1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Deutschland: Autoindustrie verliert…

Die Ironie ist so groß

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Die Ironie ist so groß

    Autor: ChrisMaster 30.09.19 - 08:59

    Man braucht weniger Mitarbeiter um ein E-Auto zu entwickeln und zu bauen weil der Aufbau und die Komponenten weniger komplex sind und daher weniger Fertigungsschritte nötig sind.

    Und dennoch sind E-Autos noch immer 1,5x so teuer wie vergleichbare Verbrenner. Ohne Förderungen wären die nur für wenige Priviligierte überhaupt leistbar. Wie lange lässt man sich eigentlich noch zum Narren halten von der Autoindustrie?

  2. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: oldmcdonald 30.09.19 - 09:11

    Du solltest den Einkaufspreis nicht mit den Gesamtkosten verwechseln…
    Zudem ist es für die Gesellschaft besser, wenn weniger Autos auf der Straße sind. Wir haben hier schlicht nicht den Platz!

  3. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: Steffo 30.09.19 - 09:11

    Das Problem ist momentan der Akku. Aber das wird sich auch bald ändern.

  4. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: Captain 30.09.19 - 09:13

    Freie Fahrt für gut Betuchte... die ganzen kleinen Kisten stören die dicken SUV nur...

  5. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: Anonymer Nutzer 30.09.19 - 09:16

    Man braucht für die übliche Schrottkarre halt nicht kiloweise seltene Erden, Lithium und Cobalt.
    Und auf die will doch niemand verzichten, denn der neue e-Bock muss ja wieder >> eine Tonne wiegen und trotzdem hunderte Kilometer pro Akkuladung fahren.
    Oh und Schnelladefähig soll der Scheiss auch sein - in 5min von 0 auf 80% ist wohl das mindeste!!!!!

  6. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: ChrisMaster 30.09.19 - 09:17

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zudem ist es für die Gesellschaft besser, wenn weniger Autos auf der Straße
    > sind. Wir haben hier schlicht nicht den Platz!


    Die Gesellschaft kann sich das aber leider oft nicht aussuchen, ob man auf ein Auto angewiesen ist oder nicht. Das zieht sich durch alle Schichten durch. Die Vorstellung, jede/r könne frei entscheiden, ob er/sie ein Auto verwendet ist leider utopisch im Jahr 2019 weil es nunmal Leute gibt, die nicht in Millionenstädten leben und trotzdem arbeiten müssen.

  7. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: Muhaha 30.09.19 - 09:20

    ChrisMaster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Gesellschaft kann sich das aber leider oft nicht aussuchen, ob man auf
    > ein Auto angewiesen ist oder nicht. Das zieht sich durch alle Schichten
    > durch. Die Vorstellung, jede/r könne frei entscheiden, ob er/sie ein Auto
    > verwendet ist leider utopisch im Jahr 2019 weil es nunmal Leute gibt, die
    > nicht in Millionenstädten leben und trotzdem arbeiten müssen.

    Wenn tatsächlich nur diejenigen ein Auto haben, die tatsächlich eines benötigen, wäre schon viel geholfen.

  8. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: Bouncy 30.09.19 - 09:21

    ChrisMaster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Gesellschaft kann sich das aber leider oft nicht aussuchen, ob man auf
    > ein Auto angewiesen ist oder nicht. Das zieht sich durch alle Schichten
    > durch. Die Vorstellung, jede/r könne frei entscheiden, ob er/sie ein Auto
    > verwendet ist leider utopisch im Jahr 2019 weil es nunmal Leute gibt, die
    > nicht in Millionenstädten leben und trotzdem arbeiten müssen.
    Wer kann sich hierzulande nicht seinen Arbeitsplatz, seinen Wohnort und seine Lebensumstände aussuchen? Utopisch oder schlicht unbequem?

  9. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: ChrisMaster 30.09.19 - 09:27

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChrisMaster schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Gesellschaft kann sich das aber leider oft nicht aussuchen, ob man
    > auf
    > > ein Auto angewiesen ist oder nicht. Das zieht sich durch alle Schichten
    > > durch. Die Vorstellung, jede/r könne frei entscheiden, ob er/sie ein
    > Auto
    > > verwendet ist leider utopisch im Jahr 2019 weil es nunmal Leute gibt,
    > die
    > > nicht in Millionenstädten leben und trotzdem arbeiten müssen.
    > Wer kann sich hierzulande nicht seinen Arbeitsplatz, seinen Wohnort und
    > seine Lebensumstände aussuchen? Utopisch oder schlicht unbequem?

    Na wenn dus so willst dann gehts eben ums AUSSUCHEN. Vielleicht gibts Leute die gerne am Land wohnen. Dort wo der Bus/Zug-Verkehr zum kotzen ist. Die suchen sich das auch aus, oder nicht?

  10. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: Bouncy 30.09.19 - 09:34

    ChrisMaster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na wenn dus so willst dann gehts eben ums AUSSUCHEN. Vielleicht gibts Leute
    > die gerne am Land wohnen. Dort wo der Bus/Zug-Verkehr zum kotzen ist. Die
    > suchen sich das auch aus, oder nicht?
    Richtig. Die muss man aber weder in Schutz nehmen noch unterstützen noch Rücksicht nehmen. Ich bin übrigens auch einer, der weit - sehr weit - abseits von ÖPNV wohnt und trotzdem schaut, dass das Auto stehen bleibt. Da muss man eben die alte Arbeit kündigen und was näheres suchen, und da muss man eben mal mitm Roller oder Rad fahren, auch wenns etwas kühl ist. Ist eben so, aber in unserer Entscheidung sind wir dennoch alle frei...

  11. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: korona 30.09.19 - 09:36

    Ja utopisch. Nicht jeder kann im gleichen Ort wie sein Arbeitsstelle wohnen. Das mag an zu hohen Mieten liegen oder aber auch ganz andere Gründe haben. Zinn Beispiel das der Partner an einem anderen Ort arbeitet. Wenn der Partner nun keinen Arbeitsplatz in diesem Ort findet, was sollen beide nun machen? Sich trennen, der Umwelt zu liebe?

  12. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: dEEkAy 30.09.19 - 09:36

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChrisMaster schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Die Gesellschaft kann sich das aber leider oft nicht aussuchen, ob man
    > auf
    > > ein Auto angewiesen ist oder nicht. Das zieht sich durch alle Schichten
    > > durch. Die Vorstellung, jede/r könne frei entscheiden, ob er/sie ein
    > Auto
    > > verwendet ist leider utopisch im Jahr 2019 weil es nunmal Leute gibt,
    > die
    > > nicht in Millionenstädten leben und trotzdem arbeiten müssen.
    >
    > Wenn tatsächlich nur diejenigen ein Auto haben, die tatsächlich eines
    > benötigen, wäre schon viel geholfen.


    Wenn ich sehe wie viele Leute auf der A8/A99 Unterwegs sind zwischen Augsburg/München, sind das schon sehr viele die aufgrund ihrer Arbeit pendeln. Ich bin mir sicher, mehr als die Hälfte davon würde auf die Strecke verzichten, wenn sie könnte.

  13. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: floxiii 30.09.19 - 09:37

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wer kann sich hierzulande nicht seinen Arbeitsplatz, seinen Wohnort und
    > seine Lebensumstände aussuchen? Utopisch oder schlicht unbequem?

    Genau, alle Pendler ziehen vom Land in die Stadt ... Das funktioniert in China, wo man einfach ganze Vorstädte plättet, Menschen umsiedelt und Hochhäuser hinklatscht, aber nicht in einer Demokratie.

    Und ja, es gibt auch hier unzählige Menschen, die sich weder das Umsiedeln - geschweige denn die hohen Mieten - leisten können.

  14. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: BlindSeer 30.09.19 - 09:37

    Stimmt, gibt ja X Stellen als Klempner, Putzkraft, KFZ Mechatroniker, Einzelhandelskaufmann/frau, Optiker, Heizungsmonteur und ähnliches auf dem Land, direkt neben den großen IT Firmen, zwischen der Schweißtechnik. Da kann man frei wählen. Und falls bei einem Paar jemand vor Ort arbeitet und der andere nicht, bzw. es dort für die entsprechende Person nichts gibt, dann wird halt zwangs-geschieden und der Partner zieht in eine der biligen Wohnungen mitten in der Stadt beim Job...

  15. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: Golressy 30.09.19 - 09:38

    oldmcdonald schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du solltest den Einkaufspreis nicht mit den Gesamtkosten
    > verwechseln…
    > Zudem ist es für die Gesellschaft besser, wenn weniger Autos auf der Straße
    > sind. Wir haben hier schlicht nicht den Platz!

    Also das würde ich nicht behaupten. Platz ist genug. Natürlich verlagert sich alles zur Zeit wieder sehr in die Grossstädte. Und da reicht es vorne und hinter nicht.

    Telearbeit / Heimarbeit würde sicher viel entlasten. Doch das hat die Regierung auch mal wieder nicht hinbekommen. Es ist Effizienter, Umweltschonender... Und auch wenn die AOK was anderes sagt... Gesünder. Allein spart man über 1h für die Fahrt zur Arbeit. 1h mehr Freizeit, die man Bspw. für einen Lauf durch den Park nutzen kann, statt in den (noch) Abgasen Stop-and-Go zu stehen.

  16. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: BlindSeer 30.09.19 - 09:39

    Abgeseheen davon... Wenn alle in der Stadt wohnen hat man den gleichen Effekt wie vorher. Nennt sich dann nämlich Ruhrgebiet und der Weg beträgt immer noch 30km, weil man halt am Rand der "Stadt" wohnt und in die Mitte muss... Tokio ist da ja ähnlich.

  17. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: Muhaha 30.09.19 - 09:49

    dEEkAy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn ich sehe wie viele Leute auf der A8/A99 Unterwegs sind zwischen
    > Augsburg/München, sind das schon sehr viele die aufgrund ihrer Arbeit
    > pendeln. Ich bin mir sicher, mehr als die Hälfte davon würde auf die
    > Strecke verzichten, wenn sie könnte.

    Ich weiß (!), dass nicht wenige von diesen Leuten nur mit dem Auto fahren, weil sie es beruflich als Teil eines Gehaltspaketes bekommen haben und nicht, weil sie es für ihren Job benötigen. Ich kenne genug Vertriebler & Berater, die das Auto mittlerweile stehen lassen, weil sie mit dem Zug zwar für die Reise an sich länger brauchen, aber nicht nur deutlich entspannter und stressfreier ankommen, sondern in der Vorbereitung erheblich Zeit sparen, weil sie sich während der Zugfahrt auf den Termin vorbereiten können, anstatt diese Zeit mit dem Steuern des Autos zu verschwenden. Ich kenne einen Consultant, der macht all seine Präsentationen mittlerweile während der Zugfahrt. Es bleibt mehr Zeit für die Familie, er muss keine Überstunden mehr machen. Und wenn die Verkehrsanbindung schlecht ist (versuche mal Porsche in Weißach mit dem Zug zu erreichen), ordert er ein Taxi und lässt sich vom nächsten Bahnhof zum Ziel kutschieren.

    Aber er hat für diesen Entschluss einige Jahre gebraucht. Weil in seinem Kopf zu lange verankert war, dass er doch ein Auto "braucht". Nein, eben nicht :)

  18. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: schipplock 30.09.19 - 10:06

    Es gibt sehr viele Menschen, die es sich tatsächlich nicht aussuchen können.

    Mir fallen da spontan mehrere Beispiele ein.

    Beispiel 1:

    Ich arbeite als Bäckereifachverkäuferin mitten in Köln. Ich kann mir eine Wohnung direkt in Arbeitsnähe aber nicht leisten oder bekomme schlicht keine. Ich werde also eine Wohnung außerhalb suchen, die ich bezahlen kann.

    Beispiel 2:

    Ich habe habe eine Familie, mit der ich in Stadt X wohne. Meine Frau arbeitet in Stadt X, mein Kind geht in Stadt X zur Schule. Ich arbeite in Stadt Y, weil ich in Stadt X keinen Job finde, der anständig entlohnt. Soll ich also nun meiner Frau sagen, dass sie kündigen soll und meinem Kind, dass es seine Freunde nie wieder sehen wird? Gute Idee! :)

    Beispiel 3:

    Meine "Hood"...Menschen haben sich in ihrer Lebenszeit Freundschaften aufgebaut, die nur funktionieren, wenn man auch geografisch erreichbar ist. Meiner Erfahrung nach reichen schon wenige Kilometer, um eine Freundschaft vertrocknen zu lassen. Sowas für einen Job aufgeben? Der muss aber schon extrem gut sein und auch sicher. Wenn ich in X Monaten wieder gefeuert werde, dann war das ja alles sehr sinnvoll :).

    Beispiel 4:

    Ich habe ein Haus. Klar kann man das verkaufen, aber in der Regel kauft/baut man sich kein Haus, um es wegen eines Jobs zu verkaufen. Mal von dem erheblichen Aufwand abgesehen.

    Beispiel 5:

    Umzüge sind teuer! Und jedes Mal, wenn man einen neuen Mietvertrag unterschreibt, kann man sich sicher sein mehr für den Quadratmeter zu zahlen als der Vormieter.

    Und sicherlich spielt Bequemlichkeit auch eine Rolle, aber so einfach ist das alles nicht.

    Es gibt einerseits das Problem, dass nicht alle da wohnen können, wo sie auch arbeiten. Das ist einfach nicht vorgesehen.

    Man stelle sich vor, dass alle, die in Düsseldorf arbeiten, auch dort wohnen sollen. Man müsste ein zweites Düsseldorf erbauen, um den notwendigen Wohnraum zu haben.

    Und andererseits gibt es das Problem, dass es viele Jobs leider nur in diesen Städten gibt, wo Wohnraum rar und teuer ist. Da beißt sicht die Katze in den Schwanz.

    Ich höre in meinem Umfeld oft, dass man gerne auf das Auto verzichten würde, weil es schlicht hohe Kosten verursacht. Dann wiederum wird aber erklärt, wie es quasi unmöglich ist mit Öffis seinen Arbeitsalltag zu bestreiten. Da gibt es Menschen, die es wirklich ausprobieren und auch wollen, aber dann extrem enttäuscht werden, weil es einfach nicht funktioniert.

    Kann man den Menschen also einen Vorwurf machen? Ich denke nicht. Zumal du ja selbst offensichtlich nie in so einer Lage warst dein Privatleben für einen Job aufzugeben. Das macht man nicht einfach so.

    Im großen Stile sowieso nicht. Also bitte etwas mehr Verständnis und Mitgefühl deinen Mitmenschen gegenüber :).

    Gruß,
    Andreas

  19. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: Bouncy 30.09.19 - 10:12

    floxiii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau, alle Pendler ziehen vom Land in die Stadt ...
    Klar, Arbeitsplätze gibt es nämlich nur in der Millionenstadt.
    Wegen diesem - von Leuten wie dir verbreitetem - Blödsinn haben wir hier in einem 60000-Einwohner Städtchen einen enormen Fachkräftemangel, die Menschen, angelockt von Bullshit, ziehen lieber munter in die 70km entfernte Millionenstadt. Gleiches gilt für jede Stadt um größeren Umkreis, allesamt betteln um Arbeitnehmer. Es gibt also nicht nur reichlich Arbeitsplätze, sondern dazu einen kurzen Anfahrtsweg, weil der Radius einer mittleren Stadt so niedlich klein ist. Jetzt halt dich fest: man kann auf dem Land wohnen, in der Stadt arbeiten, und trotzdem nur eine Viertelstunde unterwegs sein, denn wir leben hier nicht in China...!

  20. Re: Die Ironie ist so groß

    Autor: violator 30.09.19 - 10:18

    Eben. Ich wohne in ner Großstadt, mein Job ist aber in einer der Nachbarstädte, weil ich da eben ein Angebot bekommen habe. Mit dem Zug dauert die Fahrt ne halbe Ewigkeit und hat dauernd Ausfälle, also fahre ich halt Auto.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Duale Hochschule Baden-Württemberg Präsidium, Stuttgart
  2. Versicherungskammer Bayern, München
  3. Hochland SE, Heimenkirch, Schongau
  4. Deutsche Bahn AG, Frankfurt

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 249€ (Vergleichspreis 277,99€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de