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Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht".

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  1. Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht".

    Autor: debunix 06.10.22 - 12:49

    Ich mag die Idee und finde das Teil echt interessant als Zweitwagen. Hätte ich mir durchaus vorstellen können, schon damals.
    Erster Schocker kam dann allerdings beim Preis. Ich dachte ja zuerst, dass das ein Witz sein sollte. Ok, war es nicht und damit war's das schon für mich.

    Neugierig war ich ja dennoch und habe es weiterverfolgt. Also erst einmal eine Bruchlandung hingelegt und damit keine Investitionssicherheit. Also schon der nächste Punkt, an dem die Kiste endgültig vom Zettel gestrichen wurde.

    Wenn ich aber den Bericht lese und die Bilder sehe, dann ist das nur noch katastrophal. So kann man einen Prototypen zusammenklatschen, aber doch nicht ernsthaft einen Käufer überzeugen wollen!
    Ein zugekauftes Infotainmentsystem, keinerlei Integration, die Grafik bei der Klimasteuerung von 1985 und noch viel mehr, was kein bisschen zusammenpasst.
    Was soll das?

    Und dann noch der Verbrauch...

    Lasst' das Ding sterben.

  2. Re: Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht".

    Autor: gadthrawn 06.10.22 - 20:45

    debunix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich mag die Idee und finde das Teil echt interessant als Zweitwagen. Hätte
    > ich mir durchaus vorstellen können, schon damals.
    > Erster Schocker kam dann allerdings beim Preis. Ich dachte ja zuerst, dass
    > das ein Witz sein sollte. Ok, war es nicht und damit war's das schon für
    > mich.
    >
    > Neugierig war ich ja dennoch und habe es weiterverfolgt. Also erst einmal
    > eine Bruchlandung hingelegt und damit keine Investitionssicherheit. Also
    > schon der nächste Punkt, an dem die Kiste endgültig vom Zettel gestrichen
    > wurde.
    >
    > Wenn ich aber den Bericht lese und die Bilder sehe, dann ist das nur noch
    > katastrophal. So kann man einen Prototypen zusammenklatschen, aber doch
    > nicht ernsthaft einen Käufer überzeugen wollen!
    > Ein zugekauftes Infotainmentsystem, keinerlei Integration, die Grafik bei
    > der Klimasteuerung von 1985 und noch viel mehr, was kein bisschen
    > zusammenpasst.
    > Was soll das?
    >
    > Und dann noch der Verbrauch...
    >
    > Lasst' das Ding sterben.


    Deswegen hatte der Herr Professor ja auch Probleme mit der Post. Die escooter sind auch wir von Qualität weg gewesen...

  3. Re: Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht".

    Autor: Ach 06.10.22 - 21:25

    Alle im Bericht aufgeführten Mängel beziehen sich auf Ansprüche ans Design, an die Bequemlichkeit und den Luxus. Dinge die man heute von PKWs erwartet, die man beim E-Go offensichtlich vergessen kann, die bei einem kleinen, praktischem Lieferantenfahrzeug für die Stadt aber kaum bis überhaupt nicht ins Gewicht fallen.

    Sprich : die E.Go Mobil AG ist in der Lage kleine Lieferfahrzeuge zu entwickeln und in Kleinserie zu produzieren, hat sich mit den deutlich höhren und vielfältigeren Ansprüchen an ein Privatfahrzeug aber anscheinend ziemlich hoffnungslos übernommen.

  4. Re: Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht". Das

    Autor: bplhkp 06.10.22 - 22:14

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alle im Bericht aufgeführten Mängel beziehen sich auf Ansprüche ans Design,
    > an die Bequemlichkeit und den Luxus.

    Die Geschichte mit der zufallenden Heckklappe wenn man eine Tür schließt ist nichts davon, sondern schlicht und ergreifend Pfusch. Und das ist ein offensichtlicher Mangel. Ich möchte gar nicht wissen was da über die Jahre alles kaputt geht weil es nicht ordentlich entwickelt bzw. ins Fahrzeug integriert wurde.

  5. Re: Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht". Das

    Autor: Ach 06.10.22 - 23:38

    Kofferraum und die Geschichte mit dem Scheibenwischer bestätigen doch die Annahme, dass die Anfoderungen an einen PKW nicht nur derart hoch, sondern auch so vielfältig sind, dass die E-Go Ingenieure einfach nicht mehr nach gekommen sein könnten.

    Von Leuten die aus plumper Faulheit fuschen, glaube ich nicht, dass die jemals so weit gekommen wären wie E-Go. Es ist einfach extrem schwer eine neue Automarke zu erschaffen, und noch mal schwerer wenn man dass aus der Mitte Europas heraus versucht. Daneben kann auch das Managment seinen Teil beigesteuert haben, indem z.B. zu wenig Leute für das Vorhaben eigestellt wurden. Meint : auch wenn das Auto eine Enttäuschung ist, habe ich großen Respekt vor den Mitarbeitern. Allein was dieses Team mit dem Scooter geschaffen und bewegt hat, war ein elektroautomobilistischer Meilenstein.

  6. Re: Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht".

    Autor: ChMu 06.10.22 - 23:53

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alle im Bericht aufgeführten Mängel beziehen sich auf Ansprüche ans Design,
    > an die Bequemlichkeit und den Luxus. Dinge die man heute von PKWs erwartet,
    > die man beim E-Go offensichtlich vergessen kann, die bei einem kleinen,
    > praktischem Lieferantenfahrzeug für die Stadt aber kaum bis überhaupt nicht
    > ins Gewicht fallen.
    >
    > Sprich : die E.Go Mobil AG ist in der Lage kleine Lieferfahrzeuge zu
    > entwickeln und in Kleinserie zu produzieren, hat sich mit den deutlich
    > höhren und vielfältigeren Ansprüchen an ein Privatfahrzeug aber anscheinend
    > ziemlich hoffnungslos übernommen.

    Sorry, 25-35kWh Verbrauch auf 100km sind keine Luxus oder Design Probleme. Das ist doppelt so viel wie mein Model 3 in der Stadt. Das duerfte gar nicht produziert werden.

  7. Re: Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht".

    Autor: Ach 07.10.22 - 01:19

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Sorry, 25-35kWh Verbrauch auf 100km sind keine Luxus oder Design Probleme.
    > Das ist doppelt so viel wie mein Model 3 in der Stadt. Das duerfte gar
    > nicht produziert werden.

    Echt jetzt? Stromer deren Verbrauch nicht gefällt kurzer Hand, naja, die mal eben zu verbieten? Und was machen die Leute bei denen es am Kleingeld mangelt für den schmucken Tesla? Was machen die deinern Meinung nach, weiter ihren Verbrenner fahren, weil "umweltfreundlicher"?

  8. Re: Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht".

    Autor: amagol 07.10.22 - 01:58

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das ist doppelt so viel wie mein Model 3 in der Stadt. Das duerfte gar
    > > nicht produziert werden.

    > Echt jetzt? Stromer deren Verbrauch nicht gefällt kurzer Hand, naja, die
    > mal eben zu verbieten? Und was machen die Leute bei denen es am Kleingeld
    > mangelt für den schmucken Tesla? Was machen die deinern Meinung nach,
    > weiter ihren Verbrenner fahren, weil "umweltfreundlicher"?

    Wenn ein Kleinwagen doppelt so viel verbraucht wie ein Model 3, und das bei Stadtgeschwindgkeiten wo Aerodynamik und Co eher egal sind, ist schon extrem unschoen.
    Wenn jemand einen Verbrenner-Kleinwagen faehrt der doppelt so viel braucht wie ein LKW, ist es irgendwie schwer zu sagen die machen das weil si sich den LKW nicht leisten koennen - es gibt ja auch andere Kleinwagen die weniger verbrauchen.
    Und es ging bestimmt nicht darum das per Gesetz zu verbieten, sondern darum, dass eine Produktion nicht sinnvoll ist. Ein e-Auto das teuer ist _und_ viel verbraucht ist halt Quatsch.

  9. Re: Perfektes Beispiel für "Gut gemeint, schlecht gemacht".

    Autor: Ach 07.10.22 - 04:40

    amagol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn ein Kleinwagen doppelt so viel verbraucht wie ein Model 3, und das bei
    > Stadtgeschwindgkeiten wo Aerodynamik und Co eher egal sind, ist schon
    > extrem unschoen.
    > Wenn jemand einen Verbrenner-Kleinwagen faehrt der doppelt so viel braucht
    > wie ein LKW, ist es irgendwie schwer zu sagen die machen das weil si sich
    > den LKW nicht leisten koennen - es gibt ja auch andere Kleinwagen die
    > weniger verbrauchen.
    > Und es ging bestimmt nicht darum das per Gesetz zu verbieten, sondern
    > darum, dass eine Produktion nicht sinnvoll ist. Ein e-Auto das teuer ist
    > _und_ viel verbraucht ist halt Quatsch.

    Immer schön fair bleiben würd ich sagen. Golem hat nicht selber gemessen, Golem hat die Bordcomputerschätzungen verschiedener Mietwagenmodelle, also von Autos, die in aller Regel ganz besonders getreten werden, abgelesen. Da frage ich dich doch mal, was du denkst, inwieweit man von diesen Angaben als vertrauenswürdige Werte zum realen Durchschnittsverbrauch bei einer vernüftigen Fahrweise schließen kann?

    Und dann ist ein Elektroauto selbst bei 25kWh/100km Verbrauch noch deutlich umweltfreundlicher als jeder Benziner, selbst bei Strom aus der Steckdose, der mitlerweile zur Hälfte aus EEs besteht.

    Als quasi chancenlos gegen die Europäiche Konkurrenz namhafter Traditionshersteller liegt der Wagen doch bereits k.o. am Boden. Wer hat es den an der Stelle nötig unfair nachzutreten? Ich sehe das so, dass mit dem Scooter die richtigen Leute am richtigen Ort zur richtigen Zeit die richtige Idee hatten. An dieser Leistung des Strartups kann auch der schwache E-Go Live nichts mehr rütteln.

  10. Murks bleibt Murks.

    Autor: 12deco.de 11.10.22 - 14:52

    Das zur Sprache zu bringen, hat nichts mit Nachtreten zu tun.

    Verbrauch und Preis/Leistungsverhältnis dieser Knolle waren schon unterirdisch als sie seinerzeit vorgestellt wurde, und seitdem ist die Entwicklung ja nicht stehengeblieben, sondern mit Riesenschritten daran vorbeigegangen.

    Apropos Lieferantenfahrzeuge von dem Laden, da sind die, die über Jahre hinweg damit die Post ausfahren "durften", auch alles andere als durchweg begeistert von.

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