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Das ist doch alles so ein Unsinn

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  1. Das ist doch alles so ein Unsinn

    Autor: McWiesel 05.11.18 - 17:52

    In wenigen Jahren wird der ganze Ladesäulen-Kram wieder teuer zurückgebaut, wie so manch anderes auch, was mal eine kurze Zeit lang gehyped wurde und dann als Wohlstandsruine teilweise sogar noch ewig defekt und zerstört stehen blieb.

    Man will einfach nicht erkennen, dass dieses Konzept mit E-Ladestationen einfach nicht großflächig funktionieren wird. Nicht mal Parkuhren sind an jedem Parkplatz wirtschaftlich zu betreiben und man hat sie daher weitgehend durch ein paar wenige Parkscheinautomaten wieder ersetzt, auch Telefonzellen waren dank Vandalismus meist ein Verlustgeschäft, aber Elektroladesäulen an jedem Parkplatz sollen plötzlich zuverlässig und wirtschaftlich funktionieren? Und selbst wenn sie funktionieren, hat man immer noch den leidigen Ärger mit Akkus, die dann im notwendigen Moment nicht ausreichend geladen sind, was immer eine Krücke dieser Technologie bleiben wird, die ihr irgendwann das Kreuz bricht und damit der ganze Kram durch synthetische Kraftstoffe oder was auch immer abgelöst wird.

    Wenn man diese Investition und die immer noch ungelösten Nachteile am Ende zusammenrechnet, könnte man sich viel eher Gedanken über weitgehend computergesteuerte E-Fahrzeuge mit deutlich kleineren Pufferakkus machen, die sich über ein in der Stadt relativ flächendeckendes Stromschienensystem fernspeisen lassen, was so ziemlich alle Probleme mit Elektromobilität, Verkehrskollaps und autonomen Stadtverkehr lösen würde. Man könnte mit dem öffentlichen Nahverkehr so ein System einführen und dann auf den Individualverkehr erweitern. Man müsste weder bestehende Autos sofort ausrangieren, noch muss man auf Wunder-Akkus warten, sondern die Technologie ist im Grunde da, man müsste "nur" ein zuverlässiges & sicheres Schienensystem zur Stromübertragung entwickeln, was doch aber eigentlich keine Raketenwissenschaft sein dürfte.

    Früher hat man sich mal getraut in Städten neue Ideen und Konzepte einfach mal auszuprobieren, da gab es Schwebebahnen, O-Busse, verschiedene Straßenbahnen, Monorails, Magnetschwebetechnik.. aber anscheinend gibt es da seit Jahrzehnten keinerlei Wille mehr mal neu zu denken, sondern eine 200 Jahre alte Neandertal-Technologie namens Fahrrad soll ernsthaft eines der Verkehrsmittel in der Stadt der Zukunft sein. Bald ist man wieder bei Pferd und Wagen...

    Überfüllte S-Bahnen, die einem viel zu weit vom Ziel entfernt rausschmeissen und man dann die letzten Kilometer zu Fuß oder mit dem Fahrrad fahren soll, sind auch nicht die Lösung für die Mobilität des 21. Jahrhunderts. Und auch keine E-Autos, die ich in den Städten selber mit andauernden Sorgen um den Akkustand fahren muss und mich dauernd aktiv darum kümmern muss, dass die Karre fahrbereit ist.

    Die Zukunft müsste so sein: Ich hocke mich in ein öffentliches Auto (oder hab ggf. ein eigenes), geb mein Ziel ein, und das Gefährt fährt dann auf einer Führungsschiene nahezu unterbrechungsfrei dahin, da es mit allen anderen Fahrzeugen vernetzt ist und interagieren kann. Und wo das System außerhalb der Städte nicht ausgebaut ist, kann man locker noch 50km auf Akku selbst fahren.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 05.11.18 18:06 durch McWiesel.

  2. Re: Das ist doch alles so ein Unsinn

    Autor: Anonymer Nutzer 05.11.18 - 22:24

    Genau da geht die Entwicklung der E-Autos hin. Zu autonomen Fahrzeugen die Dir nicht gehören aber dennoch bei Bedarf zur Verfügung stehen. Quasi Taxis ohne Fahrer.

    Was Akkus und Reichweite angeht, da hast Du etwas übertrieben. In der Tat werden die Akkus immer leichter und billiger. Sprich, immer mehr Reichweite bei gleicher Größe bzw. immer kleinere, leichtere Akkus bei gleicher Reichweite.

  3. Re: Das ist doch alles so ein Unsinn

    Autor: pre3 06.11.18 - 07:22

    Leute, wir reden hier über 2080ff, da sind wir alle schon lange mausetot. Das Thema ist etwas für unsere Kinder und Enkelkinder.

    So what, alles hat seine Zeit...

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