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25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

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  1. 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: demon driver 18.10.19 - 13:45

    Im Karosseriebau des Golf etwa stehen 25 Mitarbeiter an der Anlage. Bei den Elektroautos werden es nur noch neun sein, aber die Arbeit wird nicht weniger - der Einsparung durch Automatisierung steht etwa eine höhere Komplexität durch eine größere Modellvielfalt gegenüber, und das gleiche sich aus: Im Karosseriebau würden künftig 100 weniger am Produkt arbeiten, dafür würden 100 weitere Anlagenbediener benötigt – Im Ernst?

    Das muss mir mal jemand erklären – Ich ersetze 100 Mitarbeiter durch teure Maschinen, die zwar unter dem Strich billiger sind, aber auch nicht ohne Betriebskosten arbeiten, und stelle dann woanders 100 zusätzliche Mitarbeiter ein – wie soll das funktionieren, wenn nicht über massiv erhöhte Produktpreise und/oder Stückzahlen, aber diese muss man ja nun erst mal erreichen, und wie bitte glaubt man das schon nur beim aktuellen Preisniveau zu können?

    Da will uns der VW-Pressefuzzi wohl einen Bären aufbinden. Das funktioniert doch bestenfalls nur solange, wie nicht die Konkurrenz ihre dort natürlich genauso eintretenden Automatisierungsvorteile in Preissenkungen münden lässt, wie sie im Elektroautosektor ohnehin längst überfällig wären, wenn man als Gesellschaft eine größere Verbreitung der Elektromobilität haben wollte.

    Und wenn es, oh schreck, das hätten wir jetzt aber nicht erwartet, dann doch nicht funktioniert, dann ist natürlich auch klar, wo die 100 Mitarbeiter bleiben, die man so großspurig angekündigt hat, zusätzlich bezahlen zu können.

  2. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: Dino13 18.10.19 - 13:49

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Karosseriebau des Golf etwa stehen 25 Mitarbeiter an der Anlage. Bei den
    > Elektroautos werden es nur noch neun sein, aber die Arbeit wird nicht
    > weniger - der Einsparung durch Automatisierung steht etwa eine höhere
    > Komplexität durch eine größere Modellvielfalt gegenüber, und das gleiche
    > sich aus: Im Karosseriebau würden künftig 100 weniger am Produkt arbeiten,
    > dafür würden 100 weitere Anlagenbediener benötigt – Im Ernst?
    >
    > Das muss mir mal jemand erklären – Ich ersetze 100 Mitarbeiter durch
    > teure Maschinen, die zwar unter dem Strich billiger sind, aber auch nicht
    > ohne Betriebskosten arbeiten, und stelle dann woanders 100 zusätzliche
    > Mitarbeiter ein – wie soll das funktionieren, wenn nicht über massiv
    > erhöhte Produktpreise und/oder Stückzahlen, aber diese muss man ja nun erst
    > mal erreichen, und wie bitte glaubt man das schon nur beim aktuellen
    > Preisniveau zu können?
    >
    > Da will uns der VW-Pressefuzzi wohl einen Bären aufbinden. Das funktioniert
    > doch bestenfalls nur solange, wie nicht die Konkurrenz ihre dort natürlich
    > genauso eintretenden Automatisierungsvorteile in Preissenkungen münden
    > lässt, wie sie im Elektroautosektor ohnehin längst überfällig wären, wenn
    > man als Gesellschaft eine größere Verbreitung der Elektromobilität haben
    > wollte.
    >
    > Und wenn es, oh schreck, das hätten wir jetzt aber nicht erwartet, dann
    > doch nicht funktioniert, dann ist natürlich auch klar, wo die 100
    > Mitarbeiter bleiben, die man so großspurig angekündigt hat, zusätzlich
    > bezahlen zu können.

    Das ist doch jetzt nichts neues. Jedes mal wenn eine neue Technologie gekommen ist, sind bestimmte Jobs weggefallen und dabei andere entstanden. Leider sind es meistens nur keine Jobs für die die ihren Job da verlieren. Nicht jeder kann erfolgreich weitergeschult werden.

  3. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: 1st1 18.10.19 - 13:50

    Dafür wird die Stückzahl des Werkes durch mehr Effizienz erhöht. Das könnte die Kosten wieder ausgleichen.

  4. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: demon driver 18.10.19 - 14:06

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    [...]
    > > Und wenn es, oh schreck, das hätten wir jetzt aber nicht erwartet, dann
    > > doch nicht funktioniert, dann ist natürlich auch klar, wo die 100
    > > Mitarbeiter bleiben, die man so großspurig angekündigt hat, zusätzlich
    > > bezahlen zu können.
    >
    > Das ist doch jetzt nichts neues. Jedes mal wenn eine neue Technologie
    > gekommen ist, sind bestimmte Jobs weggefallen und dabei andere entstanden.
    > Leider sind es meistens nur keine Jobs für die die ihren Job da verlieren.
    > Nicht jeder kann erfolgreich weitergeschult werden.

    Das war nicht das Thema. Das Thema ist, dass die Regel, dass "bestimmte Jobs weggefallen und dabei andere entstanden" sind, unter dem Strich immer auf weniger Jobs hinausläuft, wenn nicht A) mehr produziert und/oder B) zu deutlich überhöhten Preisen verkauft wird. A) kann auf Dauer nicht überall funktionieren, und B) kann nur solange funktionieren, wie die Konkurrenz keinen Preisdruck macht, also in der Regel nur sehr kurz.

    Wir müssen uns auch darüber Im Klaren sein, dass die aktuell verhältnismäßig geringe Arbeitslosigkeit in Deutschland nur von einer Kombination aus einem notwendig zeitlich begrenzten Konjunkturhoch kommt mit einem Anstieg von Teilzeitarbeit, Minijobs und anderer prekärer Form von Arbeit, um von den professionell gefälschten Arbeitslosigkeitsstatistiken der Arbeitsagentur nicht zu reden.

  5. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: flyhigh79 18.10.19 - 14:12

    Die Komplexität steigt, liest man im Artikel. Aus 2 Modellen werden 6. Gleichzeitig wird die Anzahl der täglich produzierten Fahrzeuge etwas erhöht. Das alles schafft man, ohne zusätzliche Leute einzustellen, indem man an anderen Stellen optimiert.

  6. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: demon driver 18.10.19 - 14:12

    1st1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür wird die Stückzahl des Werkes durch mehr Effizienz erhöht. Das könnte
    > die Kosten wieder ausgleichen.

    Nein, denn wie gesagt: das funktioniert nur solange, wie die Konkurrenz ihre dort ganz genauso möglichen Effizienzsteigerungen nicht ihrerseits in Preissenkungen umsetzt, anstatt für eine kostenintensive "Produktvielfalt" und "Komplextät" mehr Personal einzustellen. Dann sind die VWs ganz schnell für den Weltmarkt zu teuer, und auch VW muss mit den Preisen runter, und dann sind die 100 zusätzlich eingestellte Leute nicht mehr bezahlbar.

  7. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: demon driver 18.10.19 - 14:13

    flyhigh79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Komplexität steigt, liest man im Artikel. Aus 2 Modellen werden 6.
    > Gleichzeitig wird die Anzahl der täglich produzierten Fahrzeuge etwas
    > erhöht. Das alles schafft man, ohne zusätzliche Leute einzustellen, indem
    > man an anderen Stellen optimiert.

    -> #5505021

  8. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: matok 18.10.19 - 14:29

    Um mal etwas generelles zum Thema beizutragen. Dieses Land erwirtschaftet genügend Wohlstand für alle. Nur wird der Wohlstand aktuell suboptimal verteilt. Wir sollten uns weniger Gedanken darüber machen, wieviele Menschen in Zukunft arbeiten oder besser wie lange wir in Zukunft arbeiten. Sondern darüber, wie wir den Wohlstand besser verteilen.

  9. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: demon driver 18.10.19 - 14:47

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um mal etwas generelles zum Thema beizutragen. Dieses Land erwirtschaftet
    > genügend Wohlstand für alle. Nur wird der Wohlstand aktuell suboptimal
    > verteilt. Wir sollten uns weniger Gedanken darüber machen, wieviele
    > Menschen in Zukunft arbeiten oder besser wie lange wir in Zukunft arbeiten.
    > Sondern darüber, wie wir den Wohlstand besser verteilen.

    Das ist auf jeden Fall schon mal ein richtiger Ansatz.

    Wenn wir uns allerdings fragen, was das denn genau ist, was da "erwirtschaftet" wird, wenn wir sagen, wir "erwirtschaften genug Wohlstand", und wie das zustandekommt, dann spielt der Aspekt, den ich hier rausgegriffen habe, tatsächlich eine zentrale Rolle – es geht um monetären "Wert". Und dessen Substanz richtet sich nach investierter menschlicher Arbeit. Und je weniger Menschen noch für die Produktion gebraucht werden (und langfristig wird das zwangsläufig immer weniger, auch wenn es momentan für ein Weilchen nochmal mehr geworden ist hierzulande), umso weniger Wertsubstanz wird erwirtschaftet. Irgendwann reicht es, wenn wir an diesem Wirtschaftssystem festhalten, dann nicht mehr für "genug Wohlstand". Obwohl eigentlich von allen Voraussetzungen im Überfluss da wäre – Ressourcen, Produktivitätsniveau, Arbeitskräfte. Trotzdem gelingt die Wertschöpfung immer schlechter, und die Anzahl derer, die nicht mehr genug haben, steigt weiter, wie schon in den letzten zwei, drei Jahrzehnten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.10.19 14:48 durch demon driver.

  10. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: matok 18.10.19 - 15:16

    In den letzten 20-30 Jahren ist besonders falsch gelaufen, dass die Produktivität nicht im gleichen Maße an die verteilt wurde, die sie erwirtschaften.

  11. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: chewbacca0815 18.10.19 - 15:29

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In den letzten 20-30 Jahren ist besonders falsch gelaufen, dass die
    > Produktivität nicht im gleichen Maße an die verteilt wurde, die sie
    > erwirtschaften.

    Wie soll das denn bitte funktionieren? Ein Roboter hat kein Girokonto!

  12. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: lgo 18.10.19 - 16:19

    Das nicht - aber es gibt durchaus die Idee, Robotern ein Gehalt zu geben. Das bekommen die dann natürlich nicht, sondern Menschen, die beispielsweise von ihnen ersetzt wurden (die haben auch ein Girokonto). Und nein: das ist keine Steuer, denn die wäre ja nicht zweckgebunden.

  13. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: hardsoftlucid 18.10.19 - 16:28

    ein Roboter braucht Strom und der Strom wird bezahlt auf auf ein Girokonto. Dieses Geld müsste wieder besser verteilt werden da es meistens auf die eine oder andere weise auf kosten der Umwelt oder des Planeten auf dem alle leben "produziert" wird.

  14. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: bplhkp 18.10.19 - 17:26

    Unser Problem sind nicht die Jobs die Aufgrund von Automatisierung wegfallen - denn dort bleibt ein Teil erhalten und die Wertschöpfung bleibt im Land. Unser Problem Jobs die zu 100 % wegfallen - so wie in den letzen 20 Jahren in der Handyproduktion oder aktuell beim Thermomix in Wuppertal weil die Produktion nach China wandert. Automatisierung kommt erst nachrangig und hilft sogar noch gehen das Hauptproblem.

  15. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: demon driver 18.10.19 - 17:29

    chewbacca0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > matok schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > In den letzten 20-30 Jahren ist besonders falsch gelaufen, dass die
    > > Produktivität nicht im gleichen Maße an die verteilt wurde, die sie
    > > erwirtschaften.
    >
    > Wie soll das denn bitte funktionieren? Ein Roboter hat kein Girokonto!

    Ein Roboter erwirtschaftet aber auch nichts – nur die Menschen, die ihn entwickeln, produzieren, programmieren, betreiben, beaufsichtigen, warten.

  16. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: demon driver 18.10.19 - 17:36

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In den letzten 20-30 Jahren ist besonders falsch gelaufen, dass die
    > Produktivität nicht im gleichen Maße an die verteilt wurde, die sie
    > erwirtschaften.

    Tatsächlich ist das schon immer so gewesen mit Produktivitätsfortschritten, spätestens seit der industriellen Revolution. Und unter der Rahmenbedingungen des Wirtschaftssystems geht es auch gar nicht anders – Produktivitätsfortschritt heißt ja nichts anders, als dass eine Ware in der Herstellung plötzlich weniger kostet. Und das große Absahnen durch größere Gewinne funktioniert aber auch immer nur begrenzt – die Konkurrenz schläft ja nicht, sondern steigert auch ihre Produktivität, und verwendet die dann zwangsläufig, um sich durch geringere Preise einen Marktvorteil zu verschaffen. Am Ende hat die tolle Produktivitätssteigerung nur bewirkt, dass die Ware bei allen Konkurrenten billiger geworden ist, und das Unternehmen, wenn's blöd läuft, sogar noch mehr herstellen und verkaufen muss, um dieselben Gewinne einzufahren wie vorher. Diejenigen, die das erwirtschaften, können deswegen also nicht wirklich plötzlich höhere Löhne beanspruchen – das kann in diesem System nicht funktionieren.

  17. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: matok 18.10.19 - 17:43

    Echt witzig, wie begrenzt manche denken. So als ob ein Pferdewagen oder eine Kneifzange jemals am Produktivitätsgewinn beteiligt wurde, obwohl sie die Produktivität erhöhten. Roboter sind auch nichts anderes als ein Produktionsmittel.
    Dass aber ein immer größerer Teil des Wohlstands in sehr wenige Taschen fließt, wird überhaupt nicht hinterfragt. Es ist nicht die Frage, ob ein Roboter oder Pferdewagen ein Girokonto hat, es ist die Frage, auf wievielen Girokonten das Erarbeitete landet und in welchem Anteil.

    In einem habt ihr Recht. Robotik und KI werden die Fragen, die ich stelle, akut machen. Und wenn man nicht darauf kommt, den Wohlstand besser zu verteilen, dann werden wir Fackeln und Mistgabeln sehen.

  18. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: demon driver 18.10.19 - 17:44

    bplhkp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unser Problem sind nicht die Jobs die Aufgrund von Automatisierung
    > wegfallen - denn dort bleibt ein Teil erhalten und die Wertschöpfung bleibt
    > im Land.

    Eine reelle Wertschöpfung gibt es nur durch menschliche Arbeit – und wenn dieselbe Arbeit plötzlich mit der Hälfte der Leute passiert, gibt es auch nur noch die halbe Wertschöpfung, auch ganz real wird die spätestens dann drastisch sinken, wenn die Preise entsprechend der gesunkenen Arbeitskosten gefallen sind und auch nicht entsprechend mehr Waren produziert und verkauft werden.

    > Unser Problem Jobs die zu 100 % wegfallen - so wie in den letzen
    > 20 Jahren in der Handyproduktion oder aktuell beim Thermomix in Wuppertal
    > weil die Produktion nach China wandert.

    Der Thermomix ist schon immer im Ausland produziert worden, in Deutschland gab's nur eine kleine Spezialfertigung.

    > Automatisierung kommt erst
    > nachrangig und hilft sogar noch gehen das Hauptproblem.

    Nein, nationalökonomisch ist ganz klar beides ein Problem. Die Angst vor Produktionsabwanderung allerdings, bzw. deren Schüren, dient seit Jahrzehnten dazu, die Arbeitsbedingungen im Land so schlecht wie möglich zu halten und Verbesserungen bei Löhnen und Arbeitszeiten zu bekämpfen.

  19. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: demon driver 18.10.19 - 17:48

    matok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Echt witzig, wie begrenzt manche denken. So als ob ein Pferdewagen oder
    > eine Kneifzange jemals am Produktivitätsgewinn beteiligt wurde, obwohl sie
    > die Produktivität erhöhten. Roboter sind auch nichts anderes als ein
    > Produktionsmittel.

    ++

    > Dass aber ein immer größerer Teil des Wohlstands in sehr wenige Taschen
    > fließt, wird überhaupt nicht hinterfragt. Es ist nicht die Frage, ob ein
    > Roboter oder Pferdewagen ein Girokonto hat, es ist die Frage, auf wievielen
    > Girokonten das Erarbeitete landet und in welchem Anteil.

    Wie ich weiter oben schon andeutete, ist es ein Irrtum anzunehmen, dass durch Produktivitätsfortschritt so viel mehr auf den Unternehmerkonten landen würde anstatt auf den Beschäftigtenkonten. Das geht bestenfalls nur kurze Zeit – wenn die Produktivität nicht sowieso schon gleich zur Preissenkung beim Produkt genutzt wird, passt sich der spätestens dann nach unten an, wenn die Konkurrenz die Produktivitätssteigerung dazu nutzt, und das dauert tendenziell nicht lange. Danach gibt es nicht mehr zu verteilen als vorher. Die Ware wird durch die Produktionssteigerung notwendigerweise weniger wert.

    > In einem habt ihr Recht. Robotik und KI werden die Fragen, die ich stelle,
    > akut machen. Und wenn man nicht darauf kommt, den Wohlstand besser zu
    > verteilen, dann werden wir Fackeln und Mistgabeln sehen.

    Grundsätzlich muss in der Richtung zweifellos etwas passieren – aber man sollte sich nicht zu große Hoffnungen machen, wie viel es da unter den fixen Rahmenbedingungen des Wirtschaftssystems überhaupt zu verteilen gibt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.10.19 17:51 durch demon driver.

  20. Re: 25 Mitarbeiter werden zu 9, aber für 100, die weg müssen, kommen woanders 100 mehr?

    Autor: gadthrawn 18.10.19 - 17:49

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1st1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dafür wird die Stückzahl des Werkes durch mehr Effizienz erhöht. Das
    > könnte
    > > die Kosten wieder ausgleichen.
    >
    > Nein, denn wie gesagt: das funktioniert nur solange, wie die Konkurrenz
    > ihre dort ganz genauso möglichen Effizienzsteigerungen nicht ihrerseits in
    > Preissenkungen umsetzt, anstatt für eine kostenintensive "Produktvielfalt"
    > und "Komplextät" mehr Personal einzustellen. Dann sind die VWs ganz schnell
    > für den Weltmarkt zu teuer, und auch VW muss mit den Preisen runter, und
    > dann sind die 100 zusätzlich eingestellte Leute nicht mehr bezahlbar.

    Oh, das ist kein Problem.

    Bisher wird da ja kein Seat oder Audi produziert.
    Von den 100 im Karrosseriebaue die wegfallen (nicht im Motorenbau) werden mehr Mitarbeiter für mehr Automaten für Modelle der anderen VW Marken am gleichen Standort benötigt.

    Ob dann in Martorell in Spanien was wegfällt ist egal.

    Außerdem wollen sie ja nicht mehr intern Konkurrenz haben. Alle die günstiger Skoda Superb statt Passat oder Octavia statt Golf gekauft haben - haben die Möglichkeit in Zukunft nicht mehr. Skoda soll nur noch kleinere unter Golf/Passat bis 20.000¤ bieten. Müller sagte ja schon - Seat in Zukunft teurer, dafür sportlicher. MEB soll ja auch an Ford gehen etc.pp.

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