satz, wie unglaublich viel Ahnung du hast...

    Gesendet von meinem MyPhone mit Talkabull

  5. Re: Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

    Autor: pointX 05.02.18 - 14:38

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man merkt gleich im ersten Satz, wie unglaublich viel Ahnung du hast...
    Kommen da noch Argumente, oder war es das schon?

    Vielleicht solltest du dich einmal bei Firmen informieren, die etwas Ahnung vom Tankstellengeschäft haben: https://www.shell.de/medien/shell-presseinformationen/2017/bremen.html

    "Bauherr der in eine Shell Tankstelle integrierten Wasserstoff-Station ist Daimler (...) Die drei Unternehmen sind Partner im Gemeinschaftsunternehmen H2 Mobility, das eine Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland aufbaut. (...) Ihre Bedienung durch den Autofahrer ist intuitiv; das Betanken ähnelt dem konventioneller Fahrzeuge und ist in drei bis fünf Minuten abgeschlossen. (...) Insgesamt will das Gemeinschaftsunternehmen H2 Mobility in Deutschland bis zum Jahr 2023 bis zu 400 Tankstellen errichten."

  6. Re: Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

    Autor: DeathMD 05.02.18 - 14:55

    Welche Argumente sollte ich denn noch bringen oder glaubst du allen ernstes Wasserstoff hat auch nur annähernd die gleichen physikalischen Eigenschaften wie Erdgas?

    Schon einmal nur die Verluste durch Lagerung angeschaut, vom Transport fangen wir gar nicht erst an. Zusätzlich müssten enorme Kapazitäten an Strom erzeugt werden um den Wasserstoff überhaupt herstellen zu können. Wie willst du den dann transportieren, wenn laut deiner Aussage, der Netzausbau laut Experten schon für E-Autos unmöglich ist? Komischer Weise sehen Experten im Netzausbau auch kein Problem nur immer irgendwelche Forenexperten und Stammtischwissenschaftler mit Bierbauchorakel. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist da schon eine der größten Hürden. Sie wollen zwar alles super smart und toll vernetzt, der Strom dafür soll aber mit Luft und Liebe übertragen werden.

    Ich wette, wenn die erwähnte Förderung in deiner Quelle ausläuft, wird keine weitere Tankstelle mehr gebaut. Für was auch? Wo sind denn die ganzen Brennstoffzellenautos? Bei den deutschen Herstellern wird es da immer ruhiger und dann hast du noch Toyota und Hyundai die ab und zu mal einen bringen.

    Unterm Strich bleibt bei dir viel heiße Luft übrig, mit Argumentationen die sich gegenseitig ins Aus schießen. Kurzum, du hättest damit heizen sollen, wäre sinnvoller gewesen.

    PS: Und was am bedienen eines Steckers "unintuitiv" sein soll, erschließt sich mir auch nicht so ganz. Das Prinzip von Steckdose und Stecker kapiert ein Kind.

    Gesendet von meinem MyPhone mit Talkabull



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.18 15:10 durch DeathMD.

  7. Re: Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

    Autor: pointX 05.02.18 - 15:51

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche Argumente sollte ich denn noch bringen oder glaubst du allen ernstes
    > Wasserstoff hat auch nur annähernd die gleichen physikalischen
    > Eigenschaften wie Erdgas?
    Das habe ich nie gesagt. Natürlich sind die physikalischen Eigenschaften anders, aber was willst du damit sagen? Natürlich sind die Tanks für Erdgas und Wasserstoff aus unterschiedlichem Material, für den praktischen Einsatz an einer Tankstelle gibt es aber bei beiden Gasen keine Probleme mehr. Die Herausforderungen durch die hohe Flüchtigkeit entsprechend dichte Hochdruckspeicher zu bauen sind technisch gelöst.

    > Schon einmal nur die Verluste durch Lagerung angeschaut
    Die Verluste bei der Lagerung (Diffusion) sind minimal bei den großen Tanks.
    > vom Transport fangen wir gar nicht erst an.
    Gut, denn der ist bei dezentraler Energieerzeugung auch nicht notwendig

    > Zusätzlich müssten enorme Kapazitäten an Strom erzeugt werden um den Wasserstoff überhaupt herstellen zu können. Wie willst du den dann transportieren, wenn laut deiner Aussage, der Netzausbau laut Experten schon für E-Autos unmöglich ist?
    Wenn der Strom von der Salaranlage auf dem Tankstellendach oder den Dächern der anliegenden Gebäude direkt in den Elektrolyseur geht, dann muss am öffentlichen Stromnetzt überhaupt nichts gemacht werden, da die Spitzenerzeugung durch Solarzellen bei Sonnenschein noch vor der Trafostation direkt ausgeregelt wird.

    Und ein Betrieb am "konventionellen" Stromnetz ist viel einfacher möglich, da die Anlagen 24/7 am Netz hängen, im Gegensatz zum E-Auto, das wenn überhaupt 8h nachts dran hängt. Damit sind Elektrolyseure grundlastfähig, können zu Spitzenzeiten heruntergefahren werden und verursachen im Gegensatz zu Akku-Autos keine neue Lastspitzen.

    H2-Tankstellen wirken Netzstabilisierend, Akku-Ladesäulen wirken Netzdestabilisierend.

    > Komischer Weise sehen Experten im Netzausbau auch kein Problem
    https://www.golem.de/news/it-und-energiewende-stromnetzbetreiber-fordern-das-ganz-grosse-lastmanagement-1707-128779.html

    > Bundesnetzagentur erwartet Probleme
    ... das sind ja keine Experten. Das sind ja im Gegensatz zu dir
    > nur immer irgendwelche Forenexperten und Stammtischwissenschaftler mit Bierbauchorakel.

    > Unterm Strich bleibt bei dir viel heiße Luft übrig, mit Argumentationen die
    > sich gegenseitig ins Aus schießen. Kurzum, du hättest damit heizen sollen,
    > wäre sinnvoller gewesen.
    Ich glaube das trifft insgesamt auf deine Aussagen zu.

    > Sie wollen zwar alles super smart und toll vernetzt, der Strom dafür soll aber mit Luft und Liebe übertragen werden.
    Ja, so sehen das die Akku-Auto Fans, die dann mit hohlen Phrasen wie "Smart Grid" und Auto-Akku als Puffer daherkommen.
    Dagegen ist Wasserstoff eine echte alternative, die sich auch technisch umsetzen lässt.

    > Ich wette, wenn die erwähnte Förderung in deiner Quelle ausläuft, wird
    > keine weitere Tankstelle mehr gebaut. Für was auch? Wo sind denn die ganzen
    > Brennstoffzellenautos? Bei den deutschen Herstellern wird es da immer
    > ruhiger und dann hast du noch Toyota und Hyundai die ab und zu mal einen
    > bringen.
    China und Japan setzen auch auf Wasserstoffautos, da sie wissen dass Akku-Autos mit der heutigen Akku-Technologie nicht massentauglich sind. Dass Europa und Deutschland mit den ganzen Bedenkenträgern mal wieder hinterherhinkt, ist nur nur bezeichnend.

    > PS: Und was am bedienen eines Steckers "unintuitiv" sein soll, erschließt sich mir auch nicht so ganz. Das Prinzip von Steckdose und Stecker kapiert ein Kind.
    Das hat auch niemand gesagt. Du solltest lernen anderen Leuten besser zuzuhören, als Sachen in ihre Aussagen hineinzuinterpretieren, die gar nicht gesagt wurden.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.18 16:01 durch pointX.

  8. Re: Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

    Autor: DeathMD 05.02.18 - 16:37

    pointX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das habe ich nie gesagt. Natürlich sind die physikalischen Eigenschaften
    > anders, aber was willst du damit sagen?

    Deine erste Begründung war, dass Wasserstofftankstellen kein Problem darstellen, weil für Erdgastankstellen auch keine neuen Tankstellen gebaut wurden. Stimmt, müssen wir auch nicht für Wasserstoff. Trotzdem ist das eine ein wenig leichter zu lagern als das andere.

    > Die Herausforderungen durch die hohe Flüchtigkeit entsprechend dichte
    > Hochdruckspeicher zu bauen sind technisch gelöst.

    Ja das stimmt und Druck baut sich einfach so auf? Energieverlust bei Druckspeicherung 12 % bei Kühlung 30 - 50 %. Dazu kommt ein bisheriger Wirkungsgrad von max. 50 %. Was soll das für eine Lösung sein?

    > Die Verluste bei der Lagerung (Diffusion) sind minimal bei den großen
    > Tanks.

    Von der Diffusion hab ich nicht gesprochen, siehe oben.

    > Gut, denn der ist bei dezentraler Energieerzeugung auch nicht notwendig
    > Wenn der Strom von der Salaranlage auf dem Tankstellendach oder den Dächern
    > der anliegenden Gebäude direkt in den Elektrolyseur geht, dann muss am
    > öffentlichen Stromnetzt überhaupt nichts gemacht werden, da die
    > Spitzenerzeugung durch Solarzellen bei Sonnenschein noch vor der
    > Trafostation direkt ausgeregelt wird.

    Siehe unten, viele dezentrale Einspeiser erfordern ein flexibleres Netz. Auch in deiner Lösung müssen die Netzbetreiber wissen, wo gerade wie viel Strom erzeugt wird und wo wie viel benötigt wird.

    > Und ein Betrieb am "konventionellen" Stromnetz ist viel einfacher möglich,
    > da die Anlagen 24/7 am Netz hängen, im Gegensatz zum E-Auto, das wenn
    > überhaupt 8h nachts dran hängt. Damit sind Elektrolyseure grundlastfähig,
    > können zu Spitzenzeiten heruntergefahren werden und verursachen im
    > Gegensatz zu Akku-Autos keine neue Lastspitzen.

    Stell dir vor, eine große Brennstoffzelle in Form eines Kraftwerkes würde auch 24/7 im Netz hängen und netzstabilisierend wirken und man müsste dafür nicht dezentral zig Tankstellen mit Photovoltaikmodulen bestücken, dort Wasserstoff herstellen etc.. Überkapazitäten dafür wären jetzt schon vorhanden und man könnte den überschüssigen Strom des Tages in der Nacht nutzen. Der bescheidene Wirkungsgrad bleibt dann zwar noch immer bestehen aber wie du eben sagst, die Dinger könnten der Netzstabilisierung dienen.

    Jetzt aber noch einmal deine Lösung betrachtet. Du willst also Photovoltaikpanele auf Tankstellen verteilen um dort ineffizient Treibstoff zu erzeugen, denn du dann ebenso ineffizient wieder zu Strom machst um ihn in Bewegungsenergie umzuwandeln? In welcher Welt macht das Sinn, wenn die Fahrzeuge dann noch dazu teurer sind und der einzige wirkliche Vorteil das schnelle Nachtanken ist?

    Warum nicht gleich Parkplätze überdachen, mit Photovoltaikpanele vollklatschen und die E-Autos darunter laden?

    > > Bundesnetzagentur erwartet Probleme

    Hast du dort auch weitergelesen? Probleme bestehen bei der Flexibilisierung des Netzes. Das muss so oder so flexibler gestaltet werden, wenn du immer mehr dezentrale Einspeiser etc. hast. Sprich auch bei deiner Lösung weiter oben mit dezentraler Stromerzeugung am Dach der Tankstelle müsste das Netz umgebaut werden.

    > China und Japan setzen auch auf Wasserstoffautos, da sie wissen dass
    > Akku-Autos mit der heutigen Akku-Technologie nicht massentauglich sind.
    > Dass Europa und Deutschland mit den ganzen Bedenkenträgern mal wieder
    > hinterherhinkt, ist nur nur bezeichnend.

    China und Japan setzen auf Wasserstoffbusse oder LKWs, dort macht es auch mehr Sinn. Ansonsten setzen die auch auf Akkus. BYD ist einer der erfolgreichsten Hersteller weltweit. VW und Daimler sind schon eine Kooperation zur gemeinsamen Entwicklung eines Fahrzeuges für den chin. Markt eingegangen.

    Ich frage dich noch einmal, wo sind denn die ganzen Wasserstoffautos und wer soll sich die kaufen? Bei einem E-Golf wird schon wegen 38.000 ¤ herumgejammert. Der Toyota Mirai kostet knapp 80.000 ¤, der Hyundai ix35 Fuel Cell 65.000 ¤ und die verkaufen sich weltweit im 1000 Stk. Bereich. Die Dinger stinken sogar gegen E-Autos ab, obwohl die noch nicht einmal annähernd für alle als Alternative durchgehen. Wenn das Wasserstoffauto diese grandiose Zukunft hat, wo sind all die Ankündigungen der Hersteller? BMW nichts, Audi nichts, Mercedes hmmm... vl. heuer evtl. vl.

    > Das hat auch niemand gesagt. Du solltest lernen anderen Leuten besser
    > zuzuhören, als Sachen in ihre Aussagen hineinzuinterpretieren, die gar
    > nicht gesagt wurden.

    In deiner Quelle steht, dass ein Wasserstoffzapfhahn für den Verbraucher "intuitiv zu bedienen" sei. Daher meine Aussage, was den bitte am Prinzip Steckdose unverständlich sein soll.

    Gesendet von meinem MyPhone mit Talkabull



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.18 16:49 durch DeathMD.

  9. Re: Endlich mal ein brauchbares E-Auto...

    Autor: pointX 05.02.18 - 19:28

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine erste Begründung war, dass Wasserstofftankstellen kein Problem
    > darstellen, weil für Erdgastankstellen auch keine neuen Tankstellen gebaut
    > wurden. Stimmt, müssen wir auch nicht für Wasserstoff.
    Dann sind wir uns dabei ja einig :)

    > Ja das stimmt und Druck baut sich einfach so auf? Energieverlust bei
    > Druckspeicherung 12 % bei Kühlung 30 - 50 %. Dazu kommt ein bisheriger
    > Wirkungsgrad von max. 50 %. Was soll das für eine Lösung sein?
    Die gesamtem Verluste sind egal, weil man durch Solarzellen genug Energie bekommen kann, sofern man sie zwischenspeichern und die Schwankungen ausgleichen kann. Und für den Einsatz im Autoverkehr rechnet sich das auch.

    > Siehe unten, viele dezentrale Einspeiser erfordern ein flexibleres Netz.
    > Auch in deiner Lösung müssen die Netzbetreiber wissen, wo gerade wie viel
    > Strom erzeugt wird und wo wie viel benötigt wird.
    Die Lösung mit den Häusern in der Umgebung erfordern kein flexibleres Netz, da alles im lokalen Niederspannungsnetz stattfindet. Elektrolyseure können innerhalb von 1s ihren Lastbereich von 10% auf 100% oder umgekehrt durchfahren, und in Echtzeit auf die lokalen Solarzellen reagieren. Das kann die Anlage selbstständig aus der Frequenz/Amplitude des Netzes bestimmen.

    Ein "flexibles Netz" ist nur Notwendig, wenn der Verbauch und Einspeisung drastisch auseinandergehen. Deshalb ist also die installierte PV-Leistung in der Umgebung im Verhältnis zum Verbrauch des Elektrolyseurs das einzige, was abgesprochen sein muss.

    > Stell dir vor, eine große Brennstoffzelle in Form eines Kraftwerkes würde
    > auch 24/7 im Netz hängen und netzstabilisierend wirken und man müsste dafür
    > nicht dezentral zig Tankstellen mit Photovoltaikmodulen bestücken, dort
    > Wasserstoff herstellen etc.. Überkapazitäten dafür wären jetzt schon
    > vorhanden und man könnte den überschüssigen Strom des Tages in der Nacht
    > nutzen. Der bescheidene Wirkungsgrad bleibt dann zwar noch immer bestehen
    > aber wie du eben sagst, die Dinger könnten der Netzstabilisierung dienen.
    Wie kommst du jetzt auf Brennstoffzelle als Einspeiser ins Netz, wir reden doch die ganze Zeit von Elektrolyseuren als Abnehmer? Aber ja, prinzipiell würde das auch stabilisierend wirken, aber das rechnet sich (noch) nicht! Der Einsatz von H2 als Energiespeicher für das Stromnetz um daraus in wieder Strom zu machen und als Energiespeicher für den Einsatz im Auto sind nicht vergleichbar.

    > Jetzt aber noch einmal deine Lösung betrachtet. Du willst also
    > Photovoltaikpanele auf Tankstellen verteilen um dort ineffizient Treibstoff
    > zu erzeugen, denn du dann ebenso ineffizient wieder zu Strom machst um ihn
    > in Bewegungsenergie umzuwandeln? In welcher Welt macht das Sinn, wenn die
    > Fahrzeuge dann noch dazu teurer sind und der einzige wirkliche Vorteil das
    > schnelle Nachtanken ist?
    In einer Welt, wo der effektive H2-Spritpreis damit trotz der großen Verluste für den Autofahrer im Bereich von <10¤/100km liegt. Preis, Tankzeit und Reichweite sind damit massentauglich, und das ist was den Autofahrer interessiert.

    Bei Akku-Autos sind weder Tankzeit noch Reichweite massentauglich, und wenn man die Kosten für den wahnsinnigen Netzausbau, der Ladesäulen und der weiterhin ungelösten Frage der nachhaltigen Energieerzeugung miteinbezieht ist es auch der Preis nicht.

    > Warum nicht gleich Parkplätze überdachen, mit Photovoltaikpanele
    > vollklatschen und die E-Autos darunter laden?
    Weil die Photovoltaikpanele genau dann, wenn die Autos am eigenen Parkplatz stehen (nachts) keinen Strom liefern. Tagsüber, wenn Strom zur Verfügung steht, sind die Autos eher unterwegs.

    Und selbst wenn man den Parkplatz am Arbeitsplatz macht, dann reicht das nur an sonnigen Tagen. Bei Regen wird das Auto nicht geladen und bleibt halt stehen, oder der Strom muss wieder aus dem Stromnetz kommen, was man ja eigentlich verhindern will.
    An sonnigen Sonntagen ist wiederum kein Auto da, das den Strom abnehmen kann, und es kommt zu hoher Spitzeneinspeisung ins Stromnetz.

    Photovoltaikanlagen + Akku-Autos sind ein fragiles System, dass netzdestabilisierend wirkt.
    Photovoltaikanlagen + Elektrolyseur sind grundlastfähig und können auf Spitzenlast/Spitzeneinspeisung netzstabilisierend wirken.

    > Hast du dort auch weitergelesen? Probleme bestehen bei der Flexibilisierung
    > des Netzes. Das muss so oder so flexibler gestaltet werden, wenn du immer
    > mehr dezentrale Einspeiser etc. hast. Sprich auch bei deiner Lösung weiter
    > oben mit dezentraler Stromerzeugung am Dach der Tankstelle müsste das Netz
    > umgebaut werden.
    Probleme entstehen, wenn dezentrale Einspeiser auf weit entfernte, unkoordinierte Verbraucher treffen. Das ist beim Elektrolyseurs und den Einspeiser im nahen Umfeld nicht der Fall, siehe oben.

    > Die Dinger stinken sogar gegen E-Autos ab, obwohl die noch nicht einmal
    > annähernd für alle als Alternative durchgehen.
    In welchen Kategorien ist denn das Akku-Auto besser?
    Tankzeit? Reichweite?

    Die Frage ist, in was wir jetzt investieren: in eine Ladeinfrastruktur für Akku-Autos mit riesigen Problemen für das Stromnetz, für Akku-Autos die weder bei der Reichweite noch bei der Tankzeit massentauglich sind, und keine Lösung für die nachhaltige Erzeugung der Energie bieten.

    Oder in ein H2-Tankstellennetz, das netzstabilisierend wirkt, für das Autos verfügbar sind die in Reichweite+Tankzeit massentauglich sind, und das die gesamte Energie für den Verkehr mit lokalen Photovoltaikanlagen nachhaltig erzeugen kann.

    > In deiner Quelle steht, dass ein Wasserstoffzapfhahn für den Verbraucher
    > "intuitiv zu bedienen" sei. Daher meine Aussage, was den bitte am Prinzip
    > Steckdose unverständlich sein soll.
    Nichts, wie gesagt dass hat niemand gesagt, das hast du wohl nur in diesen Abschnitt hineininterpretiert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.18 19:29 durch pointX.

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