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1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

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  1. 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: MüllerWilly 18.11.17 - 22:28

    Wie viele Trucks lassen sich wohl an einem Atomkraftwerk aufladen?

    Es wird vermutet, daß der Akku eine Kapazität von 1000 kwh hat.

    Die deutschen Atomkraftwerek haben im Schnitt eine Nettoleistung von 1350 MW. Die Übertragungsverluste im Stromnetz betragen 5,7%. Bleiben also noch 1237 MW übrig zum Laden.

    Wenn der LKW am Supercharger 30 Minuten ganz voll laden würde, wären das 2 MW an Leistung. Sicher wird er nicht voll geladen. Und es gibt Wärmeverluste. Sagen wir 1,5 MW. Somit können 848 LKW gleichzeitig an einem Atomkraftwerk geladen werden.

    Gehen wir mal davon aus, daß man es schafft, daß die LKW zeitlich perfekt verteilt geladen werden. Dann könnten 48 Ladevorgänge pro Tag stattfinden. Das wären 40733 Ladungen. Jeder LKW ist aber 2 mal dabei, also kann man an einem Atomkraftwerk 20366 LKW laden.

    Wir haben rund 2,5 Millionen LKW in Deutschland. Gehen wir mal davon aus, daß jeder 2 mal am Tag geladen werden muss. Das dürfte dann einem 1-Schicht-Betrieb entsprechen. Sicher fahren viele LKW mit 2 Fahrern, aber viele stehen auch mal am Wochenende still. Bei 2,5 Millionen LKW und 20366 LKW pro Atomkraftwerk entspricht das 122,7 Atomkraftwerken.

    Wir haben aber nur 8 Atomkraftwerke. Hm. Ein haben wir jetzt ein Problem?

    Natürlich muss man auch den Strommix betrachten. Atomstrom macht nur 13,1% (Stand 2016) in Deutschland aus. Aber Kohle, Gas oder Öl im Kraftwerk zu Strom machen und dann im E-Auto zu verheizen, spart leider kein CO2 ein.

    Die Windenergie On-Shore macht 12,3% vom Strommix aus. Das wird auch nix, wir können ja nicht mal eben schnell das 16,3-Fache an Windenergie erzeugen.

  2. Re: 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: cyro 18.11.17 - 23:22

    Wir können auch nicht eben mal alle LKWs auf Elektro umstellen. Daher erübrigt sich dein Rechenbeispiel. Wenn aber der Ausbau der regenerativen Energien so weiter geht, wie in den letzten 10 Jahren, werden wir dem Ziel stetig näher kommen. Ganz ohne zusätzliche Atomreaktoren.

  3. Re: 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: henryanki 19.11.17 - 00:07

    MüllerWilly schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber Kohle, Gas oder Öl im Kraftwerk zu
    > Strom machen und dann im E-Auto zu verheizen, spart leider kein CO2 ein.

    Doch, und zwar ganz erheblich! Der Wirkungsgrad ist viel höher (bitte nicht vergessen, dass der Diesel (--> das Erdöl) erst noch zum Tankstellennetz transportiert werden muss, das vergessen die meisten Petrol-Heads leider in ihrer Rechnung).

  4. Re: 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: Vollstrecker 19.11.17 - 09:52

    Dann baut man halt ebend Dieselkraftwerke. Diesel ist ja wohl genug da.

  5. Re: 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: spares4me 19.11.17 - 11:44

    Elektromobilität kann mit günstigem Atomstrom eine hoch interessante Sache sein, aber da wir in Deutschland viel Kohle und Gaskraftwerke haben ist es wie der Aluanteil der auch wieder Strom kostet oft eine Milchmädchenrechnung. Günstiger Strom wie in Schweden oder Kanda würde helfen um das Thema interessanter zu gestalten.

    Im zweiten Halbjahr 2016 kostete eine Kilowattstunde 29,8 Cent für einen privaten deutschen Haushalt. Das ist ein bisschen weniger als die 30,8 Cent pro Kilowattstunde in Dänemark. Aber viel mehr als der EU-Durchschnitt bei 20,5 Cent.

  6. Re: 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: Mixermachine 19.11.17 - 13:07

    Wenn beim Atomstrom die tatsächlichen Kosten wirklich mit gerechnet werden ist der nicht mehr so schicke günstig.
    Rechne mal damit, daß man die Fässer alle 20-50 Jahre neuverpacken muss.
    Dann braucht man ein Endlager (was keiner haben will, so mit wirds teuer).

    Das sind unglaubliche Kosten, die an die Allgemeinheit abgetreten werden.

    Build nicer stuff

  7. Re: 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: Der Spatz 19.11.17 - 14:36

    Sarkastisch:

    Was interessiert es mich was die Allgemeinheit bezahlt, wenn ich mir von der Atomkraftwerks-Aktien Dividende den Roadster kaufen kann ;-)

  8. Re: 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: flogol 19.11.17 - 14:46

    Laut destatis haben wir einen Primärenergieverbrauch durch LKW von ca. 500 PetaJoule / Jahr (also nur ca. 1/3 des Energieverbrauches der Personenkraftwagen).

    https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/UmweltoekonomischeGesamtrechnungen/VerkehrundUmwelt/UGRTransportleistungenEnergieverbrauch5850010149004.pdf?__blob=publicationFile

    Das sind ca. 138 Terrawattstunden.

    Insgesamt mit allen Kraftwerken produzieren wir 650 Terrawatstunden Strom / Jahr und davon 190 Terrawattstunden regenerativ.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Stromerzeugung#Bruttostromerzeugung_nach_Energietr.C3.A4gern_in_Deutschland

    138 Terrawattstunden für die LKWs sind da (wenn man auch noch berücksichtigt, dass die Verlagerung auf E-LKWs sicher sehr langsam über mindestens 20 Jahre hinweg geschehen wird) ein Witz. Soviel können wir in 20 Jahren locker allein mit Offshore-Windkraft zubauen. Das schaffen wir auch in 3 Jahren, wenn wir wollen.

    Aber wenn man von den 138 Terrawattstunden jetzt noch abzieht, wieviel Strom Energie in den Raffinierien gespart wird, weil man weniger Diesel herstellt, bleibt da ohnehin nicht mehr viel übrig :)

    https://www.autofrage.net/frage/wie-energieaufwaendig-ist-die-herstellung-von-benzin

    Also sagen wir, 1/4 = 38 Terrawattstunden sparen wir, wenn wir den Diesel nicht mehr herstellen.

    Bleiben noch 100 Terrawattstunden übrig.

    Nun braucht aber ein Elektro-LKW nur 1/2 der Energie wie ein Diesel-LKW, weil Diesel sich nur mit 50% Wirkungsgrad in Bewegung umwandeln lässt, während Strom sich mit 99% Wirkungsgrad in Bewegung umwandeln lässt.

    Bleiben noch 50 Terrawattstunden, also eigentlich nichts nennenswertes mehr.

    Die Transportverluste des Diesels müsste man noch gegen die Transportverluste des Stromnetzes gegenrechnen, da kommts drauf an, wie nah das Windrad an der Ladestation steht.

    Aber klar ist: Den Strombedarf der LKW von 50 Terrawattstunden kann das Stromnetz mit einer Produktion von 650 Terrawattstunden spielend decken.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.17 14:54 durch flogol.

  9. Re: 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: mainframe 20.11.17 - 11:39

    Was auch viele vergessen, man wird den Strom auch nicht direkt zum schnellladen aus dem Netz nehmen. Es wird bei solchen Leistungen immer Puffer in Form von Akkus, Schwungrädern oder Wasserspeicher geben. Die rechnen sich auch, wenn man den Strom günstig bekommt, oder sogar Geld bekommt, wenn man das Überangebot abfedert.

    Man muss bei E Mobilität immer das Ganze sehen und nicht nur den einen Fall.

    Schönes Beispiel ist auch mit Strom heizen... Wir hatten vorher Gas und jeder hat mir abgeraten auf eine Wärmepumpe mit normalen Heizkörpern zu gehen. Interessanterweise hab ich gut 30% weniger Kosten dadurch. Allein die Grundgebühr fürs Gas macht schon 10% aus. Leider gibt es immernoch keinen vernünftigen Stromtarif für Wärmepumpen bei uns.

  10. Re: 1 Atomkraftwerk = xxx Trucks --- Alle Trucks = xxx Atromkraftwerke

    Autor: WeAreThePeople 20.11.17 - 21:00

    flogol schrieb:
    >
    > Nun braucht aber ein Elektro-LKW nur 1/2 der Energie wie ein Diesel-LKW,
    > weil Diesel sich nur mit 50% Wirkungsgrad in Bewegung umwandeln lässt,
    > während Strom sich mit 99% Wirkungsgrad in Bewegung umwandeln lässt.

    "Nur mit 50%" ist gut. Wir liegen darunter. Vor allem weil Motoren meist nicht im optimalen Wirkungsbereich genutzt werden.

    (http://www.kfz-tech.de/Biblio/Formelsammlung/Wirkungsgrad.htm)

    99% Beim Elektromotor ist recht hoch gegriffen, aber leider fehlt dir ein wichtiger Faktor. Der Wirkungsgrad eines Akkus. Der Wirkungsgrad liegt bei "nur" 90%. Zu vernachlässigen ist die Selbstentladung von ca. 1% im Monat. Sagen wir der E-Motor hat 90% Wirkungsgrad und der Akku ebenfalls. Das ergibt (0,9*0,9=0,81) 81% Wirkungsgrad.

    (https://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0810281.htm)

    (Gesamtwirkungsgrad:
    Oft finden in einem Energiewandler mehrere Energieumwandlungen statt. Kennt man den Wirkungsgrad für jede einzelne Energieumwandlung, so lässt sich der Gesamtwirkungsgrad durch eine Produktbildung der Einzelwirkungsgrade berechnen. Qualle: https://www.leifiphysik.de/mechanik/arbeit-energie-und-leistung/wirkungsgrad)

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