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Der Arbeiter muss leiden

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  1. Re: Der Arbeiter muss leiden

    Autor: sp1derclaw 17.05.19 - 12:26

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja ich sags mal so, du bekommst das wofür du bezahlst. Wenn der Chef in
    > so einem großen Konzern wie VW nur eine Million bekommt obwohl er in so
    > ziemlich jedem anderen größeren Betrieb weltweit mehr bekommen würde, dann
    > ist er evtl. nicht der beste oder gibt sich weniger mühe. Gute Leute werden
    > halt mit Geld geködert, das ist so bei Geschäftsführern aber auch bei guten
    > Ingenieuren und co.

    Gefährlich, was du da schreibst. Gleich kommt jemand um die Ecke und behauptet, dass doch jeder den Job des Geschäftsführers machen könnte. :-D

    Es ist wie bei allem im Leben: Angebot und Nachfrage. Und immer ganz wichtig: Wem kannst du trauen? Immerhin hängen an großen Unternehmen lange Historien und viele Mitarbeiter. Und die Gesellschafter haben natürlich Interesse daran, dass ihr Geld erhalten bleibt und vermehrt wird.

    Richtig lustig wird es, wenn jene über "Managergehälter" jammern, die sich z.B. Fußball anschauen und vielleicht sogar Fanartikel kaufen. Laut https://www.welt.de/sport/fussball/article175746522/Jahreseinkommen-Lionel-Messi-laesst-Ronaldo-weit-hinter-sich.html hat ein Lionel Messi in der Saison 2017/2018 126 Millionen Euro rausgeholt. Da können die deutschen DAX-Geschäftsführer nur von träumen.

  2. Re: Der Arbeiter muss leiden

    Autor: nightkids 17.05.19 - 12:45

    die sollen gleich das Auto in Rumänien bauen lassen, da kommen doch eh schon der Großteil der Kabelbäume für deutsche Automobilhersteller her.
    300¤ Monatslöhne für 3 Schicht Arbeiten, super.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.05.19 12:46 durch nightkids.

  3. Re: Der Arbeiter muss leiden

    Autor: ForumSchlampe 17.05.19 - 12:52

    hansblafoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ForumSchlampe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > die lohnkosten sind in deutschland irgendwie nicht das problem denn alle
    > > erhebungen deuten darauf hin dass die produktivität in deutshcland eine
    > der
    > > höchsten weltweit ist
    >
    > Kann man so nicht direkt sagen. Das hängt schon stark von der Branche und
    > dem jeweiligen Unternehmen ab. Wenn wir uns Volumenhersteller anschauen,
    > sollte Toyota z.B. eine deutlich höhere Produktivität als Volkswagen haben.
    > Vom Umsatz her nehmen sie sich nicht viel, der Gewinn von Toyota ist gut 2
    > Mrd. Euro höher (wobei VW beträchtliche Aufwände wegen des Dieselskandals
    > hat), aber Toyota schafft das eben mit 300.000 weniger Mitarbeitern. Die
    > sind also schon deutlich produktiver.

    VW produziert SEHR viel im Ausland, Toyota hat weit weniger Werke außerhalb ihres Heimatmarktes und automatisieren auch deutlich mehr als VW

    Aber Japan gehört auch zu den ländern mit hohen lohnkosten aber sehr hoher produktivität



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.05.19 12:58 durch ForumSchlampe.

  4. Re: Der Arbeiter muss leiden

    Autor: ForumSchlampe 17.05.19 - 12:57

    sp1derclaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kay_Ahnung schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja ich sags mal so, du bekommst das wofür du bezahlst. Wenn der Chef
    > in
    > > so einem großen Konzern wie VW nur eine Million bekommt obwohl er in so
    > > ziemlich jedem anderen größeren Betrieb weltweit mehr bekommen würde,
    > dann
    > > ist er evtl. nicht der beste oder gibt sich weniger mühe. Gute Leute
    > werden
    > > halt mit Geld geködert, das ist so bei Geschäftsführern aber auch bei
    > guten
    > > Ingenieuren und co.
    >
    > Gefährlich, was du da schreibst. Gleich kommt jemand um die Ecke und
    > behauptet, dass doch jeder den Job des Geschäftsführers machen könnte. :-D
    >
    > Es ist wie bei allem im Leben: Angebot und Nachfrage. Und immer ganz
    > wichtig: Wem kannst du trauen? Immerhin hängen an großen Unternehmen lange
    > Historien und viele Mitarbeiter. Und die Gesellschafter haben natürlich
    > Interesse daran, dass ihr Geld erhalten bleibt und vermehrt wird.
    >
    > Richtig lustig wird es, wenn jene über "Managergehälter" jammern, die sich
    > z.B. Fußball anschauen und vielleicht sogar Fanartikel kaufen. Laut
    > www.welt.de hat ein Lionel Messi in der Saison 2017/2018 126 Millionen Euro
    > rausgeholt. Da können die deutschen DAX-Geschäftsführer nur von träumen.

    weil man das eine kritisiert findet man das andere gut?

    Fakt ist, die wohlstandsschere geht immer weiter außeinander, jeder mitarbeiter ist wichtig und bei jeder bezahlung könnte man anführen "billiger bekommt man vielleicht nicht den besten" für den job....das ist auch richtig nur trägt sich ein unternehmen nicht durch den kopf und gerade stehen tut am kopf auch niemand (siehe dieselskandal das durchaus das potential hatte den KOnzern VW zum kippen zu bringen).
    Also ja zu generell höheren gehältern aber eben nicht ja zu jährlich prozentualen steigerungen die dann dazu führen das die obere etage sich vom fließband immer weiter entfernt

  5. Re: Der Arbeiter muss leiden

    Autor: tonictrinker 17.05.19 - 18:07

    hansblafoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiß, was Wertschöpfungstiefe bedeutet. ;-) Und ja, VW (wobei das
    > insbesondere für die Marke VW gilt und nicht für den gesamten Konzern
    > Volkswagen) hat eine hohe Tiefe, nur ist das am Ende des Tages für die
    > reine Zahlenbetrachtung der Produktivität, wie ich sie aufgestellt habe,
    > nicht relevant.

    Na doch. ;-) Weil VW viel mehr Teile selbst produziert kannst Du den Vergleich nicht mit der Mitarbeiteranzahl angehen, ok? Denn genau das machst Du. Du müsstest jetzt auseinandernehmen, wieviele Mitarbeiter in welcher Zeit wieviele Autos produzieren und das kannst Du gar nicht.

  6. Re: Der Arbeiter muss leiden

    Autor: Komischer_Phreak 20.05.19 - 08:07

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lass es, Hauptsache ist schreiben wie böse der Konzern ist! Das der
    > Hauptkostenfaktor weltweit bei allen Firmen die Kosten sind, die durch das
    > Personal verursacht wird scheinen einige immer noch nicht glauben zu
    > wollen! Vergleiche mit Hersteller, die tatsächlich in Billig-Lohn-Länder
    > fertigen und dann zu behaupten, dass diese das doch billiger können
    > beweisen mir immer wieder die -nennen wir es mal so- Dummheit und
    > Unverständnis inkl. den Willen das auch nur zu begreifen!
    >
    > Aber Hauptsache die bösen überbezahlten Firmenchefs! (lustigerweise
    > bekommen Chefs in anderen Ländern um einiges mehr....)

    Ne, bei VW betragen die Personalkosten knapp 15 Prozent, die Kosten für die Materialien liegen bei knapp 50 %. Der Hauptkostenfaktor ist also eigentlich ein anderer. Wird aber mit den Emobilen interessant in der Zukunft, schließlich hat VW ziemlich viele Angestellte in Deutschland. Ist eine gute Frage, was die bei den einfacher zu fertigenden Fahrzeugen mit all ihren Angestellten machen.

  7. Re: Der Arbeiter muss leiden

    Autor: EffEll 21.05.19 - 23:37

    L3G0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Noch interessanter ist ein anderer Gedanke. Ich annehme, dass ein
    > Elektroauto gesehen auf die Lohnkosten günstiger zu produzieren sein
    > sollte als etwa ein normaler Polo. Grund dieses Gedankens ist, dass selbst
    > wenn die Motoren nicht in Deutschland hergestellt werden, es immer noch
    > mehr Arbeitsstunden erfordern sollte einen Benziner/Diesel Wagen zusammen
    > zu schrauben als einen Stromer.
    >
    > Belege für die Annahme habe ich natürlich leider keine.
    >
    > Edit: typo

    Da täuschst du dich gewaltig. VW kalkuliert die E-Modelle mit spitzem Stift. Die ersten Jahre ist die E-Sparte nicht profitabel. Bei jeder verkauften Einheit zahlt VW drauf. Jedoch muss VW einen Fuß in den so wichtigen Markt bekommen, dessen sind sie sich bewusst. Daher kann der Standort Slowakei den Verlust nur verringern, statt die Marge zu erhöhen, wie du es vermutest. Natürlich hast du Recht. Die bisherige Wertschöpfung ging von den Motoren aus. Diese herkömmliche Verbrennerproduktion erfährt zukünftig einen Bedeutungsverlust. Dem gegenüber steht bei einem Elektroauto der Akku, welcher ähnlich aufwendig und sogar weit teurer als ein Verbrennungsmotor ist. Aber VW baut nun eine Batteriefertigungslinie in NDS. Am selben Standort, wo auch bisherige Verbrenner gefertigt werden. Mit dieser Milliardeninvestition steigt VW als erster deutscher Autobauer in die eigene Batteriefertigung ein. Ein wichtiger Schritt. Wohlgemerkt IN Deutschland. Darüber gibt es aber komischerweise keine News. Negative Meldungen klicken sich wohl auch einfach besser. Nicht verwunderlich, dass man dann eher eine solche negative Vermutung anstellt. Völlig ohne Belege. Die Batterie und die ganze Technik dahinter ist noch so teuer, man muss die Fahrzeuge subventioniert an den Mann bringen. Dass aber die Fertigung derer zukünftig in Deutschland mit unseren Tariflöhnen vollbracht wird, ist irgendwie das genaue Gegenteil von deinem hier ausgeführten "interessanten Gedanken". ;-)

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