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Akku: Miete/Leasing vs. Kauf

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  1. Akku: Miete/Leasing vs. Kauf

    Autor: Kondratieff 02.07.19 - 09:00

    Hier im Forum wird fleißig (aber i.d.R. einseitig) über den Sinn des Akku-Mietmodells diskutiert. Dabei haben solche Geschäftsmodelle auch in anderen Bereichen - z.B. Licht mieten anstatt Lampen kaufen (siehe Philips) oder die zu leasende Gebäudefassade - vor allem im Zuge des gesamtgesellschaftlichen Nachhaltigkeitstrends zugenommen.

    Der Grund:
    Durch die o.g. Geschäftsmodelle wird einerseits der Schwerpunkt auf die zu erbringende Leistung und weniger auf das Produkt gelegt. Im Beispiel von Philips ging es darum, dass ein Unternehmen keine Lampen sondern Licht als Zielvereinbarung haben wollte - und zwar so effektiv und (kosten- und energie-)effizient wie möglich. Mit diesem Kniff hat Philips nicht versucht, mehr Lampen zu verbauen (was eben nicht Ziel der Geschäftsvereinbarung war), sondern besonders effiziente und langlebige, weil ein Austausch der Lampen entsprechende Kosten für Philips verursacht.

    Andererseits verbleibt die Produktverantwortung beim Hersteller und wird nicht auf den Endanwender bzw. Mieter übertragen. Damit geht einher, dass der Hersteller z.B. eine einfache Wartbarkeit und (z.B. im Beispiel von Fassaden) auf eine gute Rückbau- und Rezyklierfähigkeit (z.B. wenig Klebefügungen, sortenrein trennbar etc.) achtet.

    Ähnliches wird auch beim Akku-Mietmodell der Hintergrund sein: Der Fahrer kauft zwar das Fahrzeug, mietet aber den Akku. Damit bleibt die Produktverantwortung des Akkus beim Hersteller, der dafür sorgt, dass der Akku bei erreichen der Verschleißgrenze ausgetauscht und der alte Akku ggfs. einer gewinnbringenden (bzw. kostensenkenden) Zweitnutzung oder zumindest in eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft überführt wird.

  2. Re: Akku: Miete/Leasing vs. Kauf

    Autor: correto 02.07.19 - 09:07

    Das, was du beschreibst, ist im Grunde im Leasingmodell abgebildet. Man behält für Mobilität, nicht für das Auto. Nur bei der Batteriemiete kann man das Auto gar nicht erst nutzen, wenn man die Akkumiete nicht bezahlt. Insofern wäre es doch ehrlicher von Renault, die Mietvariante komplett auf Leasing umzustellen und zum Kauf nur die Variante mit Kaufbatterie anzubieten.

  3. Re: Akku: Miete/Leasing vs. Kauf

    Autor: Eheran 02.07.19 - 09:08

    >Damit bleibt die Produktverantwortung des Akkus beim Hersteller, der dafür sorgt, dass der Akku bei erreichen der Verschleißgrenze ausgetauscht
    Genau dem widersprechen die anderen hier. Der Akku wird nicht getauscht.

  4. Re: Akku: Miete/Leasing vs. Kauf

    Autor: correto 02.07.19 - 09:11

    Ich meine dazu gelesen zu haben, dass die verbaute Bruttokapazität höher ist und somit via Software quasi ungenutzte Kapazität hinzugefügt wird. Wäre ich Renault, würde ich also etwas über die versprochene Mindestkapazitat erhöhen, um möglichst lange damit durchzukommen.

  5. Re: Akku: Miete/Leasing vs. Kauf

    Autor: Kondratieff 02.07.19 - 09:12

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Damit bleibt die Produktverantwortung des Akkus beim Hersteller, der dafür
    > sorgt, dass der Akku bei erreichen der Verschleißgrenze ausgetauscht
    > Genau dem widersprechen die anderen hier. Der Akku wird nicht getauscht.

    Das ist natürlich ungünstig für den Verbraucher/Fahrer. Allerdings bleibt der Akku trotzdem im Besitz von Renault, womit die anderen Effekte zum Tragen kommen.

  6. Re: Akku: Miete/Leasing vs. Kauf

    Autor: Kondratieff 02.07.19 - 09:17

    correto schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das, was du beschreibst, ist im Grunde im Leasingmodell abgebildet. Man
    > behält für Mobilität, nicht für das Auto. Nur bei der Batteriemiete kann
    > man das Auto gar nicht erst nutzen, wenn man die Akkumiete nicht bezahlt.
    > Insofern wäre es doch ehrlicher von Renault, die Mietvariante komplett auf
    > Leasing umzustellen und zum Kauf nur die Variante mit Kaufbatterie
    > anzubieten.

    Ich habe den Punkt mit der Ehrlichkeit noch nicht so ganz verstanden (ich stehe da vielleicht etwas auf dem Schlauch), aber der Punkt, den ich in meinem Beitrag stark gemacht habe, ist ja die Produktverantwortung. Egal ob der "Rest" des Wagens gekauft oder auch gemietet oder geleast wird, bleibt der Akku im Besitz von Renault. Damit hat Renault den Anreiz, Batterien einzusetzen (bzw. herzustellen - keine Ahnung, ob sie die Akkus selbst herstellen), die langlebig sind und nach dem Dienst im Fahrzeug entweder mit relativ kleinen Einbußen in anderen Settings weitergenutzt werden können (stationärer Energiespeicher o.Ä.) und/oder zumindest die wertvollen Bestandteile für neue Akkus recycelt werden können.

  7. Re: Akku: Miete/Leasing vs. Kauf

    Autor: correto 02.07.19 - 13:17

    Bzgl Produktverantwortung hast du völlig recht, da kann man den Herstellern gewiss unterstellen, dass diese ein größere Interesse an Haltbarkeit und Qualität haben, oder aber sie können Verträge entsprechend ihren Vorstellungen gut durchsetzen. Und genau das ist beim Zoe doch schon eher der Fall. Klar hat man als Kunde die Wahl und kann einen anderen Hersteller wählen, doch wer den Zoe kauft und sich auf den Mietvertrag einlässt, ist nach aktuellem Stand einfach völlig von Renault abhängig. Wenn die morgen entscheiden, die Miete zu verdoppeln, wirkt sich das unmittelbar auf den Wert des Fahrzeuges aus, das man selbst bezahlt hat.

    Ehrlich war wahrscheinlich der falsche Begriff für das, was ich meinte. Ich denke eben eher, dass sich der Zoe mit Mietbatterie nur für einen kurzen Zeitraum rechnet. So wie es vorhin jemand geschrieben hat: die alten Autos kriegt man kaum noch verkauft, weil niedrige Kapazität und dann auch noch Miete.

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