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Der Computer als besserer Fahrer...

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  1. Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Niaxa 14.03.16 - 10:02

    Ich finde es wirklich enorm falsch, hier die Recheneinheit als selbstständiges Ding zu behandeln. Das Teil macht nichts anderes, als Parameter und Algorithmen zu berechnen. Diese werden aber nicht von dem Rechner selbst, sondern ebenfalls von Menschen (Programmierern) festgelegt. Jede einzelne Aktion, die der Rechner ausführt, wird ihm vorher auf den Weg gegeben. Inklusive der Werte wie und wann er überhaupt reagieren soll. Der Rechner "entscheidet" überhaupt nichts selbst. Er fährt auch nicht selbst. Eine Software steuert das Fahrzeug und diese ist so intelligent, wie man sie eben schreibt. Sie hat auch keinen Spielraum, gegen ihren Programmablauf zu agieren. Sie kann eben nur Berechnungen im Rahmen ihrer programmierten Möglichkeiten durchführen. Also so ganz und gar nicht autonom. Wenn diese Berechnungen in einem bestimmten Fall also z.B. ergeben, das das Fahrzeug jetzt eine Vollbremsung und kein Ausweichmanöver durchführen soll, dann wird die Software dies umsetzen.

    Die Frage ist aber nicht, ob die Software schnellere und bessere Entscheidungen fällen kann, sondern wer die Verantwortung übernimmt, wenn diese Software aufgrund fehlerhafter Programmierung oder abstürze etc., Fehler verursacht und es zu einem Unfall kommt.

  2. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Frankenwein 14.03.16 - 10:25

    Tut mir leid aber du hast unrecht. Es gibt keinen Programmierer der Eingaben macht wie "If auto kommt schnell von hinten then spur nicht wechseln". Die Software lernt heutzutage selbst, das ist erst seit ein paar Jahren so, aber wird für die Google Autos benutzt. Es hat in einer Simulation irgendwann mal gelernt "Aha, wenn ein Auto schnell von hinten kommt kann ich die Unversehrtheit des Fahrzeugs nicht sicherstellen, deswegen kein Spurwechsel".

    Ähnlich funktioniert auch AlphaGo, da hat auch kein Entwickler alle Entscheidungen selbst gemacht, sondern das Programm befähigt Entscheidungen zu treffen, und zwar auf Datengrundlagen die dem Programmierer nicht bekannt sind.

  3. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Kondratieff 14.03.16 - 10:31

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jede einzelne Aktion, die der Rechner ausführt, wird ihm vorher auf den Weg
    > gegeben. Inklusive der Werte wie und wann er überhaupt reagieren soll. Der
    > Rechner "entscheidet" überhaupt nichts selbst. Er fährt auch nicht selbst.

    Kennen Sie technische Multiagentensysteme (https://de.wikipedia.org/wiki/Multiagentensystem)?
    Diese übernehmen z.B. vielerorts schon Börsenspekulationen. Es gibt in der Technikforschung verschiedene Ansätze, solche (und andere) Technik zu kategorisieren. Eine Art, das zu tun, ist nach dem Grad der Aktivität (vgl. Rammert (2003): Technik in Aktion: Verteiltes Handeln in sozio- technischen Konstellationen). Demnach gibt es passive (z.B. Hammer), aktive (z.B. Fließband), reaktive (z.B. über Sensorik u. Aktorik gesteuert), interaktive (z.B. Multiagentensysteme) und transaktive ("intelligente Technik, die ihren Code selbst schreiben und so für Überraschungen sorgen kann) Technik. Interaktive und transaktive Technik gehört zur "Liga" der avancierten Technik und sind oft dazu fähig, selbstständig zu lernen und so ein Stück weit mit zukunftsgerichteter Unsicherheit umzugehen (im Fall der transaktiven Technik ist eben das die Definition).

    Sollte Google also ihre Autos als transaktive Technik entwickelt haben, kann die Technik selbst innerhalb gewisser Schranken (ähnlich wie Menschen in der Gesellschaft auch innerhalb gewisser Schranken operieren) Entscheidungen treffen.

  4. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Niaxa 14.03.16 - 10:32

    Das ist falsch. Das lernen geschieht in einem vorgegebenem Maß. Die Datengrundlagen sind festgelegt. Damit ist gemeint, es ist festgelegt welche Art von Daten hier aufschlagen. Das Fahrzeug lernt nur in bestimmtem Maß und was es lernen kann ist vorgegeben. Gefahrensituationen bewertet die Software genau nach Vorgabe. Die Werte, die bei den Berechnungen herauskommen, sind das einzige, das der Programmierer nicht kennt. Wäre ja auch fatal, wenn das Fahrzeug Dinge lernt, die der Programmierer nicht unter Kontrolle hat.

  5. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: robinx999 14.03.16 - 10:32

    Wer die Schuld trifft ja das ist eine Interessante Frage, zumindest wenn man irgendwann von Vollständig Autonomen Fahrzeugen ausgeht. Wobei man da vermutlich unterscheiden muss zwischen Finanziellem Schaden und und Persönliche Haftung.
    Der Finanzielle Aspekt dürfte vermutlich leicht durch eine Haftpflichtversicherung gedeckt sein ähnlich wie bisher.
    Persönliche Haftung dürfte hier vermutlich sogar raus fallen sofern man keinen Vorsatz oder Grobe Fahrlässigkeit nachweisen kann. Klar es mag Moralisch für einige Problematisch sein das irgendetwas einen Unfall verursacht und es keinen Schuldigen gibt wobei es das ja jetzt teilweise auch schon gibt (Geplatzter Reifen oder Herzinfarkt als Unfallursache)

  6. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Niaxa 14.03.16 - 10:38

    Sie entscheidet nicht selbst, sondern der Programmierer entscheidet, was die Software lernen darf und was nicht. Man sagt laienhaft ausgedrückt z.B. lerne deine Geschwindigkeit selbst anhand der Geschwindigkeitsdaten der anderen Fahrzeuge, aber überschreite auf gar keinen Fall in der Stadt 50-60 KM/H. Das ist keine selbstständige Entscheidung. Man geht kein Risiko hier ein und programmiert ein Fahrzeug, das machen kann was es will. Es hat auch keinen Willen und wir sind auch noch Jahre davon entfernt ein selbstständiges neuronales Netzwerk zu entwickeln. Das sieht immer so schön danach aus, aber um so tiefer man sich damit beschäftigt um so näher kommt man der Erkenntnis, das hier auch nur starre Abläufe gegeben sind.

  7. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: wasdeeh 14.03.16 - 10:41

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Wäre ja
    > auch fatal, wenn das Fahrzeug Dinge lernt, die der Programmierer nicht
    > unter Kontrolle hat.

    Jep, ist auch eine der Hauptherausforderungen aktueller KI-Forschung.
    Denn genau so ist es nämlich.

  8. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Nogul 14.03.16 - 10:41

    Wie gut können die Autos mit landesspezifischen Fahrgewohnheiten umgehen?

    Von Niki Lauda, dem man unterstellen kann, dass er Auto fahren kann hörte man er würde sich nicht trauen, in China ans Lenkrad zu setzen. Käme da das Google Auto auch durch oder müsste es einen China-Führerschein machen?

  9. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Niaxa 14.03.16 - 10:43

    Wenn Versicherungen den Schaden bezahlen und es auch keinen Unfallschuldigen mehr gibt, sehe ich das durchaus für i.O. Wenn aber mein Fahrzeug jemandem hinten rein fährt und ich danach als Schuldiger da stehe und dann auch noch meine Versicherung hoch geht, dann sehe ich das nicht ein. Wenn ich selbst fahre, ist das was anderes.

  10. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Niaxa 14.03.16 - 10:55

    Ist es nicht und das ist absoluter Quatsch. So würdest du in keinem Fall eine Straßenzulassung bekommen, mit der Argumentation... "Naja wir wissen nur das unser Fahrzeug lernt... Was? Das müssen sie es schon selbst fragen, darüber haben wir keine Kontrolle. MhM ganz großer Plan.

  11. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Kondratieff 14.03.16 - 10:58

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie entscheidet nicht selbst, sondern der Programmierer entscheidet, was
    > die Software lernen darf und was nicht.

    Deswegen sagte ich ja, innerhalb gewisser Grenzen/Schranken. Es gibt allerdings tatsächlich schon Maschinen, die Überraschungen liefern, die auch die Entwickler nicht vorausgesehen hatten (siehe z.B. den AMAR3 Haushaltsroboter, vgl. Häußling 2012: Design als soziotechnische Relation. Neue Herausforderungen der Gestaltung inter- und transaktiver Technik am Fallbeispiel humanoider Robotik).

    Was den Menschen betrifft, so gibt es seit langer Zeit nie endende Debatten in der Philosophie, Soziologie, Psychologie, Anthropologie, Kognitionswissenschaft etc.: ist der Mensch frei, oder ist seine Handlungs- und Entscheidungsfreiheit nur theoretischer Natur? Ist der Mensch nicht vielmehr durch seine Sozialisation eingeschränkt in dem, was er machen kann/darf. Wie sorgt z.B. die Gesellschaft bzw. die gesellschaftlichen/sozialen Kreise, in der sich Menschen bewegen, durch Sanktionen für ein angepasstes Verhalten? Werden Menschen nicht schon durch frühkindliche Erziehung/Sozialisation in Denkmuster gezwängt, die ein entsprechendes Denken und Handeln bewirken?

  12. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Niaxa 14.03.16 - 11:05

    Ich meinte nicht, das es das nicht gibt, man gibt aber automatisierten Fahrzeugen nicht die Fähigkeit dazu, Willkür walten zu lassen.

    Das mit dem Mensch ist so eine Glaubenssache. Da kann man sich in allen Richtungen verlieren. Durch das soziale Umfeld und der Erziehung aber, sehe ich die freie Entscheidungsgewalt aber nicht für nicht gegeben. Das nimmt einem ja nicht die Fähigkeit zu entscheiden. Es beeinflusst einen lediglich. Und das auch nur, wenn man sich beeinflussen lässt. Wenn das anders wäre, gäbe es bei weitem nicht solch viele Unterschiedliche Menschen.

  13. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: _4ubi_ 14.03.16 - 11:06

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es wirklich enorm falsch, hier die Recheneinheit als
    > selbstständiges Ding zu behandeln. Das Teil macht nichts anderes, als
    > Parameter und Algorithmen zu berechnen. Diese werden aber nicht von dem
    > Rechner selbst, sondern ebenfalls von Menschen (Programmierern) festgelegt.

    Dieses Ding berechnet aufgrund von Daten eine Wahrscheinlichkeit und entscheidet.
    Dein Hirn macht das nicht viel anders, du greifst dabei auf Erlerntes und Erfahrungen zurück und entscheidest am Schluss aufgrund einer Wahrscheinlichkeit bzw. Abwägung ("Ich weiche aus, Bremsen reicht mir wahrscheinlich nicht mehr")

    > Jede einzelne Aktion, die der Rechner ausführt, wird ihm vorher auf den Weg
    > gegeben. Inklusive der Werte wie und wann er überhaupt reagieren soll. Der
    > Rechner "entscheidet" überhaupt nichts selbst. Er fährt auch nicht selbst.

    Du hast, wenn du dich im Straßenverkehr NORMAL verhältst, auch fast keinen Entscheidungsspielraum. Fährst du in einer Kolonne, hältst du den Abstand ein, bremst rechtzeitig und hältst die Spur. Das alles macht das autonome Auto auch. Die Entscheidungsgrundlage und das Ergebnis ist bei autonomen Fahrzeug und von Menschen gesteuertes Fahrzeug sehr ähnlich.

    > Eine Software steuert das Fahrzeug und diese ist so intelligent, wie man
    > sie eben schreibt. Sie hat auch keinen Spielraum, gegen ihren
    > Programmablauf zu agieren. Sie kann eben nur Berechnungen im Rahmen ihrer
    > programmierten Möglichkeiten durchführen. Also so ganz und gar nicht
    > autonom.

    Willst jetzt auf Kant hinaus? Mit autonom ist die Selbstständigkeit gemeint und diese ist gegeben. Denn ein eingreifen des Menschen ist nicht mehr notwendig.
    (Auch wenn dieser zur Entwicklung nötig war)

    > Wenn diese Berechnungen in einem bestimmten Fall also z.B.
    > ergeben, das das Fahrzeug jetzt eine Vollbremsung und kein Ausweichmanöver
    > durchführen soll, dann wird die Software dies umsetzen.

    Ja. Wie bei einem Menschen übrigens auch.

    > Die Frage ist aber nicht, ob die Software schnellere und bessere
    > Entscheidungen fällen kann, sondern wer die Verantwortung übernimmt, wenn
    > diese Software aufgrund fehlerhafter Programmierung oder abstürze etc.,
    > Fehler verursacht und es zu einem Unfall kommt.

    Das ist eine reine juristische Frage. Keine technische oder moralische.
    Dafür gibt es viele Lösungsansätze, was natürlich zu überhitzten Diskussionen führen wird, aber schlussendlich doch gelöst werden wird.

  14. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Niaxa 14.03.16 - 11:20

    Ich kann mich dazu entscheiden, dem Vordermann rein zu fahren, um z.B. Geld von meiner Versicherung zu bekommen, auch wenn diese dann hoch geht, aber vielleicht brauche ich im Moment einfach nen dicken Batzen Geld und das Auto musste eh weg...

    Kann das ein Fahrzeug lernen? Ohne das ein Programmierer eingreifen muss? Nein kann es nicht. Ich kann mich dazu entscheiden schneller oder langsamer im Verkehr zu fahren und Strafe/Recht/Regeln/Verhältnismäßigkeit abwägen. Kann das dein Fahrzeug? Nö!

    Was das Fahrzeug kann, ist das zu tun und zu lernen, was man ihm von Anfang an mitgegeben hat nicht einen Fatzen mehr. Es wird auch nie lernen über das Navi/Radio mit mir eine gepflegte Unterhaltung über autonom und Automat zu führen, weil es nichts lernt wie der Mensch. Der Mensch lernt Dinge und kann daraus alles mögliche, auch unwahrscheinliche, ableiten. Das kann kein Mensch programmieren. Nicht mal im geringsten Ansatz.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.16 11:23 durch Niaxa.

  15. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Kondratieff 14.03.16 - 11:28

    Wir sind zwar sehr off topic, aber hier eine Definition von Individualisierung:

    Der individuelle Mensch wird erzeugt aus der Kreuzung seiner sozialen Kreise (Simmel). Ein Kreis von mir ist z.B., dass ich ein Forumbesucher dieses Forums bin. Das eine Gemeinsamkeit zwischen uns. Aber ich gehöre auch dem Kreis der deutsch-amerikaner an, bin Motorradfahrer, bin Technik-/Innovationsforscher etc. Damit will ich sagen, dass ich in vielen Kreisen mich so verhalte wie andere desselben Kreises, aber meine Mischung/Kreuzung der sozialen Kreise macht mich nach der e.g. Definition einzigartig.

    Man kann argumentieren, dass Menschen die natürliche Fähigkeit besitzen (körperlich wie kognitiv), selbstständig zu agieren. Allerdings kann man gleichzeitig argumentieren, dass Menschen die meiste Zeit über sozial handeln (Handlungsbegriff nach Weber: soziales Handeln = auf das Handeln oder Verhalten anderer Menschen bezogen oder orientiert), indem sie auch - bewusst oder unterbewusst - die Konsequenzen ihrer Handlungen, damit sind nicht zuletzt die angesprochenen Sanktionen der Kreise gemeint, als handlungsleitend voraussetzen.

    Nicht umsonst kann man statistisch, z.B. wunderbar mithilfe der Regression, zu einem gewissen Grad berechnen, wie Menschen sich in bestimmten Situationen verhalten bzw. wie sie in bestimmten Situationen handeln.

  16. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Niaxa 14.03.16 - 11:41

    Das stimmt schon, das sagt mir aber nur, das der Mensch sich gerne in einer Gesellschaft bewegt und hier auch gerne leiten lässt. Bestenfalls ist er somit leicht beeinflussbar. Aber auch das spricht für seine Selbstständigkeit. Den ein starres Wesen, ohne eigenen Willen, könnte man erst gar nicht beeinflussen.

    Bestes Beispiel finde ich sind Trennungen nach Langzeitbeziehungen. Ein Mensch der sich lange an alltägliches Verhalten und an alltägliche Abläufe gewohnt hat, sowie diese nur noch unterbewusst wie ein Programm abspult, kann sich ganz schnell auch wieder anders verhalten. Zum Beispiel, in einer neuen Beziehung.

  17. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: pythoneer 14.03.16 - 11:42

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mich dazu entscheiden, dem Vordermann rein zu fahren, um z.B. Geld
    > von meiner Versicherung zu bekommen, auch wenn diese dann hoch geht, aber
    > vielleicht brauche ich im Moment einfach nen dicken Batzen Geld und das
    > Auto musste eh weg...
    >
    > Kann das ein Fahrzeug lernen? Ohne das ein Programmierer eingreifen muss?
    > Nein kann es nicht.

    Natürlich kann es das, ziemlich einfach sogar – du musst es als Programmierer aber "erlauben" und sagen, dass Geld ein Zielparameter für die "Fitness" beim lernen ist. Darunter werden dann Lösungen sein die genau das beschriebene "ausprobieren" – eventuell dann aber verwerfen weil es nicht zielführend (dumm) ist.

    > Ich kann mich dazu entscheiden schneller oder langsamer
    > im Verkehr zu fahren und Strafe/Recht/Regeln/Verhältnismäßigkeit abwägen.
    > Kann das dein Fahrzeug? Nö!

    Sicherlich.

    > Was das Fahrzeug kann, ist das zu tun und zu lernen, was man ihm von Anfang
    > an mitgegeben hat nicht einen Fatzen mehr. Es wird auch nie lernen über das
    > Navi/Radio mit mir eine gepflegte Unterhaltung über autonom und Automat zu
    > führen, weil es nichts lernt wie der Mensch. Der Mensch lernt Dinge und
    > kann daraus alles mögliche, auch unwahrscheinliche, ableiten. Das kann kein
    > Mensch programmieren. Nicht mal im geringsten Ansatz.

    Wenn in den Fahrzeugen deep learning verwendet wird kann es natürlich Dinge lernen die vom Programmierer nicht vorgesehen waren. Siehe AlphaGo ... scheinbar gibt es da Strategien an die noch niemand außer AlphaGo gedacht hat und fasziniert die Fachwelt.

    Sone Systeme sind einfach nicht mehr die alten imperativen Programme wo es Programmierer gibt die sich bestimmte Algorithmen ausdenken. Die lernt die Maschine selber – ob du es jetzt glauben willst oder nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.16 11:43 durch pythoneer.

  18. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: _4ubi_ 14.03.16 - 11:57

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mich dazu entscheiden, dem Vordermann rein zu fahren, um z.B. Geld
    > von meiner Versicherung zu bekommen, auch wenn diese dann hoch geht, aber
    > vielleicht brauche ich im Moment einfach nen dicken Batzen Geld und das
    > Auto musste eh weg...
    >
    > Kann das ein Fahrzeug lernen? Ohne das ein Programmierer eingreifen muss?
    > Nein kann es nicht. Ich kann mich dazu entscheiden schneller oder langsamer
    > im Verkehr zu fahren und Strafe/Recht/Regeln/Verhältnismäßigkeit abwägen.
    > Kann das dein Fahrzeug? Nö!

    Natürlich ist ein Algorithmus möglich, der unterschiedliche Dinge versucht, Parameter selbstständig ändert und verschieden Ansätze versucht.
    Nur ist das hier ja im autonomen Fahrzeugbau nicht gewollt!

    > Was das Fahrzeug kann, ist das zu tun und zu lernen, was man ihm von Anfang
    > an mitgegeben hat nicht einen Fatzen mehr. Es wird auch nie lernen über das
    > Navi/Radio mit mir eine gepflegte Unterhaltung über autonom und Automat zu
    > führen, weil es nichts lernt wie der Mensch. Der Mensch lernt Dinge und
    > kann daraus alles mögliche, auch unwahrscheinliche, ableiten. Das kann kein
    > Mensch programmieren. Nicht mal im geringsten Ansatz.

    Auf was willst du hinaus? Unsere Automaten (autonom fahrende Fahrzeuge) haben keinen freien Willen, ja. Gut so, ist auch so gewollt!

    Software ist soweit programmierbar, dass sie sich selbst Wege zur Lösungen von Problemen sucht und selbstständig Entscheidungen hierüber treffen kann. Und wenn man wollte, könnte Software auch unwahrscheinliches daraus ableiten.
    Dafür braucht man keine neue Programmierarbeit!!
    Von vielen Dingen sind wir noch weit entfernt, aber zu behaupten so etwas sei nicht möglich, ist kurzsichtig.

  19. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: kylecorver 14.03.16 - 12:23

    Frankenwein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tut mir leid aber du hast unrecht. Es gibt keinen Programmierer der
    > Eingaben macht wie "If auto kommt schnell von hinten then spur nicht
    > wechseln". Die Software lernt heutzutage selbst, das ist erst seit ein paar
    > Jahren so, aber wird für die Google Autos benutzt. Es hat in einer
    > Simulation irgendwann mal gelernt "Aha, wenn ein Auto schnell von hinten
    > kommt kann ich die Unversehrtheit des Fahrzeugs nicht sicherstellen,
    > deswegen kein Spurwechsel".
    >
    > Ähnlich funktioniert auch AlphaGo, da hat auch kein Entwickler alle
    > Entscheidungen selbst gemacht, sondern das Programm befähigt Entscheidungen
    > zu treffen, und zwar auf Datengrundlagen die dem Programmierer nicht
    > bekannt sind.

    Haha echt nice zu sehen, wieviele Trolle hier im Forum unterwegs sind. Noch nie was mit nem autonomen Auto gemacht - aber kann gleich auflisten, wie man es nicht macht. gg ez.

  20. Re: Der Computer als besserer Fahrer...

    Autor: Niaxa 14.03.16 - 12:45

    Oh man du sagst es doch selbst. Es lernt nur was der Programmierer erlaubt. Naja egal lassen wirs.

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