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Die Rechnung der Milchmädchen

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  1. Die Rechnung der Milchmädchen

    Autor: pythoneer 10.08.21 - 15:16

    Eine ähnlich unsinnige Rechnung hatten wir ja schon einmal. Eine Steuer wird ja unter anderem deswegen erhoben um Kosten auszugleichen die auf die Gesellschaft anfallen wenn man eine Tätigkeit ausübt oder Gegenstände verkonsumiert. Ich mache da mal ein Beispiel:

    Wir haben eine Gesellschaft in der bestimmte Drogen konsumiert werden. Der Konsum führt nachweislich zu einer Verschlechterung der Gesundheit bei den Konsumenten. Die Verschlechterung wird durch die Gesellschaft getragen (verminderte Wirtschaftsleistung, steigende Kosten im Gesundheitssystem etc.). Jetzt kann die Gesellschaft entscheiden – neben anderen Maßnahmen – eine Steuer auf die Drogen zu erheben. Dies verringert den Anreiz und vor allem gibt einen gesellschaftlich finanziellen Ausgleich für dieses unliebsame Verhalten.

    Jetzt gibt es eine neue tolle technologische Neuheit. Wir können die Drogen durch eine neue ersetzen – nennen wir sie "spice" – die den großen Vorteil hat, dass sie keine gesundheitliche und wirtschaftlich Schäden verursacht (der Grund warum es die Steuer gibt). Die Gesellschaft fördert "spice" auf verschiedene Arten mit Förderprogrammen und Erlass der Steuer, wie wir sie bei den "üblichen" Drogen haben. Jetzt anzufangen und die "Verluste" aufzurechnen die wir steuerlich haben wenn wir die gefährlichen Drogen gegen "spice" ersetzten ist schon nicht mehr mit dem Begriff "Milchmädchenrechnung" genüge getan.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.21 15:18 durch pythoneer.

  2. Re: Die Rechnung der Milchmädchen

    Autor: leonardo-nav 10.08.21 - 15:19

    Ah, wie bei den E-Zigaretten.

    Nur dass wir die jetzt genauso hoch besteuern wie das schädlichere Originalprodukt. :D

  3. Re: Die Rechnung der Milchmädchen

    Autor: Vollstrecker 10.08.21 - 15:32

    Vielleicht weil sie genauso schädlich sind?

    "Im Vergleich zu Tabakzigaretten sind E-Zigaretten sehr wahrscheinlich deutlich weniger gesundheitlich schädlich, urteilt auch das Deutsche Krebsforschungszentrum. Studien ergaben, dass bei Dampfern Atemwegserkrankungen wie COPD, chronische Bronchitis, Emphysem und Asthma seltener auftreten als bei Rauchern. Aber, und das wird niemand überraschen, häufiger als bei Nicht-Dampfern. Langzeitstudien über die Folgen des Konsums stehen noch aus. Wegen der unbekannten langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen sollten Nichtraucher E-Zigaretten nicht anwenden, auch weil Suchtgefahr droht. Für langjährige Raucher können E-Zigaretten ein Schritt in die Tabakabstinenz sind. Am besten für die Gesundheit ist es natürlich, ganz ohne Nikotin-Qualm oder Dampf zu leben."

  4. Re: Die Rechnung der Milchmädchen

    Autor: HoffiKnoffu 10.08.21 - 20:34

    leonardo-nav schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ah, wie bei den E-Zigaretten.
    >
    > Nur dass wir die jetzt genauso hoch besteuern wie das schädlichere
    > Originalprodukt. :D


    E-Zigaretten, die ein Öl und synthetische Duftstoffe (auf Mineralölbasis?) vernebeln? Die und gesund? Die Dinger müssen noch teurer werden, als die Originale….

  5. Re: Die Rechnung der Milchmädchen

    Autor: trinkhorn 10.08.21 - 22:51

    Vollstrecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht weil sie genauso schädlich sind?
    >
    > "Im Vergleich zu Tabakzigaretten sind E-Zigaretten sehr wahrscheinlich
    > deutlich weniger gesundheitlich schädlich[...]"

    was jetzt? genauso schädlich oder deutlich weniger gesundheitlich schädlich?

  6. Re: Die Rechnung der Milchmädchen

    Autor: Lars J. 11.08.21 - 03:14

    HoffiKnoffu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > leonardo-nav schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ah, wie bei den E-Zigaretten.
    > >
    > > Nur dass wir die jetzt genauso hoch besteuern wie das schädlichere
    > > Originalprodukt. :D
    >
    > E-Zigaretten, die ein Öl und synthetische Duftstoffe (auf Mineralölbasis?)
    > vernebeln? Die und gesund? Die Dinger müssen noch teurer werden, als die
    > Originale….

    E-Zigaretten enthalten kein Öl als Trägerstoff sondern Glycerin und Propylenglykol. Glycerin wird heutzutage zu annähernd 100 % aus der Fettspaltung/umesterung gewonnen und ist in dem klaren Zustand wie es sich in den Liquids befindet definitiv in Pharmaqualität (Restbestände an Wasser, da stark hygroskopisch). Propylenglykol wird tatsächlich auf Erdölbasis aus Propen hergestellt, ist aber auch nicht giftig. Viele "synthetischen" Duftstoffe werden ebenfalls aus natürlichen Quellen gewonnen hängt aber vom Stoff selbst ab. Menthol z.B. kann künstlich hergestellt werden oder aus Citralen, einem Folgeprodukt von Terpentinöl aus Kiefern. Die meisten haben wie gesagt natürlichen Ursprungs oder sind naturidentisch. Die reinen Terpene (sog. ätherische Öle) sind meistens schädlich, das sind sie aber auch in den Pflanzen in denen sie vorkommen (So ziemlich jeden natürlichen Geruch den Sie kennen), sie sind nur meistens sehr niedrig dosiert. Im Gegensatz dazu wird die Tabakpflanze verbrannt, welche Stoffe dabei entstehen ist völlig offen, aber dass man darin viele KMR-Stoffe nachweisen kann weiß jedes Kind. Das enthaltene Nikotin selbst ist ein Nervengift und kommt in beiden Produkten vor und ist vermutlich zusammen mit den natürlich vorkommenden ätherischen Ölen das gefährlichste an der e-Zigarette. In Summe sieht es aber ziemlich schlecht aus im Vergleich zwischen herkömmlicher und E-Zigarette.

  7. Re: Die Rechnung der Milchmädchen

    Autor: Vollstrecker 11.08.21 - 10:19

    Einfach schädlich.

  8. Milchmädchen rauchen besser gar nicht...

    Autor: Boandlgramer 11.08.21 - 16:31

    Das Problem mit den E-Zigaretten ist ja, dass sie zwar erhebliche Verbesserungen für die bringen, die vorher Tabak rauchten - aber leider nicht einfach unschädlich sind für die, die vorher gar nicht rauchten.
    Und da sie genau dafür und als Lifestyleprodukt beworben werden, sind sie eben dann doch wie Tabakwaren einzustufen.

    Wer Steuern sparen will, darf gar nicht rauchen...

    Boandlgramer, aufgehörter Raucher seit 1998!

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