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IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

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  1. IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: schoppfe 06.12.15 - 04:46

    Mal eine kurze Überlegung meinerseits:

    Wie erzeugen wir heute Strom und Wärme. Häufig in Kraftwerken, die mittels Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme in einem festen Verhältnis zueinander erzeugen. Nur durch dieses Prinzip erreichen Kraftwerke überhaupt einen so hohen Wirkungsgrad. Diese Kraftwerke sind auf etliche Jahre ausgelegt. Wir werden sie also nicht so einfach austauschen können...

    Nun erzeugen wir jedoch immer mehr Strom mittels erneuerbarer Quellen. Bei dieser Art der Stromerzeugung fällt jedoch keine Wärme an.

    D.h. wir werden schon bald (in seltenen Fällen kommt es sogar schon jetzt dazu) mehr Strom zur Verfügung haben, als wir benötigen. Wollen wir jedoch weiter warm duschen oder heizen, bleibt uns nur die Möglichkeit erneuerbare Energieerzeuger (Windräder) abzuschalten.

    Wenn man jetzt also den "überflüssigen" Strom zur Erzeugung von Wasserstoff verwenden würde, ist der "relativ" schlechte Wirkungsgrad doch egal!

    Ich würde wirklich gern EURE Meinung dazu hören!

  2. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: sg-1 06.12.15 - 05:44

    ich will das Prinzip mal etwas verdeutlichen:

    Nehmen wir mal an, man bekommt Geld. Die Meisten werden wohl darüber nachdenken, für was sie es ausgeben und werden versuchen, so viel Waren / Dienstleistungen wie möglich für das Geld zu bekommen.

    Sagen wir mal, dass man kontinuierlich "erneuerbares" Geld bekommt...
    Du willst jetzt sagen, dass es dann egal ist, wieviel Waren / Dienstleistungen kosten?

  3. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: pierrot 06.12.15 - 09:52

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich will das Prinzip mal etwas verdeutlichen:
    >
    > Nehmen wir mal an, man bekommt Geld. Die Meisten werden wohl darüber
    > nachdenken, für was sie es ausgeben und werden versuchen, so viel Waren /
    > Dienstleistungen wie möglich für das Geld zu bekommen.
    >
    > Sagen wir mal, dass man kontinuierlich "erneuerbares" Geld bekommt...
    > Du willst jetzt sagen, dass es dann egal ist, wieviel Waren /
    > Dienstleistungen kosten?


    Er will damit sagen, dass die Ergebnisse unkoordinierter Energiepolitik, nämlich die Inkompatibilität erneuerbarer mit konventioneller Energieerzeugung und schlechte Nutzbarkeit dieser milliardenteuren strukturellen Transformation, übergangsweise doch noch einem positiven Nutzen zugeführt werden könnte.

    Effizient wird auch die Wasserstofferzeugung aus überschüssiger und damit nutzloser Energie nicht sein. Aber zumindest muss man sie dann nicht ans Ausland verschenken.

    Das Beispiel mit erneuerbarem Geld hinkt insofern, dass man Geld leicht aufbewahren kann - Strom nicht.

  4. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: Rulf 06.12.15 - 10:05

    in der praxis wird aber die abwärme fast aller großkraftwerke einfach in die atmosphäre geblasen oder zb bei vielen französischen akw die flüsse aufgeheizt...das kannst du ganz gut an den gigantischen wasserdampffahnen über deren gebäuden erkennen...

    wenn ich nicht irre hat zb dänemark für neubauten diese praxis schon vor jahren verboten...

    viel effizienter arbeiten zur zeit zb kleine gasbetriebene blockheizkraftwerke, die man sich in den keller stellen kann...dann hat man warmwasser, heizung, strom und die gaskosten werden fast komplett vom überschüssigen verkauften strom getragen...noch effizienter ist dieses prinzip bei zusätzlichem intelligenten stromverbrauch...tja und evtl ist sogar noch wärme für einen schönen wintergarten übrig...

  5. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: Rulf 06.12.15 - 10:13

    pierrot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Beispiel mit erneuerbarem Geld hinkt insofern, dass man Geld leicht
    > aufbewahren kann - Strom nicht.

    nicht soo ganz...du kannst geld zwar gerne aufbewahren, aber je länger du es einfach aufbewahrst umso weniger wird es wert...vergleichbar mit der selbstentladung eines akkus...
    man kann aber durch effizientere aufbewahrungsmethoden den wirkungsgrad im gegensatz zum strom sogar ins positive steigern...je giftiger umso besser...

  6. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: pierrot 06.12.15 - 10:42

    Wollen wie den Vergleich mit Geld nicht einfach ganz sein lassen? ;)

    Geld hat erstmal, je nach Definition, unterschiedlichste Funktionen. Die als Mittel zur Wertaufbewahrung ist nur eine davon. Und dann hat Geld in unserem Wirtschaftssystem heutzutage eh keinen festen Gegenwert mehr (wie die Bindung an Gold z.B.), sondern einen nominalen Wert, der auch noch ständiger Änderung unterliegt. Dadurch lässt es sich bei entsprechender (nicht unbedingt artgerechter) Haltung ja auch vermehren.

    Wenn man so was mit Strom hinbekommt, dürfte das ähnlich schädlich sein für Umwelt und Gesellschaft und erzeugt bestimmt schwarze Löcher oder so...

  7. So weit musst du gar nicht denken

    Autor: Berner Rösti 06.12.15 - 10:49

    schoppfe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal eine kurze Überlegung meinerseits:
    >
    > Wie erzeugen wir heute Strom und Wärme.

    So weit musst du gar nicht denken. Unser Problem mit den "erneuerbaren" ist, dass hier ungeheure Strommengen zu Zeiten anfallen, an denen sie nicht benötigt werden. Es fehlt schlicht an einer Möglichkeit, die Überkapazitäten zu speichern.

    Und je mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden, desto größer wird das Problem.

    Daher ist jede "ineffiziente" Speicherform noch besser, als den Strom gar nicht nutzen zu können.
    Das Prinzip sollte jeder Kaufmann unter dem Stichwort "Verlustminimierung" eigentlich kennen: Lieber die Ware unterm Wert verkaufen, als sie wegwerfen zu müssen.

  8. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: Sebbi 06.12.15 - 15:51

    Blockheizkraftwerke im Keller sind blödsinnig. Wenn man die Wärme braucht, braucht man oft den Strom nicht und anders herum. Größere Anlagen für mehr Kunden machen hier wesentlich mehr Sinn und sind effizienter.

  9. Re: So weit musst du gar nicht denken

    Autor: Sebbi 06.12.15 - 15:57

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schoppfe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mal eine kurze Überlegung meinerseits:
    > >
    > > Wie erzeugen wir heute Strom und Wärme.
    >
    > So weit musst du gar nicht denken. Unser Problem mit den "erneuerbaren"
    > ist, dass hier ungeheure Strommengen zu Zeiten anfallen, an denen sie nicht
    > benötigt werden. Es fehlt schlicht an einer Möglichkeit, die
    > Überkapazitäten zu speichern.

    Es gibt keine nennenswerten Überkapazitäten, deshalb fehlt es auch nicht an der Speichermöglichkeit.

    >
    > Und je mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden, desto größer
    > wird das Problem.

    Ja, aber dann wird es auch Speicher geben.

    >
    > Daher ist jede "ineffiziente" Speicherform noch besser, als den Strom gar
    > nicht nutzen zu können.

    Richtig. Aber eine effiziente Speicherform ist auch besser als eine ineffiziente. Wasserstoff vs. Batterie. Wie viel von beidem eingesetzt wird, ist ein (Kosten-Optimierungsproblem). So lange es noch leere Batterien gibt, ist es allerdings immer besser diese zu laden, als Wasserstoff zu produzieren.

    > Das Prinzip sollte jeder Kaufmann unter dem Stichwort "Verlustminimierung"
    > eigentlich kennen: Lieber die Ware unterm Wert verkaufen, als sie wegwerfen
    > zu müssen.

    Ineffiziente Speicherung kommt Wegwerfen gleich.

    Je billiger Batterien, desto mehr Kapazität lohnt sich. Kann man sich leicht ausrechnen.

  10. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: Baron Münchhausen. 07.12.15 - 10:26

    schoppfe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal eine kurze Überlegung meinerseits:
    >
    > Wie erzeugen wir heute Strom und Wärme. Häufig in Kraftwerken, die mittels
    > Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme in einem festen Verhältnis zueinander
    > erzeugen. Nur durch dieses Prinzip erreichen Kraftwerke überhaupt einen so
    > hohen Wirkungsgrad. Diese Kraftwerke sind auf etliche Jahre ausgelegt. Wir
    > werden sie also nicht so einfach austauschen können...
    >
    > Nun erzeugen wir jedoch immer mehr Strom mittels erneuerbarer Quellen. Bei
    > dieser Art der Stromerzeugung fällt jedoch keine Wärme an.
    >
    > D.h. wir werden schon bald (in seltenen Fällen kommt es sogar schon jetzt
    > dazu) mehr Strom zur Verfügung haben, als wir benötigen. Wollen wir jedoch
    > weiter warm duschen oder heizen, bleibt uns nur die Möglichkeit erneuerbare
    > Energieerzeuger (Windräder) abzuschalten.
    >
    > Wenn man jetzt also den "überflüssigen" Strom zur Erzeugung von Wasserstoff
    > verwenden würde, ist der "relativ" schlechte Wirkungsgrad doch egal!
    >
    > Ich würde wirklich gern EURE Meinung dazu hören!


    Das ist Humbug. Nur weil etwas erneuerbar ist wird es nicht kostenlos. Ich wandel (beispielwerte) nicht durch mehr Aufwand aus 80% Effizienz auf 30% um und zahlen noch drauf.

  11. Re: So weit musst du gar nicht denken

    Autor: Berner Rösti 07.12.15 - 11:19

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    > > schoppfe schrieb:
    > >
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    >
    > > -----
    > > > Mal eine kurze Überlegung meinerseits:
    > > >
    > > > Wie erzeugen wir heute Strom und Wärme.
    > >
    > > So weit musst du gar nicht denken. Unser Problem mit den "erneuerbaren"
    > > ist, dass hier ungeheure Strommengen zu Zeiten anfallen, an denen sie
    > nicht
    > > benötigt werden. Es fehlt schlicht an einer Möglichkeit, die
    > > Überkapazitäten zu speichern.
    >
    > Es gibt keine nennenswerten Überkapazitäten, deshalb fehlt es auch nicht an
    > der Speichermöglichkeit.

    Es gibt exakt Null Überkapazitäten, denn die Anlagen, die mehr Strom produzieren könnten, als abgenommen wird, werden gedrosselt oder ganz abgeschaltet.

    Reguliert wird das ganze letztlich über die Strombörsen, wenn an sonnigen Sommertagen oder bei viel Wind die Preise plötzlich ins bodenlose rauschen.

    > > Und je mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden, desto größer
    > > wird das Problem.
    >
    > Ja, aber dann wird es auch Speicher geben.

    In welcher Form?

    > > Daher ist jede "ineffiziente" Speicherform noch besser, als den Strom
    > gar
    > > nicht nutzen zu können.
    >
    > Richtig. Aber eine effiziente Speicherform ist auch besser als eine
    > ineffiziente. Wasserstoff vs. Batterie. Wie viel von beidem eingesetzt
    > wird, ist ein (Kosten-Optimierungsproblem). So lange es noch leere
    > Batterien gibt, ist es allerdings immer besser diese zu laden, als
    > Wasserstoff zu produzieren.

    Wasserstoff kannst du nahezu beliebig "auf Halde" produzieren, während die chemische Energie in Akkumulatoren fest mit dem Kraftwerk -- dem Akku selbst -- verbunden ist.

    > > Das Prinzip sollte jeder Kaufmann unter dem Stichwort
    > "Verlustminimierung"
    > > eigentlich kennen: Lieber die Ware unterm Wert verkaufen, als sie
    > wegwerfen
    > > zu müssen.
    >
    > Ineffiziente Speicherung kommt Wegwerfen gleich.

    Dann hast du offensichtlich keinerlei Ahnung von Betriebswirtschaft.

    > Je billiger Batterien, desto mehr Kapazität lohnt sich. Kann man sich
    > leicht ausrechnen.

    Du übersiehst hier eine Kleinigkeit: Ein Gastank ist noch billiger. Und im Gegensatz zum Akku altert er nicht. Sprich: Du kannst riesige Kapazitäten schaffen, die du vielleicht nie wirklich bis zum Letzten ausnutzen wirst (aber könntest).

    Beim Akku musst du immer einen Kompromiss eingehen, denn hier ist Kapazität -- ob genutzt oder nicht -- sehr teuer und verschleißt auch dann, wenn du sie nicht voll ausnutzt.

  12. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: Berner Rösti 07.12.15 - 12:24

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blockheizkraftwerke im Keller sind blödsinnig. Wenn man die Wärme braucht,
    > braucht man oft den Strom nicht und anders herum. Größere Anlagen für mehr
    > Kunden machen hier wesentlich mehr Sinn und sind effizienter.

    Und genau das ist der Irrglaube an der Sache.

    Denn obwohl das Blockheizkraftwerk weniger effizient ist, ist die Bilanz im Gesamtsystem besser, da es flexibler nutzbar ist.

  13. Re: So weit musst du gar nicht denken

    Autor: Sebbi 09.12.15 - 13:31

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sebbi schrieb:
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    > > Berner Rösti schrieb:
    > >
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    > > > schoppfe schrieb:
    > > >
    > >
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    > > > -----
    > > > > Mal eine kurze Überlegung meinerseits:
    > > > >
    > > > > Wie erzeugen wir heute Strom und Wärme.
    > > >
    > > > So weit musst du gar nicht denken. Unser Problem mit den
    > "erneuerbaren"
    > > > ist, dass hier ungeheure Strommengen zu Zeiten anfallen, an denen sie
    > > nicht
    > > > benötigt werden. Es fehlt schlicht an einer Möglichkeit, die
    > > > Überkapazitäten zu speichern.
    > >
    > > Es gibt keine nennenswerten Überkapazitäten, deshalb fehlt es auch nicht
    > an
    > > der Speichermöglichkeit.
    >
    > Es gibt exakt Null Überkapazitäten, denn die Anlagen, die mehr Strom
    > produzieren könnten, als abgenommen wird, werden gedrosselt oder ganz
    > abgeschaltet.
    >
    > Reguliert wird das ganze letztlich über die Strombörsen, wenn an sonnigen
    > Sommertagen oder bei viel Wind die Preise plötzlich ins bodenlose rauschen.
    >

    Und merkst du auch warum das lieber gedrosselt wird? Weil es nicht genug Überschuss wäre um einen Speicher zu erfordern bzw. der Strompreis an der Börse wohl zu selten derart schwankt um das als Geschäftsmodell zu etablieren. Erst mit steigender PV und Wind Versorgung macht das Sinn.

    >
    > > > Und je mehr konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden, desto
    > größer
    > > > wird das Problem.
    > >
    > > Ja, aber dann wird es auch Speicher geben.
    >
    > In welcher Form?

    Batterie für kurzfristige Speicherung und Wasserstoff auf Grund der hohen Verluste für Langzeitspeicherung mit geringer "Zyklenzahl".

    > Wasserstoff kannst du nahezu beliebig "auf Halde" produzieren, während die
    > chemische Energie in Akkumulatoren fest mit dem Kraftwerk -- dem Akku
    > selbst -- verbunden ist.

    Schon. Aber ich rechne dir das gerne nochmal vor, wenn du möchtest. Wäre die Umwandlung zu Wasserstoff und wieder zurück zu Strom so effizient wie den Strom in einer Batterie zu speichern, wäre das überhaupt kein Thema. Bei der Verwendung in Autos kommt noch hinzu, dass der Wasserstoff komprimiert und gekühlt werden muss. Wieder ein Verlust von Energie.

    >
    > > > Das Prinzip sollte jeder Kaufmann unter dem Stichwort
    > > "Verlustminimierung"
    > > > eigentlich kennen: Lieber die Ware unterm Wert verkaufen, als sie
    > > wegwerfen
    > > > zu müssen.
    > >
    > > Ineffiziente Speicherung kommt Wegwerfen gleich.
    >
    > Dann hast du offensichtlich keinerlei Ahnung von Betriebswirtschaft.

    > Beim Akku musst du immer einen Kompromiss eingehen, denn hier ist Kapazität
    > -- ob genutzt oder nicht -- sehr teuer und verschleißt auch dann, wenn du
    > sie nicht voll ausnutzt.

    Du hast es ja fast verstanden. Zur Verdeutlichung nochmal eine kleine Rechnung.

    Börsenpreis 10 Cent pro kWh.

    Angenommen eine Batterie kostet 200 ¤ und speichert 1000 Wh. Sie hält 4000 Zyklen bzw. 10 Jahre, danach ist sie kaputt. 10% des Eingangstroms gehen bei der Umwandlung verloren. Das heißt Strom, der in so einer Batterie gespeichert wird, verteuert die kWh um 5 Cent. Durch die 10% Verlust kostet eine so gespeicherte Kilowattstunde Strom beim Endkunden also 10 / 90% + 5 = 16,1 Cent. Eine Steigerung um 61%.

    Angenommen eine Power2Gas Anlage kostet 0 ¤ und die Tanks kosten auch 0 ¤. Auch die Brennstoffzelle bzw. das Gaskraftwerk kostet 0¤. Bei der Umwandlung gehen allerdings 66,6% der Energie verloren. Durch den Verlust müssen bei einer so gespeicherten Kilowattstunde Strom, die beim Endkunden ankommt also 3 kWh aufgewendet werden. Der Strom daraus kostet also 10 / 33,4% = 29,94 Cent. Eine Steigerung um fast 300%.

    Es lohnt sich in diesem Fall also den Strom in einer Batterie zu speichern, so lange man in den 10 Jahren wenigstens ein Fünftel der Zyklen durchlaufen kann. Spricht sie eignet sich für kurzfristige Speicherung. Den Strom für den Winter wird man trotzdem in Form von Gas speichern, weil dafür eine Batterie zu teuer wäre.

    Verstanden?

    Das gleiche Prinzip gilt für das Auto. Wenn die Batterie nicht viel genutzt wird, ist es ab irgendeinem Punkt der Wenignutzung teurer als das Brennstoffzellenauto. Das wird eine recht niedrige Kilometerzahl sein ;-)

  14. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: Rulf 11.12.15 - 21:07

    den überschüssigen strom kann man ja verkaufen, wärme begrenzt speichern und beides intelligent nutzen...dann bezahlt dir der energieversorger, der den überschüssigen strom abnehmen muß, sogar die komplette gasrechnung...

  15. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: Sebbi 12.12.15 - 13:02

    Rulf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > den überschüssigen strom kann man ja verkaufen, wärme begrenzt speichern
    > und beides intelligent nutzen...dann bezahlt dir der energieversorger, der
    > den überschüssigen strom abnehmen muß, sogar die komplette gasrechnung...

    Für der Verbraucher ist das toll, für das Stromnetz eher nicht. Braucht man Strom kann man nicht einfach Blockheizkraftwerke aktivieren, da sie alle wärmegesteuert sind. Das ist nicht die Zukunft ...

  16. Re: IMHO, Falsch! Erneuerbare Stromerzeugung sei dank.

    Autor: Rulf 13.12.15 - 14:56

    kann man doch, wenn man es nur früh genug einplant...

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