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Glaub ich nicht

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  1. Glaub ich nicht

    Autor: AllDayPiano 24.03.20 - 09:49

    Ich bin mir sicher, dass das so nicht stimmt.

    Ich kenne kaum Betriebe, die die Produktion eingestellt haben. Eher anders herum: Die Auftragseingänge gehen gerade durch die Decke; bei uns, aber auch anderen großen Unternehmen. Mein Ex-Betrieb macht weiter, wie bisher in der Produktion; halt mit gewissen Vorschriften.

    Warum sollte man wegen Corona den Betrieb einstellen? Wenn man Angst davor hat, die Belegschaft könne sich infizieren, muss man halt auf Zweischicht umstellen, sodass erstens die Produktion weiter läuft, und zweitens es keinen Totalausfall geben wird.

    Ganz ehrlich: Ich halte das für Quatsch. Ich denke eher, der Firma gehen die Aufträge aus.

  2. Re: Glaub ich nicht

    Autor: ZuWortMelder 24.03.20 - 10:40

    Und ich kenne Betriebe, die dicht gemacht haben, weil ihnen logischerweise die Aufträge weg brechen.
    Bei Firmen die nicht mit Lebensmitteln, Hygienekrempel oder Tiernahrung handeln sind die Lichter fast komplett aus gegangen und einige versuchen online zumindest ein bisschen was zu reisen.
    Bis auf Notbesetzung und HomeofficeIT, so wie minimale Verwaltung, sind die Mitarbeiter in den Urlaub oder auf Kurzarbeit geschickt.
    Ich könnte jetzt nicht sagen, wieviel Prozent kein Problem haben, gefühlt sieht es aber nicht rosig aus.
    Wenn das Ganze zu lange dauert, werden sich Teile des stationären Handels nie davon erholen, weil die Kaufkraft durch Verbindlichkeiten wärend des Lockdowns zusammenbrechen wird.
    Und die Endverbraucherbetriebe für fertiges Essen (Restaurants) sind wahrscheinlich die ersten, die es dahin rafft. Trotz Liefererlaubnis, gehen die Umsätze massiv zurück.

    Also glaub es ruhig, es werden viele Betriebe in "Schieflage"
    geraten.

    Dann haben die ganzen technikaffinen "Scheiss-stationäre-Handel"Schreier ihren Willen und das ganze System geht unter.
    Ich habe, verständlicher Weise, keinen Bock da drauf.

  3. Re: Glaub ich nicht

    Autor: ChMu 24.03.20 - 11:37

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir sicher, dass das so nicht stimmt.

    Bei dieser Firma sind Zweifel angebracht, das stimmt. Da gibt es Schwierigkeiten seit Tag1. Aber das sie wegen Corona schliessen muessen, duerfte stimmen.
    >
    > Ich kenne kaum Betriebe, die die Produktion eingestellt haben.

    Ach, wirklich? So als Beispiel, VW zB, aber alle anderen auch. Wen kennst Du denn (ausserhalb der Lebensmittel, Medizin oder Tier Bedarf) der noch arbeitet? Wer arbeitet eigendlich ueberhaupt im Lockdown?

    > Eher anders
    > herum: Die Auftragseingänge gehen gerade durch die Decke; bei uns, aber
    > auch anderen großen Unternehmen. Mein Ex-Betrieb macht weiter, wie bisher
    > in der Produktion; halt mit gewissen Vorschriften.

    Dann ist er eher die Ausnahme und “Systemrelevant”
    >
    > Warum sollte man wegen Corona den Betrieb einstellen? Wenn man Angst davor
    > hat, die Belegschaft könne sich infizieren, muss man halt auf Zweischicht
    > umstellen, sodass erstens die Produktion weiter läuft, und zweitens es
    > keinen Totalausfall geben wird.

    So so, ist ja ganz einfach. Was hat ein zwei Schicht Betrieb damit zu tun? Kann man sich nur Nachts anstecken? Was ist, wenn die Belegschaft sich nicht zwingen lassen will?
    >
    > Ganz ehrlich: Ich halte das für Quatsch. Ich denke eher, der Firma gehen
    > die Aufträge aus.

    Das mag sein, trotzdem muessen sie schon wegen fehlender Zulieferer schliessen.

  4. Re: Glaub ich nicht

    Autor: Bouncy 24.03.20 - 11:37

    ZuWortMelder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn das Ganze zu lange dauert, werden sich Teile des stationären Handels
    > nie davon erholen, weil die Kaufkraft durch Verbindlichkeiten wärend des
    > Lockdowns zusammenbrechen wird.
    Verbindlichkeiten hin oder her, das Geld bleibt dennoch im Umlauf - wenn etwa der Mieter Schulden anhäuft und sich nichts mehr leisten kann, hat der Vermieter eben umso mehr.
    > Und die Endverbraucherbetriebe für fertiges Essen (Restaurants) sind
    > wahrscheinlich die ersten, die es dahin rafft. Trotz Liefererlaubnis, gehen
    > die Umsätze massiv zurück.
    Definitiv, sieht man ja an Maredo und Vapiano, beide haben die Tage Insolvenz angemeldet. Aber die Schieflage war vorher schon da, d.h. entweder brauchte es an deren Standorten diese Dienstleistung nicht und das Geschäft war im Kern zu Scheitern verurteilt oder der Bedarf ist da, die Umsetzung\das Management war aber falsch. Dann wird es jetzt eine Lücke geben, die wieder gefüllt werden wird, denn siehe Punkt 1: Geld bleibt weiterhin im Umlauf.
    > Ich habe, verständlicher Weise, keinen Bock da drauf.
    Na sonderlich verständlich macht es das Argument "Kein Bock" jetzt nicht gerade...

  5. Re: Glaub ich nicht

    Autor: nicoledos 24.03.20 - 12:11

    Sicher, es gibt Unternehmen, die keine Probleme haben.

    Die Logistik ist durch längere Quarantänezeiten eingeschränkt. Zum Teil fehlt es an Ausgangsprodukten aus Asien.

    Unternehmen, bei denen Mitarbeiter auf zu engem Raum tätig sind schränken die Fertigung ein oder stoppen diese komplett. Das wirkt sich wiederum auf die gesamte Zulieferkette aus.

    Fast alles mit direktem Kundenkontakt ist platt, was nicht online möglich ist. Alles im Bereich Dienstleistungen mit direktem Kundenkontakt, was nicht zur Grundversorgung dient ist gestoppt. Was sich auch auf die Nachfrage über Großhandel bis hin zu den Herstellern auswirkt. Wenn viele Produkte nicht abgesetzt werden können, lohnt die Fertigung auf Lager nicht.

    Dauert es länger als 4 Wochen an, wird es zum ernsthaften Problem für die gesamte Wirtschaft, auch für die noch nicht betroffenen Betriebe.

  6. Re: Glaub ich nicht

    Autor: AllDayPiano 24.03.20 - 12:19

    Die fehlenden Teile machen sich ja erst JETZT bemerkbar. Das Zeug aus China mit dem Schiff kommt ja mit einem satten Zeitversatz.

    Das setzt aber voraus, dass sie ausschließlich JIT-Produktion haben, was bei Waren aus Fernost ziemlich gestört wäre.

    Im Gegenteil: Wenn ein Unternehmen die Produktion so hochfahren will, dann hat man eigentlich entsprechende Bestände im Lager, weil man das von langer Hand planen muss.

    Es ist richtig, dass gerade in engen Büros viel auf Homeoffice jetzt gesetzt wird, aber das geht natürlich in der Produktion nicht. Hier hift es aber enorm, die Arbeitsplätze auszudünnen, um die Ansteckungsgefahr auf nahezu Null zu drücken. Es gibt aktuell noch keinen Grund, die Produktion komplett einzustellen.

  7. Re: Glaub ich nicht

    Autor: nicoledos 24.03.20 - 12:21

    Was nützt dem Vermieter, wenn der Mieter wegen Lockdown nicht Miete nicht zahlen kann?

    Im Immobilienmarkt war es doch zuletzt komplett durchgedreht. Mit Finanzierungen von bis zu 110%. Die Zinsen waren doch billig, teils sogar negativ und den "risikofreien" Hebel wollte jeder mitnehmen. Schon wenn ein kleiner Teil ausfällt werden die große Probleme bekommen.

  8. Re: Glaub ich nicht

    Autor: AllDayPiano 24.03.20 - 12:22

    VW oder BMW haben zu gemacht, weil sie es sich schlicht leisten können. Die Händler bekommen aktuell sowieso ein enormes Absatzproblem. Käufer werden sich jetzt erstmal massiv zurückhalten.

    Vermutlich hat man das Herabsetzen der Fertigungskapazität bei den Großen Automobilisten jetzt heruntergefahren, weil die Regelungen für Kurzarbeit relativ lasch sind.

    Kleinere Gewerbe - gerade diejenigen, die das Geld brauchen - arbeiten stur weiter. Ich kenne aktuell niemanden, der nicht in der Firma oder im Home-Office ist.

    Und nein, weder ich arbeite im kritischen Infrastrukturbereich, noch diejenigen, die ich gesprochen habe. Also alles im Bereich Maschinenbau.

    Und Zweischicht deshalb, damit ein angesteckter Mitarbeiter nicht die ganze, sondern nur die halbe Belegschaft in Quarantäne zwingt.

  9. Re: Glaub ich nicht

    Autor: AllDayPiano 24.03.20 - 12:22

    Deswegen wird gerade an einem Stundungsgesetz gearbeitet.

  10. Re: Glaub ich nicht

    Autor: chefin 24.03.20 - 14:16

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir sicher, dass das so nicht stimmt.
    >
    > Ich kenne kaum Betriebe, die die Produktion eingestellt haben. Eher anders
    > herum: Die Auftragseingänge gehen gerade durch die Decke; bei uns, aber
    > auch anderen großen Unternehmen. Mein Ex-Betrieb macht weiter, wie bisher
    > in der Produktion; halt mit gewissen Vorschriften.
    >
    > Warum sollte man wegen Corona den Betrieb einstellen? Wenn man Angst davor
    > hat, die Belegschaft könne sich infizieren, muss man halt auf Zweischicht
    > umstellen, sodass erstens die Produktion weiter läuft, und zweitens es
    > keinen Totalausfall geben wird.
    >
    > Ganz ehrlich: Ich halte das für Quatsch. Ich denke eher, der Firma gehen
    > die Aufträge aus.


    Ich persönlich kenne ca 50 Betriebe die ihre Produktion eingestellt haben. Angefangen von Gastronomen über Mode und Schuhgeschäfte bis hin zu Friseuren. Dann kenne ich 3 Betriebe die Abteilungsweise dicht machen. Ein Coronafall in dieser Abteilung, alle bleiben erstmal zuhause. 20 Leute weg, dieser Arbeitsbereich verwaist. Dann kommen noch die Betriebe dazu, die Zuliefereungen machen. Wenn ein Laden keine Schuhe mehr verkauft, muss man auch keine mehr produzieren. T-Shirt Produzenten können noch auf Hygieneartikel wie Masken ausweichen. Aber Ledermasken...ich weis nicht. Hannibal Lekter?

    Aber das du das nicht kennst, ist eigentlich jedem der dich kennt, klar. Dein Wissen wird uns nahezu täglich hier präsentiert, so das sich jeder sein Bild machen kann.

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