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  5. › CO2-Emissionen und Lithium: Ist das…

Äpfel mit Birnen vergleichen

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  1. Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: Harddrive 12.07.19 - 10:08

    Sicherlich mag der Artikel in dem einen oder anderen Punkt recht haben, aber er prangert die Ungenauigkeit von Anderen an und macht es selber nicht viel besser. Denn in dem Punkt "Ist die CO2-Bilanz wirklich so schlecht?" wird gesagt, dass es auch E-Autos gibt, die weniger CO2 bei der Herstellung produzieren, da sie ja auch einen kleineren Akku hätten. Das stimmt sicherlich, aber man kann das dann doch nicht mehr sinnvoll mit einem Diesel vergleichen. Um einen vernünftigen Vergleich heranziehen zu können müsste wenigstens mal die Fahrzeuggröße und die Reichweite gleich oder ähnlich sein. Ich vergleiche ja auch keinen Traktor mit einem Porsche in Sachen Geschwindigkeit.
    Wenn ich meinen alten Diesel nehme, so kommt der im Schnitt 800 km weit und verbraucht durchschnittlich 6 l / 100 km. Ein von der Größe vergleichbares Auto wäre der Tesla Model 3, welcher einen 75 kWh Akku hat und ca 400 km weit kommt. Um nun auf die 800 km Reichweite zu kommen, bräuchte der Tesla einen 150 kWh Akku.
    Wenn man nun die Zahlen aus dem Bericht nimmt, dann kann verglichen bei einem E-Auto mit 100 kWh Akku ein Dieselfahrzeug mit durchschnittlich 8l / 100 km ca 80.000 km weit fahren, um auf die gleiche CO2 Bilanz zu kommen, wie das E-Auto direkt nach der Herstellung. Wenn der Tesla nun einen 150 kWh Akku braucht, um auf die gleiche Reichweite zu kommen, dann könnte in der CO2 Bilanz ein Diesel schon 120.000 km weit fahren. Berücksichtigt man dann noch, dass mein Auto nur 6 l / 100 km verbraucht und keine 8l, also 25 % weniger Verbrauch und Schadstoffe, dann muss man diese auch noch bei der CO2 Bilanz mit drauf rechnen. In dem Fall sind es dann 150.000 km, die mein Auto fahren kann, bis ein vergleichbarer Tesla Model 3 mit entsprechender Reichweite in der CO2 Bilanz auf der gleichen Höhe ist.
    Berücksichtigt man nun, dass ein Auto in Deutschland durchschnittlich 234.000 km fährt, bis es verschrottet wird, so bleiben nur noch 84.000 km, um in der CO2 Bilanz besser dazustehen. Allerdings gibt es in Deutschland einen Strom-Mix gibt, bei dem es auch sehr dreckige Kohlekraftwerke gibt, wodurch am Ende der Vorteil nur sehr sehr minimal ausfallen dürfte.

    Und sich die Produktion der Akkus schön zu reden, indem man sagt, dass man für die Produktion auch Ökostrom nehmen kann, um die CO2 Bilanz zu verbessern, hinkt ziemlich. Denn sowohl die komplette Produktion eines Diesels als auch eines E-Autos könnte mit Ökostrom bewältigt werden. Macht man aber nicht! Selbst wenn Tesla einen Teil der Produktion mit Ökostrom abdeckt, so werden es sicherlich keine 100 % sein. Und spätestens in Asien werden die Akkuzellen mit dreckigem Strom gebaut werden. Die Analysen, welche gemacht wurden, gehen vom IST-Zustand aus und nicht vom HÄTTE-Zustand. Daher hinkt dieser Artikel gewaltig und sollte nochmals deutlich überarbeitet werden!

  2. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: osolemiox 12.07.19 - 10:18

    Die Frage ist halt, ob man Reichweite X im Alltag überhaupt benötigt. In 99% der Fälle dürfte das nicht der Fall sein. Entsprechend große Akkus zu verbauen geht entsprechend am realen Bedarf vorbei, zu Lasten der Umwelt. Aber gerade deshalb sollte auch nicht pauschalisiert werden: "Elektroauto" vs. "Verbrenner"... stattdessen sollten sparsame Elektroautos mit kleinen Akku gelobt und ressourcenfressende Protzkarten à la Tesla angeprangert werden. Ich finde sogar, dass die maximale Akkukapazität irgendwie politisch gesteuert werden muss, wenn schon nicht durch ein Verbot, dann durch entsprechend höhere Steuern/Abgaben/keine Kaufprämie!

    Denn schließlich hat das deutsche Startup Loremo schon 2006 deutlich gemacht, dass mit einem kleinen, aerodynamischen 2+2 Sitzer auch mit einem "kleinen" 20 kWh Akku Reichweiten von ca. 350 km möglich sind.

  3. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: E-Mover 12.07.19 - 10:42

    In wie vielen threads willst Du denn noch Dein totes Loremo Pferd weiterreiten???

  4. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: kraemere 12.07.19 - 11:29

    Mit deinem Vergleich gehst du aber auch davon aus, dass man jederzeit die Reichweite eines
    Diesels benötigt. Sprich 800km in kürzester Zeit. Denn wenn du Pausen mit berücksichtigen würdest, würde es wieder anders aussehen.
    Die neuen Supercharger V3 können angeblich einen Tesla Model 3 (LR) mit 250kW laden.
    Laut der Mitteilung wären das 5min pro 120km Reichweite.

    Ich glaube das sollte für die meisten Ausreichen und somit benötigt man für die 800km
    "nur" eine Pause von ca. 15min.

  5. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: osolemiox 12.07.19 - 12:00

    E-Mover schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In wie vielen threads willst Du denn noch Dein totes Loremo Pferd
    > weiterreiten???

    Physik ist Physik. Was Loremo wegen Geldmangel nicht in die Serie geschafft hat, kann jemand anderes genauso. Es muss endlich ein Umdenken her, spätestens jetzt wo ein Tank eben nicht mehr nur 50 Liter Bauraum einnimmt, nichts wiegt und keine 100 Euro kostet, sondern wo der "Tank" plötzlich zum teuersten, schwersten und ressourcenfressendsten Baustein des gesamtes Fahrzeuges wird.

  6. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: redmord 12.07.19 - 12:05

    Das Elektroauto ist keine Systemfrage. Wir müssen uns nicht wirklich entscheiden, aber wir können Vorteile einer Technik nutzen. Das Elektroauto ist zb auf der Kurzstrecke mega. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in 15 Jahren in Großstädten fast nur noch zum Elektroauto gegriffen wird. 50-150 km Reichweite langen da komplett. Wer ab und zu raus fährt, greift vielleicht lieber zum Hybrid und wer Kilometer frisst, wird eine hohe Energiedichte benötigen und somit noch sehr lange zum Verbrenner greifen. Vielleicht in 10 Jahren mit CO2 neutralem E-Fuell und dies in 20 Jahren evtl. auch schadstofffrei oder Wasserstoff, was ich bei LKW greifbarer als die Batterie sehe.

    Es ist kein entweder oder. Benutzt dort Technik, wo sie sinnvoll ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 12.07.19 12:10 durch redmord.

  7. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: Harddrive 12.07.19 - 12:09

    osolemiox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist halt, ob man Reichweite X im Alltag überhaupt benötigt. In
    > 99% der Fälle dürfte das nicht der Fall sein. Entsprechend große Akkus zu
    > verbauen geht entsprechend am realen Bedarf vorbei, zu Lasten der Umwelt.
    > Aber gerade deshalb sollte auch nicht pauschalisiert werden: "Elektroauto"
    > vs. "Verbrenner"... stattdessen sollten sparsame Elektroautos mit kleinen
    > Akku gelobt und ressourcenfressende Protzkarten à la Tesla angeprangert
    > werden. Ich finde sogar, dass die maximale Akkukapazität irgendwie
    > politisch gesteuert werden muss, wenn schon nicht durch ein Verbot, dann
    > durch entsprechend höhere Steuern/Abgaben/keine Kaufprämie!
    >
    > Denn schließlich hat das deutsche Startup Loremo schon 2006 deutlich
    > gemacht, dass mit einem kleinen, aerodynamischen 2+2 Sitzer auch mit einem
    > "kleinen" 20 kWh Akku Reichweiten von ca. 350 km möglich sind.

    Sicherlich hast Du recht, denn "kaum einer" braucht im normalen Alltag so hohe Reichweiten für seinen PKW. Es ging ja auch darum, die Sachen korrekt zu vergleichen, um ein vernünftiges Ergebnis zu erlangen. Sonst vergleicht man wie gesagt Äpfel mit Birnen.

    Realistisch gesehen braucht eigentlich kaum einer einen PKW, der größer als ein Kleinwagen ist. Im Normalfall reicht eigentlich maximal die Polo Größe, denn sonst schleppt man eigentlich nur unnötig Gewicht mit sich rum.
    Und noch realistischer gesehen brauchen die wenigsten eigentlich wirklich ein Auto. In den Städten ist doch angeblich alles so toll, denn man hat einen gut ausgebauten ÖPNV und zig Geschäfte direkt um die Ecke. Also kann man eigentlich auch fast immer Bus und Bahn fahren, um sein Ziel zu erreichen. Und auch beim Einkaufen braucht man nicht viel zu schleppen, denn der Supermarkt dürfte so nah sein, dass man täglich die Sachen frisch holen kann und nicht für die ganze Woche einkaufen muss.

    Eine realistische Verkehrswende wären also keine E-Autos, sondern einfach nur ein Umstieg auf Bus und Bahn. Deren Netz besteht schon und braucht nur noch wenig Ausbau, wodurch die CO2 Bilanz relativ gut ausfällt. Dann kommt aber der Faktor "Bequemlichkeit" dazu, der die Umstellung zunichte macht. Und auch dem E-Auto macht dieser Faktor zu schaffen, denn dadurch ist es heute immer noch nicht so verbreitet, wie es der Meinung einiger Leute sein müsste.

  8. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: osolemiox 12.07.19 - 12:15

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Elektroauto ist keine Systemfrage. Wir müssen uns nicht wirklich
    > entscheiden, aber wir können Vorteile einer Technik nutzen. Das Elektroauto
    > ist zb auf der Kurzstrecke mega. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in
    > 15 Jahren in Großstädten fast nur noch zum Elektroauto gegriffen wird.
    > 50-150 km Reichweite langen da komplett. Wer ab und zu raus fährt, greift
    > vielleicht lieber zum Hybrid und wer Kilometer frisst, wird eine hohe
    > Energiedichte benötigen und somit noch sehr lange zum Verbrenner greifen.
    > Vielleicht in 10 Jahren mit CO2 neutralem E-Fuell und dies in 20 Jahren
    > evtl. auch schadstofffrei oder Wasserstoff, was ich bei LKW greifbarer als
    > die Batterie sehe.
    >
    > Es ist kein entweder oder. Benutzt dort Technik, wo sie sinnvoll ist.

    Danke für diesen sinnvollen Kommentar - einer von wenigen!

  9. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: Harddrive 12.07.19 - 12:23

    kraemere schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit deinem Vergleich gehst du aber auch davon aus, dass man jederzeit die
    > Reichweite eines
    > Diesels benötigt. Sprich 800km in kürzester Zeit. Denn wenn du Pausen mit
    > berücksichtigen würdest, würde es wieder anders aussehen.
    > Die neuen Supercharger V3 können angeblich einen Tesla Model 3 (LR) mit
    > 250kW laden.
    > Laut der Mitteilung wären das 5min pro 120km Reichweite.
    >
    > Ich glaube das sollte für die meisten Ausreichen und somit benötigt man für
    > die 800km
    > "nur" eine Pause von ca. 15min.

    Nein, es geht mir um einen realistischen Vergleich. Sicherlich kann man immer wieder nachladen, aber darum geht es ja nicht. Es sollen ja vergleichbare Werte sein. Ansonsten könntest Du ja auch einen Diesel PKW mit einem 40 Tonnen LKW vergleichen und sagen, das der PKW sehr viel umweltfreundlicher in der Herstellung wäre. Der Vergleich hinkt total.
    Wenn man etwas vergleicht, dann sollte es in den Grundwerten wenigstens ähnlich sein, sonst verschiebt man das Ergebnis zugunsten einer Partei. So etwas nennt man schummeln.

    Genauso könntest Du Dir das E-Auto schön reden, indem man sagt, das E-Auto könnte mit 100% Ökostrom produziert werden, der Diesel aber nicht. Das wäre nicht wahr und würde ungerechter Weise dem E-Auto ein Öko Label bei der Herstellung verpassen, obwohl der Diesel auch sehr viel ökologischer produziert werden könnte, als es derzeit der Fall ist.

    Dementsprechend ist ein E-Auto unter jetzigen Bedingungen nur minimal ökologischer als ein Diesel. Und eigentlich müsste man noch schauen, wieviel CO2 und wieviel Müll beim recyclen des Diesels und des E-Autos anfallen, um eine vernünftige Aussage treffen zu können. Und ja, man kann den Akku noch nach der PKW Lebenszeit verwenden, aber irgendwann muss auch der recyclet werden.

  10. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: Harddrive 12.07.19 - 12:36

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Elektroauto ist keine Systemfrage. Wir müssen uns nicht wirklich
    > entscheiden, aber wir können Vorteile einer Technik nutzen. Das Elektroauto
    > ist zb auf der Kurzstrecke mega. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in
    > 15 Jahren in Großstädten fast nur noch zum Elektroauto gegriffen wird.
    > 50-150 km Reichweite langen da komplett. Wer ab und zu raus fährt, greift
    > vielleicht lieber zum Hybrid und wer Kilometer frisst, wird eine hohe
    > Energiedichte benötigen und somit noch sehr lange zum Verbrenner greifen.
    > Vielleicht in 10 Jahren mit CO2 neutralem E-Fuell und dies in 20 Jahren
    > evtl. auch schadstofffrei oder Wasserstoff, was ich bei LKW greifbarer als
    > die Batterie sehe.
    >
    > Es ist kein entweder oder. Benutzt dort Technik, wo sie sinnvoll ist.

    Dabei gebe ich Dir recht. Das hatte ich auch bei früheren Diskussionen versucht herauszustellen. In meinen Augen wird das E-Auto den Benziner ersetzen und das Wasserstoffauto den Diesel. Denn jede Technik hat seine Stärken und Schwächen und muss dort eingesetzt werden, wo es sinnvoll ist. Den Diesel und den Benziner wird es noch einige Zeit geben, denn so ein Wandel geschieht nicht über Nacht.

    Mir geht es in dem Beitrag nicht darum, ob das E-Auto richtig oder falsch ist. Mir geht es darum die Sache realistisch zu betrachten. Wenn man die Sache nur negativ sieht, wie der in dem Artikel erwähnte Herr Wolf, oder zu positiv sieht, wie der Artikel hier, dann kann man keine vernünftige Einschätzung machen, wo und wann der Einsatz eines E-Autos Sinn macht.

  11. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: bLaNG_one 12.07.19 - 18:29

    Aber zum Vergleich taugt die theoretische Reichweite von Verbrenner auch nicht wirklich. Niemand* wird die Gesamtreichweite in einem Rutsch durchfahren.
    Viel wichtiger ist der Vergleich Zeit pro Strecke. Und da nehmen sich auf der Langstrecke manche e-Autos schon nicht mehr viel mit Verbrenner (allen voran die Teslas).

    Bei einer Lademöglichkeit zu Hause oder bei der Arbeit hat das e-Auto auf der Alltags/Kurzstrecke sogar schon einen kleinen Vorteil, da überhaupt keine Tankstops anfallen.

    *99,9% oder alle geistig gesunden Menschen

  12. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: Harddrive 14.07.19 - 23:03

    bLaNG_one schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber zum Vergleich taugt die theoretische Reichweite von Verbrenner auch
    > nicht wirklich. Niemand* wird die Gesamtreichweite in einem Rutsch
    > durchfahren.
    > Viel wichtiger ist der Vergleich Zeit pro Strecke. Und da nehmen sich auf
    > der Langstrecke manche e-Autos schon nicht mehr viel mit Verbrenner (allen
    > voran die Teslas).
    >
    > Bei einer Lademöglichkeit zu Hause oder bei der Arbeit hat das e-Auto auf
    > der Alltags/Kurzstrecke sogar schon einen kleinen Vorteil, da überhaupt
    > keine Tankstops anfallen.
    >
    > *99,9% oder alle geistig gesunden Menschen

    Woher nimmst Du Dein Wissen, dass niemand so etwas macht? Du gehst nur von Dir und Deinem Umfeld aus! Ich habe so etwas schon mehrfach gemacht, wenn wir in den Urlaub fuhren und mindestens 2 Fahrer waren. Dann wurden höchstens Pinkelpausen von 10 bis 15 Minuten eingelegt und weiter ging es. Und das ist nichts unnormales, denn in meinem Bekanntenkreis sind schon mehrere Menschen so verreist. Diese Menschen sind auch alle bei geistiger Gesundheit.
    Ja, man hätte in den 10 bis 15 Minuten ein E-Auto etwas laden können. Kann man aber derzeit noch nicht, da oftmals noch keine Ladesäulen vorhanden sind, es technische Probleme mit den Ladesäulen gibt, oder einfach nur die Ladesäule schon besetzt / zugeparkt wurde. Mein Vergleich und der der anderen Kritiker bezieht sich auf den IST-Zustand und nicht den WAS-WÄRE-WENN-Zustand. Sicherlich könnte man vieles machen, aber es geht halt momentan noch nicht, weil der Ausbau noch lange nicht so weit ist.
    Der Artikel hier versucht Fehler in den Kritiken aufzuzeigen, aber macht selber ein paar Fehler! Wenn man den Kritiken realistisch begegnen will, dann sollte man auch versuchen relativ objektiv an die Sache heran zu gehen. Dieser Artikel versucht aber mit Möglichkeiten, die man in Zukunft machen könnte den Kritiken zu begegnen. Dadurch wirkt der Artikel sehr subjektiv und sehr auf die positiven Eigenschaften der E-Autos fixiert. So kann man Kritiken nicht glaubhaft begegnen!
    Ich habe mit meinem Beispiel versucht den "Fakten" im Artikel auf einen realistischen Vergleich zu bringen. Ob Du persönlich dann nun wieder so große Strecken am Stück fährst oder nicht ist dann deine persönliche Sache. Fakt ist jedoch, dass eine Fahrt mit 800 km "am Stück" ( von 10 Minuten Pinkeltpause abgesehen) mit zwei Fahrern durchaus realistisch ist, Und nur weil Du das nicht machst, heißt es nicht, dass es keiner oder nur wenige machen.

  13. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: E-Mover 15.07.19 - 09:48

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Dieser Artikel versucht aber mit Möglichkeiten, die man in Zukunft
    > machen könnte den Kritiken zu begegnen. Dadurch wirkt der Artikel sehr
    > subjektiv und sehr auf die positiven Eigenschaften der E-Autos fixiert. So
    > kann man Kritiken nicht glaubhaft begegnen!

    Doch, das kann man. Sollte man sogar! Denn es geht ja gar nicht um die Bewertung der Ist-Situation (die zugegebenermaßen stark verbesserungsbedürftig ist), sondern um die Frage, ob ein starker Ausbau der E-Mobiliät möglich und sinnvoll wäre.

    > Ich habe mit meinem Beispiel versucht den "Fakten" im Artikel auf einen
    > realistischen Vergleich zu bringen. Ob Du persönlich dann nun wieder so
    > große Strecken am Stück fährst oder nicht ist dann deine persönliche Sache.
    > Fakt ist jedoch, dass eine Fahrt mit 800 km "am Stück" ( von 10 Minuten
    > Pinkeltpause abgesehen) mit zwei Fahrern durchaus realistisch ist, Und nur
    > weil Du das nicht machst, heißt es nicht, dass es keiner oder nur wenige
    > machen.

    Sorry, aber die Tatsache, dass das manche machen beweist weder, dass es sinnvoll noch dass es notwendig ist. Und wenn das im Zuge einer Mobilitätswende dann vielleicht nicht mehr für jeden so einfach möglich wäre müsste aus meiner Sicht keiner wegen des Verlustes von Grundrechten demonstrieren gehen!

    Davon abgesehen werden wir Jahr für Jahr stark verbesserte Akkus und höhere Ladegeschwindigkeiten sehen, so dass das vielleicht bald auch mit E-Autos möglich wird. Brauchen wird man es aber trotzdem nicht aus meiner Sicht. Ich kann bei 800km z.B. gut mit 45 Min. Ladepausen (2-3 à 15-25 Min.) leben. Und wenn jemand so busy ist, dass er das nicht kann, dann soll er halt Diesel fahren...

  14. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: shinduke 15.07.19 - 14:30

    Ich geben dem TE Recht. Wenn man beide Technologien vergleichen will dann bitte richtig. Das bedeutet gleiche Bedingungen und Voraussetzungen für die Fahrzeuge.
    Mein Auto (Diesel) schluckt ebenfalls 6l/100km und ich komme mit einem Tank locker 800km weit. Es ist ein Kombi, Familienfahrzeug, und hat eine Luxusausstattung. Es hat mich ganze 15.000¤ gekostet und ist nun 5 Jahre (3 beim Kauf)alt.
    Zum Spaß habe ich mal geschaut, was es mich ein gleichwertiges E-Auto kosten würde und kam dabei auf ~45.00¤. Bei einer Reichweite von max. 200km.
    Was soll überhaupt die Diskussion ob man ein Auto benötigt, dass 800 km weit kommt? Kann es ein E-Auto? Nein. Kann es meins. Ja. Basta. Es stellt sich nicht die Frage ob man es braucht, sondern was die mangelhafte Reichweite eines E-Autos für einen mit sich bringt. Da ich mehrmals im Monat Ausflüge mit der Familie mache wäre es eine extreme Einschränkung für mich. Das ist der Entzug von Lebensqualität und Freiheit, denn man ist in den Möglichkeiten eingeschränkt.
    Btw. ein Wasserstoffmotor hätte eine deutlich bessere Reichweite (600-700 km). CO2 Emmisionen = 0g/km.
    Man faselt von E-Autos obwohl die Technologie nicht ausgereift ist und ohne eine funktionierende Infrastruktur zu haben, die das stützt. Genaue Zahlen will auch keiner auf den Tisch bringen, sondern bombardiert den Verbraucher mit Halbwissen.
    Ich bin sofort bereit ein Fahrzeug zu kaufen, vor allem wenn die Infrastruktur da ist, dass die Umwelt nachweislich schützt.

    Das trift auf ein E-Auto in meinen Augen jedoch nicht zu! Die Lügen und Halbwahrheiten können sich Politik und vor allem die Hersteller spaaren.
    Die ganze E-Auto Duselei soll nur das Image und den Verkauf der Betrüger ankurbeln.

  15. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: DeeMike 17.07.19 - 12:25

    Zu verlangen, dass die Reichweite gleich ist, ist nicht wirklich sinnvoll. Es muss jeder für sich entscheiden, wie er tatsächlich auf Langstrecken fährt (wie oft, wie viele Pausen, welche Geschwindigkeit), und dagegen rechnen, wieviel Zeit und Nerven man sich spart im Alltag, insbesondere wenn man zuhause oder beim Arbeitgeber laden kann.

    Und dann werden die meisten herausfinden, dass ein BEV mit 800 km Reichweite nur sehr wenig zusätzlichen Nutzen bringt über ein Auto mit 400 km Reichweite und Schnellladung.

    Wenn man Verbrenner und Elektroautos vergleicht, zielt man ja auch nicht auf die Beschleunigung ab, sonst könnte ich ein Model 3 ja nur mit Sportwagen vergleichen.

  16. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: osolemiox 17.07.19 - 14:05

    DeeMike schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dann werden die meisten herausfinden, dass ein BEV mit 800 km
    > Reichweite nur sehr wenig zusätzlichen Nutzen bringt über ein Auto mit 400
    > km Reichweite und Schnellladung.

    Oder wahlweise 200 km oder für einen sehr großen Teil der Bevölkerung sogar 100 km elektrische Reichweite.

    Beim Verbrenner war und ist die Reichweite nie ein Thema, weil ein paar Liter mehr fassender Kunststofftank gleich für eine deutlich größere Reichweite sorgt. Gerade deshalb sollte man beim BEV massiv umdenken:

    1) wieviel Reichweite benötige ich wirklich...?
    2) Ließe sich mehr Reichweite denn nicht auch durch sparsamere Fahrzeuge, statt durch größere Akkus erzielen (die Antwort darauf ist übrigens ein klares Ja!)...?

  17. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: rcp48 17.07.19 - 16:50

    osolemiox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DeeMike schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und dann werden die meisten herausfinden, dass ein BEV mit 800 km
    > > Reichweite nur sehr wenig zusätzlichen Nutzen bringt über ein Auto mit
    > 400
    > > km Reichweite und Schnellladung.
    >
    > Oder wahlweise 200 km oder für einen sehr großen Teil der Bevölkerung sogar
    > 100 km elektrische Reichweite.
    >
    > Beim Verbrenner war und ist die Reichweite nie ein Thema, weil ein paar
    > Liter mehr fassender Kunststofftank gleich für eine deutlich größere
    > Reichweite sorgt. Gerade deshalb sollte man beim BEV massiv umdenken:
    >
    > 1) wieviel Reichweite benötige ich wirklich...?
    > 2) Ließe sich mehr Reichweite denn nicht auch durch sparsamere Fahrzeuge,
    > statt durch größere Akkus erzielen (die Antwort darauf ist übrigens ein
    > klares Ja!)...?

    Tja.
    ich brauche ein Auto mit 200 km auch im Winter.
    es würde auch notgedrungen mit 100km gehen.
    Für meine Frau würde 100km locker reichen.
    einen kleinwagen für mich und nen Sharan oder Tourangröße für meine Frau... ( warum diese Größe... Tochter spielt Harfe... und die kriegst Du sehr schlecht unter...... und Anhänger geht nicht auser ich bau mal eine Spezialanfertigung die klimatisiert ist.)

  18. Re: Äpfel mit Birnen vergleichen

    Autor: osolemiox 17.07.19 - 17:15

    rcp48 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > osolemiox schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > DeeMike schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Und dann werden die meisten herausfinden, dass ein BEV mit 800 km
    > > > Reichweite nur sehr wenig zusätzlichen Nutzen bringt über ein Auto mit
    > > 400
    > > > km Reichweite und Schnellladung.
    > >
    > > Oder wahlweise 200 km oder für einen sehr großen Teil der Bevölkerung
    > sogar
    > > 100 km elektrische Reichweite.
    > >
    > > Beim Verbrenner war und ist die Reichweite nie ein Thema, weil ein paar
    > > Liter mehr fassender Kunststofftank gleich für eine deutlich größere
    > > Reichweite sorgt. Gerade deshalb sollte man beim BEV massiv umdenken:
    > >
    > > 1) wieviel Reichweite benötige ich wirklich...?
    > > 2) Ließe sich mehr Reichweite denn nicht auch durch sparsamere
    > Fahrzeuge,
    > > statt durch größere Akkus erzielen (die Antwort darauf ist übrigens ein
    > > klares Ja!)...?
    >
    > Tja.
    > ich brauche ein Auto mit 200 km auch im Winter.
    > es würde auch notgedrungen mit 100km gehen.
    > Für meine Frau würde 100km locker reichen.
    > einen kleinwagen für mich und nen Sharan oder Tourangröße für meine Frau...
    > ( warum diese Größe... Tochter spielt Harfe... und die kriegst Du sehr
    > schlecht unter...... und Anhänger geht nicht auser ich bau mal eine
    > Spezialanfertigung die klimatisiert ist.)

    Aber geht aber nicht um Einzelfälle, sondern um den Durchschnitt. Und ich bezweifle, dass der regelmäßig Harfen transportieren muss :)

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