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  5. › e.GO Life: Elektroauto aus…

Mal ganz ehrlich:

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  1. Mal ganz ehrlich:

    Autor: Mavventi 28.04.17 - 09:48

    Solange Ich mit meinem E-Auto nicht genauso mobil und flexibel bin wie mit meinem Verbrenner, die Optik nicht ansprechender und der Preis bei gleicher Ausstattung nicht annähernd ähnlich ist, wird der Markt nicht weiter wachsen.

    Das heißt, der Mensch ist verwöhnt und niemand will seine Bequemlichkeit aufgeben solange er nicht gleichwertigen oder besseren Ersatz dafür gefunden hat.

    Angenommen Ich habe eine 4 köpfige Familie und suche nach einem neuen Auto (Audi A6 Avant, VW Passat Variant, etc.) und bin gewillt ein E-Auto zu kaufen, dann muss der Audi A6 E-Tron min. 800km Reichweite aufweisen, sollte in max. 10 min vollgeladen sein und das sollte Ich überall auf der Welt können, sollte auch optisch n bisschen was hermachen und vom Preis her den Verbrenner nicht wirklich übersteigen.
    Ansonsten ist das E-Auto einfach keine Alternative zu einem Altagsauto mit dem Ich auch aus dem Baumarkt mal ne Palme holen oder im Sommer an die Adria in Urlaub fahren kann.
    Und da können noch so viele tolle Konzepte für Stadtautos entworfen werden. Solange die Karre nicht min so flexibel ist wie ein Polo wird sich nur eine Randgruppe dafür intressieren.

  2. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Dwalinn 28.04.17 - 13:53

    Ich vermute mal in deinem Beispiel ist nur ein Ehepartner Berufstätig und erledigt die täglichen Aufgaben bei Wind und Wetter zu Fuß/Bus/Bahn?

    In Deutschland haben ca. 70% der Haushalte ein Auto ca. 20% sogar min. zwei.

    Der Zweitwagen ist dabei meistens eher ein kleineres Fahrzeug das nur im Alltag verwendet wird, das erste Fahrzeug (häufig größer und Leistungsfähiger) wird dann für den Urlaub, Wochenendausflüge usw. benützt.

    100km sind wirklich nicht viel sofern man nicht in der nähe seiner Arbeit wohnt, dennoch gehe ich davon aus das ein Zweitwagen selten mehr fährt. Hier wäre ein e-Fahrzeug also Ideal, zumindest ein Teil der Kosten holt man im laufe der Zeit mit den geringeren Betriebskosten wieder raus.

    Wachstum kann es für eCars also noch reichlich geben.

  3. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Anonymer Nutzer 28.04.17 - 14:03

    > Angenommen Ich habe eine 4 köpfige Familie und suche nach einem neuen Auto
    > (Audi A6 Avant, VW Passat Variant, etc.) und bin gewillt ein E-Auto zu
    > kaufen, dann muss der Audi A6 E-Tron min. 800km Reichweite aufweisen,
    > sollte in max. 10 min vollgeladen sein und das sollte Ich überall auf der
    > Welt können, sollte auch optisch n bisschen was hermachen und vom Preis her
    > den Verbrenner nicht wirklich übersteigen.

    Mit diesen Wünschen wirst du dich noch 5-10 Jahre gedulden oder auf ein Plugin-Hybrid zurückgreifen müssen. Mal davon abgesehen dass der Wunsch, in 10 Minuten zu laden, nur auf alte Gewohnheiten zurückzuführen sind und keinen praktischen Grund haben. Wenn du mit einer 4-köpfigen Familie lange Strecken unterwegs bist, machst du zwangsläufig längere Pausen, in denen man das Fahrzeug laden kann. Ich würde eher davon ausgehen, in 15-30 Minuten ca. 400-500km nachzuladen. Das reicht auch für die Fahrt nach Italien.

    Das eGo ist dagegen eben ein klassischer Zweitwagen, den man nutzt um kurze Strecken größtenteils innerorts oder mit kurzen Überlandstrecken z.B. in den Nachbarort zurückzulegen. Interessant wird er nicht durch die Flexibilität, sondern durch die Betriebskosten. So ein Auto dürfte locker ein paar hundert Euro weniger im Jahr kosten als der Polo. Je nach Fahrstrecke und Strom/Benzinpreis vielleicht sogar auch einen Tausender. Wenn es das Auto wirklich mit Prämie für rund 13000 Euro gibt, dürfte er da schnell wirtschaftlich sein und wird damit für eine sehr große Zielgruppe attraktiv.

  4. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Berner Rösti 28.04.17 - 14:12

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal davon abgesehen dass der Wunsch, in
    > 10 Minuten zu laden, nur auf alte Gewohnheiten zurückzuführen sind und
    > keinen praktischen Grund haben.

    Stimmt. Es hat ja wirklich keinen praktischen Grund, wenn etwas schneller geht. Warum auch?

    Ist ja wirklich völlig unnötig, dass man beim Arzt nach 10 Minuten dran kommt, wenn man ja auch eine Stunde im Wartezimmer endlich mal in Ruhe alle Zeitschriften durchlesen kann.
    Es ist auch völlig unnötig, einen Salatkopf im Supermarkt (oder auf dem Markt) zu kaufen, wenn man ihn auch selbst anbauen und die paar Monate waren kann, bis er groß ist.
    Und so richtiger Unsinn sind ja überhaupt Autos. Man kann doch zu Fuß gehen, das ist doch ohnehin viel gesünder.

    Sorry... Aber selten so einen Schwachsinn gelesen.

  5. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Anonymer Nutzer 28.04.17 - 14:14

    > Stimmt. Es hat ja wirklich keinen praktischen Grund, wenn etwas schneller
    > geht. Warum auch?

    Weil man sowieso länger Pause machen muss. Bei einem Benziner muss man sogar noch zusätzlich Zeit fürs Tanken einplanen. Mit einem Elektrofahrzeug entfällt das.

    > Ist ja wirklich völlig unnötig, dass man beim Arzt nach 10 Minuten dran
    > kommt, wenn man ja auch eine Stunde im Wartezimmer endlich mal in Ruhe alle
    > Zeitschriften durchlesen kann.
    > Es ist auch völlig unnötig, einen Salatkopf im Supermarkt (oder auf dem
    > Markt) zu kaufen, wenn man ihn auch selbst anbauen und die paar Monate
    > waren kann, bis er groß ist.
    > Und so richtiger Unsinn sind ja überhaupt Autos. Man kann doch zu Fuß
    > gehen, das ist doch ohnehin viel gesünder.
    >
    > Sorry... Aber selten so einen Schwachsinn gelesen.

    Lauter hinkende Vergleiche... selten so einen Schwachsinn gelesen.

  6. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Der Spatz 28.04.17 - 14:33

    Als ich noch (per Auto) 30km von der Arbeit entfernt eine Wohnung hatte bin ich Jahrelang mit einem Smart zur Arbeit gefahren (Voreifel - Kaff -> Bonn -> zurück)

    Hässlicher als der alte 450er Smart ist das Auto jetzt auch nicht außerdem ist es mir ehrlich gesagt egal wie das Auto aussieht, sofern es nur praktisch genug ist.

  7. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Berner Rösti 28.04.17 - 14:57

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Stimmt. Es hat ja wirklich keinen praktischen Grund, wenn etwas
    > schneller
    > > geht. Warum auch?
    >
    > Weil man sowieso länger Pause machen muss.

    Ich allein bestimme, wann und wie lang ich Pause mache. Es hängt einzig und allein von meiner Verfassung ab.

    > Bei einem Benziner muss man
    > sogar noch zusätzlich Zeit fürs Tanken einplanen.

    Warum? Ist das etwa keine "Pause"? Ob ich nun neben der Zapfsäule stehe oder neben dem Supercharger -- wo ist der Unterschied?

    Ja, okay, die 5 Minuten an der Tankstelle sind zu kurz, um sich zu erholen, da gebe ich dir Recht. Muss ich auch nicht, da ich halt einmal vor Fahrtantritt tanke und dann unterwegs nicht mehr. Dann kann ich Pause machen, wann und wo ich will.

    > Mit einem Elektrofahrzeug entfällt das.

    Nö. Mit dem Akku-Auto muss ich zwingend an einem bestimmten Ort für eine bestimmte Zeit Pause machen.

    Bei einem Fahrzeug mit großem Energiespeicher und kurzer "Ladezeit" kann ich selbst entscheiden, wann und wo ich Pausen einlege, die ich benötige -- und nicht das Fahrzeug.

    Tut mir leid, aber mir geht das langsam echt auf den Zeiger, dass von den Akku-Auto-Fanboys die Wartezeit an der Ladestation einem regelrecht als Wellness-Urlaub verkauft wird.

    > > Ist ja wirklich völlig unnötig, dass man beim Arzt nach 10 Minuten dran
    > > kommt, wenn man ja auch eine Stunde im Wartezimmer endlich mal in Ruhe
    > alle
    > > Zeitschriften durchlesen kann.
    > > Es ist auch völlig unnötig, einen Salatkopf im Supermarkt (oder auf dem
    > > Markt) zu kaufen, wenn man ihn auch selbst anbauen und die paar Monate
    > > waren kann, bis er groß ist.
    > > Und so richtiger Unsinn sind ja überhaupt Autos. Man kann doch zu Fuß
    > > gehen, das ist doch ohnehin viel gesünder.
    > >
    > > Sorry... Aber selten so einen Schwachsinn gelesen.
    >
    > Lauter hinkende Vergleiche... selten so einen Schwachsinn gelesen.

    Das ist derselbe Schwachsinn wie mit den Ladezeiten.

  8. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Mavventi 28.04.17 - 15:11

    Nun, ja Ich muss an diesem Punkt gestehen, dass Ich weder verheiratet bin, noch Kinder habe.
    Ich fahre einen 1.2 L Fiat Punto und habe eine Freundin die selbst kein Auto hat.
    Und hier liegt für mich der Knackpunkt. Wir können uns nicht zwei Autos leisten, von denen eines dann auch noch ein E-Auto ist um kurze Strecken zu bewältigen.
    Also muss Ich mit meinem Punto von A nach B kommen und seien das die 30 km zur Arbeit, die 1000 km an die Adria oder auch der gelegentliche Möbeltransport.
    Das ist mit dem Kleinwagen, obwohl nicht übermäßig komfortabel, trotzdem alles machbar. Mit einem E-Auto allerdings nicht.
    Und da wir uns ja nur ein Auto leisten können, stellt momentan kein auf dem Markt erhältliches E-Auto eine alternative dazu dar.

  9. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Anonymer Nutzer 28.04.17 - 15:12

    > Ich allein bestimme, wann und wie lang ich Pause mache. Es hängt einzig und
    > allein von meiner Verfassung ab.

    Dann bist du schon einmal nicht mit einer vierköpfigen Familie unterwegs.

    Ich mache meine Pausen bei längeren Fahrten in regelmäßigen Abständen. Ich warte nicht, bis ich müde werde. Denn dann bin ich unter Umständen schon längst eine Gefährdung. Also kann ich problemlos auch eine Ladestation ansteuern, die es ganz sicher in ein paar Jahren in sehr kurzen Abständen (also zumindest an jedem größeren Rastplatz und an den meisten Autohöfen) geben wird. Ob ich meine Pause 10 Minuten früher oder später mache spielt da keine Rolle.

    Die Diskussion läuft doch immer wieder auf dasselbe raus: Für dich ist ein Elektroauto nichts und du willst nicht begreifen, dass es anderen nicht so geht.

    > > Bei einem Benziner muss man
    > > sogar noch zusätzlich Zeit fürs Tanken einplanen.
    >
    > Warum? Ist das etwa keine "Pause"? Ob ich nun neben der Zapfsäule stehe
    > oder neben dem Supercharger -- wo ist der Unterschied?

    Nein, der Tankvorgang ist keine Pause. Da kann ich weder etwas essen noch meine Beine vertreten und muss ständig bei meinem Auto bleiben und atme noch Benzindämpfe ein. Natürlich ist es ein riesiger Unterschied, ob ich an einer belebten Tankstelle Benzin tanke oder ob ich an einem Parkplatz nur den Stecker ins Auto stecke und dann meine Pause mache.

    > Ja, okay, die 5 Minuten an der Tankstelle sind zu kurz, um sich zu erholen,
    > da gebe ich dir Recht. Muss ich auch nicht, da ich halt einmal vor
    > Fahrtantritt tanke und dann unterwegs nicht mehr. Dann kann ich Pause
    > machen, wann und wo ich will.

    Das kann ich bei den meisten Strecken mit dem Elektroauto auch und habe sogar noch den Vorteil, dass ich im Alltag überhaupt keine Tankstelle mehr anfahren muss, sondern nur bei gelegentlicher Langstreckenfahrt. Insgesamt spare ich Zeit, selbst wenn ich die Ladezeiten nicht nutzen würde.

    > > Mit einem Elektrofahrzeug entfällt das.
    >
    > Nö. Mit dem Akku-Auto muss ich zwingend an einem bestimmten Ort für eine
    > bestimmte Zeit Pause machen.
    >
    > Bei einem Fahrzeug mit großem Energiespeicher und kurzer "Ladezeit" kann
    > ich selbst entscheiden, wann und wo ich Pausen einlege, die ich benötige --
    > und nicht das Fahrzeug.

    Und? Mich juckt das nicht. Genauso wenig wie es mich heute juckt, wann ich tanke. Bei dir klingt das so als wäre das pure Folter, wenn ich dann tanke wann es nötig ist.

    Mit dem Elektroauto muss ich im Alltag allerdings nie an die Tanke. Weil ich immer mit vollem Akku losfahren kann. Das ist für mich ein erheblicher Gewinn an Komfort.

    > Tut mir leid, aber mir geht das langsam echt auf den Zeiger, dass von den
    > Akku-Auto-Fanboys die Wartezeit an der Ladestation einem regelrecht als
    > Wellness-Urlaub verkauft wird.

    Das interpretierst du nur so. Ich sage lediglich, dass man ohnehin notwendige Pausen mit nutzt, um den Akku zu laden. Dazu braucht man keinen Wellnessurlaub.

    Du verkaufst die notwendigen Pausen allerdings als Folter, nur weil man sie nutzt. Das ist völlig weltfremd. Das ist eine Einstellung ewig Gestriger, bei denen früher alles besser war und sich bloß nichts ändern darf, weil sie sonst mit dem Leben nicht mehr klar kommen.

  10. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Anonymer Nutzer 28.04.17 - 15:16

    Mavventi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun, ja Ich muss an diesem Punkt gestehen, dass Ich weder verheiratet bin,
    > noch Kinder habe.
    > Ich fahre einen 1.2 L Fiat Punto und habe eine Freundin die selbst kein
    > Auto hat.
    > Und hier liegt für mich der Knackpunkt. Wir können uns nicht zwei Autos
    > leisten, von denen eines dann auch noch ein E-Auto ist um kurze Strecken zu
    > bewältigen.
    > Also muss Ich mit meinem Punto von A nach B kommen und seien das die 30 km
    > zur Arbeit, die 1000 km an die Adria oder auch der gelegentliche
    > Möbeltransport.
    > Das ist mit dem Kleinwagen, obwohl nicht übermäßig komfortabel, trotzdem
    > alles machbar. Mit einem E-Auto allerdings nicht.
    > Und da wir uns ja nur ein Auto leisten können, stellt momentan kein auf dem
    > Markt erhältliches E-Auto eine alternative dazu dar.

    Okay, du gehörst damit nicht in die (aktuelle) Zielgruppe für Elektrofahrzeuge. Das wird sich vielleicht in 5-10 Jahren ändern, aber im Moment wirst du an einem Verbrenner nicht vorbei kommen.

    Ich bin mir aber sicher, dass du trotzdem in der Lage bist zu erkennen, dass es allein in Deutschland Millionen Zweitfahrzeuge gibt, die größtenteils ohnehin nur auf Kurzstrecken bewegt werde nun deshalb sehr wohl durch Elektroautos ersetzt werden können, sofern sie auf ihre Lebensdauer betrachtet günstiger sind als ein Verbrenner. Und mit dem e-Go kommt man schon nahe ran.

    Diese Einsicht fehlt leider einigen Leuten hier.

  11. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Berner Rösti 28.04.17 - 16:00

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ich allein bestimme, wann und wie lang ich Pause mache. Es hängt einzig
    > und
    > > allein von meiner Verfassung ab.
    >
    > Dann bist du schon einmal nicht mit einer vierköpfigen Familie unterwegs.
    >
    > Ich mache meine Pausen bei längeren Fahrten in regelmäßigen Abständen. Ich
    > warte nicht, bis ich müde werde. Denn dann bin ich unter Umständen schon
    > längst eine Gefährdung.

    Habe ich mit einer Silbe irgendwo den Eindruck erweckt, dass ich so verantwortungslos sei? Nein. Also spare dir bitte derart plumpe Unterstellungen.

    > Die Diskussion läuft doch immer wieder auf dasselbe raus: Für dich ist ein
    > Elektroauto nichts und du willst nicht begreifen, dass es anderen nicht so
    > geht.

    Es geht um akkubetriebene Fahrzeuge und insbesondere um das hier vorgestellte Stadtauto.

    > Nein, der Tankvorgang ist keine Pause. Da kann ich weder etwas essen noch
    > meine Beine vertreten und muss ständig bei meinem Auto bleiben und atme
    > noch Benzindämpfe ein. Natürlich ist es ein riesiger Unterschied, ob ich an
    > einer belebten Tankstelle Benzin tanke oder ob ich an einem Parkplatz nur
    > den Stecker ins Auto stecke und dann meine Pause mache.

    Siehste. Und ich mache meine Pause eben lieber an einem gemütlichen Gasthof außerhalb der Strecke oder an dieser tollen Imbissbude, wo es die leckeren thüringer Rostbratwürste, aber dummerweise keine Ladestation gibt.

    Auf überteuerten Raststätten-Fraß hab ich keine Lust.

    > Das kann ich bei den meisten Strecken mit dem Elektroauto auch und habe
    > sogar noch den Vorteil, dass ich im Alltag überhaupt keine Tankstelle mehr
    > anfahren muss, sondern nur bei gelegentlicher Langstreckenfahrt. Insgesamt
    > spare ich Zeit, selbst wenn ich die Ladezeiten nicht nutzen würde.

    Ja, wenn man sich ausschließlich auf vorbestimmten Bahnen bewegt und sicherstellen kann, dass der Wagen auch tatsächlich jede Nacht auf dem eigenen Parkplatz am Ladekabel hängt -- ja. Auch wenn ich solche Rechnerei albern finde, aber ob ich jeden Tag 2x 15 Sekunden für Stecker rein und Stecker raus (Kabel muss ja auch aufgerollt werden, usw) aufwende, oder alle zwei Wochen unterwegs mal 5 Minuten an der Tanke, nimmt sich dann auch nicht viel.

    > Und? Mich juckt das nicht. Genauso wenig wie es mich heute juckt, wann ich
    > tanke. Bei dir klingt das so als wäre das pure Folter, wenn ich dann tanke
    > wann es nötig ist.

    Es ist für mich eine unnötige Einschränkung, wenn ich irgendwo mindestens eine halbe Stunde warten muss, aber nicht selbst darüber entscheiden kann.

    Mein Leben ist eben nicht so durchgeplant wie deins.

    > Mit dem Elektroauto muss ich im Alltag allerdings nie an die Tanke. Weil
    > ich immer mit vollem Akku losfahren kann. Das ist für mich ein erheblicher
    > Gewinn an Komfort.

    Mit meinem jetzigen Wagen muss ich im Alltag alle zwei Wochen mal für 5 Minuten an die Tanke, weil der Tank an 9 von 10 Tagen voller ist als dein Akku. ;)

    > > Tut mir leid, aber mir geht das langsam echt auf den Zeiger, dass von
    > den
    > > Akku-Auto-Fanboys die Wartezeit an der Ladestation einem regelrecht als
    > > Wellness-Urlaub verkauft wird.
    >
    > Das interpretierst du nur so. Ich sage lediglich, dass man ohnehin
    > notwendige Pausen mit nutzt, um den Akku zu laden. Dazu braucht man keinen
    > Wellnessurlaub.

    Nein, du richtest deine Pausen nach der notwendigen Ladezeit.

    Das ist ein klitzekleiner Unterschied. Und genau diese Verdrehung der Tatsachen kritisiere ich.

    > Du verkaufst die notwendigen Pausen allerdings als Folter, nur weil man sie
    > nutzt. Das ist völlig weltfremd. Das ist eine Einstellung ewig Gestriger,
    > bei denen früher alles besser war und sich bloß nichts ändern darf, weil
    > sie sonst mit dem Leben nicht mehr klar kommen.

    Was sollen diese Beleidigungen?

    Es ist für mich keine "Folter", ich kaufe mir so einen Mist einfach nicht, der meine Freiheit einschränkt. Dafür ist mir mein Geld zu schade. Denn mir ist meine Zeit auch etwas wert.

  12. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Anonymer Nutzer 28.04.17 - 16:22

    > Habe ich mit einer Silbe irgendwo den Eindruck erweckt, dass ich so
    > verantwortungslos sei? Nein. Also spare dir bitte derart plumpe
    > Unterstellungen.

    Ja, du erweckst diesen Eindruck bei mir, wenn du sagst, dass es für dich ein Problem ist, wenn du von einem Auto erwartest, dass es deutlich länger als 4 Stunden am Stück ohne Pause bewegt werden muss.

    > Es geht um akkubetriebene Fahrzeuge und insbesondere um das hier
    > vorgestellte Stadtauto.

    Dann hat eine Diskussion über Langstrecken hier überhaupt nichts verloren.

    > Siehste. Und ich mache meine Pause eben lieber an einem gemütlichen Gasthof
    > außerhalb der Strecke oder an dieser tollen Imbissbude, wo es die leckeren
    > thüringer Rostbratwürste, aber dummerweise keine Ladestation gibt.

    Noch gibt es da keine Ladestationen. Aber wieso glaubst du zu wissen, dass das in fünf Jahren noch so ist?

    > Ja, wenn man sich ausschließlich auf vorbestimmten Bahnen bewegt und
    > sicherstellen kann, dass der Wagen auch tatsächlich jede Nacht auf dem
    > eigenen Parkplatz am Ladekabel hängt -- ja. Auch wenn ich solche Rechnerei
    > albern finde, aber ob ich jeden Tag 2x 15 Sekunden für Stecker rein und
    > Stecker raus (Kabel muss ja auch aufgerollt werden, usw) aufwende, oder
    > alle zwei Wochen unterwegs mal 5 Minuten an der Tanke, nimmt sich dann auch
    > nicht viel.

    Nein, ich muss das nicht sicherstellen. Normale Fahrprofile sind eben so, dass sie selten solche Langstrecken ohne Lademöglichkeiten beinhalten.

    Eine Tanke muss ich anfahren, dort ist unter Umständen viel los. Aus den fünf Minuten werden schnell auch mal 15 Minuten. Das Elektroauto hat bei entsprechender Infrastruktur hier einen erheblichen Vorteil.

    > Es ist für mich eine unnötige Einschränkung, wenn ich irgendwo mindestens
    > eine halbe Stunde warten muss, aber nicht selbst darüber entscheiden kann.

    Ja, für dich. Ich plane meine Reisen so, dass ich alle 3-4 Stunden eine Pause einlege. Und eigentlich jeder, den ich kenne, macht das auch so. Familien sowieso. Wenn man diese 3-4 Stunden mit dem Elektrofahrzeug ohne Laden überbrücken kann und man dann eine Ladestation findet, ist es überhaupt keine Einschränkung für mich und viele andere. Dein Nutzerverhalten weicht offensichtlich sehr von der Norm ab.

    > Mit meinem jetzigen Wagen muss ich im Alltag alle zwei Wochen mal für 5
    > Minuten an die Tanke, weil der Tank an 9 von 10 Tagen voller ist als dein
    > Akku. ;)

    Wenn es denn immer bei den fünf Minuten bleiben würde. Ich muss schonmal einen Umweg fahren, um überhaupt zu einer Tanke zu kommen. Dann warte ich normalerweise entweder an der Zapfsäule oder an der Kasse. Tanken kann man außerdem nur nachmittags - frühs liegen die Preise teilweise 20 Cent höher. Das ist eine Einschränkung, mit der ich aktuell auch klar kommen muss, die aber mit einem Elektroauto entfallen würde.

    > Nein, du richtest deine Pausen nach der notwendigen Ladezeit.

    Nein, ich richte meine Pausen anhand einer maximalen Fahrzeit und erwarte, dass das Auto so lange durchhält, damit ich die Pause mit Laden verbinden kann.

    > Das ist ein klitzekleiner Unterschied. Und genau diese Verdrehung der
    > Tatsachen kritisiere ich.

    Genau hier hast du die Tatsachen aber selbst gewaltig verdreht.

    > Was sollen diese Beleidigungen?

    Das ist keine Beleidigung, ich sage nur, bei welcher Art Menschen ich eine solche Einstellung bisher beobachtet habe.

    > Es ist für mich keine "Folter", ich kaufe mir so einen Mist einfach nicht,
    > der meine Freiheit einschränkt. Dafür ist mir mein Geld zu schade. Denn mir
    > ist meine Zeit auch etwas wert.

    Du gehst aber einfach leichtsinnig davon aus, dass andere das genauso als Einschränkung empfinden. Ich sage dir lediglich, dass das nicht so ist.

    Dass der Preis stimmen muss ist logisch. Im Falle des e-Go wäre es wahrscheinlich so, dass es über die Lebensdauer günstiger ist als ein Verbrenner-Kurzstrecken-Zweitfahrzeug.

  13. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Dwalinn 28.04.17 - 16:51

    Wenn der schmorbraten 90 minuten im ofen ist kann es dir egal sein ob die kartoffeln 5 oder 50 minuten brauchen bis sie fertig sind.

    Das mit den Pausen wenn man es will und nicht wenn es das Auto will würde ich akzeptieren... Allerdings würden den ein oder anderen Autofahrer solche zwangspausen ganz gut tun.
    Natürlich müsste ohnehin erstmal ein dichtes Netz an Autobahnen aufgebaut werden. eCars werden in den nächsten 40 Jahren sicherlich nicht verschieden daher sollte man den Ausbau bereits jetzt massiv ausweiten (natürlich mit Kapazitäten um die Ladestation aufzurüsten)

  14. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Dwalinn 28.04.17 - 16:59

    ich vermute mal du bist noch recht jung, in 10 Jahren kann sich vieles ändern, dann braucht man unter Umständen zwingend 2 Fahrzeuge... ganz nebenbei werden eCars in 10 Jahren günstiger sein und verbrennen teurer (bezogen auf kosten in der ganten Lebenszeit des Fahrzeuges)

  15. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Berner Rösti 28.04.17 - 20:09

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Habe ich mit einer Silbe irgendwo den Eindruck erweckt, dass ich so
    > > verantwortungslos sei? Nein. Also spare dir bitte derart plumpe
    > > Unterstellungen.
    >
    > Ja, du erweckst diesen Eindruck bei mir, wenn du sagst, dass es für dich
    > ein Problem ist, wenn du von einem Auto erwartest, dass es deutlich länger
    > als 4 Stunden am Stück ohne Pause bewegt werden muss.

    Da es derzeit kein Akku-Auto gibt, das solche Ansprüche erfüllt, erübrigt sich die Fachsimpelei darüber.

    Nochmal deutlich: Ich entscheide, wann und wo ich Pause mache. Wenn mir das das Auto vorschreibt, dann kaufe ich sowas nicht. Ganz einfach.

    Zeit ist für mich ein knappes und wertvolles Gut. Deshalb entscheide ich alleine wann immer es möglich ist, wie ich mit dieser Ressource umgehe.

    Ich nehme aber zur Kenntnis, dass es viele Menschen gibt, denen ihre Zeit nichts wert ist, weshalb sie in der Aussicht, ein paar Euro zu sparen, bereitwillig ihre Zeit verplempern oder ihre Freiheit einschränken.

    > Noch gibt es da keine Ladestationen. Aber wieso glaubst du zu wissen, dass
    > das in fünf Jahren noch so ist?

    Weil Schnellladesäulen eine besondere Infrastruktur benötigen.

    > Nein, ich muss das nicht sicherstellen. Normale Fahrprofile sind eben so,
    > dass sie selten solche Langstrecken ohne Lademöglichkeiten beinhalten.

    Doch, musst du, wenn du davon schwadronierst, dass du "niemals" Tanken fahren musst, weil "jeden Tag" der Akku voll sei. Das ist er nur, wenn du auch tatsächlich jede Nacht aufladen kannst.

    > Eine Tanke muss ich anfahren, dort ist unter Umständen viel los. Aus den
    > fünf Minuten werden schnell auch mal 15 Minuten. Das Elektroauto hat bei
    > entsprechender Infrastruktur hier einen erheblichen Vorteil.

    Genau. "Bei entsprechender Infrastruktur". *facpalm*

    Bei entsprechender Infrastruktur musst du auch an herkömmlichen Tankstellen keine 15 Minuten warten.

    Denn wie kommst du darauf, dass die öffentliche Infrastruktur für Ladestationen erheblich besser sein wird, als für Tankstellen? Nein, es reicht eben nicht aus, auf irgend einen Parkplatz eine Steckdose zu stellen. Du brauchst dort eine Schnellladesäule, um auch nur ansatzweise in akzeptabler Zeit ein bisschen Strom in den Akku zu bekommen. Dann muss logischerweise auch diese Säule frei sein.

    Aber so lange die Reichweite erheblich geringer und die Ladezeiten erheblich höher sind, benötigt man ein Vielfaches an Lademöglichkeiten.

    Das schöne bei Fahrzeugen mit hoher Reichweite und geringer Ladezeit ist doch gerade, dass man nicht zwingend an einem bestimmten Ort laden/tanken muss, sondern so viel Reserve hat, dass man problemlos an den Stationen vorbei fahren kann, an denen zu viel los ist.

    Also ich musste noch nie 15 Minuten an einer Tankstelle fahren. Warum? Weil ich dann einfach nur nächsten fahre, wenn ich da eine lange Schlange sehe. Wo liegt das Problem?

    > > Es ist für mich eine unnötige Einschränkung, wenn ich irgendwo
    > mindestens
    > > eine halbe Stunde warten muss, aber nicht selbst darüber entscheiden
    > kann.
    >
    > Ja, für dich. Ich plane meine Reisen so, dass ich alle 3-4 Stunden eine
    > Pause einlege. Und eigentlich jeder, den ich kenne, macht das auch so.
    > Familien sowieso. Wenn man diese 3-4 Stunden mit dem Elektrofahrzeug ohne
    > Laden überbrücken kann und man dann eine Ladestation findet, ist es
    > überhaupt keine Einschränkung für mich und viele andere. Dein
    > Nutzerverhalten weicht offensichtlich sehr von der Norm ab.

    Interessant, was du alles zur "Norm" erklärst.

    Aber es stimmt: Von deiner "Norm" weiche ich insofern ab, als dass ich mich nicht dem Zwang unterwerfe, eine Ladestation "finden zu müssen", sondern einfach wann immer und vor allem wo immer ich mag, meine Pause einlege.

    Ob ich nach zwei Stunden oder erst nach vier Stunden mal irgendwo anhalte, bestimme übrigens ich allein nach meiner jeweiligen Verfassung.

    > > Mit meinem jetzigen Wagen muss ich im Alltag alle zwei Wochen mal für 5
    > > Minuten an die Tanke, weil der Tank an 9 von 10 Tagen voller ist als
    > dein
    > > Akku. ;)
    >
    > Wenn es denn immer bei den fünf Minuten bleiben würde. Ich muss schonmal
    > einen Umweg fahren, um überhaupt zu einer Tanke zu kommen. Dann warte ich
    > normalerweise entweder an der Zapfsäule oder an der Kasse. Tanken kann man
    > außerdem nur nachmittags - frühs liegen die Preise teilweise 20 Cent höher.
    > Das ist eine Einschränkung, mit der ich aktuell auch klar kommen muss, die
    > aber mit einem Elektroauto entfallen würde.

    Scheint ja der wahre Horror für dich zu sein, all diese furchtbaren Qualen auf dich zu nehmen.

    In welcher gottverlassenen Gegend lebst du eigentlich, wo man riesige Umwege zur nächsten Tankstelle fahren muss und dort sich dann auch immer lange Schlangen bilden?
    Also ich komme jeden Tag an mindestens fünf Tankstellen vorbei, bei denen ich es mir aussuchen kann, an welcher ich nun tanke. Ich "muss" auch nicht morgens tanken. Auch nicht abends. Die Reichweite des Wagens ist so groß, dass ich "irgendwann" in den nächsten Tagen mal kurz an der nächstbesten Tankstelle anhalte, wenn es gerade passt.

    Klappt bestens.

    Sollte es irgendwann ein Elektroauto geben, dass mir weiterhin diese Freiheit ermöglicht, bin ich sofort dabei. Ich setze ja sehr darauf, dass ich im Bereich der Speichertechnik bzw. dem Energieträger noch einiges tut, so dass ich mittel bis langfristig flüssige oder gasförmige Energieträger nutzen können.

    Denn eine entscheidende Sache scheinst du wie alle anderen Akku-Auto-Fans komplett zu ignorieren: Das Akku-Auto gab es bereits vor dem Auto mit Verbrennungsmotor. Dennoch hat sich ein Konzept durchgesetzt, bei dem man einen nur schwer verfügbaren und damals auch entsprechend teuren Brennstoff eingesetzt hat, statt die Batterien an der Stromleitung aufzuladen.

    Warum? Weil es einfach handfeste Vorteile hat, dass man einen hochdichten Energieträger nutzt, der schnell nachzutanken ist und aufgrund der leichten Skalierbarkeit des Vorrats hohe Reichweiten ermöglicht.

    > > Nein, du richtest deine Pausen nach der notwendigen Ladezeit.
    >
    > Nein, ich richte meine Pausen anhand einer maximalen Fahrzeit und erwarte,
    > dass das Auto so lange durchhält, damit ich die Pause mit Laden verbinden
    > kann.

    Tja, und ich richte meine Pausen nach meiner persönlichen Verfassung und den Ansprüchen der Mitfahrer.

    > > Das ist ein klitzekleiner Unterschied. Und genau diese Verdrehung der
    > > Tatsachen kritisiere ich.
    >
    > Genau hier hast du die Tatsachen aber selbst gewaltig verdreht.

    Bitte nicht immer von dir auf andere schließen. Hast du oben mit dem seltsamen Anspruch, eine eigene Meinung zur "Norm" erklären zu wollen, schon einmal getan.

    > > Was sollen diese Beleidigungen?
    >
    > Das ist keine Beleidigung, ich sage nur, bei welcher Art Menschen ich eine
    > solche Einstellung bisher beobachtet habe.

    Netter Versuch.

    > > Es ist für mich keine "Folter", ich kaufe mir so einen Mist einfach
    > nicht,
    > > der meine Freiheit einschränkt. Dafür ist mir mein Geld zu schade. Denn
    > mir
    > > ist meine Zeit auch etwas wert.
    >
    > Du gehst aber einfach leichtsinnig davon aus, dass andere das genauso als
    > Einschränkung empfinden. Ich sage dir lediglich, dass das nicht so ist.

    Oh, wo genau habe ich denn behauptet, dass andere das genauso empfinden? Sag es mir!

    > Dass der Preis stimmen muss ist logisch. Im Falle des e-Go wäre es
    > wahrscheinlich so, dass es über die Lebensdauer günstiger ist als ein
    > Verbrenner-Kurzstrecken-Zweitfahrzeug.

    Und da kommen wir zu dem zurück, das ich in dem anderen Thread bereits gefordert habe: Weg mit diesen unsinnigen "Kurzstrecken-Fahrzeugen" und her mit einem gescheiten ÖPNV!

    Kein Mensch sollte in diesem Land auf ein eigenes "Kurzstrecken-Fahrzeug" angewiesen sein müssen -- Personen mit Gehbehinderungen (etc.) mal ausgenommen.

  16. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Anonymer Nutzer 29.04.17 - 08:14

    > Da es derzeit kein Akku-Auto gibt, das solche Ansprüche erfüllt, erübrigt
    > sich die Fachsimpelei darüber.

    Natürlich gibt es das. Und man braucht eigentlich nicht so viel Vorstellungskraft, um sich das vorstellen zu können.

    > Nochmal deutlich: Ich entscheide, wann und wo ich Pause mache. Wenn mir das
    > das Auto vorschreibt, dann kaufe ich sowas nicht. Ganz einfach.

    Nur tut es das gar nicht. Trotzdem kannst du natürlich kaufen, was du willst. Du darfst nur nicht erwarten, dass alle anderen auch so handeln.

    > Zeit ist für mich ein knappes und wertvolles Gut. Deshalb entscheide ich
    > alleine wann immer es möglich ist, wie ich mit dieser Ressource umgehe.
    >
    > Ich nehme aber zur Kenntnis, dass es viele Menschen gibt, denen ihre Zeit
    > nichts wert ist, weshalb sie in der Aussicht, ein paar Euro zu sparen,
    > bereitwillig ihre Zeit verplempern oder ihre Freiheit einschränken.

    Du warst doch derjenige, der Stadtautos verbieten wollte und die Leute zum ÖPNV zwingen wollte? Aber du selbst willst nicht einmal 10 Minuten verschwenden? Ganz üble Doppelmoral ist das.

    > > Nein, ich muss das nicht sicherstellen. Normale Fahrprofile sind eben
    > so,
    > > dass sie selten solche Langstrecken ohne Lademöglichkeiten beinhalten.
    >
    > Doch, musst du, wenn du davon schwadronierst, dass du "niemals" Tanken
    > fahren musst, weil "jeden Tag" der Akku voll sei. Das ist er nur, wenn du
    > auch tatsächlich jede Nacht aufladen kannst.

    Genau so ist es ja auch. Das Auto steht an 350 Tagen im Jahr zuhause. Bei jedem Pendlerfahrzeug ist das so. Somit muss ich fast nie eine Schnellladestation anfahren und selbst das kann ich machen, wenn ich ohnehin Pause mache. Zusätzlicher Zeitaufwand: Null. Egal wie sehr du das als Einschränkung ansiehst, es ist keine.

    > > Eine Tanke muss ich anfahren, dort ist unter Umständen viel los. Aus den
    > > fünf Minuten werden schnell auch mal 15 Minuten. Das Elektroauto hat bei
    > > entsprechender Infrastruktur hier einen erheblichen Vorteil.
    >
    > Genau. "Bei entsprechender Infrastruktur". *facpalm*
    >
    > Bei entsprechender Infrastruktur musst du auch an herkömmlichen Tankstellen
    > keine 15 Minuten warten.

    Diese Infrastruktur gibt es in vielen Ecken in Deutschland aber nicht. Ich muss regelmäßig an der Tankstelle warten und/oder einen Umweg in Kauf nehmen. Hin und wieder stehen vor mir sogar zwei Autos, dann dauert es sogar noch länger als die Viertel Stunde.

    > Denn wie kommst du darauf, dass die öffentliche Infrastruktur für
    > Ladestationen erheblich besser sein wird, als für Tankstellen? Nein, es
    > reicht eben nicht aus, auf irgend einen Parkplatz eine Steckdose zu
    > stellen. Du brauchst dort eine Schnellladesäule, um auch nur ansatzweise in
    > akzeptabler Zeit ein bisschen Strom in den Akku zu bekommen. Dann muss
    > logischerweise auch diese Säule frei sein.

    Es ist einfach viel billiger und einfacher, irgendwo eine (Schnell-)Ladestation aufzustellen. Schließlich muss man nicht mit einem hochgradig umweltschädlichen Gefahrgut umgehen. Man muss den Kraftstoff nicht mehr ständig heran karren. Und entgegen aller Behauptungen ist es kein großer technischer Aufwand, die Leistung für eine Schnellladestation bereitzustellen. Ich arbeite tagtäglich mit elektrischer Leistung in der Größenordnung, das ist wirklich kein Hexenwerk.

    > Aber so lange die Reichweite erheblich geringer und die Ladezeiten
    > erheblich höher sind, benötigt man ein Vielfaches an Lademöglichkeiten.

    Davon kann man aber nur ausgehen, wenn man die Entwicklung der nächsten Jahre nicht berücksichtigt.

    > Das schöne bei Fahrzeugen mit hoher Reichweite und geringer Ladezeit ist
    > doch gerade, dass man nicht zwingend an einem bestimmten Ort laden/tanken
    > muss, sondern so viel Reserve hat, dass man problemlos an den Stationen
    > vorbei fahren kann, an denen zu viel los ist.

    Das gilt bei der gelegentlichen Autobahnfahrt, aber im Alltag muss ich einen Umweg fahren, um an einer Tankstelle vorbeizufahren. Das mache ich ganz bestimmt nicht jeden Tag, nur um mal einen Zeitpunkt zu erwischen, an dem ich nicht warten muss. Zumal ich ja jeden Tag etwa zur selben Zeit - nämlich im Berufsverkehr - vorbei fahre und da immer etwas los ist. Es sei denn, der Sprit ist gerade wieder mal sauteuer. Aber da will ich auch nicht tanken.

    > Also ich musste noch nie 15 Minuten an einer Tankstelle fahren. Warum? Weil
    > ich dann einfach nur nächsten fahre, wenn ich da eine lange Schlange sehe.
    > Wo liegt das Problem?

    Wenn du nur Langstrecke auf Autobahnen fährst oder auf deinen Strecken zig Tankstellen zur Verfügung hast, kannst du das vielleicht machen. Für den normalen Berufspendler gilt das aber nicht.

    > Interessant, was du alles zur "Norm" erklärst.

    Berufspendler gehören eben zur Norm.

    > Aber es stimmt: Von deiner "Norm" weiche ich insofern ab, als dass ich mich
    > nicht dem Zwang unterwerfe, eine Ladestation "finden zu müssen", sondern
    > einfach wann immer und vor allem wo immer ich mag, meine Pause einlege.

    Du verstehst es ja immer noch nicht: Ich muss mich gar nicht nach dem Auto richten. Ich mache alle 3-4 Stunden eine Pause, weil ich es für nötig halte. Und diese Pause nutze ich gleichzeitig, um das Fahrzeug zu laden.

    Und da das nur vielleicht 10 Mal im Jahr vorkommt und ich sonst gar nicht mehr an die Tankstelle muss, spielt das für mich keine so große Rolle.

    > Ob ich nach zwei Stunden oder erst nach vier Stunden mal irgendwo anhalte,
    > bestimme übrigens ich allein nach meiner jeweiligen Verfassung.

    Das kannst du auch mit einem Elektroauto machen, wenn es genügend Reichweite für vier Stunden bietet. Solche Elektroautos wirst du in 5 Jahren sehr wahrscheinlich bekommen.

    > Scheint ja der wahre Horror für dich zu sein, all diese furchtbaren Qualen
    > auf dich zu nehmen.

    Es ist für mich mindestens genauso schlimm wie dein Zwang, eine Ladestation anfahren zu müssen.

    > In welcher gottverlassenen Gegend lebst du eigentlich, wo man riesige
    > Umwege zur nächsten Tankstelle fahren muss und dort sich dann auch immer
    > lange Schlangen bilden?

    Riesiger Umwege müssen das ja nicht sein. 1km reicht ja. Und es ist eben so, dass die einzige halbwegs günstige Tankstelle auf meinem täglichen Arbeitsweg im Berufsverkehr sehr stark frequentiert ist. Eine Schlange von 3-4 Autos ist da normal. Das ist eine ganz normale kleine/mittlere Stadt.

    > Also ich komme jeden Tag an mindestens fünf Tankstellen vorbei, bei denen
    > ich es mir aussuchen kann, an welcher ich nun tanke. Ich "muss" auch nicht
    > morgens tanken. Auch nicht abends. Die Reichweite des Wagens ist so groß,
    > dass ich "irgendwann" in den nächsten Tagen mal kurz an der nächstbesten
    > Tankstelle anhalte, wenn es gerade passt.

    Du kannst dir wieder nicht vorstellen, dass es anderen Menschen anders geht.

    Wenn es mir aber frühs besser passen würde, der Sprit aber 20 Cent teurer ist, dann bin ich doch gezwungen, zu einer anderen Tageszeit zu tanken. Wenn du dein Geld zum herausschleudern hast, okay. Andere Menschen tun das nicht.

    > Denn eine entscheidende Sache scheinst du wie alle anderen Akku-Auto-Fans
    > komplett zu ignorieren: Das Akku-Auto gab es bereits vor dem Auto mit
    > Verbrennungsmotor. Dennoch hat sich ein Konzept durchgesetzt, bei dem man
    > einen nur schwer verfügbaren und damals auch entsprechend teuren Brennstoff
    > eingesetzt hat, statt die Batterien an der Stromleitung aufzuladen.

    Was die Elektroauto-Hasser gerne ignorieren: Die Akkus von damals haben nichts mit modernen Lithium-Ionen-Akkus zu tun. Den gibt es erst seit 30 Jahren und hat sich in den letzten 10 Jahren erst so richtig zu einer für Elektromobilität tauglichen Alternative weiterentwickelt.

    Ähnlich sieht es mit der Leistungselektronik aus. Erst die Erfindung des IGBT hat den Bau günstiger und effizienter Umrichter erlaubt.

    Davon abgesehen war die Elektro-Infrastruktur damals bei weitem nicht so ausgebaut. Damals gab es noch nicht in jedem Haus eine Steckdose, an der man das Auto laden konnte. Elektrizität war damals genauso schlecht verfügbar wie Benzin.

    > Warum? Weil es einfach handfeste Vorteile hat, dass man einen hochdichten
    > Energieträger nutzt, der schnell nachzutanken ist und aufgrund der leichten
    > Skalierbarkeit des Vorrats hohe Reichweiten ermöglicht.

    Nein. Der einzige Grund ist: Es ist aktuell billiger. Das liegt an dem Entwicklungsvorsprung. Aber der Vorsprung schmilzt rapide. In fünf Jahren sieht die Welt womöglich ganz anders aus.

    > > > Nein, du richtest deine Pausen nach der notwendigen Ladezeit.
    > >
    > > Nein, ich richte meine Pausen anhand einer maximalen Fahrzeit und
    > erwarte,
    > > dass das Auto so lange durchhält, damit ich die Pause mit Laden
    > verbinden
    > > kann.
    >
    > Tja, und ich richte meine Pausen nach meiner persönlichen Verfassung und
    > den Ansprüchen der Mitfahrer.

    Das ist aber das gleiche. Es sei denn, du fährst aus falscher Selbstsicherheit sehr viel länger, als es dein Körper und deine Konzentration erlaubt. Niemand kann mir erzählen, dass er nach 4 Stunden am Steuer noch voll konzentriert ist.

    > Bitte nicht immer von dir auf andere schließen. Hast du oben mit dem
    > seltsamen Anspruch, eine eigene Meinung zur "Norm" erklären zu wollen,
    > schon einmal getan.

    Berufspendler sind eben die Norm. Leute, die ständig Langstrecke fahren, sind eine Minderheit. Das kannst du noch so oft abstreiten, es ist trotzdem eine Tatsache.

    > Oh, wo genau habe ich denn behauptet, dass andere das genauso empfinden?
    > Sag es mir!

    Indem du behauptest, dass sich Elektroautos nicht durchsetzen können und du mit deinen persönlichen Ansprüchen argumentierst. Damit implizierst du, dass alle anderen deine Ansprüche haben müssen.

    > Und da kommen wir zu dem zurück, das ich in dem anderen Thread bereits
    > gefordert habe: Weg mit diesen unsinnigen "Kurzstrecken-Fahrzeugen" und her
    > mit einem gescheiten ÖPNV!

    Und was ist mit den Menschen, denen ihre Zeit heilig ist? Selbst mit dem besten ÖPNV braucht man schnell doppelt so lange für Kurzstrecken (<30km). Dir selbst ist doch schon eine Viertel Stunde zu viel, aber dem Nutzer eines Zweitwagens willst du zig Stunden im Jahr zusätzlichen Zeitaufwand und einen gleichzeitigen Komfortverlust zumuten.

    Oh heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andere an. Tolle Argumentation.

    > Kein Mensch sollte in diesem Land auf ein eigenes "Kurzstrecken-Fahrzeug"
    > angewiesen sein müssen -- Personen mit Gehbehinderungen (etc.) mal
    > ausgenommen.

    Das ist aber eine völlig weltfremde Ansicht. In ländlichen Gebieten wird es niemals einen ÖPNV geben, der auch nur im Ansatz an die Flexibilität und Alltagstauglichkeit eines Kurzstrecken-Zweitfahrzeugs herankommen kann. Von der gesparten Zeit und dem höheren Komfort einmal abgesehen.

  17. Re: Mal ganz ehrlich:

    Autor: Berner Rösti 29.04.17 - 11:32

    Stefan99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich gibt es das. Und man braucht eigentlich nicht so viel
    > Vorstellungskraft, um sich das vorstellen zu können.

    Mit welchem aktuell erhältlichen Akku-Auto kannst du nonstop vier Stunden lang fahren -- da wir von Langstrecke sprechen, selbstverständlich in Autobahngeschwindigkeit?

    > > Nochmal deutlich: Ich entscheide, wann und wo ich Pause mache. Wenn mir
    > das
    > > das Auto vorschreibt, dann kaufe ich sowas nicht. Ganz einfach.
    >
    > Nur tut es das gar nicht.

    Ach, wenn der Akku leer ist, kann man trotzdem einfach weiterfahren? Interessant.

    > Du warst doch derjenige, der Stadtautos verbieten wollte und die Leute zum
    > ÖPNV zwingen wollte? Aber du selbst willst nicht einmal 10 Minuten
    > verschwenden? Ganz üble Doppelmoral ist das.

    Allgemeinwohl steht über dem des Einzelnen. Wenn du das als Doppelmoral empfindest -- bitte. Aber im Straßenverkehr regiert ja ohnehin der Egoismus.

    > Genau so ist es ja auch. Das Auto steht an 350 Tagen im Jahr zuhause. Bei
    > jedem Pendlerfahrzeug ist das so.

    Vielleicht solltest du mal über den Tellerrand schauen. Nicht jeder Mensch in Deutschland kauft sich extra ein Auto, um es ausschließlich für den Weg zur Arbeit und zurück zu nutzen.

    > Zusätzlicher Zeitaufwand: Null. Egal wie sehr du das
    > als Einschränkung ansiehst, es ist keine.

    Wie ich dir bereits vorgerechnet habe, ist der Zeitaufwand durch das tägliche Aufladen mindestens genauso hoch, wenn nicht sogar höher.

    Aber ich finde diese Aufrechnerei albern. Ich kaufe mir ja auch nicht jeden Tag fünf Blatt Klopapier, sondern gleich eine Packung mit 10 Rollen. Ich wage zu behaupten, dass die meisten Menschen es als Vorteil ansehen, wenn man einen Vorrat inkl. Reserve hat.

    Ich kenne auch niemanden, der es toll findet, sein Smartphone täglich aufladen zu müssen, und dass es trotzdem nicht einen ganzen Tag bei intensiver Nutzung hält.

    > > Bei entsprechender Infrastruktur musst du auch an herkömmlichen
    > Tankstellen
    > > keine 15 Minuten warten.
    >
    > Diese Infrastruktur gibt es in vielen Ecken in Deutschland aber nicht.

    Ja, und? Bei Tankstellen gehst du vom Status Quo aus, bei Schnellladesäulen hingegen glaubst du, dass es künftig überall die perfekte Überversorgung geben wird.

    Sorry, aber das ist eine absurde Argumentation.

    > Es ist einfach viel billiger und einfacher, irgendwo eine
    > (Schnell-)Ladestation aufzustellen.

    Schon klar... Nur muss man erst einmal die dazu nötigen Kabel verlegen. Aber klar, da viele davon ausgehen, das Strom ja aus der Steckdose kommt, ist das zu vernachlässigen.

    > Das gilt bei der gelegentlichen Autobahnfahrt, aber im Alltag muss ich
    > einen Umweg fahren, um an einer Tankstelle vorbeizufahren. Das mache ich
    > ganz bestimmt nicht jeden Tag, nur um mal einen Zeitpunkt zu erwischen, an
    > dem ich nicht warten muss.

    So lange du nicht jeden Tag mehrere hundert Kilometer fährst, musst du das auch nicht. Ein "durchschnittlicher Pendler" muss nur alle zwei Wochen mal an die Tanke.

    Ich weiß, scheint für dich ein völlig unzumutbarer Zustand zu sein, weil sich alle bei dir verabreden, ausgerechnet an dem Tag, wo du deinen Tank selbstverständlich bis auf den letzten Tropfen leer gefahren hast, weil du den Sinn der Reserve nicht verstanden hast, in einer riesigen Schlange die Tankstelle verstopfen -- nur um dich zu ärgern.

    Dein Leben muss echt furchtbar sein.

    > Wenn du nur Langstrecke auf Autobahnen fährst oder auf deinen Strecken zig
    > Tankstellen zur Verfügung hast, kannst du das vielleicht machen. Für den
    > normalen Berufspendler gilt das aber nicht.

    Ich muss grad laut lachen. Der "normale Berufspendler" kommt also an keiner einzigen Tankstelle vorbei? Niemals?

    Jetzt wird es komplett lächerlich.

    > > Interessant, was du alles zur "Norm" erklärst.
    >
    > Berufspendler gehören eben zur Norm.

    Jo, nur dass eben nicht alle Berufspendler auf dem Mars leben, wo es keine Tankstellen zu geben scheint.

    > Du verstehst es ja immer noch nicht: Ich muss mich gar nicht nach dem Auto
    > richten. Ich mache alle 3-4 Stunden eine Pause, weil ich es für nötig
    > halte. Und diese Pause nutze ich gleichzeitig, um das Fahrzeug zu laden.

    Ach, auf dem romantischen Waldparkplatz, auf dem du gerne deine Pause verbringen möchtest, weil es da angenehm ruhig ist, ist dann zufällig eine Schnellladesäule?

    Tut mir leid, aber du hast selbst geschrieben, dass du zunächst eine Ladesäule finden musst. Und genau dort und nirgendwo anders musst du den Wagen dann für eine halbe Stunde und länger stehen lassen.

    > Das kannst du auch mit einem Elektroauto machen, wenn es genügend
    > Reichweite für vier Stunden bietet. Solche Elektroautos wirst du in 5
    > Jahren sehr wahrscheinlich bekommen.

    Jo, aber jetzt nicht. Ich finde das amüsant, wie du ständig zwischen Gegenwart und einer möglichen Zukunft hin und her springst, wie es dir gerade in den Kram passt.

    > Riesiger Umwege müssen das ja nicht sein. 1km reicht ja. Und es ist eben
    > so, dass die einzige halbwegs günstige Tankstelle auf meinem täglichen
    > Arbeitsweg im Berufsverkehr sehr stark frequentiert ist. Eine Schlange von
    > 3-4 Autos ist da normal. Das ist eine ganz normale kleine/mittlere Stadt.

    Da wären wir wieder bei dem Thema: Die eigene Zeit ist einem nichts wert. Klar, wer für 50 Cent Ersparnis einen Umweg von 1 km fährt und sich dann in eine lange Schlange einreiht und sich ärgert, dem ist nicht zu helfen.

    Und Einkaufen musst du sicherlich auch niemals, oder? Völlig ausgeschlossen, denn dann könnte man ja an einer Tankstelle vorbei kommen.

    > Du kannst dir wieder nicht vorstellen, dass es anderen Menschen anders
    > geht.

    Wie kommst du darauf?

    > Wenn es mir aber frühs besser passen würde, der Sprit aber 20 Cent teurer
    > ist, dann bin ich doch gezwungen, zu einer anderen Tageszeit zu tanken.
    > Wenn du dein Geld zum herausschleudern hast, okay. Andere Menschen tun das
    > nicht.

    Wie gesagt: Wenn dir deine Zeit nichts wert ist, dann ist das dein Problem.

    > Was die Elektroauto-Hasser gerne ignorieren: Die Akkus von damals haben
    > nichts mit modernen Lithium-Ionen-Akkus zu tun. Den gibt es erst seit 30
    > Jahren und hat sich in den letzten 10 Jahren erst so richtig zu einer für
    > Elektromobilität tauglichen Alternative weiterentwickelt.

    Wen du mit "Elektroauto-Hasser" auch immer meinst, so sei dir gesagt: Dass die Akku-Autos von damals ironischerweise ähnliche Reichweiten hatten wie heute. Nur sind die Fahrzeuge leistungsfähiger geworden, was eben den Bedarf an größeren Energiespeichern erfordert hat.

    > Nein. Der einzige Grund ist: Es ist aktuell billiger. Das liegt an dem
    > Entwicklungsvorsprung. Aber der Vorsprung schmilzt rapide. In fünf Jahren
    > sieht die Welt womöglich ganz anders aus.

    Strom war schon immer billiger als Benzin oder Diesel. Auch die Motorentechnik war schon immer viel billiger, als die aufwändigen Verbrenner-Aggregate.

    Der Einzige Grund, warum man dennoch all die Nachteile des Verbrennermotors in Kauf genommen hat, waren die enormen praktischen Vorteile: Reichweite und "Ladezeit". Damals wie heute.

    Da du oben wieder einmal unterschwellig mich zu beleidigen versucht hast, sei dir aber noch einmal gesagt: Ich habe nichts gegen Elektroautos, nur sehe ich Akkus nicht als den geeigneten Speicher für ein vollständiges Substitut der derzeitigen Fahrzeuge.

    > > Tja, und ich richte meine Pausen nach meiner persönlichen Verfassung und
    > > den Ansprüchen der Mitfahrer.
    >
    > Das ist aber das gleiche. Es sei denn, du fährst aus falscher
    > Selbstsicherheit sehr viel länger, als es dein Körper und deine
    > Konzentration erlaubt. Niemand kann mir erzählen, dass er nach 4 Stunden am
    > Steuer noch voll konzentriert ist.

    Abermals frage ich mich, wie du darauf kommst, dass ich a) nicht in der Lage sei, meine eigene Verfassung einschätzen zu können und b) mehr als 4 Stunden ohne Pause fahren würde.

    > > Bitte nicht immer von dir auf andere schließen. Hast du oben mit dem
    > > seltsamen Anspruch, eine eigene Meinung zur "Norm" erklären zu wollen,
    > > schon einmal getan.
    >
    > Berufspendler sind eben die Norm. Leute, die ständig Langstrecke fahren,
    > sind eine Minderheit. Das kannst du noch so oft abstreiten, es ist trotzdem
    > eine Tatsache.

    Wenn Berufspendler "die Norm" seien, dann bräuchten wir keine privaten PKW, denn dann würde man einfach nur entsprechende "genormte" Nahverkehrsmittel zur Verfügung stellen -- fertig.

    Dem ist aber nicht so. Der private PKW ist ein Individualverkehrsmitel, mit dem sich die Besitzer individuell bewegen wollen.

    Wenn du deinen Wagen für nichts anderes verwendest, als damit zur Arbeit und zurück zu fahren, dann schließe bitte nicht auf andere Menschen. Selbst wenn die Statistik suggeriert, dass viele Menschen mit dem privaten PKW zur Arbeit fahren.

    > > Oh, wo genau habe ich denn behauptet, dass andere das genauso empfinden?
    > > Sag es mir!
    >
    > Indem du behauptest, dass sich Elektroautos nicht durchsetzen können und du
    > mit deinen persönlichen Ansprüchen argumentierst. Damit implizierst du,
    > dass alle anderen deine Ansprüche haben müssen.

    Oh, wo habe ich denn behauptet, dass sich Elektroautos nicht durchsetzen können? Bitte zeige mir diese Stelle, denn das interessiert mich sehr.

    > Und was ist mit den Menschen, denen ihre Zeit heilig ist? Selbst mit dem
    > besten ÖPNV braucht man schnell doppelt so lange für Kurzstrecken (<30km).
    > Dir selbst ist doch schon eine Viertel Stunde zu viel, aber dem Nutzer
    > eines Zweitwagens willst du zig Stunden im Jahr zusätzlichen Zeitaufwand
    > und einen gleichzeitigen Komfortverlust zumuten.

    Du hast offensichtlich noch nie eine richtige Stadt gesehen und bist dort noch nie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren.

    Ich fahre in 15 Minuten quer durch Frankfurt, wofür ich mit dem Auto mehr als eine halbe Stunde bräuchte.

    Bevor dein Puls jetzt wieder auf 180 geht: Ich spreche von der Stadt, nicht von der Einöde, in der du anscheinend lebst. In der Stadt ist ein reines Stadtauto unnötig und gesellschaftlich nicht wünschenswert.
    Stadtbewohner benötigen ein Auto letztlich nur, um sich damit außerhalb der Stadt bewegen zu können.

    > Oh heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andere an. Tolle
    > Argumentation.

    Nochmals bitte ich dich darum, nicht von dir auf andere zu schließen.

    > > Kein Mensch sollte in diesem Land auf ein eigenes
    > "Kurzstrecken-Fahrzeug"
    > > angewiesen sein müssen -- Personen mit Gehbehinderungen (etc.) mal
    > > ausgenommen.
    >
    > Das ist aber eine völlig weltfremde Ansicht. In ländlichen Gebieten wird es
    > niemals einen ÖPNV geben, der auch nur im Ansatz an die Flexibilität und
    > Alltagstauglichkeit eines Kurzstrecken-Zweitfahrzeugs herankommen kann. Von
    > der gesparten Zeit und dem höheren Komfort einmal abgesehen.

    Warum sollte das nicht möglich sein? Du schwadronierst doch so gerne über die Zukunft: Noch nie etwas von diesen autonom fahrenden Mini-Bussen gehört? Oder fehlt dir die Vorstellungskraft dazu, dass so etwas auch im ländlichen Gebiet möglich wäre?

    Sorry, aber du misst mit zweierlei Maß.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.17 11:37 durch Berner Rösti.

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