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Die schwedische IVL-Studie ist Schnee von gestern

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  1. Die schwedische IVL-Studie ist Schnee von gestern

    Autor: Phonehoppy 26.06.19 - 15:31

    Die Studie, die im Artikel zitiert wird, und die eine positive Ökobilanz von E-Autos erst nach 8 Jahren errechnet haben will, ist bereits von ihren eigenen Urhebern in Frage gestellt und durch weitere Studien widerlegt worden. Dort wird von einer Akkuproduktion ohne die Einbeziehung erneuerbarer Energie und von einer zu kurzen Lebensdauer des Akkus ausgegangen. Ebenso wird ein Recycling des Akkus nicht berücksichtigt.

    Und zum Thema Lithium-Förderung kann ich nur sagen: Schaut Euch an, was die Mineralölindustrie Tag für Tag für Umweltkatastrophen, Kriege, Ausbeutung und Ungerechtigkeit verursacht. Da ist das, was momentan in der Lithiumgewinnung passiert wenig dagegen. Und bei Lithium hat man noch das Potenzial, das umweltfreundlich und sozial gerecht zu realisieren, während beim Öl der Zug längst abgefahren ist. Zudem ist das Öl, wenn es einmal verbrannt wurde, nur noch in der Luft unserer Umwelt vorhanden, während die Rohstoffe für Batterien, einmal in den Wirtschaftskreislauf eingebracht, auf vielfältige Weise wiederverwendet werden können. In den meisten Artikeln zum Thema wird aber so getan, als handele es sich beim Lithium, wie beim Öl, um einen reinen Verbrauchsstoff. Dies Verzerrt die Wahrnehmung erheblich.

    So wie ich es sehe, kommt ein Großteil der Kritik an der Umstellung auf Elektromobilität nur daher, dass man in einer von Veränderungsängsten geprägten Öffentlichkeit Gründe sucht, einfach so weitermachen zu können, wie bisher. Dazu gehört auch der Verweis auf möglicherweise bessere Technologien, die aber erst zukünftig in der Masse verfügbar sein werden, z.B. die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnik. Solange man immer wieder sagen kann, bald gibt es etwas besseres, muss man sich nicht der Frage stellen, warum man nicht sofort auf eine verfügbare und offensichtliche Alternative umsteigt.

    Und wenn man die Busse von Hyundai oder aus China bestellt hätte, anstatt auf die stückzahlschwachen, handgefeilten Busse von Daimler zu setzen, wären sie auch nicht so teuer geworden. Aber in Deutschland darf ein öffentlich-rechtliches Unternehmen ja keine Fahrzeuge aus ausländischer Produktion einkaufen. Das hätte die BVG aber tun sollen, damit die europäischen Hersteller mal sehen, dass es eben auch Folgen hat, wenn man eine Entwicklung verschläft.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.19 15:46 durch Phonehoppy.

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