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Für deutsche Kunden blöd
Autor: wasabi 20.03.17 - 09:24
Das 60kWh-Modell kostete netto unter 60K, daher gab es die Prämie. War es dann nicht sogar so, dass man das 60er Modell kauft, die Prämie kassiert, dann 75kWh freischaltet und das dann billiger ist, als wenn man direkt das 75kWh Auto gekauft hätte?
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Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: chefin 20.03.17 - 11:34
Kann sein, kann nicht sein, spielt aber keine Rolle, weil die welche sich ein Auto dieser Klasse leisten können, garnicht auf Prämie und Preis schauen.
Wir reden schliesslich von einem 100.000 Euro Zweitwagen. So wie mein Kumpel, der hatte einen Excalibur für "Geschäftsfahrten" einen Lambo fürs rumfahren und weil seine Frau mit beiden nicht klar gekommen ist beim Einkaufen gabs noch einem M3 mit 300PS für den Supermarkt.
Teslas sind also Kurzstreckenfahrzeuge für Manager die sich das überhaupt leisten können. Bereits wenn man 300Km weit zur Tagung oder Meeting fahren muss wird es eng mit der Akkuladung. Man möchte schliesslich nicht auf der freien Autobahn mit 120 dahinschleichen, weil der nächste Stau einem Zeit kostet, die man nicht mehr aufholen kann. Die Ansprüche sind hier hoch, Zeit ist Geld. Und selbst wenn man nun nur 200km weit fahren muss, braucht man einen zusätzlichen Fahrer um das Fahrzeug an die Ladesäule zu fahren und dort wieder abzuholen, während man im Meeting ist. Den für die Rückfahrt reicht die Ladung nicht. So bleibt es also auf maximal 150km Reichweite begrenzt. Und dazu kommt, das es nervt, wenn man mal freie Autobahn hätte, theoretisch also seine 200kmh halten könnte, nach 10km der Wagen aber reduziert bis hin zu 150kmh max. Das ist nämlich die Dauerspeed welches die Akkus aushalten. Alles drüber können sie nur kurz abgeben. Der Motor kann effizient gekühlt werden, die Akkus eher nicht.
Also nichts für das Tagesgeschäft. Den die Arbeitspendler denen das Fahrzeug gut reichen würde, können sich einfach kein 100.000 Euro Auto leisten, das nach 8 Jahren Akkuersatz braucht für 30.000 Euro. Und der rest des Autos wird wohl nach 8 Jahren auch nicht mehr so tadellos sein. Da muss dann einiges an Reparatur aufgewendet werden. Jährliche Abschreibung dürfte also über 15.000 Euro liegen. Das Geld muss man erstmal verdienen und ins Auto stecken können. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: oxybenzol 20.03.17 - 12:21
chefin schrieb:
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> Also nichts für das Tagesgeschäft. Den die Arbeitspendler denen das
> Fahrzeug gut reichen würde, können sich einfach kein 100.000 Euro Auto
> leisten, das nach 8 Jahren Akkuersatz braucht für 30.000 Euro. Und der rest
> des Autos wird wohl nach 8 Jahren auch nicht mehr so tadellos sein. Da muss
> dann einiges an Reparatur aufgewendet werden. Jährliche Abschreibung dürfte
> also über 15.000 Euro liegen. Das Geld muss man erstmal verdienen und ins
> Auto stecken können.
Ein Neuwagen für 100.000¤ verliert in 2 Jahren die Hälfte seines Wertes. Der Wertverlust spielt also kaum ne Rolle. Zudem bezweifle ich, dass ein 60 oder auch 75 kWh Akku 30.000¤ kostet, da der Preis bei Powerpacks bei 250$/ kWh liegt.
Ansonsten denke ich auch, dass durch die fehlende Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn das E-Auto in Deutschland so unbeliebt ist. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: SanderK 20.03.17 - 12:27
oxybenzol schrieb:
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> chefin schrieb:
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>
> > Also nichts für das Tagesgeschäft. Den die Arbeitspendler denen das
> > Fahrzeug gut reichen würde, können sich einfach kein 100.000 Euro Auto
> > leisten, das nach 8 Jahren Akkuersatz braucht für 30.000 Euro. Und der
> rest
> > des Autos wird wohl nach 8 Jahren auch nicht mehr so tadellos sein. Da
> muss
> > dann einiges an Reparatur aufgewendet werden. Jährliche Abschreibung
> dürfte
> > also über 15.000 Euro liegen. Das Geld muss man erstmal verdienen und
> ins
> > Auto stecken können.
>
> Ein Neuwagen für 100.000¤ verliert in 2 Jahren die Hälfte seines Wertes.
> Der Wertverlust spielt also kaum ne Rolle. Zudem bezweifle ich, dass ein 60
> oder auch 75 kWh Akku 30.000¤ kostet, da der Preis bei Powerpacks bei 250$/
> kWh liegt.
>
> Ansonsten denke ich auch, dass durch die fehlende Höchstgeschwindigkeit auf
> der Autobahn das E-Auto in Deutschland so unbeliebt ist.
Wer E-Auto fahren will, gerne, keine Probleme. Aber an der ermangelung, der Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen, kann ich mir zumindest nicht Vorstellen.
Gibt ja nun auch hier genug, die diese Missachten und schneller fahren. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: Berner Rösti 20.03.17 - 12:58
SanderK schrieb:
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> > Ansonsten denke ich auch, dass durch die fehlende Höchstgeschwindigkeit
> auf
> > der Autobahn das E-Auto in Deutschland so unbeliebt ist.
>
> Wer E-Auto fahren will, gerne, keine Probleme. Aber an der ermangelung, der
> Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen, kann ich mir zumindest nicht
> Vorstellen.
>
> Gibt ja nun auch hier genug, die diese Missachten und schneller fahren.
Es ist schon ein Unterschied, ob man mal ein Tempolimit überschreitet oder ob man jederzeit schnell fahren darf.
Meine bevorzugte Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn liegt bei 150 km/h, sofern es die Verkehrsverhältnisse erlauben. Das ist schon eine Geschwindigkeit, bei der die Reichweite des Tesla S erheblich sinkt, weshalb für mich ein solcher Wagen selbst dann, wenn ich das Geld tatsächlich übrig hätte, nicht in Frage käme. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: Mel 20.03.17 - 13:22
Gotteswillen... Soviel Präpotenz und Boniertheit in einem einzigen Post...
Selbstverständlich schaut der Käufer eines 80.000 ¤ Autos auf den Preis. Die Vergünstigung kann den Ausschlag machen zwischen leistbar und nicht leistbar.
Den Tesla als Zweitwagen... Naja. Der Tesla ist der Erstwagen - der Zweitwagen wird hauptsächlich benutzt wenn der Laderaum des Teslas nicht ausreicht. Die Reichweite war noch nie ein Grund den Tesla stehen zu lassen. Im Gegenteil, längere Strecken sind wesentlich angenehmer damit zu bewältigen. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: Zockermike 20.03.17 - 13:47
chefin schrieb:
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> Man möchte schliesslich nicht auf der
> freien Autobahn mit 120 dahinschleichen, weil der nächste Stau einem Zeit
> kostet, die man nicht mehr aufholen kann.
Das Argument habe ich bis jetzt nur von dir "Freie fahrt für freie Bürger"-Fraktion gehört. Erstens entstehen Staus wegen zu wenig Sicherheitsabstand und zu hohen Geschwindigkeiten (damit ein Unfall vermieden werden kann, muss stärker gebremst werden, worauf der Hintermann noch stärker bremsen muss, worauf dessen Hinterman..., etc.. bis ein Auffahrstau entsteht).-
Und zweitens hat man bei konstanten Geschwindigkeiten, an die sich alle halten, weniger Stau:
"Europaweit befindet sich Deutschland damit auf dem dritten Platz hinter Belgien und den Niederlanden, wo Fahrer 58 Stunden bzw. 45 Stunden im Jahr verschwendet haben. Die Belgier verbringen demnach fast so viel Zeit im Stau, wie die Fahrer in der deutschen Stauhauptstadt Stuttgart." (http://www.presseportal.de/pm/70926/2679008)
Okay, und jetzt noch ein konkretes Beispiel aus meiner Erfahrung. Ich bin mit 140km/h auf der A5 Richtung süden gefahren. Irgendwann hat mich mit >200 ne gelbe Corvette überholt. 30Mins (30 mins!) bin ich in nen Stau gefahren. Nach 5 Mins in diesem Stau war die Corvette wieder in Sichtweite...
"Nicht aufholbare Zeit" ist einfach nur ein Schwachsinnsargument. Das "schnell fahren, schnell ankommen"-Argument zählt ausschließlich, wenn man in keinen einzigen Stau auf der Strecke fährt. Und das wiederum ist heutzutage eher selten der Fall, nach meiner Erfahrung.
Ich persönlich kann es kaum erwarten, in ein paar Jahren Model3, oder vielleicht sgoar ModelS zu fahren :) -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: Berner Rösti 20.03.17 - 14:08
Zockermike schrieb:
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> "Nicht aufholbare Zeit" ist einfach nur ein Schwachsinnsargument. Das
> "schnell fahren, schnell ankommen"-Argument zählt ausschließlich, wenn man
> in keinen einzigen Stau auf der Strecke fährt. Und das wiederum ist
> heutzutage eher selten der Fall, nach meiner Erfahrung.
Ich weiß ja nicht, wo du so herum fährst, aber ich versuche Staus weitestgehend zu vermeiden und bekomme das auch gut hin. Dass man früher ankommt, wenn man schneller fährt, ist dann nur logisch.
Ob es sinnvoll ist, steht nicht weiter zur Debatte. Auch all diese Geschichten, dass man ja im nächsten Stau oder an der nächsten Ampel den anderen dann wieder eingeholt hat.
Wenn wir alle rational denken würden, dann würden wir nicht mit 1,5 Tonnen für 80 kg Mensch durch die Gegend eiern.
Außerdem hat "chefin" nur beschrieben, was die Beweggründe für den Kauf eines Autos sind.
Niemand, wirklich niemand den ich auch nur im entferntesten irgendwo mal getroffen hätte, hat mir gegenüber gesagt: Ich kaufe mir 'ne lahme Schüssel, denn dann verursache ich weniger Staus und bin ohnehin nicht langsamer als alle anderen. Sorry, aber so denken Menschen nun einmal nicht. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: soilentgreen 20.03.17 - 14:16
@Chefin:
Zürich<->Mailand geht völlig problemlos mit einem Model S. Je nach Modell geht sogar Zürich<->Luxemburg. Da kommt der Wagen dann auf dem Rückweg spätestens für höchstens 30 Minuten an einen Supercharger aber eher zwischendurch (z.B. in Lugano bzw. in Strassburg) , weil die wenigsten Leute mehr als 3h am Stück fahren wollen. Wenn das Kurzstrecke ist und das Model S nur ein Zweitwagen, nur weil der Wagen nicht Zürich-Rom durchgehend schafft, dann frage ich mich langsam, auf welcher Insel manche Leute wie Du leben. Die Schweizer, Italiener, Österreicher und Franzosen denken auf der Autobahn bestimmt nicht ständig ans Zeit aufholen im Vergleich zu einem Deutschen "Autobahn-Raser".
Deutschland ist nicht der Nabel der Welt - die unbegrenzte Deutsche Autobahn-Raserei gibt es nirgendwo in Europa, ausser bei illegalen Autorennen, geschweige denn auf der ganzen Welt. Ich hoffe das irgendwann in Deutschland eine Tempobegrenzung auf 120-130km/h eingeführt wird, dann hören diese schwachsinnigen Posts auf und es wird dann zudem weniger Energie vernichtet, um Luft schneller wegzuschieben. Ich finde es unverantwortlich, dass man in Deutschland mit 350km/h oder mehr fahren darf, während viele Autos technisch noch nicht einmal in der Lage dazu sind die Hälfte dieser Geschwindigkeit maximal schnell zu fahren.
Was sollen eigentlich die LKW Fahrer sagen, die Portugal <-> Deutschland fahren? Nach diesem Post könnte man annehmen, das die garnicht ankämen, weil die so langsam sind. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: Berner Rösti 20.03.17 - 15:17
soilentgreen schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> ...die unbegrenzte Deutsche
> Autobahn-Raserei gibt es nirgendwo in Europa, ausser bei illegalen
> Autorennen...
Aha. Wenn man also gerne mit 140 km/h fährt, ist man ein "Raser", der anderswo "illegale Autorennen" bestreiten würde?
> Ich hoffe das irgendwann in Deutschland eine Tempobegrenzung auf
> 120-130km/h eingeführt wird, dann hören diese schwachsinnigen Posts auf ...
Klingt irgendwie nach Neid. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: gadthrawn 20.03.17 - 16:41
Zockermike schrieb:
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> chefin schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Man möchte schliesslich nicht auf der
> > freien Autobahn mit 120 dahinschleichen, weil der nächste Stau einem
> Zeit
> > kostet, die man nicht mehr aufholen kann.
>
> Das Argument habe ich bis jetzt nur von dir "Freie fahrt für freie
> Bürger"-Fraktion gehört. Erstens entstehen Staus wegen zu wenig
> Sicherheitsabstand und zu hohen Geschwindigkeiten (damit ein Unfall
> vermieden werden kann, muss stärker gebremst werden, worauf der Hintermann
> noch stärker bremsen muss, worauf dessen Hinterman..., etc.. bis ein
> Auffahrstau entsteht).-
>...
> Stau, wie die Fahrer in der deutschen Stauhauptstadt Stuttgart."
In Stuttgart hast du zu hohe Geschwindigkeiten nach deiner ersten These... ;-) Und jetzt mal nachgedacht. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: soilentgreen 20.03.17 - 16:42
Berner Rösti schrieb:
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> soilentgreen schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > ...die unbegrenzte Deutsche
> > Autobahn-Raserei gibt es nirgendwo in Europa, ausser bei illegalen
> > Autorennen...
>
> Aha. Wenn man also gerne mit 140 km/h fährt, ist man ein "Raser", der
> anderswo "illegale Autorennen" bestreiten würde?
Nein, so war das nicht gemeint :-) Ich meinte damit einfach nur das unbegrenzt schnelle fahren, habe das etwas übertrieben "Raserei" genannt, bezugnehmend auf das Deutsche Computergame "Autobahn-Raser". Mit den illegalen Autorennen meinte ich Streetracing Veranstaltungen wie Gumball 3000. Dort fährt man deutllich schneller als 140 in der Schweiz.
> > Ich hoffe das irgendwann in Deutschland eine Tempobegrenzung auf
> > 120-130km/h eingeführt wird, dann hören diese schwachsinnigen Posts auf
> ...
> Klingt irgendwie nach Neid.
Wir sind vermutlich Landsleute. Schau mal auf meine Fahrt-Beispiele. Die habe ich nicht umsonst so gewählt :-) Daher habe ich keinen Grund neidisch zu sein, sondern bin sehr froh in einem Land mit Tempolimit auf der Autobahn zu leben. Ich hoffe lediglich, das Deutschland ein Tempolimit einführt, damit ein weiteres Hindernis für E-Mobilität aus dem Weg geräumt wird und aus Umweltschutzgründen mehr Energie gespart wird. Wenn potentielle Oberklasse Käufer erwarten, das ein Elektromobil 3h am Stück 250km/h läuft, dann stellt das ein Kaufhindernis dar in einem Land, wo so etwas erlaubt ist auf Strecken ohne Beschränkungen. In Deutschland ist vermutlich einer der Kaufgründe für ein Auto-Oberklassen Fahrzeug, dass damit das maximal technisch mögliche Geschwindigkeitslimit ausgereizt werden kann oder zumindest möglichst an der Grenze des persönlich fahrbaren Limits zu sein. Im grossen Kanton .de gibts einen Tuning Markt zur Aufhebung von 250km/h Begrenzungen, damit z.B. ein BMW M5 dann endlich 305km/h schnell fährt.
In Deutschland ist VMax scheinbar superwichtig, während praktisch überall sonst Elastizität&Beschleunigung viel höher gewichtet werden für eine Kaufentscheidung. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: medium_quelle 20.03.17 - 16:44
Und ich fordere eine Begrenzung auf maximal 30 qm Wohnfläche pro Bürger. Alles andere kostet nur unnötig Energie beim Heizen und erhalten. Zudem darf zu Hause nicht mehr gekocht werden. Der Aufwand für jeden seine Kartoffeln selbst zu kochen ist vom Energieaufwand viel zu aufwändig. Dann verbieten wir noch Urlaubsreisen die weiter als bis zur Ostsee sind.
Wer noch mehr Vorschläge für eine saubere Zukunft braucht, soll mir eine PM schreiben. Wenn die Grünen Ideen brauchen, würde ich einen Platz auf der Bundesliste ganz vorn nicht ablehnen. Ich verkaufe dafür auch gern mein Auto und besorge mir Turnschuhe für den Bundestag. Meinen Fleischkonsum werde ich aber nicht einschränken. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: gadthrawn 20.03.17 - 16:45
soilentgreen schrieb:
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> die unbegrenzte Deutsche
> Autobahn-Raserei gibt es nirgendwo in Europa,... Ich hoffe das irgendwann
> in Deutschland eine Tempobegrenzung auf 120-130km/h eingeführt wird,
Die Anzahl an Pendler gibt es auch nirgendwo anders, die lange Strecken pendeln müssen... Vor 50 Jahren hat man auch noch vor der Haustür gearbeitet wie in Griechenla... schlechtes Beispiel.. sagen wir Portug... ach ne da ist die Arbeitslosigkeit auch hoch und man zieht nicht so gerne um... Ach ja das Positivbeispiel für dich: Vatikanstadt. Ach ne, die reisen ja sogar überdurchschnittlich häufig mit dem Flugzeug. Schweiz - da bleibt man doch sicher in der Schlucht, in die man geboren wurde? -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: Berner Rösti 20.03.17 - 17:02
soilentgreen schrieb:
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> Nein, so war das nicht gemeint :-) Ich meinte damit einfach nur das
> unbegrenzt schnelle fahren, habe das etwas übertrieben "Raserei" genannt,
> bezugnehmend auf das Deutsche Computergame "Autobahn-Raser". Mit den
> illegalen Autorennen meinte ich Streetracing Veranstaltungen wie Gumball
> 3000. Dort fährt man deutllich schneller als 140 in der Schweiz.
Aber was hat das für eine Praxis-Relevanz?
Tatsache ist, dass in Deutschland bei entsprechender Verkehrslage der Verkehr bei Geschwindigkeiten oberhalb 130 km/h fließt, ohne Probleme zu verursachen.
"Hochgeschwindigkeitsunfälle" sind trotz aller Unkenrufe selten.
> Ich hoffe lediglich, das Deutschland ein Tempolimit
> einführt, damit ein weiteres Hindernis für E-Mobilität aus dem Weg geräumt
> wird und aus Umweltschutzgründen mehr Energie gespart wird.
Sorry, was ein Schmarrn. Nur weil das derzeit einzige Oberklassen-E-Mobil für den US-Markt konstruiert wurde und daher bei Geschwindigkeiten oberhalb der dort zulässigen aus dem optimalen Wirkungsgrad gerät, sollen wir bei uns ein Tempolimit einführen?
Pauschal zu sagen, dass man dabei Energie spart, ist auch zu kurz gesprungen, da es letztlich auf die jeweiligen Wirkungsgrade der Fahrzeuge ankommt.
Ich fahre mit meinem derzeitigen Wagen übrigens spritsparender, wenn ich lange Strecken mit 140 km/h über die Autobahn fahre, als wenn ich morgens zur Arbeit "staue".
Und in Anbetracht der Tatsache, das gerade E-Autos ja langfristig "umweltneutral" mit Strom aus regenerativen Quellen gespeist werden, ist ein Sparen aus "Umweltgründen" wohl hinfällig, oder?
> Im grossen Kanton .de gibts einen Tuning Markt zur Aufhebung von 250km/h
> Begrenzungen, damit z.B. ein BMW M5 dann endlich 305km/h schnell fährt.
> In Deutschland ist VMax scheinbar superwichtig, während praktisch überall sonst
> Elastizität&Beschleunigung viel höher gewichtet werden für eine Kaufentscheidung.
Ähm... Dass es eine kleine Randgruppe Idioten gibt, denen Vmax ein paar Zentimeter in der Hose geben, heißt das doch noch lange nicht, dass das a) für alle Käufer der 40 Millionen in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge gilt und b) überhaupt irgend eine Relevanz für die von dir vorgebrachten Argumente hat.
Selbst wenn in Deutschland ein paar Leute mit 300 km/h über die Autobahn blasen, ist das, was da bei denen hinten rauskommt, ein feuchter Furz gegen die Masse der übrigen 40 Mio Autos, die mit durchschnittlich 50 bis 60 km/h durch die Gegend fahren.
Ja, genau das ist die Durchschnittsgeschwindigkeit, mit der ein Auto hierzulande bewegt wird. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: Berner Rösti 20.03.17 - 17:03
gadthrawn schrieb:
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> soilentgreen schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > die unbegrenzte Deutsche
> > Autobahn-Raserei gibt es nirgendwo in Europa,... Ich hoffe das
> irgendwann
> > in Deutschland eine Tempobegrenzung auf 120-130km/h eingeführt wird,
>
> Die Anzahl an Pendler gibt es auch nirgendwo anders, die lange Strecken
> pendeln müssen... Vor 50 Jahren hat man auch noch vor der Haustür
> gearbeitet wie in Griechenla... schlechtes Beispiel.. sagen wir Portug...
> ach ne da ist die Arbeitslosigkeit auch hoch und man zieht nicht so gerne
> um... Ach ja das Positivbeispiel für dich: Vatikanstadt. Ach ne, die
> reisen ja sogar überdurchschnittlich häufig mit dem Flugzeug. Schweiz - da
> bleibt man doch sicher in der Schlucht, in die man geboren wurde?
YMMD. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: soilentgreen 20.03.17 - 17:10
gadthrawn schrieb:
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> Schweiz - da
> bleibt man doch sicher in der Schlucht, in die man geboren wurde?
Nicht ganz, da pendelt man überwiegend per ÖV zur Arbeit weil die Deutschen Grenzgänger angeblich die Autobahnen, Grenzen und Tunnels verstopfen :-) -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: soilentgreen 20.03.17 - 18:08
Editiert wegen Grammatikfehler
Berner Rösti schrieb:
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> soilentgreen schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Nein, so war das nicht gemeint :-) Ich meinte damit einfach nur das
> > unbegrenzt schnelle fahren, habe das etwas übertrieben "Raserei"
> genannt,
> > bezugnehmend auf das Deutsche Computergame "Autobahn-Raser". Mit den
> > illegalen Autorennen meinte ich Streetracing Veranstaltungen wie Gumball
> > 3000. Dort fährt man deutllich schneller als 140 in der Schweiz.
>
> Aber was hat das für eine Praxis-Relevanz?
Den täglichen Autobahnalltag mit Geschwindigkeiten weit über 130km/h in Deutschland erlebt man in den Nachbarländern nur bei illegalen Autorennen.
> Sorry, was ein Schmarrn. Nur weil das derzeit einzige Oberklassen-E-Mobil
> für den US-Markt konstruiert wurde und daher bei Geschwindigkeiten oberhalb
> der dort zulässigen aus dem optimalen Wirkungsgrad gerät, sollen wir bei
> uns ein Tempolimit einführen?
Nicht unbedingt deswegen. Wenn der Mission-E wie von Porsche versprochen das Dauergeschwindigkeits Problem nicht hat und andere E-Autos dem dann irgendwann nachfolgen, ist mein Argument aus der Welt geräumt.
> Pauschal zu sagen, dass man dabei Energie spart, ist auch zu kurz
> gesprungen, da es letztlich auf die jeweiligen Wirkungsgrade der Fahrzeuge
> ankommt.
Da kann ich Dir so nicht zustimmen. Bei einem Limousinen-typischen cw-Wert ist die Strömungs Widerstandskraft bei 250km/h 4-5 mal höher als bei 120km/h, unabhängig vom Wirkungsgrad.
> Ich fahre mit meinem derzeitigen Wagen übrigens spritsparender, wenn ich
> lange Strecken mit 140 km/h über die Autobahn fahre, als wenn ich morgens
> zur Arbeit "staue".
Dieses Argument gilt überwiegend für Verbrenner-Fahrzeuge.
> Und in Anbetracht der Tatsache, das gerade E-Autos ja langfristig
> "umweltneutral" mit Strom aus regenerativen Quellen gespeist werden, ist
> ein Sparen aus "Umweltgründen" wohl hinfällig, oder?
Ja, vorausgesetzt dass genügend regenerative Energien zur Verfügung stehen zum sehr schnellen fahren. Wenn man in Deutschland dreimal so viel Solar Panels und Windkrafträder zur Stromerzeugung für Autos benötigen würde, um unbegrenzt schnell auf der Autobahn fahren zu können, im Vergleich zu den Nachbarländern, könnte man darüber nachdenken, ob ein Tempolimit Sinn macht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.03.17 18:21 durch soilentgreen. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: oxybenzol 20.03.17 - 18:15
Berner Rösti schrieb:
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> Pauschal zu sagen, dass man dabei Energie spart, ist auch zu kurz
> gesprungen, da es letztlich auf die jeweiligen Wirkungsgrade der Fahrzeuge
> ankommt.
Hier mal die Formel, mit der man die Kraft berechnet, die benötigt wird um den Luftwiderstand zu überwinden.
0,5*Dichte(Luft)*cw*Stirnfläche*v²
Beim NEFZ sind es 120 km/h und du fährst 140 km/h. Der Verbrauch durch den Luftwiderstand steigt also um ein Drittel. Sicherlich wird der Verbrauch je nach Getriebeübersetzung noch n paar Prozent steigen oder fallen. -
Re: Für deutsche Kunden blöd
Autor: ArcherV 20.03.17 - 18:34
oxybenzol schrieb:
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> chefin schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
>
> > Also nichts für das Tagesgeschäft. Den die Arbeitspendler denen das
> > Fahrzeug gut reichen würde, können sich einfach kein 100.000 Euro Auto
> > leisten, das nach 8 Jahren Akkuersatz braucht für 30.000 Euro. Und der
> rest
> > des Autos wird wohl nach 8 Jahren auch nicht mehr so tadellos sein. Da
> muss
> > dann einiges an Reparatur aufgewendet werden. Jährliche Abschreibung
> dürfte
> > also über 15.000 Euro liegen. Das Geld muss man erstmal verdienen und
> ins
> > Auto stecken können.
>
> Ein Neuwagen für 100.000¤ verliert in 2 Jahren die Hälfte seines Wertes.
> Der Wertverlust spielt also kaum ne Rolle. Zudem bezweifle ich, dass ein 60
> oder auch 75 kWh Akku 30.000¤ kostet, da der Preis bei Powerpacks bei 250$/
> kWh liegt.
>
> Ansonsten denke ich auch, dass durch die fehlende Höchstgeschwindigkeit auf
> der Autobahn das E-Auto in Deutschland so unbeliebt ist.
Der Wertverlust ist bei Hybriden und E-Autos deutlich geringer. Siehe mobile und Autoscout..



