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  5. › Elektroauto: Mit dem Tesla 6.600 km…

Nett, aber kein Durchbruch

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  1. Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Its_Me 27.08.15 - 08:49

    Also um eins mal vorweg zu nehmen, ich bin davon überzeugt, dass irgendwann alle Autos elektrisch fahren. Die beiden Rekorde helfen auch sicherlich Elektroautos populärer zu machen. Aber einen wirklichen Durchbruch sehe ich hier nicht.

    Über 700km auf einsamen Straßen mit Tempo 40. Das schaffe ich mit jedem Verbrenner. 6600km durch Europa schaffe ich mit 5 bis 6-mal tanken. Die Rekorde zeigen ja eigentlich nur, dass Dinge, die mit jedem Verbrenner völlig problemlos zu erreichen sind, nun unter günstigsten Umständen auch mit einem Elektroauto zu erreichen sind.

    Der Punkt ist doch, dass ich mit einem Verbrenner eine quasi unendliche Reichweite habe. Ich kann in jedem Dorf meinen Wagen in 5 Minuten auftanken und weiterfahren.

    Selbst mit einem Tesla muss ich aber meine Route schon sehr genau planen. Andere Elektroautos sind für Langstrecken momentan eher völlig ungeeignet. Und für den Stadtverkehr sind sie als Zweitwagen einfach noch zu teuer.

    Eigentlich gibt es momentan nur ideelle Gründe für ein Elektroauto. Und wenn da das Portemonnaie dagegen steht, wird daraus so schnell kein Massenmarkt.

  2. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: NeoTiger 27.08.15 - 09:59

    Wäre das ein Kleinwagen, wäre das durchaus ein Durchbruch, aber leider hat sich Tesla für die Flucht nach vorne entschieden und stopft seine Autos sogar noch mit zusätzlichem teuren Firlefanz voll um gezielt die Kundschaft anzusprechen, die sich um Geld eh keine Gedanken machen muss.

    Es wäre interessant was ein Tesla kosten würde, wenn man ihn gezielt für die Massenproduktion in der Klein- und Kompaktklasse bauen würde. 400 km Reichweite @130 kmh würden mir schon reichen wenn ich jede Nacht volladen kann und Autobahnraststätten mit ausreichend Schnellladestationen ausgestattet sind.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.08.15 10:00 durch NeoTiger.

  3. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Eheran 27.08.15 - 10:02

    >400 km Reichweite @130 kmh würden mir schon reichen
    Ach das würde dir "schon" reichen....
    Wie ist denn die Reichweite des Tesla aus dem Artikel bei dem Tempo?

  4. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: kazhar 27.08.15 - 10:09

    Überschlägt man mal ganz grob Energiegehalt von Diesel, Tankgröße und Wirkungsgrad eines Verbrenners und vergleicht das mit dem Tesla, dann kommt man drauf dass der Akku ca. 3x so groß sein müsste.

    Blöderweise braucht dadurch das Laden aber auch 3x so lang. Über Nacht würde sich das wohl nicht mehr ausgehen...

  5. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: ChMu 27.08.15 - 10:22

    NeoTiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre das ein Kleinwagen, wäre das durchaus ein Durchbruch, aber leider hat
    > sich Tesla für die Flucht nach vorne entschieden und stopft seine Autos
    > sogar noch mit zusätzlichem teuren Firlefanz voll um gezielt die Kundschaft
    > anzusprechen, die sich um Geld eh keine Gedanken machen muss.

    Ja, merkwuerdig, die S-Klasse, so ein Audi8, die 6er und 7ner BMWs sind ja auch fuer jedermann da, das Tesla da so was unbrauchbares fuer den kleinen Mann auf die Strasse bringt, ist wirklich unverstaendlich.
    Wo hat Tesla eigendlich gesagt, das sie ein "Volksauto" bauen? Oder das es sich um einen Kleinwagen handelt?
    >
    > Es wäre interessant was ein Tesla kosten würde, wenn man ihn gezielt für
    > die Massenproduktion in der Klein- und Kompaktklasse bauen würde.

    Wieso? Das machen doch schon andere? Was soll die Technik in einem Stadtauto?

    > 400 km
    > Reichweite @130 kmh würden mir schon reichen wenn ich jede Nacht volladen
    > kann und Autobahnraststätten mit ausreichend Schnellladestationen
    > ausgestattet sind.

    Du faehrt 120000-150000 km im Jahr in einem Kleinwagen? Und das ist der Massenmarkt? Der Durchschnitts Wagen in Deutschland kommt auf 160000km im ganzen Autoleben und gute 12000km im Jahr. Fuer Deinen doch sehr speziellen Fall wird sich sicher niemand hinstellen um so ein Auto zu konstruieren, dann kannst Du gleich den vorhandenen Tesla S nehmen, der hat diese Reichweite samt Supercharger Netz. Unser Tesla kommt zwar nur auf 80000km dieses Jahr aber auch das ist schon weit ueberm Durchschnitt. Rechnet man die gesparten Fuel, Inspections und Wartungskosten ein, wird der Tesla inzwischen sogar richtig guenstig gegenueber seinem Verbrenner Vorgaenger.

  6. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Berner Rösti 27.08.15 - 10:26

    NeoTiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wäre interessant was ein Tesla kosten würde, wenn man ihn gezielt für
    > die Massenproduktion in der Klein- und Kompaktklasse bauen würde. 400 km
    > Reichweite @130 kmh würden mir schon reichen wenn ich jede Nacht volladen
    > kann und Autobahnraststätten mit ausreichend Schnellladestationen
    > ausgestattet sind.

    In Anbetracht der Tatsache, dass allein der Akku des Tesla S fast so viel wiegt wie ein Kleinwagen, dürfte das schwer werden (im wahrsten Sinne).

  7. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Luke321 27.08.15 - 10:36

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, merkwuerdig, die S-Klasse, so ein Audi8, die 6er und 7ner BMWs sind ja
    > auch fuer jedermann da, das Tesla da so was unbrauchbares fuer den kleinen
    > Mann auf die Strasse bringt, ist wirklich unverstaendlich.
    > Wo hat Tesla eigendlich gesagt, das sie ein "Volksauto" bauen? Oder das es
    > sich um einen Kleinwagen handelt?

    Damit bestätigst du ihn doch nur. Alle von dir genannten Autohersteller haben billigere und kleinere Modelle. Tesla nicht.
    Aber um die vorausgegangene Frage zu beantworten: Tesla muss die Autos extrem teuer verkaufen, weil sie die nicht ordentlich gefertigt bekommen. Tesla muss momentan bemerken, dass das was die guten Autohesteller auszeichnet nicht ihre Autos, sondern ihre guten Produktionstechniken sind. Und die hat Tesla nicht.
    Die Autos sind in der Herstellung Welten zu teuer und das liegt nicht am Akku. Tesla hat eine Fabrik von Toyota/GM übernommen. Diese Fabrik hat unter GM 500.000 Autos im Jahr produziert, Tesla schafft mit Mühe und Not 100.000.
    Wieso, weshalb soll gar nicht das Thema sein, aber ein Kleinwagen mit noch geringerem Preis ist so nicht realisierbar.

    > Wieso? Das machen doch schon andere? Was soll die Technik in einem
    > Stadtauto?

    Wieso nicht? Da ist sie nunmal am sinnvollsten. Für ein Stadtauto ist ein Elektroantrieb doch viel besser geeingnet als für ein Langstreckenfahrzeug.

    > Du faehrt 120000-150000 km im Jahr in einem Kleinwagen? Und das ist der

    Wo hat er das gesagt?

    > Reichweite samt Supercharger Netz. Unser Tesla kommt zwar nur auf 80000km
    > dieses Jahr aber auch das ist schon weit ueberm Durchschnitt. Rechnet man
    > die gesparten Fuel, Inspections und Wartungskosten ein, wird der Tesla
    > inzwischen sogar richtig guenstig gegenueber seinem Verbrenner Vorgaenger.

    Im Leben nicht. Und solange sich das nicht ändert sehe ich da auch schwarz für Massentauglichkeit.

  8. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Chardonnay 27.08.15 - 10:39

    Its_Me schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der Punkt ist doch, dass ich mit einem Verbrenner eine quasi unendliche
    > Reichweite habe. Ich kann in jedem Dorf meinen Wagen in 5 Minuten auftanken
    > und weiterfahren.
    >

    Der TESLA hat auch "quasi" eine unendliche Reichweite.
    Denn ich kann an jeder Ladestation oder auch an irgendeinen Stromanschluss wieder Aufladen. Wie lange das dauert ist abhängig von der Ladeleistung.
    Ein Elektroauto ist völlig unabhängig von einer "Stromsorte".
    Noch die E10 Diskussion im Hinterkopf ??

  9. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: NeoTiger 27.08.15 - 10:59

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Es wäre interessant was ein Tesla kosten würde, wenn man ihn gezielt für
    > > die Massenproduktion in der Klein- und Kompaktklasse bauen würde. 400 km
    > > Reichweite @130 kmh würden mir schon reichen wenn ich jede Nacht
    > volladen
    > > kann und Autobahnraststätten mit ausreichend Schnellladestationen
    > > ausgestattet sind.
    >
    > In Anbetracht der Tatsache, dass allein der Akku des Tesla S fast so viel
    > wiegt wie ein Kleinwagen, dürfte das schwer werden (im wahrsten Sinne).

    Gewicht ist kein Faktor für den Preis oder den Einsatzzweck eines Autos, solange der Motor auch über die Kraft verfügt diese Masse zu bewegen, und das haben Elektromotoren von Natur aus. Und trotz mehr nötiger Leistungs sind Kosten und CO2 Emission immer noch geringer als Verbrenner.

    Gerade wenn man bedenkt, dass ein Elektroauto wie der Tesla aufgrund der kompakten Elektromotoren und der im ganzen Boden verteilten Akkus mächtig Platz für Strauraum übrig lässt, macht ihn das doch ideal als Minivan für die Stadt. Dass der Tesla mit seiner Form immer noch einen großen Oberklassen-Motorraum vortäuscht ist lustig, wenn man mal die "Motorhaube" anhebt und feststellt, dass darunter lediglich ein zweiter Kofferraum ist.

  10. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Eheran 27.08.15 - 11:03

    >Rechnet man die gesparten Fuel, Inspections und Wartungskosten ein, wird der Tesla inzwischen sogar richtig guenstig gegenueber seinem Verbrenner Vorgaenger.
    Beim Treibstoff spart man quasi nichts.
    Die restliche Rechnung will ich sehen, bzw. natürlich auch mit Treibstoff - wenn es beliebt.

  11. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: ChMu 27.08.15 - 11:13

    Luke321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, merkwuerdig, die S-Klasse, so ein Audi8, die 6er und 7ner BMWs sind
    > ja
    > > auch fuer jedermann da, das Tesla da so was unbrauchbares fuer den
    > kleinen
    > > Mann auf die Strasse bringt, ist wirklich unverstaendlich.
    > > Wo hat Tesla eigendlich gesagt, das sie ein "Volksauto" bauen? Oder das
    > es
    > > sich um einen Kleinwagen handelt?
    >
    > Damit bestätigst du ihn doch nur. Alle von dir genannten Autohersteller
    > haben billigere und kleinere Modelle. Tesla nicht.

    Ja und? Andere auch nicht? Warum muss man einen Kleinwagen bauen? Wenn man den Markt nicht bedienen will, ist doch gut? Es gibt doch kein Recht auf winz Kisten?

    > Aber um die vorausgegangene Frage zu beantworten: Tesla muss die Autos
    > extrem teuer verkaufen, weil sie die nicht ordentlich gefertigt bekommen.
    > Tesla muss momentan bemerken, dass das was die guten Autohesteller
    > auszeichnet nicht ihre Autos, sondern ihre guten Produktionstechniken sind.
    > Und die hat Tesla nicht.

    Also ich kann mich nicht beschweren. Wir hatten bis jetzt bis auf einen Software Fehler als der Wagen 7Tage alt war und die Automatische Lichtanlage zu lange brauchte um abzublenden, null Probleme. Der Vorgaenger, ein britischer Luxus convertable unter BMW Schirm, war staendig mit Kleinigkeiten beim Service. Hat das 4 fache gekostet, hatte weniger Platz, hat (finanziell) das 15fache verbraucht und nach nicht mal 5 Jahren mehr als die Haelfte an Wert verloren. Nur der Wertverlusst konnte schon den vergleichsweise guenstigen Tesla zahlen und die Kunden (der Wagen wird zum Rumkutschieren von Clienten genutzt, Flughafen,Drehorte, Sightseeing) finden ihn einfach toll, mehrere haben sich selber einen gekauft nachdem sie hier eine Woche drin rumkutschiert wurden.

    > Die Autos sind in der Herstellung Welten zu teuer und das liegt nicht am
    > Akku. Tesla hat eine Fabrik von Toyota/GM übernommen. Diese Fabrik hat
    > unter GM 500.000 Autos im Jahr produziert, Tesla schafft mit Mühe und Not
    > 100.000.

    Ach, wenn bei Volkswagen 500000 Polos im Jahr rauskommen aber nur 50000 Phaetons, heisst das, das die Phaetons schlechter sind? Und das bei erprobter und spott billiger Technologie waehrend bei Tesla permanent verbessert wird?

    > Wieso, weshalb soll gar nicht das Thema sein, aber ein Kleinwagen mit noch
    > geringerem Preis ist so nicht realisierbar.

    Und auch gar nicht gewollt. Der Markt ist in den USA (und da sitzt Tesla) nicht vorhanden um Geld zu verdienen.
    >
    > > Wieso? Das machen doch schon andere? Was soll die Technik in einem
    > > Stadtauto?
    >
    > Wieso nicht? Da ist sie nunmal am sinnvollsten. Für ein Stadtauto ist ein
    > Elektroantrieb doch viel besser geeingnet als für ein
    > Langstreckenfahrzeug.

    400km Reichweite und Schnell Ladung ist in einem Stadtauto sinnvoll? Wozu?
    >
    > > Du faehrt 120000-150000 km im Jahr in einem Kleinwagen? Und das ist der
    >
    > Wo hat er das gesagt?

    Er sagt, er braucht 400km am Tag bezw pro Nacht zum laden zu Hause plus Schnell Lader auf der Autobahn. Ich habe grosszuegig nur 300Tage gerechnet. Aber wenn man im Auto lebt wie der Poster und nur den ganzen Tag faehrt, macht man das idR eben nicht in einem Kleinwagen. Das sind Vertreter oder Versicherungs Agenten, die fahren nicht mit nem up! Oder Polo oder so einem Smart car sechs stellige km im Jahr. Mal davon abgesehen, das die kleinen Moped Motoren das kaum lange aushalten, dafuer wurden sie nicht gebaut.

    >
    > > Reichweite samt Supercharger Netz. Unser Tesla kommt zwar nur auf
    > 80000km
    > > dieses Jahr aber auch das ist schon weit ueberm Durchschnitt. Rechnet
    > man
    > > die gesparten Fuel, Inspections und Wartungskosten ein, wird der Tesla
    > > inzwischen sogar richtig guenstig gegenueber seinem Verbrenner
    > Vorgaenger.
    >
    > Im Leben nicht. Und solange sich das nicht ändert sehe ich da auch schwarz
    > für Massentauglichkeit.

    Oh doch. Ich sehe ja die Ausgaben. Da kannst Du noch so viel zetern, Fakt ist, wenn man in der gleichen Klasse bei gleichen Bedingungen vergleicht und Kaufpreis, Laufkosten, Wertverlusst, Garantie, Prestige Faktor (bei uns wichtig, zum Broetchen holen natuerlich unsinnig) Fahrleistung und Konfort einrechnet, sieht der Tesla sehr sehr gut aus. Selbst bei gleichen Kosten gegenueber dem Verbrenner wuerde ich ihn vorziehen.

    Und einen Massenmarkt Wagen will ich gar nicht. Auch Tesla hat da soweit ich weiss keinerlei Plaene. Die Zukunft zeigt das Model x und das Model 3, beides kaum Massenmarkt mit den anvisierten 800000-1Mio Einheiten fuer alle in 5 Jahren, weltweit.

  12. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Berner Rösti 27.08.15 - 11:18

    NeoTiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gewicht ist kein Faktor für den Preis oder den Einsatzzweck eines Autos,
    > solange der Motor auch über die Kraft verfügt diese Masse zu bewegen, und
    > das haben Elektromotoren von Natur aus. Und trotz mehr nötiger Leistungs
    > sind Kosten und CO2 Emission immer noch geringer als Verbrenner.

    Selbstverständlich ist Gewicht hier ein Faktor, denn da spielt die Physik mit: Masseträgheit. Du kannst aus einem 2-Tonnen-Trümmer keinen kleinen, wendigen Stadtwagen machen.

    > Gerade wenn man bedenkt, dass ein Elektroauto wie der Tesla aufgrund der
    > kompakten Elektromotoren und der im ganzen Boden verteilten Akkus mächtig
    > Platz für Strauraum übrig lässt, macht ihn das doch ideal als Minivan für
    > die Stadt.

    Das "Mini" lasse ich jetzt mal dahin gestellt, aber da gebe ich dir Recht: Man könnte daraus einen Kleinbus machen, der eben andere Prioritäten hat. Die Kraft des Wagens könnte man dann für die Nutzlast verwenden, statt für Vmax.

    Aber Tesla hat es im Prinzip schon richtig gemacht: Das Klientel, das 75.000 Euro auszugeben bereit ist, hat andere Ansprüche. Einen (Mini-)Van in diesem Preissegment wäre meiner Meinung nach ziemlich unsinnig.
    Denn selbst wenn man auf viel Luxus verzichten würde, wäre der Wagen immer noch viel zu teuer.

  13. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: NeoTiger 27.08.15 - 11:20

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja und? Andere auch nicht? Warum muss man einen Kleinwagen bauen? Wenn man
    > den Markt nicht bedienen will, ist doch gut? Es gibt doch kein Recht auf
    > winz Kisten?

    Weil man die Ladestationen nicht umsonst gebaut haben will und weil der Kleinwagenmarkt immer noch das umsatzstärkste Segment ist und der erste, der dort einen tauglichen Elektrowagen anbietet sich einen dicken Vorsprung in Marktanteil schaffen kann.

    Tesla wäre bescheuert diese Chance nicht zu ergreifen - wenn nötig auch unter einer anderen Marke, damit Markenfetischisten wie du sich nicht auf den Schlips getreten fühlen.

  14. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Eheran 27.08.15 - 11:20

    >wenn man in der gleichen Klasse bei gleichen Bedingungen vergleicht und Kaufpreis, Laufkosten, Wertverlusst, Garantie, Prestige Faktor (bei uns wichtig, zum Broetchen holen natuerlich unsinnig) Fahrleistung und Konfort einrechnet
    Die Frage ist hier eig. nur welche Klasse du mit dem Tesla vergleichst. Vermutlich nach Preis.
    Wenn du da eine andere Klasse verwendest (z.B. nach Komfort und Qualität) landet man bei einer anderen Preisklasse. Diese Differenz muss der Tesla reinholen.

  15. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Eheran 27.08.15 - 11:25

    >Ein Elektroauto ist völlig unabhängig von einer "Stromsorte".
    Wie funktioniert das? Kann ich da auch 12V DC anklemmen?

  16. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: ChMu 27.08.15 - 11:27

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Rechnet man die gesparten Fuel, Inspections und Wartungskosten ein, wird
    > der Tesla inzwischen sogar richtig guenstig gegenueber seinem Verbrenner
    > Vorgaenger.
    > Beim Treibstoff spart man quasi nichts.

    Wie? Sagen wir mal so, der Vorgaenger brauchte 200Euro Benzin die Woche, im Sommer auch mehr. Dazu kamen Garantie vorgeschriebene Inspektionen von 780 Euro zwei mal im Jahr (alle 50000km) Der Wagen kostete 188000 Euro Netto und brachte nach knapp 5 Jahren noch 48000 Euro. Es wurden ueber die knapp 5 Jahre 18700 Euro an Reifen, Bremsen und anderen Verschleiss Teilen sowie defekten Teilen ausgegeben. Der groesste Bazen war ein Getriebe Fehler, der alleine mit ueber 8000Euro zuschlug.
    Der Tesla ist erst 10Monate alt, also kann man natuerlich noch keine Vergleiche anstellen. Bis jetzt allerdings gab es, bis auf den Strom (wir tanken ueber Nachtstrom in der Firma, 11c/kwh) noch keine Kosten. Reifen werden wir auch fuer dieses Auto brauchen, der Rest ist unwarscheinlich, zumal Tesla eine Kilometer unabhaengige Garantie von 8 Jahren (also laenger als wir den Wagen haben werden) gibt welche auch die Batterie einschliesst.

    > Die restliche Rechnung will ich sehen, bzw. natürlich auch mit Treibstoff -
    > wenn es beliebt.

    Das ist ein no Brainer. Natuerlich, wenn Du einen Tesla mit nem Stadt Diesel vergleichst, wirst Du billiger wegkommen, aber das bist Du auch wenn Du auf die S-Klasse verzichtest und nen Dacia nimmst. Den bekommst Du guenstig fuer den Preis eines Satzes Reifen fuer den AMG. Und? Im Vergleich bei uns, unserem Fahrprofil und Nutzung, war der Tesla nach 5 Jahren ein Null Summen Spiel gegenueber dem kleinen Rolls davor.

  17. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: klumpatsch77 27.08.15 - 11:30

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > >Rechnet man die gesparten Fuel, Inspections und Wartungskosten ein,
    > wird
    > > der Tesla inzwischen sogar richtig guenstig gegenueber seinem Verbrenner
    > > Vorgaenger.
    > > Beim Treibstoff spart man quasi nichts.
    >
    > Wie? Sagen wir mal so, der Vorgaenger brauchte 200Euro Benzin die Woche, im
    > Sommer auch mehr. Dazu kamen Garantie vorgeschriebene Inspektionen von 780
    > Euro zwei mal im Jahr (alle 50000km) Der Wagen kostete 188000 Euro Netto
    > und brachte nach knapp 5 Jahren noch 48000 Euro. Es wurden ueber die knapp
    > 5 Jahre 18700 Euro an Reifen, Bremsen und anderen Verschleiss Teilen sowie
    > defekten Teilen ausgegeben. Der groesste Bazen war ein Getriebe Fehler, der
    > alleine mit ueber 8000Euro zuschlug.
    > Der Tesla ist erst 10Monate alt, also kann man natuerlich noch keine
    > Vergleiche anstellen. Bis jetzt allerdings gab es, bis auf den Strom (wir
    > tanken ueber Nachtstrom in der Firma, 11c/kwh) noch keine Kosten. Reifen
    > werden wir auch fuer dieses Auto brauchen, der Rest ist unwarscheinlich,
    > zumal Tesla eine Kilometer unabhaengige Garantie von 8 Jahren (also laenger
    > als wir den Wagen haben werden) gibt welche auch die Batterie
    > einschliesst.
    >
    > > Die restliche Rechnung will ich sehen, bzw. natürlich auch mit Treibstoff
    > -
    > > wenn es beliebt.
    >
    > Das ist ein no Brainer. Natuerlich, wenn Du einen Tesla mit nem Stadt
    > Diesel vergleichst, wirst Du billiger wegkommen, aber das bist Du auch wenn
    > Du auf die S-Klasse verzichtest und nen Dacia nimmst. Den bekommst Du
    > guenstig fuer den Preis eines Satzes Reifen fuer den AMG. Und? Im Vergleich
    > bei uns, unserem Fahrprofil und Nutzung, war der Tesla nach 5 Jahren ein
    > Null Summen Spiel gegenueber dem kleinen Rolls davor.

    Warum der automobile Abstieg?

    Vorher Rolls fahren und jetzt Tesla? Laufen die Geschäfte nicht mehr oder was?

  18. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: ChMu 27.08.15 - 11:30

    NeoTiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja und? Andere auch nicht? Warum muss man einen Kleinwagen bauen? Wenn
    > man
    > > den Markt nicht bedienen will, ist doch gut? Es gibt doch kein Recht auf
    > > winz Kisten?
    >
    > Weil man die Ladestationen nicht umsonst gebaut haben will und weil der
    > Kleinwagenmarkt immer noch das umsatzstärkste Segment ist und der erste,
    > der dort einen tauglichen Elektrowagen anbietet sich einen dicken Vorsprung
    > in Marktanteil schaffen kann.

    Was nutzt denn Umsatz wenns keine Gewinne gibt? Wer verdient denn richtig Geld mit Kleinwagen? Was, wenn man gar keinen Marktanteil sucht sondern sein eigenes Ding machen will?
    >
    > Tesla wäre bescheuert diese Chance nicht zu ergreifen - wenn nötig auch
    > unter einer anderen Marke, damit Markenfetischisten wie du sich nicht auf
    > den Schlips getreten fühlen.

    Mir ist die Marke Tesla egal, aber es sind nun mal die einzigsten, die was auf die Beine gestellt haben. Das muss man anerkennen.

  19. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: NeoTiger 27.08.15 - 11:33

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbstverständlich ist Gewicht hier ein Faktor, denn da spielt die Physik
    > mit: Masseträgheit. Du kannst aus einem 2-Tonnen-Trümmer keinen kleinen,
    > wendigen Stadtwagen machen.

    Ich habe noch nie jemanden im Stadtverkehr beobachtet, der beim Abbiegen an die Grenze seiner Masseträgheit gestoßen wäre sofern er nicht absichtlich fuhr wie ein verrückter Vollidiot - nichtmal diejenigen, die tatäschlich 2-Tonner fahren. Die entscheidenden Faktoren in der Stadt sind vielmehr Radabstand und Breite. Und da hat Tesla dank der kleinen Elektro-Motoren mehr als genügend Spielraum. Wenn sie wollten könnten sie damit einen Smart mit der Kraft eines Sportwagens bauen (auch wenn der nicht sehr lange fährt).

    Selbst die höhere Masse schnell abzubremsen ist kein Problem - Limitierend für den Bremsweg eines Pkws ist allein die Haftungsfähigkeit der Reifen, die durch höheres Gewicht des Wagens sogar eher verbessert wird.

    > Aber Tesla hat es im Prinzip schon richtig gemacht: Das Klientel, das
    > 75.000 Euro auszugeben bereit ist, hat andere Ansprüche. Einen (Mini-)Van
    > in diesem Preissegment wäre meiner Meinung nach ziemlich unsinnig.
    > Denn selbst wenn man auf viel Luxus verzichten würde, wäre der Wagen immer
    > noch viel zu teuer.

    Massenproduktion macht vieles billiger. Aber die breite Masse würde derzeit noch kein Elektroauto kaufen, weil die Schnellade-Infrastruktur noch fehlt. Und auch nicht jeder wohnt im Eigenheim mit eigenem Carport - und Stellplätze vor Mietwohnungen mit Stromanschlüssen zum nächtlichen Aufladen auszurüsten erfordert für die Eigentümer wiederum eine höhere Verbreitung von Elektroautos. Alles im Moment noch ein Henne-und-Ei-Problem.

  20. Re: Nett, aber kein Durchbruch

    Autor: Eheran 27.08.15 - 11:38

    >188000 Euro Netto
    Du vergleichst ernsthaft ein Fahrzeug, das netto schon 188k¤ kostet mit dem Tesla und sprichst von Einsparungen? Wie soll man das denn ernst nehmen?

    >Nachtstrom in der Firma, 11c/kwh
    Noch so etwas komisches. Ich vergleiche auch nicht mit privat hergestelltem Biodiesel.

    >der Vorgaenger brauchte 200Euro Benzin die Woche
    200¤/Woche macht bei 1,50¤/L 130L Benzin. Bei 5 Tagen/Woche 27L pro Tag. Bei 7L/100km sind das 390km. Das will ich mit dem Tesla dann aber auch gefahren sehen - bei identischem Zeitaufwand der Fahrt, immerhin wird der Wagen wohl geschäftlich genutzt(?) - Fahrzeit ist nicht gratis.

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    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

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