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Ohne Infrastruktur sinnlos

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  1. Ohne Infrastruktur sinnlos

    Autor: Rangar 17.11.17 - 13:08

    Ich hätte ja nichts dagegen, mit ein Elektroauto zu kaufen, auch wenn ich nicht sicher bin, wieviel es der Umwelt bringt, wenn mein Auspuff einfach zu irgendeinem Braunkohlekraftwerk verlagert wird.
    Aber ohne eine gute Ladeinfrastruktur werde ich einen Kauf nicht in Erwägung ziehen, egal welche Umstiegsprämien da winken. Aktuell könnte ich mir ein Elektroauto nur vorstellen, wenn ich ein eigenes Haus mit Garage und installierter Ladestation besäße und nur Stadtverkehr zu bewältigen hätte.

  2. Re: Ohne Infrastruktur sinnlos

    Autor: MSW112 17.11.17 - 13:24

    Genau das ist der Vorteil in den skandinavischen Ländern (die haben es zur Staatsaufgabe gemacht und einfach umgesetzt) und von Tesla in Deutschland.
    Tesla hat eine sehr gute Abdeckung, wenn man dann noch Solar auf dem Dach hat und sich eine "Tesladose" daheim gönnt, macht es echt Spass und spart.

    Hatte bisher jedenfalls keine Probleme, und die Deutschlandtour im Sommer waren am Ende knapp 2.500km Fahrten, inkl. Zwischenstopp in Holland.

  3. Nicht noch mehr Infrastruktur

    Autor: McWiesel 17.11.17 - 13:46

    Für was sollen wir eigentlich noch die Umwelt zubauen mit irgendwelcher Infrastruktur? Nicht zuletzt kostet das alles auch nochmal zusätzliche Instandhaltungsgebühren. Außerdem ist Deutschlands Tiefbau schon damit überfordert Glasfaser auszubauen, ja geschweige denn mal Straßen an den heutigen Verkehr anzupassen.

    Die Akkutechnik ist Stand heute schlichtweg nicht ausreichend entwickelt und verhindert damit nicht nur Elektroautos, sondern ziemlich viele dringend benötigte Anwendungen, die mit einem gescheiten Stromspeicher endlich mal marktreif wären. Zum Beispiel die Luftfahrt. Das ist nicht toll, aber solange müssen wir eben noch mit Öl & Gasfahrzeugen leben, genauso wie wir noch mit Kohle- und Kernenergie leben müssen. Wir können den Fortschritt nun mal nicht erzwingen, sondern nur daran arbeiten.

    Es ist jedenfalls nicht die Lösung eine unbrauchbare und nicht zukunftsfähige Technik durch den überproportionalen Überbau von "Stützrädern" zu kompensieren. Früher hat man auch schon mal gedacht Gaslaternen über "Infrastruktur" zur versorgen, bis man merkte, dass das ziemlicher Quatsch ist und die elektrische Birne Einzug hielt. Und genauso ist es Quatsch bis ans Ende der Welt armdicke Stromkabel zu verlegen, nur damit ein unausgereiftes Auto weitere 150km fahren kann.
    Wenn in 15 Jahren einer von diesen vielen angekündigten Wunderakkus auf dem Markt ist, wird diese ganze Infrastruktur sinnlos und verursacht wiederum teure Rückbaukosten. Also weitere sinnlose Ressourcenverschwendung für das eh schon ökologisch hochbedenkliche (heutige) Elektroauto.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.11.17 14:04 durch McWiesel.

  4. Re: Ohne Infrastruktur sinnlos

    Autor: Dwalinn 17.11.17 - 14:13

    Rangar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hätte ja nichts dagegen, mit ein Elektroauto zu kaufen, auch wenn ich
    > nicht sicher bin, wieviel es der Umwelt bringt, wenn mein Auspuff einfach
    > zu irgendeinem Braunkohlekraftwerk verlagert wird.
    Sehr viel da die Braunkohlekraftwerke bessere Filter haben und selten in der Innenstadt stehen.

    > Aber ohne eine gute Ladeinfrastruktur werde ich einen Kauf nicht in
    > Erwägung ziehen, egal welche Umstiegsprämien da winken. Aktuell könnte ich
    > mir ein Elektroauto nur vorstellen, wenn ich ein eigenes Haus mit Garage
    > und installierter Ladestation besäße und nur Stadtverkehr zu bewältigen
    > hätte.
    Ja zurzeit ist das echt nicht schön, aber erstmal gibt es genug potenzielle Käufer um den Markt eine weile auszulasten. Die Infrastruktur wird kommen sobald sie sich lohnt. (wobei es mir auch lieber wäre wenn sie schon vorher da wäre).

    Ich hoffe ja das wir in den nächsten Jahren auch noch ein Paar Hybridfahrzeuge mit größeren Akku sehen, die meisten kommen ja gut 60km aber etwas mehr dürfte es ruhig sein.

  5. Re: Ohne Infrastruktur sinnlos

    Autor: WonderGoal 17.11.17 - 20:44

    Das Problem ist einfach, dass VW & Co. sich darauf ausgeruht haben, dass die Ladeinfrastruktur alleine von Kommunen oder Drittanbietern zur Verfügung gestellt werden.

    Aber das bedingt wieder das Henne/Ei - Problem. Ohne Ladeinstrastruktur kaufen viele nur sehr zögerlich ein Elektrofahrzeug und ohne genug Elektrofahrezeuge wird nur zögerlich in die Infrastruktur investiert. Nun will man mit Ionity eine gemeinsame Lösung entwickeln und bauen. Aber so eine News gab es auch schon im November letzten Jahres. Getan hat sich nur eben nichts.

  6. Re: Ohne Infrastruktur sinnlos

    Autor: goto10 17.11.17 - 21:22

    > Aber ohne eine gute Ladeinfrastruktur werde ich einen Kauf nicht in

    Komm aufs Land. Hier hat inzwischen jede Kommune Ladestationen aufgebaut. Inkl. Bericht in der Zeitung kurz vor der nächsten Wahl mit Bild vom Bürgermeister. Und sie stehen ständig leer. Laut inoffiziellen, gewöhnlich gut informierten Kreisen, hat in den ersten zwei Jahren sogar schon einmal 1 Fahrzeug(!) Strom getankt.

  7. Re: Ohne Infrastruktur sinnlos

    Autor: ChMu 17.11.17 - 22:29

    goto10 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Aber ohne eine gute Ladeinfrastruktur werde ich einen Kauf nicht in
    >
    > Komm aufs Land. Hier hat inzwischen jede Kommune Ladestationen aufgebaut.
    > Inkl. Bericht in der Zeitung kurz vor der nächsten Wahl mit Bild vom
    > Bürgermeister. Und sie stehen ständig leer. Laut inoffiziellen, gewöhnlich
    > gut informierten Kreisen, hat in den ersten zwei Jahren sogar schon einmal
    > 1 Fahrzeug(!) Strom getankt.
    Macht auf dem Land ja auch keinen Sinn. In Eigenheim, Bauernhof oder Kaeten Country laedt man ja zu Hause und idR reicht das fuer den taeglichen Bedarf. Man glaubt es nicht, aber auf dem Land haben die Leute Strom im (Reihen) Haus.
    Es wird sich ja ueber die Mieter im 22ten Stock in Neukoeln aufgeregt, die zwar seltenst ein e-Auto oder ueberhaupt ein Auto haben, aber egal, erst muss die Infrastruktur in diesen stromlosen Gegenden stehen.
    Persoenlich kaufe ich Autos, Boot oder Pferd nach persoenlichen Bedarf und Moeglichkeiten. Eigendlich ist mir dabei egal was andere machen. Aber in Deutschland hoert man immer wieder, das geht nicht, weil in irgendeiner Stadt Tiefgaragen Plaetze fehlen. Deshalb kann man selber nie ein electrisches Auto kaufen, solange nicht der Bedarf aller anderen gedeckt ist.

  8. Re: Ohne Infrastruktur sinnlos

    Autor: Ben Stan 20.11.17 - 12:01

    Rangar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aktuell könnte ich
    > mir ein Elektroauto nur vorstellen, wenn ich ein eigenes Haus mit Garage
    > und installierter Ladestation besäße und nur Stadtverkehr zu bewältigen
    > hätte.

    Das ist das beste an einem Elektroauto: jeden Morgen ein voll "getanktes" Auto in der Garage.
    Nerviges an der Tanke warten usw. entfällt.
    Und ca. 200 km Reichweite decken ca. 98 % meines Fahrprofils ab.

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