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  5. › Elektroauto: Opel Ampera-E kostet…

Teuer machen = klein halten

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  1. Teuer machen = klein halten

    Autor: Tarnatos 21.04.17 - 13:17

    Wie so oft wird hier ein utopischer Preis festgesetzt damit, und hier unterstelle ich mal Vorsatz, man sagen kann "Wir haben es versucht, aber die Menschen wollen diese Autos nicht!"

    Wir brauchen ein Auto für die Masse, welches erschwinglich ist. Ich zähle mich durchaus zu den besser Verdienern, aber ein Auto für 40.000¤ würde ich mir trotzdem nicht kaufen, egal ob E-Auto oder Verbrenner.

    Ich behaupte mal, das der Absatzmarkt für Neufahrzeuge in DE von Firmenkunden bestimmt wird. Diese benötigen die Fzg jedoch idR für die Langstrecke und das ist mit Ausnahme von Tesla in DE noch nicht möglich.

    Ergo werden E-Fzg zu den Preisen zunächst mal Nieschenprodukte bleiben.

    Schön wäre es, wenn sich die damalige Erfolgsgeschichte des Käfers im E-Mob Bereich wiederholen würde.

    Renault geht da mit dem ZOE schon einen guten Weg. Aber >20.000¤ muss man auch für diesen noch berappen.

    Auch sind Ladesäulen immer noch ein Thema. Nicht nur, dass es zu wenige davon gibt, nein, die (bewußt?) fehlende Regulierung des Marktes hat ein Ladesäulen Wirrwar geschaffen, das selbst E-Mob Interessierte abschreckt. Hier geht es nur mit KK, hier nur mit zuvor gekaufter PrePaid Karte, hier muss man sich vorher registrieren. Ach und hier müssen Sie sich zurvor an der Kasse melden, blöd nur wenn diese nicht 24h besetzt ist.

    Ich sage nicht es ist alles schlecht, aber so wie man es bisher umsetzt darf man sich nicht wundern, dass die Fzg nicht gekauft werden.

    Ein Schelm wer da an den EV-1 denkt ...
    https://archive.org/details/WhoKilledTheElectricCar123

  2. Re: Teuer machen = klein halten

    Autor: stiGGG 21.04.17 - 13:23

    Tarnatos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie so oft wird hier ein utopischer Preis festgesetzt damit, und hier
    > unterstelle ich mal Vorsatz, man sagen kann "Wir haben es versucht, aber
    > die Menschen wollen diese Autos nicht!"

    Ist hier eine spezielle Situation, der neue Ampera wurde nämlich nicht von Opel entwickelt sondern von GM (das Original heißt Chevy Bolt). Da Opel nicht mehr zu GM gehört kommt der Ampera eh nur wegen alter Verträge, aber GM hat Opel massiv die Stückzahlen gekürzt, da der Bolt in den USA schon eine größere Nachfrage hat als sie bedienen können. Da Opel jetzt selbst nichtmal genug hat um die etwas geringere Nachfrage in Europa zu decken ist es natürlich logisch, dass sie keinen Kampfpreis fahren.

  3. Re: Teuer machen = klein halten

    Autor: Berner Rösti 21.04.17 - 13:24

    Tarnatos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie so oft wird hier ein utopischer Preis festgesetzt damit, und hier
    > unterstelle ich mal Vorsatz, man sagen kann "Wir haben es versucht, aber
    > die Menschen wollen diese Autos nicht!"

    Schon mal dran gedacht, dass eine neue Technik einfach teurer ist, als eine seit Jahren in der Massenfertigung durchoptimierte?

    Aber klar, so einfach kann es ja nicht sein. Es muss eine Verschwörung dahinter stecken!

  4. Re: Teuer machen = klein halten

    Autor: Tarnatos 21.04.17 - 13:34

    Es geht hier nicht um Verschwörungstheorien.

    Ich bin im E-Mob Bereich tätig und kann durchaus bewerten ob neue Technologien teuer sind oder nicht.

    Die Frage ist vielmehr will man Fahrzeuge günstig verkaufen, die in der Entwicklung noch sehr teuer sind? Oder will man lieber den Profit maximieren und so lange Verbrenner verkaufen bis es nicht mehr geht, denn diese Technologie ist doch bereits vorhanden. Große Sprünge dürfen wir da nicht mehr erwarten. Technologisch ist der Verbrennungsmotor "nahezu fertig entwickelt". Das Wunder der Null-Emission wird nicht passieren...

    Vielmehr prangere ich die Haltung des Staates an die eine klare Richtung verweigert.

    Schauen wir uns Länder wie Schweden an, die durch geziehlte Subvention in manchen Bereichen schon soweit sind, dass sie diese wieder zurücknehmen können, da die Fzg angenommen werden.

    In Deutschland merkt man nichts davon. Weder führt man eine klare Linie bei den Ladesäulen noch wird der Kauf von E-Fzg effizient gefördert.

    - 4000¤ bei 40000¤ Neupreis sind ein Witz!
    - Busspuren mitbenutzen? Hat eigentlich schon mal jemand dran gedacht das diese idR durch Busampeln geregelt werden? Welcher normale PKW Fahrer kennt diese Zeichen?
    - Freiparken. Gute Sache. Daumen hoch.

    Ich bin mal so frei und vergleiche das mit Getränkepreisen in einem Lokal wo ein großes Pils billiger ist als ein großes Wasser. Was wird wohl eher gekauft?! (...)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.04.17 13:34 durch Tarnatos.

  5. Re: Teuer machen = klein halten

    Autor: Berner Rösti 21.04.17 - 14:00

    Tarnatos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht hier nicht um Verschwörungstheorien.
    >
    > Ich bin im E-Mob Bereich tätig und kann durchaus bewerten ob neue
    > Technologien teuer sind oder nicht.
    >
    > Die Frage ist vielmehr will man Fahrzeuge günstig verkaufen, die in der
    > Entwicklung noch sehr teuer sind? Oder will man lieber den Profit
    > maximieren und so lange Verbrenner verkaufen bis es nicht mehr geht, denn
    > diese Technologie ist doch bereits vorhanden.

    Schon seltsam... Wie viele Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor hat Tesla denn so im Programm? Und was soll noch gleich das Model 3 kosten?

    <Loriot>Ach</Loriot>

  6. Re: Teuer machen = klein halten

    Autor: bernd71 21.04.17 - 14:07

    Tarnatos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht hier nicht um Verschwörungstheorien.
    >
    > Ich bin im E-Mob Bereich tätig und kann durchaus bewerten ob neue
    > Technologien teuer sind oder nicht.
    >
    > Die Frage ist vielmehr will man Fahrzeuge günstig verkaufen, die in der
    > Entwicklung noch sehr teuer sind? Oder will man lieber den Profit
    > maximieren und so lange Verbrenner verkaufen bis es nicht mehr geht, denn
    > diese Technologie ist doch bereits vorhanden. Große Sprünge dürfen wir da
    > nicht mehr erwarten. Technologisch ist der Verbrennungsmotor "nahezu fertig
    > entwickelt". Das Wunder der Null-Emission wird nicht passieren...
    >

    Ist schon böse wenn Unternehmen Profit machen wollen. Moment, sind sie nicht sogar dazu verpflichtet. Und wer bei Opel von Profitmaximierung spricht sollte mal einen Blick auf deren Zahlen werfen.

    Aber wie hier schon erwähnt wurde baut Telsa, frei von allen Altlasten, ja die gewünschten billigen Autos die jetzt ja schon möglich sein sollen.

  7. Re: Teuer machen = klein halten

    Autor: chewbacca0815 21.04.17 - 15:50

    Tarnatos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schauen wir uns Länder wie Schweden an, die durch geziehlte Subvention ...

    Norwegen, nicht Schweden; Subventionen beinhalten: keine Mehrwertsteuer (25% anstatt unserer 19%), keine Anmeldungsteuer (verdoppelt etwa den Preis des Wagens), keine Mautgebühren, kostenloses Parken und kostenloses Laden. Das Ganze summierte sich allein für 2016 auf rund 400 Millionen Euro Steuerausfall auf.

    > - 4000¤ bei 40000¤ Neupreis sind ein Witz!

    nein, 10% - wieviel willst Du denn noch oben drauf haben? Das sind deutlich mehr als die damilige Abwarkprämie!

    > - Busspuren mitbenutzen? Hat eigentlich schon mal jemand dran gedacht das
    > diese idR durch Busampeln geregelt werden? Welcher normale PKW Fahrer kennt
    > diese Zeichen?

    Diese Zeichen haben keinerlei Gültigkeit für andere Verkehrsteilnehmer. Fährst Du bei "grün für Bus" los, fährst Du bei Rot über die Ampel - ohne Ausredeoption.

    > - Freiparken. Gute Sache. Daumen hoch.

    Gibt's doch schon längst

    > Ich bin mal so frei und vergleiche das mit Getränkepreisen in einem Lokal
    > wo ein großes Pils billiger ist als ein großes Wasser. Was wird wohl eher
    > gekauft?! (...)

    In München die Regel anstatt die Ausnahme. Drum ist in Bayern Bier auch Grundnahrungsmittel. Til Schweiger hat das sicherlich berücksichtigt.

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