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Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

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  1. Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: logged_in 29.03.19 - 12:23

    Roboter kommt von unten, entfernt den leeren Akku, ersetzt ihn mit den "Shell Premium Long-Range Cell" oder dem "Agip Eco City Cell Unlocked" (wo Unlocked bedeutet, dass er auch an einer x-beliebigen Zapfsäule aufgeladen werden kann, auch Zuhause) und gut ist.

    Das ist ein Vorgang, der keine 3 Minuten dauert, und jede Tankstelle hervorragend zum Umbau geeignet ist. Akkus werden dann von der Tankstelle über Nacht oder so geladen, können auch Über- oder Unterkapazitäten des Stromnetzes ausgleichen. Da freut sich dann der Tankstellenbetreiber, wenn er die Akkus nach dem Sturm kostenlos aufladen konnte.

    Wir, die EU, sind groß genug um so was zu standardisieren und zum globalen Vorbild zu machen. Aber nein...

  2. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: DeathMD 29.03.19 - 12:30

    Wir, die EU, haben das Problem, dass VW und Co. viel zu tief im Arsch der deutschen Politik stecken und diese viel zu viel Einfluss europaweit hat. Von daher wird es eine solche Lösung erst dann geben, wenn VW sie für unverzichtbar hält und den Staat davon überzeugt, dass sie dafür Unsummen an Subventionen brauchen.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  3. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: LH 29.03.19 - 12:59

    Klingt nur in der Theorie gut, in der Praxis bringt das System viele Nachteile. Da hilft auch "Punkt, Schluss, Aus!" nichts.

    1. Die Akkus werden niemals zu allen Autos passen. Und das einlagern dutzender Akkutypen ist unwirtschaftlich.
    2. Akkus sind heute in die Fahrzeuge fest integrierte Elemente, deren Leistungsdaten, Kühlung und co. genau zum Fahrzeug passen muss. Universelle Akkus bringen da Nachteile.
    3. Die gelagerten Akkus müssen dennoch kostentechnisch auf die Nutzer umgeschlagen werden. Nach den mir bekannten Statistiken benötigt man 1 Zusatzakku pro 3 Fahrzeugen, damit genug Akkus vorhanden sind. Auch wenn bei einem Akkuwechselsystem die Akkus kleiner sein können, muss noch immer der Mehrpreis auf alle Nutzer umgeschlagen werden. Zusätzlich muss die Technik an den Ladestationen bezahlt werden.
    4. Die Akkus schwanken dann in der Ladeleistung, entsprechend wissen die Leute vorher nie, wie weit sie kommen. Das ist keine Freude...

    Nächtliches Laden geht außerdem auch mit regulären Akkuautos. Besser sogar, sofern genug Ladestationen vorhanden sind.

    Bisher ist noch jede Firma pleite gegangen, die ein solches Modell versucht hat. Nio, die noch letztens ein solches System angekündigt haben, stehen aktuell bereits unter druck.

    Es ist schlicht kein wirtschaftliches System.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.19 13:01 durch LH.

  4. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: Janquar 29.03.19 - 13:26

    Wenn man solche Gegenargumente ließt, fragt man sich wie es der Mensch aus der Steinzeit geschafft hat... immer dieses geht hier nicht und geht da nicht...

    Am besten nochmal die Worte amortisieren und rentabilisieren umbedingt einbauen.

  5. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: DeathMD 29.03.19 - 14:05

    Zumindest ein Unternehmen hat schon bewiesen, dass es nicht funktioniert. Vl. waren sie aber einfach zu früh dran.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Better_Place

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

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  6. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: tonictrinker 29.03.19 - 15:32

    Janquar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man solche Gegenargumente ließt, fragt man sich wie es der Mensch aus
    > der Steinzeit geschafft hat... immer dieses geht hier nicht und geht da
    > nicht...
    >
    > Am besten nochmal die Worte amortisieren und rentabilisieren umbedingt
    > einbauen.

    Ja, geht halt nicht. Wenn die Kisten irgendwann nur noch selbstfahren Kugeln sind und es nur noch einen Hersteller gibt, geht's. Wie der Kollege schon sagte, die Akkus werden in die Fahrzeuge reinkonstruiert. Kapiert? Gerafft? Kam's an?

  7. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: Palerider 29.03.19 - 15:46

    Also das teuerste und schwerste Bauteil eines Autos schnell wechseln... hmmm.... nee, lass mal.

  8. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: thinksimple 29.03.19 - 17:38

    Ganz einfach. Wir standardisieren das Auto in klein, mittel, gross und tauschen diese an der Station wenn sie leer sind. So wie früher die Pferde.
    Geht nicht? Immer diese Bremser.

    Mit Vision only hört man ja nix mehr....

  9. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: Workoft 30.03.19 - 09:45

    logged_in schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ein Vorgang, der keine 3 Minuten dauert, und jede Tankstelle
    > hervorragend zum Umbau geeignet ist. Akkus werden dann von der Tankstelle
    > über Nacht oder so geladen, können auch Über- oder Unterkapazitäten des
    > Stromnetzes ausgleichen. Da freut sich dann der Tankstellenbetreiber, wenn
    > er die Akkus nach dem Sturm kostenlos aufladen konnte.
    >
    > Wir, die EU, sind groß genug um so was zu standardisieren und zum globalen
    > Vorbild zu machen. Aber nein...

    Abgesehen von den bereits von anderen genannten Nachteilen sind Ladezeiten ein überschätztes Problem. Die Mehrheit aller Ladevorgänge dürfen ruhig Stunden dauern. Im Regelfall geschieht dies über Nacht und das Auto ist am Morgen voll, ohne lästige Fahrt zur Tankstelle. Moderne E-Autos haben bereits Reichweiten, nach denen eine 30-Minütige Pause sinnvoll ist. Und die Ladezeiten sinken weiter. In 4-6 Minuten von 20 auf 80 Prozent wird in einigen Jahren die Norm sein.
    Akku tauschen wird mit Sicherheit nicht schneller gehen. Die Dinger sind sauschwer, müssen sicher verbaut sein und werden ggf an den Kühlkreislauf angeschlossen. So ein Tausch dauert auch mit Roboter mehr als 3 Minuten.

  10. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: tovi 31.03.19 - 13:00

    Der Tausch setzt auche einen weitgehenden Standard voraus. Das wiederum beinhaltet die Einigung international auf höchster Ebene.
    Das dauert Jahrzehnte wenn es überhaupt gelingt.
    Also vergesst es.
    Das funktioniert ja nichtmal bei sowas einfachem wie nem Stecker. Chademo, CSS, Tesla...
    warum? Nur weil jeder den Standard setzen will, statt einem zu folgen.

  11. Re: Per Roboter austauschbare Akkus. Punkt, Schluss, Aus!

    Autor: MFGSparka 01.04.19 - 10:54

    Workoft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > logged_in schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist ein Vorgang, der keine 3 Minuten dauert, und jede Tankstelle
    > > hervorragend zum Umbau geeignet ist. Akkus werden dann von der
    > Tankstelle
    > > über Nacht oder so geladen, können auch Über- oder Unterkapazitäten des
    > > Stromnetzes ausgleichen. Da freut sich dann der Tankstellenbetreiber,
    > wenn
    > > er die Akkus nach dem Sturm kostenlos aufladen konnte.
    > >
    > > Wir, die EU, sind groß genug um so was zu standardisieren und zum
    > globalen
    > > Vorbild zu machen. Aber nein...
    >
    > Abgesehen von den bereits von anderen genannten Nachteilen sind Ladezeiten
    > ein überschätztes Problem. Die Mehrheit aller Ladevorgänge dürfen ruhig
    > Stunden dauern. Im Regelfall geschieht dies über Nacht und das Auto ist am
    > Morgen voll, ohne lästige Fahrt zur Tankstelle.

    Für das Landauto mit eigenem Stellplatz mit Lademöglichkeit hast du hier sicherlich recht. In den Städten ist die Situation aber eine ganz andere.
    1. gibt es zu wenige Ladesäulen
    2. Steht dort über Stunden ein bereits geladenes Fahrzeug, steht die Säule keinem anderen Fahrzeug zur Verfügung.
    3. Will niemand mit dem Bus/Tram/X-Bahn zu einem Auto fahren.

    Persönliche Ladesituation 550 m bis zur nächsten und 900 m bis zur übernächsten Ladestation (jeweils 2 Säulen).
    In Anbetracht der Tatsache, dass man den "Parkplatz" vor der Säule räumen muss wenn der Ladevorgang beendet ist, muss man ggf. noch Umparken.
    Ganz erhlich. Der Zeitaufwand ist mir da fast schon zu groß.

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