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40% - in den USA!

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Re: 40% - in den USA!

    Autor: M. 20.01.17 - 11:16

    > > In Deutschland, ja. Deshalb man hier auch nach 2 Stunden am Steuer fix und
    > > alle.
    > Man sollte irgendwann nicht mehr fahren und seinen Lappen abgeben. Du
    > scheinst den rechten Zeitpunkt bereits passiert zu haben.
    Er hat aber voellig Recht. Das Problem was du beschrieben hast (extreme Geschwindigkeitsdifferenzen, Raser mit 160+ km/h) existiert so nicht 'in Europa', sondern ausschliesslich in Deutschland. In jedem anderen Land ist die Hoechstgeschwindigkeit auf Autobahnen auf 120-140 km/h beschraenkt, was auch dazu fuehrt, dass diese Geschwindigkeit ueblicherweise (bei guten Strassenverhaeltnissen) auch ausgefahren wird und die Geschwindigkeitsdifferenzen klein sind.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.

  2. Re: 40% - in den USA!

    Autor: redrat 20.01.17 - 11:37

    Es dürfen im Ausland aber auch Fahrzeuge mit 71km/h auf die Autobahn
    wenn dann einer mit 140 von hinten kommt ist das auch eine beträchtliche Geschwindikeitsdifferenz.
    Ganz zu schweigen wenn man n LKW den Berg hochschleicht dann sind ganz schnell noch nierigere Geschwindigkeiten drin.
    Ganz zu schweigen von Stauenden und Baustellen.
    Und Raser gibt auch in Russland wo dann noch gleichzeitig der Klapper-Rost-Lada mit 4-Promille Opi am Steuer berücksichtigt werden sollte.

    Im Ausland ist somit auch nicht alles easy und locker zu automatisieren.

    Im Falle eines Falles ist richtig fallen alles.

  3. Re: 40% - in den USA!

    Autor: AllDayPiano 20.01.17 - 12:44

    LordSiesta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > thinksimple schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > "Die Unfallrate mit Tesla-Fahrzeugen sei nach der Aktivierung der
    > > Autopilotfunktion um 40 Prozent zurückgegangen"
    > >
    > > Wie soll man das verstehen? Da fehlt die Zahlenbasis.
    >
    > Tut sie nicht, du findest sie im Bericht auf Seite 12: Vor der Einführung
    > des Autopilots gab es bei den 2014er und 2016er Model S und dem 2016er
    > Model X im Schnitt 1,3 Crashes pro Million Meilen, nach der Einführung nur
    > noch 0,8.

    Also ich halte diese Zahl aus zweierlei Gründe absolut nicht repräsentativ.

    1) In den USA sinkt die Aufmerksamkeit durch die niedrige erlaubte Höchstgeschwindigkeit rapide ab. Ich selbst durfte in den "Genuss" kommen, auf einem Highway von Portland nach Boston zu fahren. Nach 30 Minuten stupidem geradeaus fahren, schweifen die Gedanken einfach ab. Wenig Abwechslung erfordert einfach wenig Konzentration.

    Hier kann Tesla tatsächlich helfen, weil Unfälle durch Verlassen der Spuren mit dem Autopilot vermieden werden (und ich muss zugeben, die Qualität der Autobahnen in den USA ist schon enorm viel höher als bei uns - zumindest auf denen ich unterwegs war).

    Und auch das Auftreffen auf stehende oder langsame Hindernisse kann durch den Autopiloten deutlich minimiert werden, weil das System einfach nicht müde wird, oder unaufmerksam fährt.

    Das sind zwei Faktoren, die _für uns_ nicht zutreffend sind - zumindest nicht im gleichen Maße.

    2) Man muss auch die Käuferschicht beachten. Der Tesla ist ein Auto, das sich nur eine bestimmte Personengruppe leisten kann. Irgendwelche Schlussfolgerungen mit dem Autopiloten zu ziehen setzt aber voraus, dass die Gruppe der Probanten alle möglichen Ausprägungen in der Fahrweise berücksichtigt. Alleine schon deshalb lässt sich zwar tendentiell sagen, dass mit Autopilot weniger Unfälle passieren, also ohne, aber nicht, dass es 40% ausmacht.

  4. Re: 40% - in den USA!

    Autor: picaschaf 20.01.17 - 13:45

    TheWesleyCrushers schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Möglich, ja. Meine Erfahrung ist auch, dass die Leute dort unberechenbarer
    > fahren, mancherorts jede Lücke schließen, sobald man den Blinker setzt und
    > obwohl das dort oft auch nicht so vorgesehen ist, rechts überholen. Wenn
    > man dann nach Deutschland zurückkommt, sehen vom Flugzeug aus die Autos auf
    > der Autobahn aus wie auf Perlenketten aufgereiht, mit erhöhter
    > Geschwindigkeit pro Spur.
    >
    > Rein aus softwaretechnischer Sicht stelle ich es mir aber dadurch einfacher
    > vor einen Autopiloten für Deutschland zu programmieren, weil die Menschen
    > im Straßenverkehr berechenbarer sind.


    xD Guter Witz. In welchem Deutschland warst du unterwegs?

  5. Re: 40% - in den USA!

    Autor: cuthbert34 20.01.17 - 14:07

    TheWesleyCrushers schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Möglich, ja. Meine Erfahrung ist auch, dass die Leute dort unberechenbarer
    > fahren, mancherorts jede Lücke schließen, sobald man den Blinker setzt und
    > obwohl das dort oft auch nicht so vorgesehen ist, rechts überholen. Wenn
    > man dann nach Deutschland zurückkommt, sehen vom Flugzeug aus die Autos auf
    > der Autobahn aus wie auf Perlenketten aufgereiht, mit erhöhter
    > Geschwindigkeit pro Spur.
    >
    > Rein aus softwaretechnischer Sicht stelle ich es mir aber dadurch einfacher
    > vor einen Autopiloten für Deutschland zu programmieren, weil die Menschen
    > im Straßenverkehr berechenbarer sind.

    Also ich fahr am Tag rd. 110 km auf einer Autobahn und um mich herum rd. 60% Deutsche. Das ist ne Katastrophe. Die Perlenschnur stimmt ja noch. Aber der Rest ist quasi unberechenbar. Sicherheitsabstand scheint gleichbedeutend damit, dass man rechts überholt werden will und derjenige dann bremsend vor einem einschert. Wenn Auto an Auto fährt und am Horizont tauchen drei LKW hinter einander auf. Bedeutet das, dass sich 80% der Fahrzeuge auf der linken Spur einordnen. Wohlgemerkt rd. zwei km vor den LKWs und dann mit circa 110 km/h (in der Tat geordnet) an den LKW vorbeifahren. Jene, die bis zu den LKW auf der rechten Spur bleiben, haben zwei Möglichkeiten: a) sie bleiben für den Rest der Fahrt dahinter oder b) in einer Harakiri Aktion setzen sie den Blinker (eigentlich lässt man den heute weg; ist uncool) und ziehen gleichzeitig in die Lücke (die rd. drei PKW Längen im besten Fall beträgt) auf der linken Spur und provozieren so ein Bremsmanöver auf der linken Spur hinter sich, so dass der nachfolgende Verkehr nicht mehr mit 110 km/h fährt, sondern dank Einbremsen und Verzögern auf rd. 50 km/h danach nur noch mit 95 km/h an den LKW vorbeifährt. Von denen, die dann in größerem Lücken (sowohl rechts als auch links) auf Abschnitten von vielleicht 600m bis auf 180 km/h beschleunigen und dann in einer Vollbremsung wieder auf 95 km/h runterbremsen, reden wir noch gar nicht.

    Also, ich hab jeden Morgen und jeden Abend viel Freude am Fahren. Und dabei fahre ich gar kein BMW ^^

    Ich sehne die Automatisierung des Individualverkehrs herbei :D

  6. Re: 40% - in den USA!

    Autor: Der Spatz 20.01.17 - 14:44

    Du meinst das in etwa so?

    "Wenn das hier eingeführt wird werden innerhalb von Stunden 110% der Befölkerung hinüber sein - und das über Jahre" :-)

  7. Re: 40% - in den USA!

    Autor: neocron 20.01.17 - 15:11

    japp, sowas in der Art :D

  8. Re: 40% - in den USA!

    Autor: thinksimple 20.01.17 - 16:50

    Und wie ist das Verhältnis bei deutschen KFZ mit Assistezsystemen. Wie ist da der Rückgang der Unfallzahlen?

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  9. Re: 40% - in den USA!

    Autor: Eheran 21.01.17 - 14:01

    >die Qualität der Autobahnen in den USA ist schon enorm viel höher als bei uns
    Gemessen woran?

  10. Re: 40% - in den USA!

    Autor: neocron 21.01.17 - 14:03

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich muss zugeben, die Qualität der
    > Autobahnen in den USA ist schon enorm viel höher als bei uns - zumindest
    > auf denen ich unterwegs war).
    was bitte?

  11. Re: 40% - in den USA!

    Autor: quineloe 21.01.17 - 14:17

    Dass ein highway in einem Fly-over state, der nicht mal 1% der Benutzung unserer Autobahnen erfährt in einem besseren Zustand ist als die A9 durch Dunkeldeutschland würde mich keineswegs überraschen.

  12. Re: 40% - in den USA!

    Autor: Eheran 21.01.17 - 16:06

    Wenn er da mit 120km/h fährt und in D mit 180km/h würde das auch schon einen Unterschied erklären.

  13. Re: 40% - in den USA!

    Autor: AllDayPiano 21.01.17 - 16:50

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >die Qualität der Autobahnen in den USA ist schon enorm viel höher als bei
    > uns
    > Gemessen woran?

    A8 Stuttgart->Karlsruhe. Da hat mein Hänger bei 60 Sprünge von 50cm gemacht. Ich hatte Angst, dass mir die Kupplung aufgeht.

    Interstates/Highways in Maine. Überall Top Markierungen, der Asphalt noch schwarz. Allerdings auch alle 20 Meilen eine Mautstelle.

  14. Re: 40% - in den USA!

    Autor: bernstein 21.01.17 - 17:58

    Juge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mfeldt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In Deutschland, ja. Deshalb man hier auch nach 2 Stunden am Steuer fix
    > und
    > > alle.
    >
    > Man sollte irgendwann nicht mehr fahren und seinen Lappen abgeben. Du
    > scheinst den rechten Zeitpunkt bereits passiert zu haben.

    +1

  15. Re: 40% - in den USA!

    Autor: bernstein 21.01.17 - 18:12

    Juge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin häufig in den USA im Auto unterwegs, habe locker 10,000 auf div.
    > Insterstates verbracht. Die Menschen in den USA fahren wesentlich
    > schlechter Auto und das Straßenlayout ist erheblich simpler als in Europa.
    > Und dennoch sterben dort ca. 4x mehr Menschen (relativ) im Straßenverkehr
    > als in Deutschland. Vermutlich würde eine hochwertige Fahrerausbildung viel
    > mehr Unfälle verhindern als ein Tesla-Autopilot. Oder ein richtiger TÜV!
    > Oder ein Tempolimit für LKW ....

    du ziehst aber auch alle verkehrten Schlüsse...
    1. Die Distanzen sind VIEL grösser
    2. das macht das Layout automatisch simpler, aber ja verwinkelte Dörfer/Stadtzentren gibts nicht, "bloss" Autobahndrehkreuze wo die Strassenführung dermassen irr ist, dass man am Ende ohne Navi garantiert in die Falsche Himmelsrichtung fährt...
    3. mit den grossen Distanzen kommen automatisch lange Fahrzeiten, schlechte Strassenzustände & dementsprechend viele Unaufmerksamkeiten =° mehr Unfälle.

    Fakt ist: Ami's sind leider die wesentlich gemütlicheren & rücksichtsvolleren Autofahrer.
    Wo in Europa gedrängelt wird was das Zeug hält, macht der Ami gerne mal Platz... Was er jedoch gar nicht verträgt sind drängelnde Europäer, welche sich noch schnell reindrücken... da fehlt ihm dann auch mal die Reaktionszeit, schliesslich ist die "dränglerdichte" dort auch 1:10'000 statt 1:10

    Jedenfalls muss ich mich jedesmal voll zusammennehmen um in derem gemächlichen Tempo rumzutuckern...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.01.17 18:30 durch bernstein.

  16. Re: 40% - in den USA!

    Autor: bernstein 21.01.17 - 18:20

    TheWesleyCrushers schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Möglich, ja. Meine Erfahrung ist auch, dass die Leute dort unberechenbarer
    > fahren, mancherorts jede Lücke schließen, sobald man den Blinker setzt und
    > obwohl das dort oft auch nicht so vorgesehen ist, rechts überholen. Wenn

    Da bist du völlig falsch informiert. in den USA gilt das "keep in lane"-Prinzip, d.h. du sollst möglichst wenig die Spur wechseln, darfst aber auf mehrspurigen Strassen IMMER rechts überholen (auch in der Stadt(!).

  17. Re: 40% - in den USA!

    Autor: LordSiesta 22.01.17 - 14:58

    Nicht weltbewegend, aber dennoch ausreichend, dass einige Assistenzsysteme mittlerweile Pflichtausstattung sind (letzter Neuzugang war im November 2014 das ESP).

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