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Strom zu teuer?

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  1. Strom zu teuer?

    Autor: Workoft 13.11.17 - 08:39

    Energieintensive Unternehmen werden doch von der EEG-Umlage befreit. Und weil erneuerbare Energien ohne fiktive Grenzkosten den Preis drücken, ist Strom bei uns für die Industrie besonders billig und wird von der Allgemeinheit bezahlt. Das EEG tut seinen Zweck, aber es gehört reformiert. Preisbildung an der Börse muss in Zukunft anders passieren.

    Aber bitte, geht in wirtschaftlich schwächere Länder der EU. Wir haben hier schon genug Fabriken.

  2. Re: Strom zu teuer?

    Autor: Desertdelphin 13.11.17 - 08:44

    Das sagen die und meinen Personal. Hier ist doch (billiger) Fachkräfte Mangel

  3. Re: Strom zu teuer?

    Autor: Pixel5 13.11.17 - 08:58

    Desertdelphin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sagen die und meinen Personal. Hier ist doch (billiger) Fachkräfte
    > Mangel


    eh alles nur billige ausreden, so eine Akkufabrik ist weitestgehend automatisiert da sind gute Maschinen und entsprechender support durch den Hersteller wesentlich wichtiger als Personal kosten die ohnehin nur einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen.

  4. Re: Strom zu teuer?

    Autor: schap23 13.11.17 - 10:03

    Mit Kraftwerken, die gebraucht werden, wenn der Wind nicht bläst und die Sonne nicht scheint, die aber nicht mal halb ausgelastet sind, weil sie halt nur Reserve sind, wird der Strom auch ohne EEG verdammt teuer.

    Vergleich mal die Zahlen, was Strom in Norwegen (Wasser) oder Frankreich (Atom) kostet.

    Internationale Strompreise mit und ohne EEG:
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/energiekosten-in-oecd-laendern-deutsche-zahlen-zweithoechste-strompreise-1.1959449

  5. Re: Strom zu teuer?

    Autor: PearNotApple 13.11.17 - 10:08

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit Kraftwerken, die gebraucht werden, wenn der Wind nicht bläst und die
    > Sonne nicht scheint, die aber nicht mal halb ausgelastet sind, weil sie
    > halt nur Reserve sind, wird der Strom auch ohne EEG verdammt teuer.
    >
    > Vergleich mal die Zahlen, was Strom in Norwegen (Wasser) oder Frankreich
    > (Atom) kostet.
    >
    > Internationale Strompreise mit und ohne EEG:
    > www.sueddeutsche.de

    Eigentlich sind nicht die Produktionskosten in Deutschland, die den Strompreis in die
    Höhe schnellen lassen. Es sind vergleichweise hohe Durchleitungsgebühren und Steuern. Ein Teil der Energiesteuern wird zur Auffüllung der Rentenkasse benutzt, weil die Regierungen die Rentenkasse in Vergangenheit zweckentfremdet hat. Aber das haben viele inzwischen schon vergessen. Und nicht vergessen: der MwSt. schlägt jedes Mal zu, wenn der Strompreis - aus welchen Gründen auch immer - angehoben wird.

  6. Re: Strom zu teuer?

    Autor: Icestorm 13.11.17 - 10:26

    PearNotApple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schap23 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mit Kraftwerken, die gebraucht werden, wenn der Wind nicht bläst und die
    > > Sonne nicht scheint, die aber nicht mal halb ausgelastet sind, weil sie
    > > halt nur Reserve sind, wird der Strom auch ohne EEG verdammt teuer.
    > >
    > > Vergleich mal die Zahlen, was Strom in Norwegen (Wasser) oder Frankreich
    > > (Atom) kostet.
    > >
    > > Internationale Strompreise mit und ohne EEG:
    > > www.sueddeutsche.de
    >
    > Eigentlich sind nicht die Produktionskosten in Deutschland, die den
    > Strompreis in die
    > Höhe schnellen lassen. Es sind vergleichweise hohe Durchleitungsgebühren
    > und Steuern. Ein Teil der Energiesteuern wird zur Auffüllung der
    > Rentenkasse benutzt, weil die Regierungen die Rentenkasse in Vergangenheit
    > zweckentfremdet hat. Aber das haben viele inzwischen schon vergessen. Und
    > nicht vergessen: der MwSt. schlägt jedes Mal zu, wenn der Strompreis - aus
    > welchen Gründen auch immer - angehoben wird.

    Ganz genau.
    Dazu kommt, dass von deutschen Verbrauchern subventionierter, zu Niedriglastzeiten nicht wegzubekommender Strom, zwecks Netzstabilisierung an ausländische Großverbraucher verramscht wird.
    Das Ganze resultiert dann in hohe Strompreise für heimische Verbraucher und aus dem Markt gedrängte Anbieter im Ausland.
    Wie uns die Politiker aber nichtmüdewerdend beteuern, ist die deutsche "Energiewende" ein Leuchtturm fürs Ausland ...

  7. Re: Strom zu teuer?

    Autor: goto10 13.11.17 - 11:18

    > Preisbildung an der Börse muss in Zukunft anders passieren.

    Was für Ideen hast du für die Preisbildung?

  8. Re: Strom zu teuer?

    Autor: Psy2063 13.11.17 - 11:25

    Workoft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Energieintensive Unternehmen werden doch von der EEG-Umlage befreit.

    Die EEG-Umlage liegt bei aktuell 6,8cent/kwh.

    Außer Dänemark mit denen wir in DE beim Strompreis etwa gleichauf liegen sind auch ohne die Umlage noch sämtliche anderen europäischen Länder etwa 5-15cent/kwh günstiger.

    Was ich eher abschaffen würde (und es mich als betreiber einer privaten PV Anlage massiv aufregt) ist der Umstand, dass man selbst erzeugten und verbrauchten Strom trotzdem versteuern muss...

  9. Re: Strom zu teuer?

    Autor: Oldy 13.11.17 - 12:10

    Ich frage mich was das soll. Über den ca. 30% zu billigen Euro subventionieren sie ihre Exporte, das man aber gleichzeitig teurer Gas/Öl importieren will, das blicken sie nicht.
    Und welchen Schaden das Volkswirtschaftlich ausmacht, auch nur nicht.

    Ich ärgere mich schon gar nicht mehr, zitiere mal lieber eine Schweizer Zeitung:

    "Mitleid sollte man mit den Deutschen jedoch nicht haben, denn die Mehrheit der deutschen Wähler hat sich genau für dieses Schicksal mit der Wiederwahl der etablierten Parteien entschieden und sich mit einem deutlichen Votum für den Untergang der Nation ausgesprochen, der jetzt nicht mehr umkehrbar ist."

  10. Re: Strom zu teuer?

    Autor: matzems 13.11.17 - 13:13

    In Deutschland ist alles teuerer als im Ausland. Personal, Arbeits und Umweltschutzbestimmungen, Grundstücke, Bau der Werke, Strom, Steuern....
    Langfristig wird immer mehr jeder Art von Produktionsindustrien in Ausland verlagern.
    Der Kunde kauft den Preisleistungs- Sieger also müssen Firmen immer so günstig wie möglich produzieren sonst machen sie pleite (wie opel z.b.).

  11. Re: Strom zu teuer?

    Autor: burzum 13.11.17 - 13:27

    matzems schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Deutschland ist alles teuerer als im Ausland. Personal, Arbeits und
    > Umweltschutzbestimmungen, Grundstücke, Bau der Werke, Strom, Steuern....

    Schon mal in der Schweiz oder Norwegen gewesen? Offenbar nein.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  12. Re: Strom zu teuer?

    Autor: thinksimple 13.11.17 - 13:55

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Workoft schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Energieintensive Unternehmen werden doch von der EEG-Umlage befreit.
    >
    > Die EEG-Umlage liegt bei aktuell 6,8cent/kwh.
    >
    > Außer Dänemark mit denen wir in DE beim Strompreis etwa gleichauf liegen
    > sind auch ohne die Umlage noch sämtliche anderen europäischen Länder etwa
    > 5-15cent/kwh günstiger.
    >
    > Was ich eher abschaffen würde (und es mich als betreiber einer privaten PV
    > Anlage massiv aufregt) ist der Umstand, dass man selbst erzeugten und
    > verbrauchten Strom trotzdem versteuern muss...


    Musst du nicht wenn du kein Gewerbe dafür angemeldet hast und keine Vergütung willst.

    Wenn ein Mensch immer online ist spricht man dann von einer KI?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.11.17 13:55 durch thinksimple.

  13. Re: Strom zu teuer?

    Autor: matzems 13.11.17 - 15:49

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > matzems schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In Deutschland ist alles teuerer als im Ausland. Personal, Arbeits und
    > > Umweltschutzbestimmungen, Grundstücke, Bau der Werke, Strom, Steuern....
    >
    > Schon mal in der Schweiz oder Norwegen gewesen? Offenbar nein.
    Doch, und das sind eines der wenigen Ausnahmen wo es noch teurer ist. Deshalb hat ja auch Norwegen und Schweiz sehr wenig Großindustrie.
    Die Schweiz lebt von den illegalen Milliarden der Drogenbarone, Diktatoren und sonstiger Steuerverbrecher die ihr Geld dort verstecken, und Norwegen vom Öl und Gas.

  14. Re: Strom zu teuer?

    Autor: Akaruso 13.11.17 - 16:29

    PearNotApple schrieb:

    > Eigentlich sind nicht die Produktionskosten in Deutschland, die den
    > Strompreis in die
    > Höhe schnellen lassen. Es sind vergleichweise hohe Durchleitungsgebühren
    > und Steuern. Ein Teil der Energiesteuern wird zur Auffüllung der
    > Rentenkasse benutzt, weil die Regierungen die Rentenkasse in Vergangenheit
    > zweckentfremdet hat. Aber das haben viele inzwischen schon vergessen. Und
    > nicht vergessen: der MwSt. schlägt jedes Mal zu, wenn der Strompreis - aus
    > welchen Gründen auch immer - angehoben wird.

    Da mag zwar einiges wahr sein, bedenken muss man aber auch, dass so eine Energiewende nicht kostenlos zu haben ist. Langfristig - das hoffe ich zumindest - werden wir davon profitieren, und sei es indirekt über eine sauberere Umwelt.

    Und die MwSt. ist übrigens ein durchlaufender Posten. Die bezahlt nur der Endverbraucher, sprich der Autokäufer (sofern kein Firmenauto ;-) )

  15. Re: Strom zu teuer?

    Autor: Akaruso 13.11.17 - 17:19

    Nun, es gibt in Deutschland doch recht viel Industrie!

    Ich habe das Gefühl, dass hier auf sehr hohem Niveau gejammert wird!

    Uns geht es doch wirtschaftlich im Vergleich zu anderen EU-Staaten sehr gut, und können uns nur deshalb auch die hohen Umweltauflagen leisten!

    Wirtschaftlich schwache Länder müssen halt durch niedrigere Kosten einen Standortvorteil schaffen, um Konkurrenzfähig zu sein bzw. zu werden.

  16. Re: Strom zu teuer?

    Autor: plutoniumsulfat 13.11.17 - 17:33

    Icestorm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dazu kommt, dass von deutschen Verbrauchern subventionierter, zu
    > Niedriglastzeiten nicht wegzubekommender Strom, zwecks Netzstabilisierung
    > an ausländische Großverbraucher verramscht wird.

    Schön wärs, dann würde man ja noch Geld dafür bekommen.

  17. Re: Strom zu teuer?

    Autor: violator 13.11.17 - 18:48

    Akaruso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun, es gibt in Deutschland doch recht viel Industrie!

    Und bald kannst du das doch durch noch ersetzen.

  18. Re: Strom zu teuer?

    Autor: Handle 13.11.17 - 20:07

    ja, toll, das trifft dann aber nur auf die zu, die PV-Anlagen als Liebhaberei betreiben. So gut wie alle Anlagenbetreiber betreiben ihre Anlagen gewerblich.

  19. Re: Strom zu teuer?

    Autor: hl_1001 13.11.17 - 23:12

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Internationale Strompreise mit und ohne EEG:
    > www.sueddeutsche.de


    Der Artikel zeigt lediglich Preise für Endkunden. Die Industrie zahlt wesentlich weniger. Ein großer Betrieb kann sich sogar seine Preis ausverhandeln.

    Abgezockt werden nur die, die nicht flüchten können: das Volk.

  20. Re: Strom zu teuer?

    Autor: 486dx4-160 14.11.17 - 01:08

    Oldy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich was das soll. Über den ca. 30% zu billigen Euro
    > subventionieren sie ihre Exporte, das man aber gleichzeitig teurer Gas/Öl
    > importieren will, das blicken sie nicht.
    > Und welchen Schaden das Volkswirtschaftlich ausmacht, auch nur nicht.
    >
    > Ich ärgere mich schon gar nicht mehr, zitiere mal lieber eine Schweizer
    > Zeitung:
    >
    > "Mitleid sollte man mit den Deutschen jedoch nicht haben, denn die Mehrheit
    > der deutschen Wähler hat sich genau für dieses Schicksal mit der Wiederwahl
    > der etablierten Parteien entschieden und sich mit einem deutlichen Votum
    > für den Untergang der Nation ausgesprochen, der jetzt nicht mehr umkehrbar
    > ist."

    Man mag ja von Jamaika und der AfD halten was man will, aber da vom Untergang des Landes, oder noch pathetischer, der Nation, zu schreiben ist doch kräftigst überzogen. Was war das für eine Tageszeitung? Blick?

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