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Grüner Verbotspopulismus

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  1. Grüner Verbotspopulismus

    Autor: Kawim 02.03.21 - 11:27

    Während Deutschland erneuerbare Energien ausbauen will und dafür die Bürger den immensen Preis schultern lässt, setzen zB. Frankreich und Japan massiv auf Atomstrom, China auf Kohle und andere klassische Energieträger (und ja die Anzahl an Menschen in China ist deutlich größer, aber der Anteil an Menschen der diese Energie verbraucht ist deutlich geringer und ja mehr sich China entwickelt desto mehr Menschen werden ebenso große Mengen an Energie beanspruchen, also ein Teufelskreis). USA benutzt Fracking und andere Methoden, mal abgesehen davon dass deren Energieverbrauch pro Person bereits unglaublich hoch ist. Deutschland ist schon extrem auf Energiesparen eingestellt und das ist grundsätzlich auch eine gute Sache aber es muss irgendwo verhältnismäßig und dem Bürger zumutbar sein, und damit gemeint sind nicht nur Öko-Fans mit gutem Einkommen sondern auch die sozial schwächeren, bestes Beispiel ist der Strompreis der zu den höchsten der Welt gehört, Frankreich, Niederlande, Norwegen, überall bezahlt man erheblich weniger, teils nur die Hälfte, und das bei höherem Einkommen. Es bringt nichts mit Gewalt immer mehr Verbote durchzusetzen (siehe die Tempolimit Diskussion) wenn in anderen Ländern viel mehr erreicht werden könnte. Was viele vergessen ist auch dass unsere Erde nicht an der Landesgrenze endet, dh. schon von Grund auf sollte versucht werden das Engagement in die internationale Ebene zu leiten weil nur dort langfristig etwas bewirkt werden kann. Die Illusion "wenn wir uns kaputtsparen und alles verbieten der Umwelt zuliebe werden es die anderen auch tun" ist schlicht ein Märchen, die Chinesen lachen vermutlich eher drüber.

  2. Re: Grüner Verbotspopulismus

    Autor: chacka 02.03.21 - 13:28

    An Ihnen ist die Tatsache vorbei gegangen das Wind und Photovoltaik heute tatsächlich die billigste form der Energiegewinnung ist.
    Atomstrom und Kohle sind nur leichter zu handhaben als Wind und Solar jedoch nicht günstiger.
    Von den ungelösten Problemen des Atommülls welcher in Zukunft weitere Kosten verursachen wird gar nicht zu reden (oder von der potentiellen Gefahr unserer derzeitigen Atomreaktoren)
    Und auch Kohle ist nicht nur schmutzig sondern auch teuer!

    Leider hat Wind ein Akzeptanzproblem was etwas verwunderlich ist wenn man sich anschaut wie die Landschaft vollkommen zerstört und verschandelt wird wenn man Braunkohle abbaut.
    Der Braunkohle Abbau wird jedoch rücksichtslos durchgesetzt und bei Wind ist die Politik plötzlich sehr zimperlich.
    Der Grund ist offensichtlich, die Energiekonzerne haben eine starke Lobby und wollen auch weiterhin den Bürger unter ihrer Kontrolle und in Abhängigkeit halten.
    Sie sind tatsächlich nur ein halbinformiertes Opfer der absichtlichen Fehlinformationsstrategie der Energiekonzerne.

    Wenn jedes Haus in Deutschland optimal mit Photovoltaik ausgestattet wird plus Photovoltaik auf landwirtschaftlichen Flächen (man kann beides kombinieren) und erforderliche Speichertechnologien, dann kann Deutschland schon bald 100% des Strombedarfs selber decken incl. elektrischer Mobilität.
    Und wenn dann noch Wind dazu kommt können wir auch den Wärmebedarf selbst decken.

    Das ist Volkswirtschaftlich langfristig sehr sinnvoll (also gut, selbst wenn man ein Wunschdenker ist der den Klimaschutz noch immer für nicht notwendig hält).
    Also, informieren sie sich doch bitte über objektive Tatsachen und werfen Sie ihre Ideologische Brille in den Müll wo sie hingehört.

    Klar ist die Energiewende mit Investitionen und Arbeit verbunden aber dies wird sich für uns langfristig finanziell lohnen davon abgesehen das es für den Klimaschutz zwingend notwendig ist.
    Übrigens baut China massiv Erneuerbare Energien aus, weit mehr als es Deutschland zur zeit macht (pro Kopf).
    Und auch die USA unter den Demokraten plant den Ausbau erneuerbarer Energien, Trump hätte das eigentlich auch schon machen müssen aus den erwähnten Gründen aber seine ideologische Verblendung stand da wohl im Weg (oder die Amerikanische Energielobby und Bestechungsgelder?).
    Davon abgesehen ist es auch egal was andere Länder machen, Deutschland sollte zuerst vor seiner eignen Tür kehren.
    Das heißt dann auch die Versprechen die wir in Paris gegeben haben zumindest einhalten und damit auch Vorbild sein.

    Im übrigen können Verbote manchmal sehr gut und im objektivem Interesse aller sein.
    Absolute Freiheit ist etwas woran nur Kinder ernsthaft glauben.
    In einer Menschlichen Gesellschaft auf einem endlichen Planeten muss man sich mit relativer Freiheit zufrieden geben.
    Vernünftige Menschen sehen das auch ein aber manche sind hier selbst mit über 40 noch immer nicht erwachsen.

  3. Re: Grüner Verbotspopulismus

    Autor: Iomega 02.03.21 - 13:36

    Da hast du absolut recht. Dass das alles sozial verträglich umgesetzt wird liegt dann leider oft in der Hand der Politiker und die machen das momentan eher schlecht als recht.

  4. Re: Grüner Verbotspopulismus

    Autor: Palerider 02.03.21 - 13:44

    Amen Bruder. Wie toll das mit der Freiwilligkeit und der Vernunft der Bürger aussieht durfte man gerade in den letzten Monaten nur zu gut beobachten - leider brauchen wir Verbote und wenn die Grünen 'Verbotspartei' genannt wird, halte ich das erstmal nicht für beleidigend - kommt halt auf die Verbote an...

  5. Re: Grüner Verbotspopulismus

    Autor: Iomega 02.03.21 - 14:00

    Jedes einzelne Gesetz ist im Grunde ein Verbot. Ganz ohne würde ich auch nicht leben wollen.

  6. Re: Grüner Verbotspopulismus

    Autor: mgutt 02.03.21 - 14:07

    Das einzige was falsch gemacht wurde ist die Förderung an die Energiegewinnung zu koppeln. Einmalige Prämien hätten genauso gut funktioniert und sie hätten uns bereits jetzt kostenlosen Strom eingebracht. Zumindest hätte man es verbieten sollen, dass jemand damit Gewinn macht. Dh die Förderung hätte nicht die eigene Stromrechnung übersteigen dürfen. Es gibt nämlich einige, die damit gutes Geld verdienen und gar kein Interesse daran haben den Strom zu speichern.

    Ich glaube auch nicht, dass wir PV auf Feldern brauchen. Wenn jedes Haus PV auf dem Dach und/oder der Fassade hat, reicht das doch.

  7. Re: Grüner Verbotspopulismus

    Autor: Clown 02.03.21 - 14:45

    chacka schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von den ungelösten Problemen des Atommülls welcher in Zukunft weitere
    > Kosten verursachen wird gar nicht zu reden (oder von der potentiellen
    > Gefahr unserer derzeitigen Atomreaktoren)

    Das muss nicht nur kein Problem sein, sondern kann auch ebenfalls zur Stromerzeugung dienen: Atommüll transmutieren mittels schneller Brüter. Das Problem ist nur, dass die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, hier noch einiges an Forschung betrieben werden müsste und Gelder aber dank Atomausstieg nicht zu bekommen sind.
    Das löst natürlich noch nicht das Problem, dass ein Meiler potentiell deutlich gefährlicher ist als eine Batterie an Windkraft-/PV-Anlagen, wäre aber zumindest für die Langzeitfolgen (auch und insb für bereits vorhandenen Atommüll) eine gute Lösung.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  8. Re: Grüner Verbotspopulismus

    Autor: chacka 02.03.21 - 15:05

    Man kann immer alles auch besser machen.
    Tatsache ist aber auch das das erste EEG die ersten Anreize geschaffen hat in die Erneuerbaren zu investieren.
    Sowas nennt sich glaube ich Anschubfinanzierung.

    Klar hat der Deutsche Stromkunde hier kräftig gezahlt aber langfristig waren diese Mehrkosten gut angelegt (zumindest für die Weltweite Energiewende).
    Leider hat die CDU/CSU die deutsche Wirtschaft der Erneuerbaren abgewürgt so das nun die Chinesen nun das ernten was wir gesät haben :(
    Stattdessen wurden Milliarden in die veraltete Kohle und Atomindustrie gepumpt die schon heute unrentabel ist.
    Ich würde sogar polemisch sagen die CDU/CSU hat unsere Zukunft für einen Judaslohn an die Energiekonzerne verkauft.
    Abermilliarden Steuergelder wurden so fehlgeleitet, das mehrfache von dem was das EEG je gekostet hat.

    Und ja wenn ich mir aktuelle technische Lösungen anschaue (insbesondere z.B. das Picea System der Firma HPS) dann sieht man das sich ein Einfamilien- und kleine Mehrfamilienhäuser schon heute komplett selbst mit Strom und Wärme versorgen können und unter umständen sogar noch das E-Auto laden.

    Auch werden neue Solarmodule mit bis zu 10% mehr Wirkungsgrad entwickelt...

    Ich denke man kann optimistisch sein.

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