Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › DeLorean DMC-12 EV: Doc Brown reist…

160 km Reichweite

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. 160 km Reichweite

    Autor: velo 18.10.11 - 17:15

    160 km sind doch ein Witz. Und dann ist der Wagen nicht gerade billig.

    Also weiterhin nur für Fans, kein vernünftiges Auto.

    Nett wäre es, wenn der Innenausbau dem aus dem Film entsprechen würde.

  2. Re: 160 km Reichweite

    Autor: ichbinsmalwieder 18.10.11 - 17:22

    velo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 160 km sind doch ein Witz. Und dann ist der Wagen nicht gerade billig.

    Ja, und vor allem dann wieder min. 3h laden!?

  3. Re: 160 km Reichweite

    Autor: The Ego 18.10.11 - 18:49

    abwarten!!! Doc Brown hat ja auch etwas Zeit gebraucht, bis Mr. Fusion eingebaut war

  4. Re: 160 km Reichweite

    Autor: velo 18.10.11 - 22:54

    Achso - sozusagen als "in app sales".

    Ich nehme an, dass es auch erst mit Mr Fusion fliegen kann, weil sonst die Energie fehlt?

    Aber ehrlich, mich würde schon interessieren, was die sich dabei denken, so was auf den Markt zu bringen? Klingt so, als machen sie den gleichen Fehler noch einmal.

    Da wäre es doch schlauer ein cooles Auto aus einem aktuellen SciFi-Film zu nehmen und das umzusetzen.

  5. Re: 160 km Reichweite

    Autor: DerKleineHorst 19.10.11 - 20:34

    Wie oft fährst du am Stück weiter als 160km?

  6. Re: 160 km Reichweite

    Autor: velo 20.10.11 - 11:13

    160 und mehr fahren viele schon zur Arbeit und zurück.

  7. Re: 160 km Reichweite

    Autor: Tobias Claren 20.10.11 - 13:55

    velo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 160 und mehr fahren viele schon zur Arbeit und zurück.

    Das müssen ganz arme Wichte sein.
    Vergleichbar mit den Trauergestalten in den Harz4-Dokus die wirklich jede Arbeit machen, auch wenn sie dafür täglich 4h hin und zurück fahren, und dafür den größten Teil der paar Kröten zahlen.
    Und das aus der egoistischen paranoiden Angst man könnte sie sonst für Schmarotzer halten. Und das findet man besonders im Präkariat. Hier scheint eine Art "Schlechtes Gewissen" zu exisitieren keinen guten Abschluss zu haben und sich dabei zu erdreisten arbeitslos zu sein. Dieses angenommene Vorurteil wird dann mit der Bereitschaft wirklich jeden Drecksjob anzunehmen demonstrativ bekämpft.
    Mit "Drecksjob" beziehe ich mich auf die Höhe des Lohns (evtl. auch mal ¤3/h), und auch der Aufwand und die Kosten dort hin zu fahren. Umziehen ist bei solch unsicheren Beschäftigungen natürlich Unsinn.
    Da gibt es so paranoide Selbstdarsteller und "geliebtwerdenwoller", die würden auch 40h/Woche für 3¤/h arbeiten, wenn der Gewinn für den ÖPNV drauf geht.
    Hauptsache Arbeit.....

    Diese Christliche Leidensglorifizierung. Nur wer Arbeitet (am besten leidvoll und hart, Spaß wäre unanständig) hat ein Recht zu leben. Das steckt im Mainstreamgutmensch der sein Verhalten an den angeblichen Wünschen der Masse ausrichtet drin, da sind nur die Calvinisten (Christliche Gruppe) noch extremer.

    "Wer essen will muss auch arbeiten":
    "Zudem erlernt Jesus das Handwerkdes Zimmermanns und Apostel Paulus stellt die Forderung auf: ,,Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen``(2.Thessalonicher, Kapitel 3, Vers 10). Im christlichen Weltbild tritt die Arbeit dem Menschen zwar in der Genesis als Fluch gegenüber, entwickelt sich aber später zu einer Möglichkeit der Buße, die der Kirchenvater Hieronymus (1360 - 1416) in der berühmten Formulierung auf den Punkt bringt: ,,Arbeite etwas, damit dich der Teufel immer beschäftigt findet`` (vgl. Vogel 2000, S. 24)."

    Und die Calvinisten:
    "Johannes Calvin (1509 - 1564) hat auf der Grundlage des lutherischen Gedankenguts die Arbeit sogar ins Zentrum des irdischen Strebens der Christenheit gestellt. Zwar sieht Calvin den Menschen der Gnade Gottes auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und alles menschliche Streben im Angesicht Gottes als nichtswürdig an, aber gleichzeitig betont er die Worte Jesu, dass die Guten an ihren Taten zu erkennen seien. Arbeit wird hier zur einzigen Reaktionsmöglichkeit auf die Drohung der ewigen Verdammnis (vgl. Vogel 2000, S. 25). Max Weber sieht dann auch im Calvinismus die Grundlage für das ,,eiserne Zeitalter im 19. Jahrhundert`` (Weber 1979, S. 374, zitiert nach Vogel 2000, S. 26). Das ganze Leben erkaltet ``in einer ,innerweltlichen Askese`von Arbeit um der Arbeit willen, die weder Muße der Selbstbesinnung noch zum Genuss des Arbeitsertrages kommen lässt, noch auch sich im Selbstgenuss jener Kraftentfaltung und Persönlichkeitsbildung genugtut, die das humane Werk der Arbeit sein könnte`` (Weinstock 1956, S. 23, zitiert nach Vogel 2000, S. 26)."

    Quelle: http://txtur.de/wp/wp-filez/Chancen_Jobrotation/node5.html

    Kunst als "Geschmacklsigkeit" bezeichnen: 3.Reich.....

  8. Re: 160 km Reichweite

    Autor: RottenSon667 20.10.11 - 18:34

    Bitte netschuldige meine direktheit, aber:
    1. wo zum Henker hast du denn die ganze Religionsscheiße ausgegraben? Ich denke nicht dass auch nur einer von 1000, die sich jeden Tag in miesen Jobs abplacken, oder (un)freiwillig so weit fahren das Ganze mit dieser Hirnsuppe die vor 1000en von Jahren mal irgendwelchen Typen auf Droge eingefallen ist in Verbindung bringen.

    2. musst du ja ein ganz schönes Mathe-Genie sein wenn du der Meinung bist man könnte bei 160Km, die man mit einem normalen, oder auch einem sehr verbrauchsarmen KFZ täglich zurücklegt 3¤/h verdienen ohne zu verhungern oder unter ner Brücke zu leben. Ersteres führt zu Jobverlust, bei letzterem kann die Brücke ja auch am Arbeitsort sein.

    MfG Maik

    MfG Maik

    -------------------------------------

    just like the moon does,
    we rise
    'n shine
    'n fall....

  9. Re: 160 km Reichweite

    Autor: redwolf 21.10.11 - 13:48

    Ich fand deinen Beitrag interessant, auch wenn er vom Thema abwich :D.

  10. Re: 160 km Reichweite

    Autor: Tobias Claren 21.10.11 - 17:04

    1.)
    Wie war das mit der Lesekompetenz?
    Ich selbst halte das auch für eine Wahnvorstellung.
    Ich habe nirgends behauptet einer von denen wäre besonders religiös. Abgesehen von den Calvinisten. die übrigens Vorhänge ablehnen weil sie nicht den Eindruck erwecken wollen etwas zu verbergen zu haben ;D ).

    Ich habe Mutmaßungen angestellt woher diese Arbeitsglorifizierung kommt.
    Besonders die gesteigerte Wertschätzung der "Maloche".
    Dass sich (nett ausgedrückt) "einfache" Menschen damit scheinbar noch schmücken.
    Wie viele Menschen feiern Weihnachten, ohne Bibeltreue Christen oder Kirchgänger zu sein?Warum wollen die Menschen Sonntags frei haben oder sind gegen 24/7 Ladenöffnung?
    Warum gibt es Menschen die anderen die PID verbieten wollen? Auch wenn es viele heute "Ethik" nennen (Wenn "Ethik" anderen gesetzlich etwas vorschreibt ist es Faschismus), der unbewusste Hintergrund sind meist religiöse Wertvorstellungen.
    Wenn es möglich ist sich als Gesunder Mensch durch "Gentherapie" aufzuwerten, würde ich mir das als mündiger Bürger nicht von der Politik verbieten lassen.
    Genau so wenig wie ich mir von Theofaschisten vorschreiben lassen würde, wie ein Mensch aufgrund deren Religiöser Wertvorstellungen entso, äh bestattet werden muss.
    Das wird mich zwar nicht treffen, aber wäre ich vermögend genug, dass mich ein Amt zur Zahlung der Bestattung eines Elternteiles heranziehen will, würde ich die billigste Entsorgung verlangen.
    Für Tiere gibt es ja auch die Tierkörperbeseitigungsanlagen. Wenn die Entsordgung eines Ponys ¤30 kostet, dann ginge das auch mit einem Menschen.



    Es ging mir um die Ursache der Glorifizierung von Arbeit, besonders Arbeit die "hart" ist, die einem keinen Spaß macht. Menschen die sich als was besseres vorkommen, WEIL sie (mehr oder weniger) freiwillig leiden.



    2.)
    Das hat nichts mit Mathegenie zu tun, ich habe so einen Fall gesehen.
    In einem Bericht der ÖR. Inkl. der Äußerungen die kalr vermittelten wovor sie Angst hat (schief angesehen zu werden...).
    Die Frau lebt im Grunde von Harz4 (war doch klar), aber weil sie so paranoide Angst vor dem hat was andere über sie denken fuhr sie tatsächlich jeden Tag viele Stunden mit der Bahn (ist wohl noch teurer, aber ein "verbrauchsarmes AUto" kann sie sich fix nicht leisten) zur Arbeit.
    Von ihrem Lohn blieb da nicht viel bis fast nichts übrig.
    "¤3/h" war eine Nummer. Aber keine ganz unrealistische. Das ist zwar keine vertragliche Zahl, aber eine Frau die Essen ausfährt (anderer Bericht, andere Frau) wird nach Auslieferungen bezahlt und hat sich einen Stundenlohn von ca. ¤3 errechnet...

    Kunst als "Geschmacklsigkeit" bezeichnen: 3.Reich.....

  11. Re: 160 km Reichweite

    Autor: RottenSon667 21.10.11 - 18:25

    Ich selbst kann in meinem Umfeld keine Glorifizierung erleben. Alle die in meinem Umfeld für viel zu wenig Kohle beschissene Jobs ausüben machen das weil Sie Ihen Lebensunterhalt selbst erbringen wollen. Wenn das dann so wenig ist dass man unterstützend Hartzèn muss ist das immer noch besser als komplett davon leben zu müssen. Ich selbst habe in meinem letzten Job ~140 km am Tag gehabt. Ich hab Ihn gern gemacht, aber es hat sich nicht gelohnt so weit zu fahren. Und für meine Region hier im Osten habe ich überdurchschnittlich gut verdient. Für die ausgeübte Stelle Durchschnitt, für die Region über Durchschnitt. Muss man vielleicht etwas separieren.

    Und nun kommt der Clou: Das hat mich gerade so über Wasser gehalten. Ich habe mit einem 1.3er Fiesta mit ~6,5-7 Litern Verbrauch, der für eine Person normal großen Wohnung und den normalen Sachen die man nebenher hat nicht geschafft was zurück zu legen. Gut, das eine mal im Monat wo man mal für nen 50er was trinken war hätte man weg lassen können. Ich bin aber ein Mensch der gerne arbeitet (ich mag das was ich tue) und dafür aber auch mal Spaß haben will.

    Aber machen Wir mal ein Rechenbeispiel auf:
    Man arbeitet im Durchschnitt 20-22 Tage im Monat, a 8h. Macht 160h, + sagen wir 20-30 Überstunden. Wenn man nich so viel verdient braucht man die schon.
    Macht 180h * 3¤ = 540¤
    Wenn man nun nur 50Km entfernt arbeitet sind das 100 am Tag, quasi 2000-2200 im Monat. Sagen wir man hat nen halbwegs sparsamen Diesel (den man sich mit dem Einkommen nicht leisten kann, aber egal) und der nimmt 5Liter bei 1.40 Durchschnitt.
    Macht 20 * 5 * 1,4¤ = 140¤ Sprit pro Monat. Noch ein Fuffi Versicherung drauf, 20 Steuern, Kaputt geht auch mal was... sind wir gnädig und sagen man hat 250¤ Fixkosten für den Weg auf Arbeit. Beim Benziner plus 50-100¤, je nach Fahrzeug. Da hast du also noch 290¤ über von denen du Miete, Nahrung, Hygieneartikel, sonstige Versicherungen die man so haben müsste, Strom Wasser, und was man sonst so zum Leben braucht bezahlen musst.

    Mal ehrlich: Das ist unmöglich. Im Fernsehen zeigen die immer ganz gerne mal Sachen die man nicht unbedingt auf die breite Masse umlegen kann. Und ob das dort gesagte nun immer so der Wahrheit entspricht wage ich auch zu bezweifeln. Wird wohl eher gut geklungen haben...

    Und öVM sind auch nicht unbedingt günstig.... das hatte ich damals auch erwogen.

    MfG Maik

    -------------------------------------

    just like the moon does,
    we rise
    'n shine
    'n fall....

  12. Re: 160 km Reichweite

    Autor: Tobias Claren 21.10.11 - 21:04

    Mit "Glorifizierung" sind auch keine Jubelfeiern usw. gemeint.
    Ich hörte mal eine Sendung im radio. Habe ich leider damals vergessen im Netz gleich zu suchen.
    Das war so ein Ruhrpott-Komiker. Er erzählte wie er damals Abitur machen und Apotheker werden wollte, und sein Großvater sagte "das hätte es damals unter Hitler nicht gegeben".
    Damit ist nicht gemeint dass es das nicht gegeben hätte (die Einstellung zu Akademikern war wohl besser als z.B. in der DDR), sondern dass der Großvater als "Arbeiter" (Ich glaube Bergmann) eine Art Sozialrassismus hegte.

    Evtl. auch eine Art Schutzreflex.
    Sie erhöhen ihre harte einfache Arbeit als etwas moralisch überlegenes gegenüber "den Studierten" (verächtlich ausgesprochen), um sich nicht minderwertig vorzukommen.
    Es gibt ja auch "Proletenfloskeln" mit denen sich diese Menschen untereinander solidarisieren.
    "Die da oben", "Der kleine Mann", "Bodenständig", "mit beiden Beinen auf der Erde geblieben", "geerdet", "Das hast du doch nicht nötig", "Du hälst dich wohl für was besseres" usw..
    Die letzten Beiden sind schon harte Klassiker.....
    Auch wenn die beiden letzten wohl selten geworden sind, die Einstellung ist bei vielen Vorhanden.
    Das sind Menschen für die die Schule nach maximal der Realschule beendet ist, und für die danach ganz selbstverständlich eine Ausbildung folgt.

    Man sehe sich mal diese Glorifizierung an:
    http://www.derwesten.de/service/berufe_mit_zukunft/Fachfrau-fuer-Systemgastronomie-id3900077.html
    Ob die von einer Interessengruppe bezahlt ist?
    Ob man im Supermarkt an der Kasse sitzt und Regale auffüllt, oder Fillialleiter ist, da wäre ich sicher nicht "stolz" drauf.
    Das bleibt minderwertige Arbeit, egal ob man Pommes rüttelt, oder "Chef über 40 Angestellte" (McDonalds-Imagewerbung) ist.

    Der Link zeigt auch die Floskeln mit denen die sich das schönreden.
    "Umgang mit Menschen" und "Jeder Tag ist anders" sind die traurigen Klassiker.
    Und leider zeigt auch die Frau aus dem DerWesten-Artikel diese Floskeln, an die ich schon dachte, bevor ich die Textstellen erreichte!

    Zitat:
    "Wie mein Arbeitsalltag aussieht. „Mein Alltag ist sehr abwechslungsreich. Der Schichtdienst ist in Früh- und Spätschicht à acht Stunden unterteilt. Arbeitsbeginn ist um sieben Uhr, das Restaurant öffnet um acht und schließt um 21 Uhr, Schichtende ist um 23 Uhr. Natürlich bin ich auch, besonders an Samstagen und zu umsatzstarken Zeiten, produktiv tätig – so heißt die Arbeit im Restaurant, zu dem Service, Küche und Gästebereich gehören. Hinzu kommt in meiner Funktion ein Batzen an Aufgaben: Ich teile Schichten ein, entwickle Business- und Aktionspläne, erstelle Analysen und Umsatzpläne, mache den Monatsabschluss. Kein Tag ist wie der andere. Als Ausbilderin bereite ich einmal im Monat einen Ausbildungstag für meine Azubis vor, entwickle Übungen und Tests zur Wiederholung und begleite sie – so weit möglich – auf ihren Schichten.“"

    Was ist daran "kein Tag ist wie der andere"? Auch wenn die sich etwas "abwechslungsreicher" gestalten als der einfache Pommesrüttler, sie wiederholen sich und sind und bleiben langweilig und minderwertig.
    Nichts wo diese Menschen evtl. mal lieber weiterarbeiten würden statt Schluss zu machen. Nichts wo man vergisst dass man Urlaubstage hat. Nichts wo man nicht die Rente freudig erwartet. Der Nobelpreisträger und Laserforscher Anton Zeiloinger war es glaube ich, den sie in Rente schicken wollten, und der "gedroht" hat er würde ins Ausland gehen.
    Der hat sich gewehrt. Welcher Supermarktangestellte würde das machen?
    Nicht mal der Fillialleiter dort.

    Wir brauchen mehr "Verachtung" gegenüber einfacher Arbeit. Abitur und Studium müssen interessanter werden. Aber ohne Schulsysteme wie in Finnland oder Korea sind nicht die Schüler, sondern der Staat und die Eltern schuld.
    Ich weiß dass in Korea die Polizei in Razien Lernschulen nach 22 Uhr aushebt, und die Schüler in der Schule schlafen (und es extra gepolsterte Aufsteckärmel zum schlafen auf dem Schultisch zu kaufen gibt), aber immer noch besser als ein leiderfülltes dröges minderwertiges langweiliges deprimierendes Leben bei dem der Tod die Erlösung darstellt.


    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
    _________________________________________________________________________________
    Hier noch ein alter Newsgroupstrang zur Macht des Wortes "Faul":
    http://de.narkive.com/2007/6/25/1458678-die-macht-des-wortes-equot-faulequot.html

    Ein Auszug:

    Frage:
    Der Faulheit bezichtigt zu werden ist für viele erwachsene Menschen in
    Deutschland eine der schlimmsten Beleidigungen.
    Bezichtigt man einen Erwachsenen der Faulheit, kann man sehr starke
    Emotionen hervorrufen. Viel stärkere als z. B. mit den Beleidigungen
    "Dieb", "Mörder", "A...loch" usw. Woran liegt das? Die so
    "herausgeforderte" Person versucht meist sofort einen Gegenbeweis zu
    erbringen, sei es durch Rechtfertigung oder demonstrativen "Fleiß".
    ----------------------------------------------------------------------
    Antwort:

    das ist eine soziologische angelegenheit, wuerd ich meinen.
    der sprichwoertliche "preussische" fleiss hat sich seit dem 19. Jhdt sehr
    tief in die deutsche psyche festgesetzt.
    fleiss und disziplin ist eine der etiketten, die deutschland von anderen
    laendern gerne angehaengt bekommt, wenn man sie danach fragt, welche
    charaktika man den deutschen zuschreiben koennte.

    nicht fleissig zu sein, widerspricht einfach der gesellschaftlich
    geforderten norm.
    deshalb ist z.b. das prinzip des "sozialschmarotzers" gerade in deutschland
    auch so ein rotes tuch.

    der sinn des lebens ist arbeiten, so viel wie moeglich, sich einreihen in
    die massen der angestellten und fabrikarbeiter. das ist die einzige
    respektvolle beschaeftigung in deutschland. niemand geniesst mehr respekt,
    als der 12-stunden arbeiter am fliessband oder der krankenhaus-doktor, der
    sich selbst keine auszeit goennt.
    man schaemt sich beinahe, urlaub zu beantragen oder gar nach ausgleich fuer
    ueberstunden zu fragen.

    als jugendlicher habe ich gerne meine zeit nach der schule auf dem
    basketball-platz verbracht, was mein vater als nutzloses, unproduktives
    "rumhaengen" verurteilte. ich haette doch meine zeit "besser nutzen"
    koennen und er koenne es kaum erwarten, dass mein "lotter-leben" bald ein
    ende haben wuerde, wenn ich in die erwachsenen-welt eintrete, also arbeite.

    speziell die kriegs- und nachkriegs-generationen koennen sich meist nur
    schwer vorstellen, dass man mit koerperlich wenig anstrengender arbeit
    (akademiker, autoren, philosophen etc) ehrbares geld verdienen kann.
    solche menschen werden oft mit missvertrauen beaeugt und man goennt ihnen
    ihren finanziellen erfolg (wenn sie den haben) meist nicht wirklich.

    einen vergleich zu anderen laendern, kann ich an dieser stelle leider nicht
    fuehren. vielleicht hat da jemand beispiele.

    gruss,
    -patrick-

    ----------------------------------------------------------------------------
    Antwort auf die Antwort:

    "Schlimm an der ganzen Sache ist aber der sinnlose Aktionismus und die ganze
    Heuchelei um das Thema Arbeit.
    Arbeit muss SICHTBAR sein! Ganz wichtig! Sonst ist sie keine Arbeit.
    Wer wirklich arbeitet muss griesgrämig dreinschauen. Er muss ständig seufzen
    und ächzen, damit auch jeder merkt wie er sich kaputtschuftet. Natürlich
    sehen das Kinder ständig und bekommen so gar keinen Bock auf seufzende und
    ächzende Arbeit.
    Treffen die Leute einen alten Bekannte auf der Straße, dann tun sie hektisch
    und beschäftigt, auch wenn wirklich nichts zu tun ist. Nur nicht zugeben,
    dass man Zeit übrig hat."

    ----------------------------------------------------------------------------
    Etwas weiter ein Teil einer Antwort:
    "Hi Patrik
    es ist tasächlich kulturell bedingt.
    In Spanien etwa heisst es sprichwörtlich: Nur Dummköpfe arbeiten.
    "Gute Berufe" sind übrigens in den meisten Ländern white collar jobs.
    Dreck unter den Fingernägeln heisst meist, nicht klug genug gewesen zu
    sein, ins Gymnasium und auf die Hochschule zu gehen. Gleich Minuspunkte
    bei potentiellen Partnerinnen. Gleich weniger Status und Respekt seitens
    der andern Männer."

    ...........................................................................
    Meine Anmerkung ==> Diese "Verachtung" braucht auch Deutschland.
    Nicht die "die brauchen wir doch auch" Einstellung,
    mit der in "political correctness" jede Arbeit als Wertvoll verbrähmt wird.
    ...........................................................................
    _________________________________________________________________________________
    Einfach mal komplett lesen (Link).
    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX


    In den USA verkaufen die Eltern notfalls das Haus und ziehen in eine kleine Wohnung, damit das Kind die beste Ausbildung bekommt. Und wenn es schon der Kindergarten ist, für den man das Kind evtl. Jahre vor der Zeugung anmelden mu7ss um einen Platz zu bekommen.
    ein Kind kann problemlos bis zu 6 Sprachen ab der Geburt (als Muttersprache) lernen. Es müssen nur 6 verschiedene Kontaktpersonen sein.
    Lesen könnte man schon (zwanglos mit ausgewähltem Spielzeug) lernen, wenn man sprechen kann.
    .....
    Ich glaube in Frankreich lernen die Kinder schon im Kindergarten das Alphabet (und kleine 1x1?), und zeichnen auf Arbeitsbögen vorgegebene Kringel und Bögen (als Vorbereitung für das schreiben lernen) usw..




    Es gibt eine Studie nach der sich Käufer ihre Waren schönreden, wenn sie feststellen dass es etwas besseres für wenig mehr oder sogar weniger Geld gegeben hätte.
    Das ist hier in gewisser Weise bei den einfachen Arbeiten vergleichbar ("Jeder Tag ist anders", "Umgang mit Menschen"...).

    Was sieht man oft wenn es um Jugendarbeitslosigkeit geht im Hintergrund in den Nachrichten?
    Einen Typ im Blaumann am Schraubstock ein Werkstück feilen.
    Das ist die Arbeiter und Bauern-Glorifizierung der BRD.
    In Finnland liegt die Studienberechtigtenquote bei 97%.
    In Korea machen 96% das Abitur. Das echte Abitur mit freier Studienwahl, nicht "Fachabitur".
    Das Wort "Fachabitur" gibt es übrigens offiziell gar nicht, das ist ein Versuch es besser klingen zu lassen.
    In Deutschland machen aktuell 30% das Abitur.


    Dazu noch ein Video:
    http://www.youtube.com/watch?v=DTxzbQ3N9YE

    In spätestens 25 Jahren sollen Roboter wie in I.Robot (der passender Weise auch noch 2035 spielt) jede nichtkreative Arbeit übernehmen.
    In dem Film sieht man zu Beginn konkret Hunde ausführen (in NY kann man damit viel Geld verdienen), Müllabfuhr und Paket/Brief-Bote.
    Kein Abitur bzw. Studium = keine Arbeit. Auch nicht im Büro.
    Das scheint ja aktuell beim Pöbel noch als Karriere zu gelten.
    Gerade Büroarbeit kann durch Server und Software ersetzt werden.
    Man könnte wohl JEDEN Bürobeamten durch eGovernment ersetzen, jeden Büroangestellten durch Direktbanking, Direktversicherungen usw.. Schon heute ohne Androiden (so nennt man Roboter in Menschenform).
    Und Ende dieses Jahrzehntes könnten Taxifahrer, LKW-Fahrer usw. durch Selbstfahrende Autos mit Google oder GM-Technik ersetzt werden. Das ist ziemlich sicher, die haben beide unabhängig voneinander die Serienreife für 2018 bzw. Ende des Jahrzehnts angegeben.
    Und da die jetzt schon besser als Menschen fahren (auch in Städten wie San Franzisko), ist das auch sehr wahrscheinlich. Nevada hat schon Gesetzesänderungen eingeführt, und man denkt darüber nach sie sehr früh als Attraktion auf dem Strip von Las Vegas einzusetzen.
    Was kostet ein LKW oder Taxi an Lohnkosten und Lohnnebenkosten pro Jahr? 50.000 und mehr (mehrere Schichten bei Taxi)? Sicher weniger als der Aufpreis für ein selbstfahrendes Fahrzeug. Da überlegen die Unternehmen nicht lange. Der LKW muss auch nicht ruhen, sondern kann 24h durchfahren.

    Kunst als "Geschmacklsigkeit" bezeichnen: 3.Reich.....



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.11 21:15 durch Tobias Claren.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Mey GmbH & Co. KG, Albstadt-Lautlingen
  2. CYBEROBICS, Berlin
  3. Wirtschaftsrat der CDU e.V., Berlin
  4. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 27,99€
  2. 2,22€
  3. 4,60€
  4. (-69%) 12,50€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mobile-Games-Auslese: Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
Mobile-Games-Auslese
Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor

Ein Dieb mit Dolch in Daggerhood, dazu ein (historisch verbürgter) Arzt in Astrologaster sowie wunderschön aufbereitetes Free-to-Play-Mittelalter in Marginalia Hero: Golem.de stellt die spannendsten neuen Mobile Games vor.
Von Rainer Sigl

  1. Hyper Casual Games 30 Sekunden spielen, 30 Sekunden Werbung
  2. Mobile-Games-Auslese Rollenspiel-Frühling mit leichten Schusswechseln
  3. Gaming Apple Arcade wird Spiele-Flatrate für iOS und MacOS

Projektmanagement: An der falschen Stelle automatisiert
Projektmanagement
An der falschen Stelle automatisiert

Kommunikationstools und künstliche Intelligenz sollen dabei helfen, dass IT-Projekte besser und schneller fertig werden. Demnächst sollen sie sogar Posten wie den des Projektmanagers überflüssig machen. Doch das wird voraussichtlich nicht passieren.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel


    5G-Auktion: Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war
    5G-Auktion
    Warum der Preis der 5G-Frequenzen so hoch war

    Dass die Frequenzen für den 5G-Mobilfunk teuer wurden, lasten Telekom, Vodafone und Telefónica dem Newcomer United Internet an. Doch dies ist laut dem Netzplaner Kai Seim nicht so gewesen.
    Eine Analyse von Achim Sawall

    1. Funklöcher Hohe Bußgelder gegen säumige Mobilfunknetzbetreiber
    2. Bundesnetzagentur 5G-Frequenzauktion erreicht 6,5 Milliarden Euro
    3. 5G-Auktion Etablierte wollen Preis für 1&1 Drillisch hochtreiben

    1. iPhone: Apple warnt Trump vor Einfuhrzöllen auf China-Produktion
      iPhone
      Apple warnt Trump vor Einfuhrzöllen auf China-Produktion

      Apple wehrt sich gegen Einfuhrzölle für seine Produkte, die zum großen Teil von Foxconn in China montiert werden. Zugleich arbeitet Apple an einer Verlagerung nach Südostasien. Foxconn beginnt zeitgleich die Vorbereitungen für die Fertigung neuer iPhones in China

    2. Dunkle Energie: Deutsches Röntgenteleskop Erosita ist startklar
      Dunkle Energie
      Deutsches Röntgenteleskop Erosita ist startklar

      Das Universum dehnt sich immer schneller aus. Der Motor dafür wird - mangels besseren Wissens - als Dunkle Energie bezeichnet. Ein deutsch-russischer Satellit mit einem in Deutschland entwickelten Röntgenteleskop an Bord soll Erkenntnisse über die Dunkle Materie liefern.

    3. Smartphones: Huawei will Android Q für 17 Smartphones bringen
      Smartphones
      Huawei will Android Q für 17 Smartphones bringen

      Der US-Boykott dauert weiter an, Huawei verspricht aber auch künftig Android-Updates für seine Smartphones anbieten zu wollen. Auch das neue Android Q soll für eine Reihe von Geräten erscheinen - Huaweis aktuelle Mitteilung bleibt an einigen Stellen aber vage.


    1. 19:16

    2. 19:02

    3. 17:35

    4. 15:52

    5. 15:41

    6. 15:08

    7. 15:01

    8. 15:00