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Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

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  1. Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Cassiel 19.10.17 - 13:24

    Einmal mit Profis arbeiten…

  2. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: mattaut 19.10.17 - 13:57

    wird selber von Tesla so empfohlen!
    bitte gar schön..

  3. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: solaris1974 19.10.17 - 13:58

    Oh man, dieses Halbwissen. 2,2% des Akkugewichtes sind Lithium, der Rest normale Metalle und Kunststoff.

    Löschung: AUSREICHEND UND VIEL WASSER

  4. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: lear 19.10.17 - 17:29

    Du kannst auch "ausreichend und viel™" Sand draufkippen.
    Solange da noch Lithium ist, geht es bei Wasserkontakt in Rauch auf - bestenfalls fackelt es den Rest mit ab, schlimmestenfalls erhöht es den Druck in der Zelle bis zur Detonation.

    Es geht hier nicht darum, den Brand zu löschen - das ist fast nicht möglich (bzw. unverhältnismäßig aufwendig und teuer) - sondern ausschließlich darum, ihn einzudämmen. Das Lithium, die Akkus und der größte Teil des Fahrzeuges fackeln einfach ab.

  5. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Eheran 19.10.17 - 17:35

    Und wenn man Salz im Auto hat, dann ist Natrium dabei.. auch nicht mit Wasser löschen?
    In dem Akku gibt es kein _metallisches_ Lithium.

  6. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: zampata 19.10.17 - 18:56

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange da noch Lithium ist, geht es bei Wasserkontakt in Rauch auf -

    Das stimmt übrigens gar nicht. Dünn Chemiker hatte mir das mal erklärt. Klar Lithium reagiert heftig mit Wasser. In einem Akku liegt Lithium aber immer als Ion vor, egal ob geladen oder leer. Und Lithium als ion reagiert ganz normal mit Wasser.

  7. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: gadthrawn 20.10.17 - 08:26

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn man Salz im Auto hat, dann ist Natrium dabei.. auch nicht mit
    > Wasser löschen?
    > In dem Akku gibt es kein _metallisches_ Lithium.

    Das stimmt nicht ganz.
    Bei Akkurecycling wird Lithium eher vernachlässigt - als was es noch genutzt wird ist dann als Schlacke/Metall/Verbundsotff als Dämmmaterial für .. Akkus.

  8. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: tomate.salat.inc 20.10.17 - 09:05

    Ich bin da mal so naiv und behaupte: Die von Tesla haben da mehr Ahnung als du :-/

  9. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Levial 20.10.17 - 11:52

    Immer wieder interessant wie viele Leute Profis auf einem Gebiet sind von dem sie nicht die geringste Ahnung haben.

  10. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Levial 20.10.17 - 11:54

    In einem Akku liegt Lithium vor allem als Lithium-Oxid vor. Bei Akkus für E-Autos als Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Oxid welches überhaupt nicht mit Wasser reagiert.

  11. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: narea 20.10.17 - 12:23

    Warum fangen dann LiPo Akkus Feuer, wenn man sie aufsticht?
    Hab keine Ahnung, ernstgemeinte Frage.

  12. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Tantalus 20.10.17 - 13:44

    narea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum fangen dann LiPo Akkus Feuer, wenn man sie aufsticht?
    > Hab keine Ahnung, ernstgemeinte Frage.

    Weil Du einen Kurzschluss verursachst,der aufgrund der hohen Ladungsdichte einen hohen Strom und damit eine große Hitzeentwicklung bewirkt.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  13. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Thrawn67 20.10.17 - 14:51

    Ganz schön reißerische Aufmachung in diesem Artikel.

    Ich bin selbst bei der Feuerwehr und habe schon manches Auto auf der Autobahn gelöscht und zerschnitten.

    Fahrzeugbrände werden pratisch IMMER unter Atemschutz MIT Löschschaum bekämpft.
    Erstens ist in JEDEM Auto so viel Kunststoff verbaut, das niemand genau weiß, was bei der Verbrennung an giftigen Gasen freigesetzt wird. Da geht jeder verantwortungsbewusste Einsatzleiter auf Nummer sicher. Der eine oder andere Feuerwehrrambo vielleicht nicht, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Zweitens kann sich z.B. ausgelaufenes Öl, das über seinem Flammpunkt erhitzt ist, immer wieder selbst entzünden. Daher der Schaum. der verhindert, das erneut Sauerstoff zum heissen Öl genannt. Die Jungs im Video löschen ohne Schaum, oder der Zumischer funktioniert nicht richtig. Man sieht einen Kameraden mit dem gelben Schaummittel kanister durchs Bild rennen. Auf dem Boden ist kein Schaum erkennbar.

    Was ist also die Erkenntnis?
    -Oh ein Tesla brennt! So wie ca 15.000 Benzin und Dieselautos alle Jahre in Deutschland. Ja, auch Teslas können brennen. Na und?
    -Ja, auch beim Löschen eines Teslas trägt die Feuerwehr Atemschutz. Wie bei allen anderen Fahrzeugen auch.
    Die anschliessende Quarantäne wurde wohl eher aus Unsicherheit gegenüber dem neuen Element beschlossen.

    So what?


    BTW: Film und >Schitt< ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.10.17 14:59 durch Thrawn67.

  14. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: bombinho 20.10.17 - 15:02

    Aus welchem Betrachtungswinkel kommst du zu dieser Erkenntnis?

  15. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Eheran 20.10.17 - 16:28

    Du zitierst mich aber ich sehe absolut nicht, was an meiner Aussage nun mit deinen Aussage nicht zusammen passen soll. Auf recycling habe ich mich ja nirgendwo bezogen.
    Davon abgesehen werden Li-Ion-Akkus wohl kaum zu Isolation verarbeitet. Zumal ein elektrisch leitfähiges Dämmmaterial (Metall im Verbund) wohl kaum geeignet ist für Akkus.

  16. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Jogibaer 20.10.17 - 16:57

    Thrawn67 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz schön reißerische Aufmachung in diesem Artikel.
    >
    > Ich bin selbst bei der Feuerwehr und habe schon manches Auto auf der
    > Autobahn gelöscht und zerschnitten.
    >
    > Fahrzeugbrände werden pratisch IMMER unter Atemschutz MIT Löschschaum
    > bekämpft.
    > Erstens ist in JEDEM Auto so viel Kunststoff verbaut, das niemand genau
    > weiß, was bei der Verbrennung an giftigen Gasen freigesetzt wird. Da geht
    > jeder verantwortungsbewusste Einsatzleiter auf Nummer sicher. Der eine oder
    > andere Feuerwehrrambo vielleicht nicht, aber Ausnahmen bestätigen die
    > Regel.
    > Zweitens kann sich z.B. ausgelaufenes Öl, das über seinem Flammpunkt
    > erhitzt ist, immer wieder selbst entzünden. Daher der Schaum. der
    > verhindert, das erneut Sauerstoff zum heissen Öl genannt. Die Jungs im
    > Video löschen ohne Schaum, oder der Zumischer funktioniert nicht richtig.
    > Man sieht einen Kameraden mit dem gelben Schaummittel kanister durchs Bild
    > rennen. Auf dem Boden ist kein Schaum erkennbar.
    >
    > Was ist also die Erkenntnis?
    > -Oh ein Tesla brennt! So wie ca 15.000 Benzin und Dieselautos alle Jahre
    > in Deutschland. Ja, auch Teslas können brennen. Na und?
    > -Ja, auch beim Löschen eines Teslas trägt die Feuerwehr Atemschutz. Wie bei
    > allen anderen Fahrzeugen auch.
    > Die anschliessende Quarantäne wurde wohl eher aus Unsicherheit gegenüber
    > dem neuen Element beschlossen.
    >
    > So what?
    >
    > BTW: Film und >Schitt< ...

    +1 Danke.

  17. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Stimmy 20.10.17 - 17:28

    Thrawn67 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die anschliessende Quarantäne wurde wohl eher aus Unsicherheit gegenüber
    > dem neuen Element beschlossen.

    Eine gewisse Wiederentzündungs-Gefahr besteht schon, wenn noch spannungsführende Akku-Zellen vorhanden sind:
    Durch die Hitze könnte deren Separator zwischen positiver und negativer Elektrode beschädigt worden sein, und dann bei minimalen Änderungen der Umgebungsbedingungen (z.B. Abkühlung in der Nacht) ein Kurzschluss entstehen, der die Zelle und umliegende Zellen wieder entzündet.
    Im Prinzip kann das auch nach Monaten noch passieren; besonders wahrscheinlich ist das aber nicht.
    Daher finde ich eine Quarantäne-Zeit schon sinnvoll; es sei denn man ist sich 100% sicher, dass der Akku komplett abgebrannt ist.

  18. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Autor: Eheran 20.10.17 - 18:06

    ... welche die energie speichernden Materialen überhitzt, welche sich daraufhin zersetzen, was zu einer weiteren Wärmeentwickung führt, noch mehr überhitzt usw.
    Bis ggf. der Druck hoch genug ist (durch verdampfendes Lösungsmittel) und den Akku platzen lässt. Die ausströmenden Lösungsmitteldämpfe können sich dann auch noch entzünden. Mit dem Lithium hat das nur am Rande zu tun (durch die Zellchemie die mehr oder weniger anfällig für thermische Zersetzung / runnaway Reaktionen sein kann).

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