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Maximal schlechter Zeitpunkt

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  1. Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: derdiedas 24.03.20 - 11:46

    Ich denke 2020 werden die Menschen andere Sorgen haben als Ihren fahrbaren Untersatz zu wechseln.

    Ich denke der Gebrauchtmarkt wird bald mit Karren dessen Besitzer schnell an Kohle kommen müssen überflutet werden.

    Gruß DDD

  2. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: haltoroman 24.03.20 - 11:52

    Denke ich auch. Man kann ja auch nirgends mehr hinfahren. Ich habe meinen Autokauf auf nächstes Jahr verschoben.

  3. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: bolzen 24.03.20 - 12:10

    Genau diese Denkweise wird uns eine Wirtschaftskrise der Jahrtausends bescheren.
    Weiter so und wir/ihr werdet euch nie wieder ein Auto kaufen.

  4. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: derdiedas 24.03.20 - 12:26

    Das ist keine Denkweise, sondern eine vollkommen logische Verhaltensweise.

    1. In unsicheren Zeiten tätigt man keine Investitionen die nicht wirklich notwendig sind.
    2. man tätigt nur die Investitionen die unumgänglich sind.
    3. Wenn man Geld "übrig" hat, investiert man in Dinge die man derzeit aufgrund der Krise weit unter Wert erwerben kann, und die eine Wahrscheinlichkeit haben nach der Krise einen großen Wertzuwachs zu erzielen.

    Und so kauft nur jemand ein neues Auto der entweder so viel Geld besitzt das es Ihm egal ist. Oder jemand der schlichtweg nicht mehr alle Latten am Zaun hat.

    Gruß DDD

    Gruß H.

  5. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: berritorre 24.03.20 - 13:58

    Wenn die Unternehmen die "Wirtschaft aufrecht" erhalten wollen können sie ja ganz normal weiter produzieren, als wäre nichts gewesen. Dann läufts auch super...

    Warum sollten die Konsumenten weiter konsumieren, aber die Unternehmen können ihren "Konsum" und die Produktion herunterfahren?

    Völlig normal, dass man nicht notwendige Anschaffungen jetzt erstmal zurückschraubt. Auf beiden Seiten.

  6. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: gadthrawn 24.03.20 - 15:09

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist keine Denkweise, sondern eine vollkommen logische Verhaltensweise.

    Wenn man noch nie von Inflation gehört hat.

    Geld wird nicht mehr erwirtschaftet wenn alle Bänder stillstehen. Nur weiter gedruckt. Damit wird es weniger wert.

    Oder um es dir so zu verdeutlichen:

    06.08.1923 - 923 Mark
    17.09.1923 - 2.100.000 Mark
    15.11.1923 - 320.000.000.000 Mark

    Das waren jeweils Kosten für ein Ei in Deutschland.

    Also du produzierst jetzt weniger. In bestimmten Bereichen steigen die Preise schon jetzt stark (such mal online nach Desinfektionsmittel, Masken, Klopapier, Lieferdienstleistungen, ...).

    Sparen für die Not klappt bei Geld bei einer Inflation nicht - wenn das was auf deinem Konto ist in 3 Monaten nicht mal für ein einziges Ei reicht ist es logisch nutzlos auf dem Konto.

    Daher ist eine Flucht in Sachwerte durchaus logisch - falls man mit einer Inflation oder ähnlichem als durchaus logischer Folge einer heruntergefahrenen Wirtschaft rechnet.

    Je weniger konsumiert und versucht wird zu sparen desto stärker wird der Effekt - Preise für Lebensmittel ziehen dann an - gibt ja "freies" Einkommen, also können die Leute auch teuer bezahlen.
    (D. hat sehr niedrige Lebensmittelpreise im Vergleich zu anderen, ärmeren Ländern).

    Normalerweise bricht auch ein Gesundheitssystem nach einer Inflation weitgehend zusammen.

  7. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: derdiedas 24.03.20 - 16:54

    ( ) Wirtschaftssystem verstand - leider nein

    Wir hatten 1929 kein Liquditätsproblem, sondern ein Schuldenproblem. Alles Geld des Planeten ist ohne Ausnahmen basierend auf Schulden. Und diese Schulden macht nun für uns (weil wir uns das aktuell auch gar nicht trauen) der Staat (den wieder wir repräsentieren).

    Sprich wir geben nun weniger Geld aus, dafür macht das für uns nun die Regierung - was am Ende auch das System am laufen hält.

    Das Geld wird erst dann entwertet, wenn niemand diesen Wert durch Schulden die er auch zurückzahlen kann deckt.

    Deshalb ist es auch ökonomisch in diesem Konstrukt auch sinnvoll (so abstrus es erscheinen mag) das der Staat sich seiner Bürger statt verschuldet. Damit wird dieses Schneeballsystem am laufen gehalten.

    Das was Du beschreibst werden wir unausweichlich irgendwann haben, da das Buchgeld ohne jede Kontrolle wächst. (Banken können mittlerweile beliebig viel Kredit geben ohne das sie es jemals besessen haben). Corona kommt nun allen beteiligten mehr als recht, da es aus diesem System Luft ablässt und damit dieses Schneeballsystem noch ein paar weitereJahre am Leben erhält.

    Die Bürger haben mit diesem Schneeballsystem nur noch am Rande was zu tun, denn nur noch wenige Prozentpunkte der Geldströme basieren überhaupt noch auf Waren und Dienstleistungen.

    Gruß DDD



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.20 17:13 durch derdiedas.

  8. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: pre3 24.03.20 - 17:28

    Jetzt heißt es Sachwerte günstig einzukaufen, weil deren Besitzer dringend Cash brauchen. Grundstücke, Autos, Rohstoffe - alles wird an Wert verlieren da viele Leute diese Dinge auf einmal loseisen müssen.

    Es kommt auf das Timing an...

    Im Moment noch ist Cash King... Man muss es nur im richtigen Augenblick in Sachwerte drehen. Denn danach kommt der beschriebene Preisanstieg und die Geldentwertung.

    Derzeit würde ich auch nicht konsumieren (einen Neuwagen kaufen) sondern richtige stabile Sachwerte...

  9. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: Panzergerd 24.03.20 - 21:11

    2/3 der Neuzulassungen sind gewerblich: https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/neuzulassungen_inhalt.html

    Wenn die normalerweise 3jährigen Leasingverträge enden, werden die Leute weiterhin Folgeverträge abschließen, denn sie wollen ja nicht zu Fuss gehen.

  10. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: gadthrawn 24.03.20 - 21:36

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ( ) Wirtschaftssystem verstand - leider nein
    >
    > Wir hatten 1929 kein Liquditätsproblem, sondern ein Schuldenproblem. Alles
    > Geld des Planeten ist ohne Ausnahmen basierend auf Schulden. Und diese
    > Schulden macht nun für uns (weil wir uns das aktuell auch gar nicht trauen)
    > der Staat (den wieder wir repräsentieren).


    Sorry.. ich hab das zwar vor einer Ewigkeit studiert, aber ein gutes Gedächtnis.

    Nach einigen monetären Inflationstheorien (einigermassen erklärt im Gabler - das Standard Wirtschaftslexikon) ist eben der Zusammenhang zwischen Geldmenge und realen Produktionsmenge vorhanden.
    Die alten 1:1 Beziehungen wurden in der neuen Quantitätstheorie überarbeitet.

    Du hast auch eine gute Ausgangslage für den keynesianischen Ansatz -> Steigerung der Geldmenge sollte zu niedrigen Zinsen führen um Investitionen zu fördern. Noch niedriger werden Zinsen kaum. Investitionssteigerungen sind nicht zu erwarten. etc.pp.

    Also sorry - vielleicht solltest du dich mal mit den Theorien beschäftigen....

  11. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: DeepSpaceJourney 25.03.20 - 12:25

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke 2020 werden die Menschen andere Sorgen haben als Ihren fahrbaren
    > Untersatz zu wechseln.

    Genau darauf warte ich. Vielleicht kommt in den nächsten Monaten noch eine Neuwagenprämie, oder zumindest stark fallende Preise, damit die Automobilwirtschaft am laufen bleibt.

  12. Re: Maximal schlechter Zeitpunkt

    Autor: Flasher 26.03.20 - 12:04

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke 2020 werden die Menschen andere Sorgen haben als Ihren fahrbaren
    > Untersatz zu wechseln.
    >
    > Ich denke der Gebrauchtmarkt wird bald mit Karren dessen Besitzer schnell
    > an Kohle kommen müssen überflutet werden.
    >
    > Gruß DDD

    Wieso? Ich sitz im Homeoffice, langweile mich und stöber ein bisschen in Onlineshops rum. Hätte ich nicht schon letztes Jahr ein Auto gekauft, dann würde ich jetzt auch nach Autos gucken.

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