1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Coradia iLint: Alstoms…

Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: Eheran 20.04.18 - 13:26

    >Was aber ist mit dem Wasserstoff? Das Element ist ein sehr guter Energieträger - und damit auch gefährlich.
    >Schrank verneint. "Wasserstoff wird dann zu einer Gefahr, wenn Sie den Wasserstoff mit dem Oxidationsmittel, sprich dem Sauerstoff, und mit einer Zündquelle zusammenbringen", sagt er im Gespräch mit Golem.de. "Wenn Sie die drei Sachen voneinander trennen, haben Sie eine höhere Sicherheit als bei fossilen Energieträgern."

    1. Behauptet wohl niemand, dass der Wasserstoff noch im Tank selbst gefährlich reagiert. Sondern natürlich erst wenn er austritt. Und natürlich hat man dann sofort alles bis auf die Zündquelle... die findet sich irgendwo ganz in der Nähe.
    2. Trifft das so natürlich auf alle Stoffe zu. Auch auf den als Vergleich dienenden Diesel. Der hat aber noch einen Flammpunkt von >55°C. Um überhaupt brennbar zu sein, muss dieser also auch entsprechend erhitzt werden. Kalten Diesel kann man nicht einfach anzünden.

    Rein von der Brandentstehung ist der Diesel im Vorteil. Ansonsten wird der Wasserstofftank bei einer Beschädigung eher eine "Stichflamme" erzeugen statt wie Diesel einen großflächigen Brand. Das wäre dann ein Vorteil. Es gäbe auch keine direkten, giftigen Rauchgase beim Wasserstoff. die werden dann erst durch den Brand anderer Materialien gebildet, wobei die Menge sicherlich deutlich niedriger bleibt. Die sind bei Bränden immerhin die Hauptursache für die Schädigungen der Opfer. Keine Ahnung, warum man zum Gefahrenpotential solche Nullaussagen bringt, statt etwa solcher tatsächlichen Pluspunkte.

  2. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: schap23 20.04.18 - 13:44

    Die Hauptgefahr bei dem Wasserstofftank dürfte sein, daß er jemandem auf den Fuß fällt. Wasserstoff ist extrem flüchtig. Wenn er nicht in den Fahrgastraum austritt, dürfte er sich viel schneller verflüchtigen als das eine zündfähige Mischung mit dem Sauerstoff der Luft entsteht. Auch für eine Stichflamme müßte erst einmal der Wasserstoff mit Sauerstoff gemischt werden. Reiner Wasserstoff brennt von den Rändern her recht ruhig ab. Selbst die Hindenburg ist nicht explodiert sondern so abgebrannt, daß sich die überwiegende Anzahl der Passagiere und Besatzungsmitglieder retten konnten.

  3. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: DaChicken 20.04.18 - 21:19

    Die Engländer hatten wohl auch Ihre liebe Müh die Zeppeline im WW1 anzuzünden, da die einfach nicht brennen wollten. Ich frag mich wieso man mehr Angst vor Wasserstoff als vor Benzin hat.

  4. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: MarioWario 20.04.18 - 22:29

    Wegen dem Chemieunterricht -> Verpuffung von Wasserstoff.

  5. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: maxule 20.04.18 - 23:16

    Für die Verpuffung hat man auch extra das Knallgasgemisch hergestellt. Und dann gab es einen Knall... und das war's. Keine Feuerwehr, kein Krankenwagen.

    Wenn Wasserstoff austritt, ist die Zone mit zündfähigem Gemisch eher klein (schmal). Soltte vielleicht aber nicht im Parkhaus passieren, da sich die Luft besser verwirbeln kann und der Wasserstoff nicht direkt nach oben entweichen kann.

    Da sind Mehlstaubexplosionen schon etwas heftiger, da sich ein großvolumiger Bereich mit zündfähigem Gemisch ausbilden kann. Meist umschlossener Raum (Mühle). Ein tückischer Bereich mit vielen Sicherheitsvorschriften.

    Vor der ausgelaufenen Benzinlache sollten wir aus persönlichen Erwägungen besser auch nicht rauchen ... aber im Freien? Wird ein bisschen unangenehm warm.
    Selbst beim Rauchen an der Tankstelle explodiert wohl schneller der Tankwart als die Zapfsäule. Die Benzindämpfe können allerdings den Raucher ein komisches Gesicht machen lassen. Dauerhaft.

    Aber für einen ernsten Schaden braucht es einen geschlossenen Raum mit zündfähigem (verteiltem) Gemisch. Beispiel: Propan-Heizung im Keller undicht.

    Allerdings sind mir (u.a. am vorgenannten Beispiel Tankstelle) die Sicherheitsvorschriften ganz recht. Wenn da der Fall des Restrisikos eintritt wirds unangenehm. (Siehe Tanklaster, Herborn)

  6. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: NaruHina 21.04.18 - 07:40

    Was im Artikel verschwiegen wird, die Mischung um Wasserstoff zündbar zu machen ist auch nicht so einfach herstellbar, sofern zügig entlüftet wird, bei einem defekt entsteht dieses Gemisch erst garnicht.
    Sowohl zu dünner als auch ein zu dickes Wasserstoff Gemisch brennt nicht.

  7. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: Chevarez 21.04.18 - 14:17

    Sehr gut beschrieben. Wasserstoff ist um ein Vielfaches sicherer als Benzin, Diesel oder LPG/CNG.

    Wasserstoff:
    - ist deutlich leichter als Luft und entweicht im Falle einer Leckage nach oben, anstatt sich am Boden zu sammeln und dort im Zündfall maximal möglichen Schaden für Mensch und Material anzurichten.
    - brennt mit deutlich geringerer Strahlung im infraroten Spektrum (= Wärmestrahlung) im Vergleich zu herkömmlichen Treibstoffen und auch deutlich weniger lange durch seine hohe Flüchtigkeit.
    - bildet durch den nicht vorhandenen stochiometrischen Sauerstoffanteil in normaler Umgebungsluft kaum eine Knallgasmischung im Gegensatz zur hohen Reaktionsfreudigkeit bei niedrigen Zündtemperaturen von Treibstoffdämpfen oder LPG/CNG-Gaskonzentrationen.
    - Ist durch seine hohe Flüchtigkeit weniger in der Lage, toxische Konzentration zu bilden und wird bei einem Unfall im Leckagefall keinerlei Konsequenzen für die Umwelt nach sich ziehen.

    Einzig der Riss eines der Hochdrucktanks im Moment des Crashs wäre meines Erachtens durch die explosive Druckentfaltung eine ernstzunehmende Gefahr innerhalb geschlossener Räume (Barotrauma, Spliterbildung). Deshalb sind die auch auf dem Dach untergebracht und in gewissem Maße crashresistent und für den Worst Case mit Sollbruchstellen versehen, um ein kontrolliertes Abblasen statt explosivem Druckabfall sicherstellen zu können.

  8. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: Faraaday 22.04.18 - 00:35

    Nun eine ist Wasserstoff gar nicht -toxisch. Kann man einatmen gibt ne tolle Höhe Stimme noch höher als Helium. Nur es kann halt die Atemluft verdrängen (da aber leichter als Luft eher geringe Gefahr. Spätestens wenn man ohnmächtig wird sinkt man zu Boden und da ist die Konzentration ans Sauerstoff dann höher.

  9. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: Sharra 22.04.18 - 04:21

    Die Briten hatten da ein kleines physikalisches Problem mit den Zeppelinen... Die eingesetzte Brandmunition schoß nun einmal direkt hindurch. In der Zeit hat sich aber kein Wasserstoff-Sauerstoffgemisch gebildet. Und reiner Wasserstoff entzündet sich nicht so ohne weiteres. Und solange der Wasserstoff mit Druck entweicht wirst du kein explosives Gemisch hinbekommen. Da war es wirklich einfacher, das Luftschiff so lange zu durchlöchern, bis der Auftrieb dahin war.

  10. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: KlugKacka 22.04.18 - 18:13

    Och kommt. Wasserstoff ist hochgefährlich, zumindest für die Ölindustrie.
    Klar, wenn man ankommt und sagt die Windräder sollten Wasserstoff produzieren (statt wind :P) und das dann für Brennstoffzellen nehmen, (an jedem Windrad ne Tanke ^^) Kommt wer und sagt, daß ist voll ineffektiv. Ja und? Es ist allemal besser als Öl zu verbrennen und die Umwelt zu schädigen, solange die Windräder nicht doch einen negativen Einfluss auf die Umwelt haben.

  11. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: KlugKacka 22.04.18 - 18:24

    NaruHina schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was im Artikel verschwiegen wird, die Mischung um Wasserstoff zündbar zu
    > machen ist auch nicht so einfach herstellbar, sofern zügig entlüftet wird,
    > bei einem defekt entsteht dieses Gemisch erst garnicht.
    > Sowohl zu dünner als auch ein zu dickes Wasserstoff Gemisch brennt nicht.

    Meinst du nicht eher "Explodiert" statt brennt?

  12. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: Sharra 22.04.18 - 22:59

    KlugKacka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > NaruHina schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was im Artikel verschwiegen wird, die Mischung um Wasserstoff zündbar zu
    > > machen ist auch nicht so einfach herstellbar, sofern zügig entlüftet
    > wird,
    > > bei einem defekt entsteht dieses Gemisch erst garnicht.
    > > Sowohl zu dünner als auch ein zu dickes Wasserstoff Gemisch brennt
    > nicht.
    >
    > Meinst du nicht eher "Explodiert" statt brennt?


    Beides ist eine exotherme Reaktion. Das eine langsam, das andere Schnell. Und für beides reicht es nicht ^^

  13. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: NixName 07.05.18 - 10:16

    Wer wie ich, mehrere Wasserstoff-Explosionen bewerten durfte, hält sich beim Thema Gefahrenpotential besser zurück. Zumindest steige ich aus Erfahrung, in solche Gefährte nicht ein.

  14. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: Eheran 07.05.18 - 14:19

    Wie bewertet man eine Explosion? Nach dem Energieinhalt oder wie?
    Jedenfalls verunfallen KFZ draußen und da verflüchtigt sich der Wasserstoff schneller, als man gucken kann (Stichwort Luftballon). Im Zweifel gibts eine Stichflamme. Alles viel harmloser als bei Benzin oder Diesel.

  15. Re: Schöne Nullaussage zum Gefahrenpotential:

    Autor: Sharra 07.05.18 - 15:31

    NixName schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer wie ich, mehrere Wasserstoff-Explosionen bewerten durfte, hält sich
    > beim Thema Gefahrenpotential besser zurück. Zumindest steige ich aus
    > Erfahrung, in solche Gefährte nicht ein.

    Wasserstoff an sich explodiert nicht. (Wasserstoffbomben sind Fusion).
    Was du meinst dürften also eher Knallgasexplosionen sein. Und dann solltest du auch wissen, dass dabei ein entsprechender Anteil Sauerstoff dabei sein muss.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. KION Group AG, Frankfurt am Main
  2. LORENZ Life Sciences Group, Frankfurt am Main
  3. Dataport, Hamburg
  4. über duerenhoff GmbH, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-53%) 13,99€
  2. 39,99€
  3. (-20%) 47,99€
  4. (-30%) 41,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Amazon, Netflix und Sky: Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming
Amazon, Netflix und Sky
Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming

In diesem Jahr wird sich der Video-Streaming-Markt in Deutschland stark verändern. Der Start von Disney+ setzt Netflix, Amazon und Sky gehörig unter Druck. Die ganz großen Umwälzungen geschehen vorerst aber woanders.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Peacock NBC Universal setzt gegen Netflix auf Gratis-Streaming
  2. Joyn Plus+ Probleme bei der Kündigung
  3. Android TV Magenta-TV-Stick mit USB-Anschluss vergünstigt erhältlich

Shitrix: Das Citrix-Desaster
Shitrix
Das Citrix-Desaster

Eine Sicherheitslücke in Geräten der Firma Citrix zeigt in erschreckender Weise, wie schlecht es um die IT-Sicherheit in Behörden steht. Es fehlt an den absoluten Grundlagen.
Ein IMHO von Hanno Böck

  1. Perl-Injection Citrix-Geräte mit schwerer Sicherheitslücke und ohne Update

Elektroautos in Tiefgaragen: Was tun, wenn's brennt?
Elektroautos in Tiefgaragen
Was tun, wenn's brennt?

Was kann passieren, wenn Elektroautos in einer Tiefgarage brennen? Während Brandschutzexperten dringend mehr Forschung fordern und ein Parkverbot nicht ausschließen, wollen die Bundesländer die Garagenverordnung verschärfen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mercedes E-Econic Daimler elektrifiziert den Müllwagen
  2. Umweltprämie für Elektroautos Regierung verzögert Prüfung durch EU-Kommission
  3. Intransparente Preise Verbraucherschützer mahnen Ladenetzbetreiber New Motion ab

  1. Lightning vs. USB-C: USB-Konsortium war zu träge
    Lightning vs. USB-C
    USB-Konsortium war zu träge

    Im Streit um den offenen Standard USB-C und Apples eigenen Standard Lightning sind neue Details bekanntgeworden. Das USB-Konsortium gibt sich selbst die Schuld, nicht frühzeitig einen USB-Standard fertig gehabt zu haben, der gegen Lightning hätte bestehen können.

  2. Datenschützer kritisieren: H&M soll Mitarbeiter umfangreich ausspioniert haben
    Datenschützer kritisieren
    H&M soll Mitarbeiter umfangreich ausspioniert haben

    Der schwedische Modehändler Hennes und Mauritz (H&M) soll Mitarbeiter in großem Stil ausspioniert haben. Die zuständige Datenschutzbehörde hat ein Bußgeldverfahren eingeleitet und bezeichnet die Datenschutzverstöße als besonders drastisch.

  3. Handyverträge: Verkürzte Laufzeit und leichtere Kündigungen geplant
    Handyverträge
    Verkürzte Laufzeit und leichtere Kündigungen geplant

    Zwei Jahre laufende Mobilfunkverträge sollen bald der Vergangenheit angehören. Das Bundesjustizministerium hat einen Gesetzentwurf für kürzere Laufzeitverträge und bessere Kündigungsmöglichkeiten veröffentlicht. Auch Vertragsverlängerungen werden begrenzt.


  1. 11:38

  2. 10:35

  3. 10:11

  4. 13:15

  5. 12:50

  6. 11:43

  7. 19:34

  8. 16:40