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Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

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  1. Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: Pecker 26.10.17 - 08:47

    Ähm, hab ich das jetzt richtig verstanden, dass das Leergewicht mit 12 Tonnen schon höher ist, als die Zuladung? Ist ja wahnsinnig ökologisch, wenn extrem viel Energie verbraucht wird, um den schweren Akku ständig mitschleppen zu müssen.
    Also ein Diesel LKW kann deutlich mehr zuladen und bei dem Strommix den wir aktuell in Deutschland haben, bezweifel ich, ob der Elektro LKW pro Tonne Nutzlast weniger CO2 erzeugt, als ein moderner Diesel LKW.

  2. In 4 Jahren...

    Autor: t_e_e_k 26.10.17 - 08:51

    ... Kommt er auf den Markt. Dann wird es schon etwas anders aussehen auf dem Strommarkt.

    Außerdem ist dies für eine Innenstadt Belieferung dennoch interessant, da man diese dann ganz für fossile Brennstoffe sperren kann. Hier geht es ja um den lokalen Ausstoß von Abgasen, nicht um den ökologischen Fußabdruck.

  3. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: Kotaru 26.10.17 - 08:54

    Der Truck soll erst in 4 Jahren auf den Markt kommen. .. Das ganze Ding ist also eigentlich wieder nur ein vertröster der in seiner jetzigen Form bestimmt eh nie auf den Markt kommen wird. Ist also völlig irrelevant mit welchen Zahlen sie um sich werfen, solange sie nicht spektakulär genug sind als das sich jemand die Mühe machen würde sich 2021 daran zu erinnern.

  4. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 26.10.17 - 09:04

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist ja wahnsinnig ökologisch, wenn extrem viel Energie
    > verbraucht wird, um den schweren Akku ständig
    > mitschleppen zu müssen.

    Die ersten Verbrennungsmotoren waren gegenüber Pferd und Wagen auch erst einmal extrem unwirtschaftlich, trotzdem wurde mit diesen ersten staksigen Schritten ein neues Mobilitätszeitalter eingeläutet. Jede neue Technologie braucht erst einmal etwas Zeit, um sich zu beweisen und ein paar Leute die gewillt sind, ihr trotz einiger noch ungeschliffener Kanten eine Chance zu geben.

    Und die derzeit hohen Strompreise in Deutschland sind so hoch, weil damit die Energiewende finanziert wird und da sollte man vielleicht etwas weiter denken, als der Arm lang ist: Regenerative Energie wird zukünftig zwingend billiger, weil die Technologien zu ihrer Gewinnung etabliert, die Anlaufsubventionen ausgelaufen und sie unbegrenzt überall verfügbar sind. Fossile Energieträger werden zukünftig zwingend teurer, da ihre Menge abnimmt, ihre Förderorte und Transportrouten geostrategisch gesichert werden müssen (Rechnet diese Kosten eigentlich jemand mit?) und gleichzeitig die Kosten für die Folgen der Verbrennung (Umwelt- und Gesundheitsschäden) immer weiter auflaufen.

    Auch Entwicklungen, die über Jahrzehnte gehen und deren Ergebnisse erst unsere Kinder und Kindeskinder erleben, müssen irgendwann anfangen.

  5. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: Kleba 26.10.17 - 09:12

    +1!

  6. Re: In 4 Jahren...

    Autor: Pecker 26.10.17 - 09:18

    t_e_e_k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Kommt er auf den Markt. Dann wird es schon etwas anders aussehen auf
    > dem Strommarkt.

    Glaub ich nicht. Das Problem ist nämlich, kommen vermehrt Elektrofahrzeuge auf den Markt, steigt auch sprunghaft der Energiebedarf an. Dieser Bedarf ist niemals in 4 Jahren mit erneuerbarer Energie zu decken. Es wäre sogar vorstellbar, dass der Anteil an eneuerbarer Energie sinkt!

    > Außerdem ist dies für eine Innenstadt Belieferung dennoch interessant, da
    > man diese dann ganz für fossile Brennstoffe sperren kann. Hier geht es ja
    > um den lokalen Ausstoß von Abgasen, nicht um den ökologischen Fußabdruck.
    Innerstädtisch braucht es aber keine 320 km Reichweite...

  7. Re: In 4 Jahren...

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 26.10.17 - 09:35

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaub ich nicht. Das Problem ist nämlich, kommen
    > vermehrt Elektrofahrzeuge auf den Markt, steigt auch
    > sprunghaft der Energiebedarf an. Dieser Bedarf ist
    > niemals in 4 Jahren mit erneuerbarer Energie zu decken.
    > Es wäre sogar vorstellbar, dass der Anteil an eneuerbarer
    > Energie sinkt!

    Das denke ich nicht. Unsere aktuellen Kapazitäten zur Energieerzeugung betragen ein Vielfaches dessen, was jetzt oder mit voller Elektromobilität benötigt wird. Diese Kapazitäten sind allerdings stark redundant ausgelegt, da viel Strom nach Bedarf erzeugt wird - was wiederum daran liegt, dass die Möglichkeiten zur Speicherung begrenzt sind.
    Elektroautos sind im Prinzip mobile Energiespeicher, durch die sich eine bessere Auslastung der vorhandenen Kapazität erzielen lässt. Aus Sicht der Erzeuger ist es immerhin egal, was der Abnehmer anschließend mit der Energie macht.

    Und was regenerative Energie angeht, soll diese nach und nach Teile dieser Gesamtkapazität ersetzen, die bis dato unheimliche Dreckschleudern sind. Zudem wird regenerative Energie überwiegend von lokalen Erzeugern generiert, die verstärkt vor dem Problem stehen, dass sie bei viel Sonne oder günstigem Wind viel mehr einspeisen könnten, aber es weder Abnehmer noch Speicher gibt. Mit steigender Verbreitung von Elektroautos fahren genug lokale Abnehmer dort herum, wo die Energie gewonnen wird.

    > Innerstädtisch braucht es aber keine 320 km Reichweite...

    Ein Vorschlag: Das nächste Mal, wenn dir der (hoffentlich) freundliche Paketbote etwas liefert, dann frage ihn doch bitte, wie viele Kilometer er täglich in seinem innerstädtischen Zustellgebiet schrubbt. Die Antwort wird dich vermutlich überraschen. :-)

    Das gilt natürlich analog für jeden lokal tätigen Transportdienstleister.

  8. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: voxeldesert 26.10.17 - 09:43

    Im Gegensatz zu damals, haben wir jetzt aber schon Jahrzehnte Erfahrung mit elektrischen Maschinen und Akkus. Viel ist Möglich, aber so große Sprünge wie mit dem Verbrenner damals sind nicht zu erwarten. Elektroautos werden noch sehr lange teurer sein und wenn sie sich durchsetzen, dann weil es politisch gewollt ist oder uns der Sprit ausgeht (Natürlich kann ich jetzt schon mega Reichweiten erzielen - dann hat es halt die Preise eines Teslas. Der Akku ist einfach teuer.).

    Aber dieser tolle Trend neben all diesen Automatisierungsbemühungen wird das Verkehrschaos leider nicht lösen. Man müsste in alternative Arbeitsformen (dezentraler, weniger Pendeln), Fahrgemeinschaften und den öffentlichen Nahverkehr investieren. Wenn nicht mal meine S-Bahn autonom fahren kann, wie soll dann das autonome Elektroauto im Individualverkehr das Stauproblem lösen.

    Nur ein paar Gedanken eines staugeplagten aus der Region Stuttgart bezüglich der Trends im Bereich Verkehr. Und ich Verdiene auch noch mein Geld damit, dass den Politikern diesbezüglich das blaue vom Himmel versprochen wird :-\

  9. Re: In 4 Jahren...

    Autor: Pecker 26.10.17 - 09:47

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Glaub ich nicht. Das Problem ist nämlich, kommen
    > > vermehrt Elektrofahrzeuge auf den Markt, steigt auch
    > > sprunghaft der Energiebedarf an. Dieser Bedarf ist
    > > niemals in 4 Jahren mit erneuerbarer Energie zu decken.
    > > Es wäre sogar vorstellbar, dass der Anteil an eneuerbarer
    > > Energie sinkt!
    >
    > Das denke ich nicht. Unsere aktuellen Kapazitäten zur Energieerzeugung
    > betragen ein Vielfaches dessen, was jetzt oder mit voller Elektromobilität
    > benötigt wird. Diese Kapazitäten sind allerdings stark redundant ausgelegt,
    > da viel Strom nach Bedarf erzeugt wird - was wiederum daran liegt, dass die
    > Möglichkeiten zur Speicherung begrenzt sind.
    > Elektroautos sind im Prinzip mobile Energiespeicher, durch die sich eine
    > bessere Auslastung der vorhandenen Kapazität erzielen lässt. Aus Sicht der
    > Erzeuger ist es immerhin egal, was der Abnehmer anschließend mit der
    > Energie macht.

    Auch nachts? Wenn die meisten Elektrofahrzeuge geladen werden?

    > > Innerstädtisch braucht es aber keine 320 km Reichweite...
    >
    > Ein Vorschlag: Das nächste Mal, wenn dir der (hoffentlich) freundliche
    > Paketbote etwas liefert, dann frage ihn doch bitte, wie viele Kilometer er
    > täglich in seinem innerstädtischen Zustellgebiet schrubbt. Die Antwort wird
    > dich vermutlich überraschen. :-)
    >
    > Das gilt natürlich analog für jeden lokal tätigen Transportdienstleister.
    Auch ein Vorschlag: Mach bitte keine blöden vergleiche. Ein Paketbote fährt kein 22 Tonner und auch niemals 320 km. Da in der Stadt eh nur 50 km/h erlaubt sind, müsste er schon 6 Stunden mit "maximaler" Geschwindigkeit unterwegs sein. Merkst was? Es wird eher so aussehen, dass dich meine Antwort überrascht!
    Ich habe nichts gegen eine gute Diskussion, nur die Argumente sollten halt einer normalen Überprüfung standhalten.

  10. Re: In 4 Jahren...

    Autor: Voutare 26.10.17 - 11:00

    > Innerstädtisch braucht es aber keine 320 km Reichweite...

    Na ja, nach welche Normierung ist diese 320 km ? Wie viel ist dass real?

    Bei einkalkulieren von z.B. Kälteres Wetter und eine bestimmte Reduzierung von Batterie durch Alterung ist der 320 km als ausgangs Situation vermutlich gar nicht so schlecht auch wenn du real nie bei 320 km pro Tag kommst.
    Dabei willst du auch nicht jeden Tag eine Tiefentladung machen um den Tour fahren zu können.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.10.17 11:02 durch Voutare.

  11. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: Wiggy 26.10.17 - 11:49

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ähm, hab ich das jetzt richtig verstanden, dass das Leergewicht mit 12
    > Tonnen schon höher ist, als die Zuladung? Ist ja wahnsinnig ökologisch,
    > wenn extrem viel Energie verbraucht wird, um den schweren Akku ständig
    > mitschleppen zu müssen.
    > Also ein Diesel LKW kann deutlich mehr zuladen und bei dem Strommix den wir
    > aktuell in Deutschland haben, bezweifel ich, ob der Elektro LKW pro Tonne
    > Nutzlast weniger CO2 erzeugt, als ein moderner Diesel LKW.

    Du läßt völlig außer Acht, dass dieses CO2 dann draußen auf der grünen Wiese erzeugt wird, wo es niemanden stört, und nicht in der Stadt, wo der Lkw unterwegs ist. Selbst wenn die CO2-Bilanz bei diesem Vehikel genauso schlecht wäre wie beim Diesel, wäre das trotzdem für die Städte ein deutlicher Fortschritt, weil die Abgase nicht da entstehen, wo Menschen leben. Und beim Diesel spielt nicht nur CO2 eine Rolle, sondern auch NOx (wie wir ja jetzt dank VQ alle wissen), da hast Du auch beim aktuellen Strommix kaum ein Problem: NOx ist beim Kohlekraftwerk kein Problem; entsteht kaum und das was entshet wird von Filteranlagen bearbeitet, die deutlich effizienter sind als das, was man im Lkw und Pkw leisten kann (die haben halt auch ein stark schwankendes Erzeugungsprofil, da ist das komplizierter).

    Lärm ist auch ein Problem, gerade in Städten. Für die Anwohner ist jeder Fahrzeug, das auf Elektromotoren umgestellt wird, ein Segen. Egal, ob das nun von Akkus gespeist wird oder Brennstoffzelle oder sonstwas.

  12. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: flogol 26.10.17 - 14:57

    stand da nicht, dass es einfach nur 2 Tonnen weniger Nutzlast hat, als der gleich-schwere Diesel?

    D.h. der Diesel mit 23 Tonnen zGG darf 13 Tonnen transportieren, der E-Laster halt nur 11 Tonnen.

    Das find ich jetz net so tragisch vor dem Hintergrund des massiv geringeren Schadstoffaustoßes und der massiv geringeren Betriebskosten des E-Lasters und auch wenn man bedenkt, dass der erste Stadt- E-Laster ja nur ein Schritt auf dem Weg hin zu Flächendeckend verfügbaren Oberleitungen bzw. Ladestationen auf allen LKW-Rastplätzen ist.

  13. Re: In 4 Jahren...

    Autor: quineloe 26.10.17 - 15:01

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > t_e_e_k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ... Kommt er auf den Markt. Dann wird es schon etwas anders aussehen auf
    > > dem Strommarkt.
    >
    > Glaub ich nicht. Das Problem ist nämlich, kommen vermehrt Elektrofahrzeuge
    > auf den Markt, steigt auch sprunghaft der Energiebedarf an. Dieser Bedarf
    > ist niemals in 4 Jahren mit erneuerbarer Energie zu decken. Es wäre sogar
    > vorstellbar, dass der Anteil an eneuerbarer Energie sinkt!
    >

    Und wie diese Falschaussage in jedem Artikel zu dem Thema erneut widerlegt werden muss...

  14. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.17 - 18:34

    So ist es eben, wenn man Reichweite alleine durch die Akkugröße erkauft. Und das haben die allermeisten immer noch nicht verstanden! Ein Akku ist kein guter Langzeitspeicher und lässt sich eben mit einem konventionellen Tank nicht vergleichen. Statt Elektroautos so zu bauen, dass die Nachteile der Batterie abgefedert werden, wird munter weiter so getan, als könne man das 1:1 umsetzen und darauf gehofft, dass irgendwann, vielleicht eine Akku-Revolution die selbstgemachten Probleme löst - statt einfach herzugeben und sie im Rahmen des Machbaren auf intelligente Art und Weise zu lösen!

  15. Re: In 4 Jahren...

    Autor: BLi8819 26.10.17 - 18:53

    > Das Problem ist nämlich, kommen vermehrt Elektrofahrzeuge auf den Markt, steigt auch sprunghaft der Energiebedarf an.

    Der Strombedarf wird höher. Allerdings nicht sprunghaft. Ich denke nicht, dass der Absatz von E-LKWs sprunghaft verläuft. Das wird gemächlich von statten gehen. Die Speditionen werden erst mal testen. Und dann langsam ihre Flotte ersetzen, sobald ein LKW ausgemustert wird.

    > Innerstädtisch braucht es aber keine 320 km Reichweite...

    Oh nein, das Fahrzeug kommt weiter als ich es brauche. Wie schlimm.

  16. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: bobb 26.10.17 - 20:52

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ähm, hab ich das jetzt richtig verstanden, dass das Leergewicht mit 12
    >...
    > Also ein Diesel LKW kann deutlich mehr zuladen ...

    erm, einfach mal nein, beispielsweise ein konvetioneller 7,5t-LKW hat etwa 2t Nutzlast

    auf diesem naiven halbwissensniveau bewegen sich hier leider die meisten kommentare

  17. Re: In 4 Jahren...

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 26.10.17 - 21:04

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch nachts? Wenn die meisten Elektrofahrzeuge
    > geladen werden?

    Gerade nachts. Da sind bekanntlich die meisten Verbraucher, die tagsüber Energie abnehmen, deutlich weniger aktiv.
    Derzeit wird der billige Nachtstrom beispielsweise dazu verwendet, um Wasser in höher gelegene Reservoirs zu pumpen, damit man es tagsüber wieder bergab laufen lassen und Turbinen antreiben lassen kann - was bekanntlich ein sehr verlustreiches Speicher- bzw. Rückgewinnungsverfahren ist. Diese Energie in die Akkus von Elektrofahrzeugen zu pumpen, damit diese tagsüber mobil sind und dann das Netz möglichst wenig belasten, ist um ein Vielfaches effizienter.

    > Auch ein Vorschlag: Mach bitte keine blöden vergleiche.
    > Ein Paketbote fährt kein 22 Tonner

    Es geht doch nicht ausschließlich um dieses Modell, sondern um jedes elektrisch angetriebene Lastfahrzeug für den Stadtverkehr.

    Aber gut, wenn ausschließlich dieser sein soll: Der liefert zwar nicht an die Haustür, erledigt aber das innerstädtische B2B-Transportgeschäft oder klappert die Zustellzentren der Transportdienstleister ab. Und da sollte man, wenn man die randwärts gelegenen Gewerbegebiete und Filialen in der City abfährt, schon ein wenig Reserve haben.

    > Da in der Stadt eh nur 50 km/h erlaubt sind, müsste
    > er schon 6 Stunden mit "maximaler" Geschwindigkeit
    > unterwegs sein.

    Das Transportgeschäft geht allerdings nicht nur sechs Stunden, sondern ein Fahrzeug ist (natürlich mit Fahrerwechsel) bis zu 16 Stunden im Einsatz. Und die sollte es im Nahverkehr möglichst packen, bevor es für die restliche Zeit an die Ladestation muss. Das ist einfach eine Frage der Wirtschaftlichkeit: Um die Anschaffungskosten eines Transportfahrzeugs zu amortisieren muss die Kiste rollen, und zwar so lange am Stück wie irgendwie möglich.

    > Merkst was? Es wird eher so aussehen, dass dich meine
    > Antwort überrascht!

    Sitzt dir einer quer oder warum bist du auf einmal so feindselig?

  18. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 26.10.17 - 21:15

    voxeldesert schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Gegensatz zu damals, haben wir jetzt aber schon
    > Jahrzehnte Erfahrung mit elektrischen Maschinen und
    > Akkus.

    Damals (tm) hatten sie auch schon jahrelange Erfahrung mit Verbrennungsmotoren, bevor diese im Straßenverkehr ankamen. Schiffe und Züge gab es schließlich schon geraume Zeit, bevor die ersten kruden Pkw durch die Straßen tuckerten.

    Das Kernproblem ist damals wie heute die Miniaturisierung des Energielieferanten. Schiffe und Züge konnten problemlos sperrige Brennstoffe mit sich führen, während ein Automobil Brennstoff mit einer möglichst guten Energie-/Volumen-Ratio benötigte. Den gab es anfangs in Flaschen aus Apotheken, wogegen die Limitationen heutiger Akkus doch eine vergleichsweise gute Ausgangsbasis darstellen.

    Aber du hast natürlich recht: Man wird parallel zum technischen Wechsel das Konzept des Individualverkehrs überdenken müssen. Einfach nur jedes heute mit Verbrennungsmotor rollende Fahrzeug durch eines mit Elektromotor zu ersetzen ist nicht die alleinige Lösung.

  19. Re: Das Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 23 Tonnen kann 11 Tonnen Fracht...

    Autor: Handle 26.10.17 - 21:36

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die derzeit hohen Strompreise in Deutschland sind so hoch, weil damit
    > die Energiewende finanziert wird und da sollte man vielleicht etwas weiter
    > denken, als der Arm lang ist: Regenerative Energie wird zukünftig zwingend
    > billiger, weil die Technologien zu ihrer Gewinnung etabliert, die
    > Anlaufsubventionen ausgelaufen und sie unbegrenzt überall verfügbar sind.

    Dumm nur, dass ausgerechnet die Großstromverbraucher von der EEG-Umlage ausgenommen sind und stattdessen die EEG-Umlage mittlerweile sogar auf den Eigenverbrauch gezahlt werden muss, sofern die Photovoltaikanlage eine Größe von >= 10 kWp hat. Ja, richtig, auf deinen regenerativ erzeugten Strom, den du selbst verbrauchst, wird dann die EEG-Umlage fällig, während sich der Großstromverbraucher freut, dass er von der Umlage gänzlich ausgenommen ist.

  20. Re: In 4 Jahren...

    Autor: bobb 26.10.17 - 21:43

    ...
    > Das Transportgeschäft geht allerdings nicht nur sechs Stunden, sondern ein
    > Fahrzeug ist (natürlich mit Fahrerwechsel) bis zu 16 Stunden im Einsatz.
    > Und die sollte es im Nahverkehr möglichst packen,
    ...

    so ein pauschlisierter Unfug

    lieferungen zwischen 16:00 und 07:00 gestalten sich vielerorts leider schwierig bis unmöglch

    das zielpublikum ist auch sicher nicht die "transprtbranche", allein wegen der Reichweite

    ich kann mir das schon gut vorstellen (spätestens wen man anfänt luftreinhalteverordnungen durchzusetzen) zB für viele Fahrzeuge bei:

    Möberhäusern, Baumärkten, stahlbauern, glasern, Gärtnereien, Baufirmen, strassenbau, abschleppunternehmen, Handwerker, städtischer Bauhof, und auch tatsächlich einige Speditionen in Ballungsräumen

    und wie wäre es mit feuerwehren

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