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Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

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  1. Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Eisboer 03.12.15 - 16:06

    Schauen wir in die Zukunft und stellen uns eine Welt vor, in der wir es schaffen die vorherrschenden natürlichen Energievorkommen anzuzapfen, dann ist es kein Problem mehr energieaufwändige Verfahren wie die Erzeugung von Wasserstoff 24/7 in Betrieb zu haben.

    Unsere momentanen Wind-, Sonnen-, Wasser-, Thermische- und andere Kraftwerke sind doch letztendlich nur die ersten Schritte und nutzen nur einen verschwindend geringen Anteil an der tagtäglichen nutzbaren Energie auf der Erde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.15 16:08 durch Eisboer.

  2. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: McCoother 03.12.15 - 17:04

    Wird es niemals geben. Die Produktion von den Anlagen ist nicht CO2-neutral, daher auch nicht deren Strom. Es ist nur sehr viel weniger als bei nem Kohlekraftwerk.
    Außerdem kosten solche Anlagen auch immer Geld, und das wird auch nie unendlich vorhanden sein.

  3. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Komischer_Phreak 03.12.15 - 17:07

    McCoother schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wird es niemals geben. Die Produktion von den Anlagen ist nicht
    > CO2-neutral, daher auch nicht deren Strom. Es ist nur sehr viel weniger als
    > bei nem Kohlekraftwerk.
    > Außerdem kosten solche Anlagen auch immer Geld, und das wird auch nie
    > unendlich vorhanden sein.

    So so. Wenn der gesamte Strom aus erneuerbaren gewonnen wird, wo lauert denn dann die CO2-Falle? Das Geld-Argument ist nur ein Pseudo-Argument. Hättest auch schreiben können "Kohlekraftwerke kosten immer Geld, und das wird auch nie unendlich vorhanden sein."

    Darüber hinaus lässt sich CO2 recht einfach aus der Atmosphäre entfernen: Einfach Bäume pflanzen.

  4. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Eisboer 03.12.15 - 17:13

    McCoother schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Außerdem kosten solche Anlagen auch immer Geld, und das wird auch nie
    > unendlich vorhanden sein.

    Dein schönes Geld wird sich in dieser weitentfernten Zukunft auch verändern, keine Angst.

  5. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Stainless 03.12.15 - 18:54

    Wenn die Fusionskraftwerke mal endlich laufen sind so einige Probleme auf einen Schlag gelöst. Energie im Überfluss, dann ist Wasserstoff Erzeugung gar kein Problem mehr.

  6. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Weltschneise 03.12.15 - 19:05

    Stainless schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Fusionskraftwerke mal endlich laufen sind so einige Probleme auf
    > einen Schlag gelöst. Energie im Überfluss, dann ist Wasserstoff Erzeugung
    > gar kein Problem mehr.

    Energie im Überfluss haben wir heute schon. Es wird nur nicht verbraucht weil Energie einen Preis hat und Geld nicht im Überfluss vorhanden ist.

    Und genauso geht es mit der Fusionsenergie. Auch die kostet Geld. Und daher wird sie den Segen der unbegrenzten Energie auch nicht bringen können.

    Kleiner Blick in die Geschichte: auch bei Einführung der Kernspaltung hat man von unbegrenzter Energie geträumt. Bis man die Kraftwerke gebaut hat und dann feststellen musste, dass es halt trotzdem Geld kostet ...

  7. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Stainless 03.12.15 - 22:46

    Das teuerste an der Kernkraft ist aber nur die Entsorgung, die fällt ja (fast) weg. Dennoch ist Kernfusion wohl eine der saubersten Energiequellen. Wäre da nicht die 25 Jahre Konstante ^^

  8. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Sebbi 03.12.15 - 22:48

    Stainless schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Fusionskraftwerke mal endlich laufen sind so einige Probleme auf
    > einen Schlag gelöst. Energie im Überfluss, dann ist Wasserstoff Erzeugung
    > gar kein Problem mehr.

    Das ist ein Irrglaube ... wenn ein Fusionsreaktor Wasserstoff erzeugen kann, dann kann er auch Batterien laden und die Autos kommen 2-3 mal so weit damit. Daran ändert der Überfluss nichts ...

  9. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Ach 04.12.15 - 02:28

    McCoother schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wird es niemals geben. Die Produktion von den Anlagen ist nicht
    > CO2-neutral, daher auch nicht deren Strom. Es ist nur sehr viel weniger als
    > bei nem Kohlekraftwerk.
    > Außerdem kosten solche Anlagen auch immer Geld, und das wird auch nie
    > unendlich vorhanden sein.


    Du selber bist auch nicht CO2 neutral, weder im Alltagsbetrieb, vollkommen unabhängig davon wo und wie du lebst, noch in der Herstellung, und, oh Wunder(!) es gibt dich trotzdem!

  10. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Workoft 04.12.15 - 06:12

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darüber hinaus lässt sich CO2 recht einfach aus der Atmosphäre entfernen:
    > Einfach Bäume pflanzen.

    Leider nein. Bäume sind keine CO2-Vernichter. Im Wachstum nehmen sie das CO2 auf, welches sie brauchen um Gewebe herzustellen. Aber wenn der Baum stirbt, die Pflanze gefressen wird oder verrottet, dann wird genau dieselbe Menge CO2 wieder in die Atmosphäre abgegeben, die der Baum in seiner Lebenszeit in sein Gewebe eingebaut hat. Wälder sind in ihrer CO2-Bilanz unterm Strich bei Null. Ein Wald, wenn er einmal gepflanzt ist, nimmt *einmalig* eine gewisse Menge CO2 auf, irgendwann stellt sich ein Gleichgewicht ein.
    Die fossilen Quellen, die wir gerade anzapfen, sind dadurch entstanden, dass Pflanzen eben nicht einfach wieder verrottet sind, sondern mit der Zeit zu anderen Kohlenstoffverbindungen geworden sind. Über Millionen von Jahren. In einem Klima das heute so nicht mehr existiert. Den Prozess können wir nicht mal eben dadurch reproduzieren indem wir ein paar Bäume pflanzen. Entwaldung ist ein riesiges Problem; das zu Artensterben und permanenter Verwüstung ganzer Landstriche führt, aber mit Treibhausgasen hat es nicht viel zu tun.

  11. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: RvdtG 04.12.15 - 08:39

    Die Neupflanzung von Wald nimmt aber trotzdem zunächst CO2 auf. Neutral sind nur "stehende" Wälder.

    Btw: eine recht einfache und ungefährliche Art der CO2-Einlagerung wäre es, dies in Altholz gebunden zur Verfüllung von aufgelassenen Bergwerken zu nutzen.

  12. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Orthos 04.12.15 - 09:22

    Oder man macht aus diesem Holz Holzkohle und spart sich 15% Wasser.

    Wobei solche Kohle eigentlich auf den Grill gehört. ;)

  13. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: RvdtG 04.12.15 - 09:57

    Da wird dann das gebundene CO2 erst zum Teil und dann ganz wieder freigesetzt.

  14. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Workoft 04.12.15 - 15:00

    RvdtG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Neupflanzung von Wald nimmt aber trotzdem zunächst CO2 auf. Neutral
    > sind nur "stehende" Wälder.

    Das habe ich ja auch geschrieben. Aber ohne das nachgeprüft zu haben würde ich sagen, der Effekt ist zu vernachlässigen. Außerdem würden nur dort Wälder gedeihen wo natürlicherweise welche gestanden haben. Da wir nicht nur Wälder vernichten sondern auch fossile Brennstoffe nutzen, wird das Pflanzen von Bäumen nicht das Klima von vor dem Industriezeitalter wiederherstellen können. Dafür brauchen wir andere Methoden um das CO2 aus der Atmosphäre zu bekommen. Abgesehen davon werden Wälder ja meist nicht gerodet und dann brach liegen gelassen. Dort wird danach Landwirtschaft betrieben, in erster Linie Viehwirtschaft um den wachsenden Bedarf an Tierprodukten zu decken, die flächenintensivsten Lebensmittel überhaupt. Um mehr Bäume zu pflanzen müssten wir als erstes weniger Fleisch essen. Wodurch wir auch das von den Kühen produzierte Methan reduzieren könnten. Ohne massive Veränderungen unserer Lebensweise werden wir keine Bäume in nennenswerter Anzahl pflanzen können.

    > Btw: eine recht einfache und ungefährliche Art der CO2-Einlagerung wäre es,
    > dies in Altholz gebunden zur Verfüllung von aufgelassenen Bergwerken zu
    > nutzen.

    Richtig, das wäre möglich. Aber wieviele Millionen Tonnen müsste man einlagern um einen merklichen Unterschied in der Atmosphäre zu erzeugen? Außerdem müsste man dafür sorgen, dass das Holz nicht verrottet, denn dadurch würde ja das CO2 wieder frei. Außerdem stelle ich mir dabei die Frage: Wie aufwändig ist es im Vergleich dazu, das CO2 erst gar nicht in die Atmosphäre zu pusten?

  15. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Workoft 04.12.15 - 15:08

    Orthos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder man macht aus diesem Holz Holzkohle und spart sich 15% Wasser.
    >
    > Wobei solche Kohle eigentlich auf den Grill gehört. ;)

    Holz kann als Brennstoff dienen, was er ja auch teilweise schon tut. Ein beachtlicher Teil des Stroms in Deutschland wird von sogenannter Biomasse erzeugt. Optimalerweise Abfall, oft leider Dinge die besser anders verwertet werden und nur wegen der Subventionen überhaupt mit positiver Bilanz verbrannt werden können. Und dann auch gerne mit fossil betriebenen LKWs zu den Kraftwerken gekarrt werden. Aber es ist durchaus denkbar, dass in Zukunft ein Teil des Stroms aus diesem leicht zu lagernden Brennstoff produziert wird. Das gute ist, dass diese Energie regelbar wäre und dadurch gut Solar und Wind ergänzen kann. Momentan wird das aber leider nicht getan.

  16. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Stainless 04.12.15 - 15:40

    Das steht doch alles schon 100 mal in den anderen Threads.

    Akkus sind schwerer, brauchen länger zu laden, wenn Brennstoffzellen in Masse hergestellt werden sind sie auch preislich günstiger, es keine oder weniger seltene Erden gebraucht, kein Kapazitätsverlust, etc.

    Aber der Hauptvorteil ist einfach das Nachtanken, an der ersten Tankstelle hab ich dich für immer überholt.

  17. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: bernd71 04.12.15 - 22:33

    Stainless schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das steht doch alles schon 100 mal in den anderen Threads.
    >
    > Akkus sind schwerer, brauchen länger zu laden, wenn Brennstoffzellen in
    > Masse hergestellt werden sind sie auch preislich günstiger, es keine oder
    > weniger seltene Erden gebraucht, kein Kapazitätsverlust, etc.

    Brennstoffzellen halten nicht ewig und enthalten eine nicht unerhebliche Menge Platin. Akkus benötigen keine seltenee Erden. Akkus in Massen hergestellt sollten auch günstiger werden. Wen interessiert das Gewicht wenn sie nur ein drittel der Energie benötigen?

    >
    > Aber der Hauptvorteil ist einfach das Nachtanken, an der ersten Tankstelle
    > hab ich dich für immer überholt.

    Finde erst einmal eine. Außerdem wäre es mir und vielen anderen egal ob du einmal schneller bist. Mein Auto ist dann jeden Morgen "vollgetankt".

  18. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Sebbi 05.12.15 - 00:35

    Stainless schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das steht doch alles schon 100 mal in den anderen Threads.

    Ja und es ist müßig, es wiederholen zu müssen. Und zwar ...

    >
    > Akkus sind schwerer, brauchen länger zu laden, wenn Brennstoffzellen in
    > Masse hergestellt werden sind sie auch preislich günstiger, es keine oder
    > weniger seltene Erden gebraucht, kein Kapazitätsverlust, etc.

    Der Rest des Autos ist identisch. Den Preisunterschied von Brennstoffzelle und Miniakku zu einem richtigen Akku (in Massenproduktion gefertigt) macht die eingesparte Energie locker weg, auch in der Zukunft. Und seltene Erden sind nicht so selten wie der Name sagt, sie kommen häufiger vor als Gold und Platin.

    >
    > Aber der Hauptvorteil ist einfach das Nachtanken, an der ersten Tankstelle
    > hab ich dich für immer überholt.

    Bei einem Wettrennen vielleicht. Lebenszeit verbringt man mit einem Brennstoffzellenauto je nach Fahrprofil mehr an einer Tankstelle, als mit jedem und ganz besonders zukünftigen Elektroautos. Kann man so oder so sehen ...

  19. Re: Brennstoffzelle relevant, wenn CO²-neutrale Elektrizität in Überfluss

    Autor: Pisseckenplayboy 09.12.15 - 15:06

    Stainless schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Fusionskraftwerke mal endlich laufen sind so einige Probleme auf
    > einen Schlag gelöst. Energie im Überfluss, dann ist Wasserstoff Erzeugung
    > gar kein Problem mehr.

    Ach herrjeh, bei dir hat die Propaganda der Plasma- und Fusionsforschungslobby ja richtig verfangen. Die behaupten seit 60 Jahren, dass Fusionskraftwerke in 20 Jahren wirtschaftlich nutzbar sein werden. In Wirklichkeit hat die Wissenschaft das Ziel längst als generell nicht machbar erkannt. Es geht nur noch darum die eigene Klientel bis zur Pensionierung durchzufüttern... Fusionsenergie zu nutzen, hieße übrigens auch weiterhin munter Atommüll zu erzeugen.

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