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Schwedenstudie genau

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  1. Schwedenstudie genau

    Autor: Mach0 26.06.19 - 13:08

    "...auf Umwelt und indigene Völker in Abbaugebieten von Rohstoffen sind ein Problem."
    https://edison.handelsblatt.com/erklaeren/lithium-aus-lateinamerika-umweltfreundlicher-als-gedacht/24022826.html

    "...Dazu kommt ein hoher Kohlendioxid-Ausstoß bei der Erzeugung der Akkus."
    Und was ist mit dem Hochleistungsstahl für Ventile, Kolben, Nocken- und Kurbelwelle etc.? Der wächst auf Bäumen oder wird dieser in Hochöfen Produziert? Wäre mir neu wenn Akkus in der Herstellung Hochöfen benötigten. Von Seltenen-Erden für Katalysatoren (welche zu rund 50% unwiederbringlich verblasen werden) will ich gar nicht anfangen.

    Öl und Verbrenner-Fahrzeuge sind also im Vergleich kein Problem?! Wieviele Kriege, Öl- und mittlerweile auch Fracking-Katastrophen, Smog- und Feinstaub etc. braucht es eigentlich noch?

    Das BEV ist das mit Abstand beste was wir zur Zeit haben. Ich finde es wurde genug gelabert.

    Und was die Debatte bezüglich Arbeitsplatzverluste in der DE-Automobilindustrie angeht, die anderen Länder stellen um, völlig egal was wir in DE davon halten oder was hier bei uns diskutiert wird. Entweder wir liefern oder das war's! USA, China, Indien und viele EU Länder stellen auf Elektrofahrzeuge um, und wenn unsere Industrie nicht liefern will/kann dann wird es jemand anderes tun. Wie wird es dann um die Arbeitsplätze in DE stehen!?

    ...wie mich diese unreflektierten Debatten auf den Keks gehen -.-



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.19 13:15 durch Mach0.

  2. Re: Schwedenstudie genau

    Autor: emdotjay 26.06.19 - 13:49

    Mach0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "...auf Umwelt und indigene Völker in Abbaugebieten von Rohstoffen sind ein
    > Problem."
    > edison.handelsblatt.com
    >
    > "...Dazu kommt ein hoher Kohlendioxid-Ausstoß bei der Erzeugung der
    > Akkus."
    > Und was ist mit dem Hochleistungsstahl für Ventile, Kolben, Nocken- und
    > Kurbelwelle etc.? Der wächst auf Bäumen oder wird dieser in Hochöfen
    > Produziert? Wäre mir neu wenn Akkus in der Herstellung Hochöfen benötigten.
    > Von Seltenen-Erden für Katalysatoren (welche zu rund 50% unwiederbringlich
    > verblasen werden) will ich gar nicht anfangen.
    >
    > Öl und Verbrenner-Fahrzeuge sind also im Vergleich kein Problem?! Wieviele
    > Kriege, Öl- und mittlerweile auch Fracking-Katastrophen, Smog- und
    > Feinstaub etc. braucht es eigentlich noch?
    >
    > Das BEV ist das mit Abstand beste was wir zur Zeit haben. Ich finde es
    > wurde genug gelabert.
    >
    > Und was die Debatte bezüglich Arbeitsplatzverluste in der
    > DE-Automobilindustrie angeht, die anderen Länder stellen um, völlig egal
    > was wir in DE davon halten oder was hier bei uns diskutiert wird. Entweder
    > wir liefern oder das war's! USA, China, Indien und viele EU Länder stellen
    > auf Elektrofahrzeuge um, und wenn unsere Industrie nicht liefern will/kann
    > dann wird es jemand anderes tun. Wie wird es dann um die Arbeitsplätze in
    > DE stehen!?
    >
    > ...wie mich diese unreflektierten Debatten auf den Keks gehen -.-

    Ich finde es immer amüsant wie Umweltbewusst Elektrofahrzeug Gegner doch sind.
    Also ob konventioneller Antrieb die umweltbewusstere Alternative ist.

    Tatsache ist jede form von Verkehr ist für unsere Umwelt nciht förderlich da, Transportmittel und damit Rohstoffe und Triebstoffe gebraucht werden.

    Aber der Bürger will erstens das Transportmittel und die Fahrt nichts kosten, alles was mehr kostet ist per se schlecht.

  3. Re: Schwedenstudie genau

    Autor: McTristan 26.06.19 - 13:51

    Stimmt, immer wieder werden die gleichen veralteten Studien genannt, auf die Umweltprobleme und den Energie und teilweise Wasseraufwand zur Herstellung von herkömmlichen Kraftstoffen geht auch keiner ein. Auch der Fakt, dass man den Akku nach seiner regulären Laufzeit noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte weiterverwenden kann, die Rohstoffe also nicht weg sind, wird nicht eingegangen. Auch sind Ladezyklen immer vollständige Ladezyklen - d.h. 3000 vollständige Ladezyklen erreicht man nicht mal eben. Und nicht zuletzt: Grundsätzlich ist doch alles immer nur schlecht hier in Deutschland. Vielleicht sollten wir mal etwas an unserer Einstellung ändern. Sinnlos Öl zu verbrennen ist jedenfalls nicht die Lösung.

  4. Re: Schwedenstudie genau

    Autor: floxiii 26.06.19 - 14:05

    Durch den derzeitigen überhasteten Kohle-, Atom- und Dieselausstieg verlagert sich die Umweltzerstörung nur.

    http://www.bbc.com/future/story/20150402-the-worst-place-on-earth

    Neodym, das für Elektromotoren und -Generatoren benötigt wird, ist bei der in China praktizierten Herstellung auch eine gigantische Katastrophe:

    http://file.scirp.org/pdf/IJNM_2017070615371026.pdf

    Wenn man das Global Warming Potential (GWP) von CO2 mit 1 annimmt, hat CF4 ein GWP von 6630 über einen Zeitraum von 100 Jahren - siehe Seite 87:

    https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2018/05/SYR_AR5_FINAL_full_wcover.pdf

  5. Re: Schwedenstudie genau

    Autor: Dwalinn 26.06.19 - 14:27

    VW hat dafür den Golf eine Wheel to Wheel Berechnung gemacht. Der e Golf ist ab 160.000km Umwelt schonender als der Verbrenner (ich glaube Diesel war der vergleichsgegner). Klar bei 250.000km die ein Golf laut VW hält ist das immer noch deutlich besser ich komme aber nichtmal in 20 Jahren an diese Kilometerzahl da ich möglichst auf öffentlichen Verkehr oder Fahrgemeinschaften setze.

  6. Re: Schwedenstudie genau

    Autor: schily 26.06.19 - 15:35

    Für die 160000km braucht ein BVG Bus aber nur 112 Wochen, also etwas über 2 Jahre.

    Die BVG fährt jede Woche 2 Millionen km mit den Bussen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 26.06.19 15:36 durch schily.

  7. Re: Schwedenstudie genau

    Autor: Phonehoppy 26.06.19 - 15:41

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > VW hat dafür den Golf eine Wheel to Wheel Berechnung gemacht.


    Ich glaube, Du meinst "Well to Wheel"...

    Die Zahlen von VW mögen stimmen, aber ich denke auch, bei der aktuellen Marktsituation hat VW auch ein Interesse daran, seine Diesel gegenüber Elektro nicht als zu schlecht darzustellen. Der eGolf ist immer noch ein "Compliance Car", der vornehmlich den Flotten-CO2-Ausstoß des VW-Angebots durch seine bloße Existenz drücken soll, VW ist daher wenig an einer allzu großen Nachfrage nach dem eGolf interessiert, und könnte diese auch gar nicht bedienen. Ändern wird sich das erst, wenn der ID.3 tatsächlich erhältlich ist.
    Aber selbst wenn die Zahl stimmt: Es kommt ja nicht darauf an, dass Du als Erstbesitzer diese 160.000 km fährst, sondern man muss das auf die Gesamtlebensdauer eines Autos betrachten, und da sind 160.000 km nicht so viel.

  8. Re: Schwedenstudie genau

    Autor: B.I.G 26.06.19 - 21:18

    Phonehoppy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Aber selbst wenn die Zahl stimmt: Es kommt ja nicht darauf an, dass Du als
    > Erstbesitzer diese 160.000 km fährst, sondern man muss das auf die
    > Gesamtlebensdauer eines Autos betrachten, und da sind 160.000 km nicht so
    > viel.

    Dazu kommt, was in der VW Veröffentlichung nicht berücksichtig wurde:
    Der Akku kann nach seiner Nutzung im Fahrzeug noch Jahre bis Jahrzehnte als Pufferspeicher dienen bevor er schließlich ins Recycling geht wobei wesentlich weniger Energie benötigt wird als bei der Herstellung aus frisch erschlossenen Ressourcen.
    Es wird für den Akku also nur besser, für die Verbrenner schlechter.

  9. Re: Schwedenstudie genau

    Autor: schily 27.06.19 - 16:05

    Bei der BVG sieht es so aus:

    Nach 2 Jahren hat sich der AKKU mit seinen Umweltschäden bei der Produktion amortisiert und danach kann er umweltschonend verwendet werden.

    Nach 4 Jahren ist der AKKU ausgelutscht und muß getauscht werden. Da hat er aber bereits 2 Jahre hinter sich in denen er den Bus umweltfreundlicher als ein herkömmlicher Antrieb bewegt hat.

  10. Re: Schwedenstudie genau

    Autor: B.I.G 27.06.19 - 16:21

    schily schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nach 4 Jahren ist der AKKU ausgelutscht und muß getauscht werden. Da hat er
    > aber bereits 2 Jahre hinter sich in denen er den Bus umweltfreundlicher als
    > ein herkömmlicher Antrieb bewegt hat.

    Plus nach den 4 Jahren kann er durch geringeren Energieeinsatz recycled werden, es müssen keine neuen Ressourcen in Chile oder sonst wo abgebaut werden und der aus dem Recycling neu gebaute Akku braucht unter Umständen nur noch 6 Monate bis er sich energetisch Amortisiert hat (Achtung, das ist irgendeine Zahl, ich habe aktuell keinerlei Info zur Energieeffizienz beim Recycling).

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