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Ich war beinahe begeistert...
Autor: MD94 11.05.16 - 11:29
Alles toll, auch wenn ich eigentlich BEV-purist bin, macht ein Range Extender vorerst durchaus sinn bei so etwas.
Aber die vollkommene Abwesenheit des Landeanschlusses, hat mich dann schon schockiert. Das hätte echt nicht mehr weh getan, das einzubauen... -
Re: Ich war beinahe begeistert...
Autor: Robert.Mas 11.05.16 - 11:45
Vermutlich würde der Ladevorgang dann viel zu lange dauern. Um 2000 PS über 1900km zu befeuern, muss der Akku schon eine perverse Kapazität haben. Da ist man vermutlich auch mit heutigen Schnelladesystemen einen Tag beschäftigt...
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Re: Ich war beinahe begeistert...
Autor: MD94 11.05.16 - 11:56
Naja der Akku hat 320kWh. Würde man etwa einen 43kW AC Lader einbauen, könnte das Fahrzeug in 8-9h aufladen.
Dass das nichts für Unterwegs ist ist klar, aber wenn er Nachts bei der Spedition parkt oder so... ist auf jedenfall besser als nicht laden. -
Re: Ich war beinahe begeistert...
Autor: Robert.Mas 11.05.16 - 12:31
Hmm ich weiß nicht. Das Model S kommt mit nem 90 kWh Akku und ~400PS ca. 560km weit. Der Nikola One soll dann trotz erheblichen Mehrgewicht und verfügbaren 2000PS mit nur 3,5 facher Akkukapazität die ca. 3,5 fache Reichweite haben? Ist vermutlich alles schwer zu vergleichen, da die Reichweitenangaben sowieso kaum erreicht werden, aber irgendwie klingt das für mich nach wenig mit den 320kWh.
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Re: Ich war beinahe begeistert...
Autor: MD94 11.05.16 - 13:32
Ich denke in die Reichweite ist die Tankfüllung des Verbrenners mit einbezogen und nicht nur der Akku gemeint. Auf Akku alleine dürfte es erheblich weniger sein.
Aber der Akku ist trotzdem 320kWh groß und es wäre durchaus möglich ihn zu laden, zusätzlich zum Verbrenner als Reichweiten-Verlängerung. Ganz normale PHEV-Manier eben. -
Re: Ich war beinahe begeistert...
Autor: spammeloop 11.05.16 - 13:44
Warscheinlich ist für Unternehmen einfach billiger (und einfacher) den LKW zum Laden ans Gasnetz anzuschließen. Wenn man betrachtet welcher Aufwand nötig ist um nur einen Tesla-Supercharger zu installieren. Außerdem ist Strom für Unternehmen zwar unglaublich billig (insbesondere in den USA), aber Gas ist mit mehreren Megawatt Anschlussleitung warscheinlich einfacher zu bekommen.
Außerdem muss man bedenken, dass der Verbrauch eines Fahrzeug bei gleichbleibender Geschwindigkeit nicht so sehr vom Gewicht abhängt. Viel wichtiger ist der Luftwiderstand. -
Re: Ich war beinahe begeistert...
Autor: gelöscht 11.05.16 - 15:01
Der Akku ist hier (beim LKW) m. E. nur fürs Anlassen und um einen ordentlichen Puffer für gewisse (Fahr-) Situationen zu haben.
Das hier ist kein "Batterie"-Fahrzeug, sondern ein Hybrid, diese Diskussion deshalb irgendwo hinfällig, da das Fahrzeug entsprechend (eben als Hybrid) ausgelegt ist.
Ansonsten hätte man irgendwo einen sehr großen Akku-Pack für dieses Nutzfahrzeug installieren müssen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.16 15:01 durch Rolf Schreiter. -
Re: Ich war beinahe begeistert...
Autor: Der Spatz 11.05.16 - 15:57
So wie ich das Verstanden habe ist der LKW ein e-LKW (Antrieb über Elektromotoren) mit bessererem Puffer-Akku und einem eingebauten Stromgenerator (der Verbrenner) der mehr oder weniger die ganze Zeit läuft und den Strom für die Motoren generiert (Bei Spizenlast dann + Akkupower, bei wenig Last lädt er die Akkus).
Gegenüber einem "normalen" LKW wäre hier der Vorteil, dass der Verbrenner weniger auf Elastizität und mehr auf Effizienz ausgelegt sein kann (Höherer nutzbarer Wirkungsgrad im echten Leben) und im Dauerstau auf der Interstate kurz vor LA, SF oder einer anderen Großstadt in den USA auch mal länger aus bleiben kann und nicht Stundenlang im Leerlauf vor sich hin dieselt.
Weiter muss der Verbrenner nicht die Leistung haben um die Rockies mit vollem Container hoch zu kommen sondern kann kleiner Dimensioniert werden (Die restlichen 300kw kommen dann aus den Akkus und kurz bevor die alle sind kommt die "Bitte 10Minuten Pause zum Laden" Meldung ;-)



