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  1. Schwieriges Thema

    Autor: Hukatoni 30.12.21 - 09:55

    Das Laden kostet dann knapp doppelt so viel wie bei manchen der Hausstrom.
    Der Unterschied ist natürlich die deutlich höhere Ladegeschwindigkeit und bestimmt müssen auch höhere Strompreise und Investitionen in die Ladeinfrastruktur berücksichtigt werden.

    Wenn es so weitergeht kann es aber auch passieren, dass die Argumente für Stromer nach und nach flöten gehen.
    Was ist, wenn die Preise soweit steigen, dass man für´s Laden mehr zahlt als für´s Tanken oder sogar je nach Fahrleistung noch so viel zahlt, dass man die KFZ Steuer von Verbrennern hätte decken können (ist übertrieben, aber mir geht es darum, dass sich die Kosten in der Hinsicht immer weiter angleichen)?

    Man darf nicht vergessen, dass viele Menschen auf Kosten achten müssen statt auf die Umwelt, weil sie es nicht anders können.
    Vielleicht möchten sie was für die Umwelt tun, möchten gerne häufiger Obst und Gemüse kaufen, um gesünder zu leben.
    Wenn sie es sich aber nicht leisten können, wird eben zum Verbrenner (oder beim Lebensmittelbeispiel zu Nudeln) gegriffen, selbst wenn die E-Autos in der Anschaffung günstiger werden.

    Die laufenden Kosten sind entscheidend wie Strom- und Spritpreise, aber auch Werkstattkosten (hier schätze ich, dass die Kosten bei E-Autos gegenüber Verbrennern unverhältnismäßig steigen je älter sie werden. Vor allem, wenn die Reichweite nicht mehr ausreicht und ein neuer oder aufgefrischter Akku hermüsste).

    Jetzt könnte man natürlich sagen: Macht eine PV-Anlage auf euer Haus und/oder installiert eine Wallbox, um günstiger wegzukommen.
    Aber was soll man machen, wenn einem das Haus nicht gehört und der Vermieter keine Wallbox möchte oder installieren kann?
    Und viele neue Hauseigentümer werden Dank der hohen Immobilienpreise (oder hohen Kosten beim Neubau) genug damit beschäftigt sein, das Darlehen für die Immobilie und vielleicht noch einen Kredit für ein Auto abzustottern, sodass schlichtweg kein Geld für PV-Anlagen oder Wallboxen da ist.

    Ich habe den Luxus, dass ich meinen PHEV (da Dienstwagen) "nur" versteuern muss (was auch knapp 500¤ im Monat sind wegen der Entfernung zum AG, vorher bin ich aber einen 8 Jahre alten Gebrauchten privat gefahren und hatte laufende Kosten - mit Kredittilgung - von 700¤, daher lohnte es sich trotzdem) und mich nicht um Sprit- oder Strompreise kümmern muss (wobei ich versuche 50% elektrisch zu fahren, was auf dem Land durch die Entfernung zwischen den Ladesäulen schwierig ist).
    Trotzdem ist eine PV Anlage oder Wallbox nicht drin.
    Unser Hausdach musste teilerneuert werden (neues Darlehen), es musste ein "neuer", 7 Jahre alter Zweitwagen für die Familie her (zur Hälfte eigenfinanziert, andere Hälfte... na klar... neues Darlehen), dann noch eine Waschmaschine, weil die alte ihren Geist aufgab, etc.

    Und dann mal eben 30.000 ¤ in eine PV Anlage mit Speicher investieren, um den Strombedarf des Haushalts zu decken, besser 40.000 ¤, damit das zukünftige E-Auto (ja, der nächste Dienstwagen soll rein elektrisch unterwegs sein, selbst wenn bis dahin vermutlich alle Autos wieder unter die 1% Regelung fallen). Nada

    Oder eine Wallbox für 3000+ ¤ (Arbeitskosten eingerechnet) installieren, bei dem der AG weder die Anschaffung mitfinanziert noch die Stromkosten übernimmt, die er bei öffentlichen Ladesäulen übernehmen würde (außer vielleicht, wenn eine teurere Wallbox zum Einsatz kommt, die getrennt abrechnen kann. Ändert aber nichts daran, dass die initialen Kosten selbst übernommen werden müssten)?
    Das Argument, man könnte irgendwann den Zweitwagen elektrifizieren und mit der Wallbox laden zieht nicht, da ich hoffe, dass der jetzige Wagen viele Jahre durchhält.

    Abschließend noch ein bisschen Off-Topic und Politisches: Ich würde behaupten, dass ich zu den Normalverdienern gehöre (ein Straßenwärter im Kreis verdient wohl dasselbe) und trotzdem vermutlich etwas "privilegierter" (ekliges Wort) dastehe als manch anderer Dank des Dienstwagens, kenne aber auch noch ganz andere Zeiten, als meine Mutter trotz Job noch Harz IV beziehen musste und ich einige Ferienjobs mehr brauchte, um meinen Führerschein finanzieren zu können, weil das Jobcenter nur die Hälfte des verdienten Geldes übrig ließ.
    In der Zeit dauerte es 3 Jahre bis wir uns ein Auto leisten konnten: Einen gebrauchten Corsa (tolles Auto, das 260.000 km treue Dienste erwiesen hat^^).

    Und es gibt genug Leute, die eben in so einer Situation stecken und sich wirklich Mühe geben, aus eben jener Situation
    rauszukommen.
    Ich finde es schrecklich, wie viele Hürden sie mittlerweile zu bewältigen haben: Bei uns war es nur das Anschaffen von Führerschein und Auto, jetzt kommen exorbitante laufende Kosten für die Autos hinzu.
    Öffis sind auf dem Land ein Witz (zumal auch viel Lebenszeit verloren geht. Hatte es zeitweise versucht und dadurch zwei Stunden weniger Zeit für die Familie gehabt) und durch die hohen Mietpreise hat man ähnliche Kosten in bzw. in der Nähe von Städten mit dem Unterschied, dass man keinen Führerschein (was bei einigen AG Voraussetzung ist, auch wenn man in derselben Stadt wohnt) und kein Auto besitzt.

  2. Re: Schwieriges Thema

    Autor: Mnyut 30.12.21 - 10:08

    EAutos werden die Welt nicht retten. Die Verbotspartei wird die Welt mit Verboten und Mangel nicht retten. Wie du selbst festgestellt hast ist dazu mehr Wohlstand nötig.
    Andererseits muss blinder Konsum schon irgendwie reduziert werden. So lange das Blech am Straßenrand immer mehr und noch mehr wird, kann es nicht so schlecht um den Wohlstand bestimmt sein. Da können EAutos dann vielleicht doch hilfreich sein denn wenn man es nicht tanken kann schafft man es sich nicht an.

  3. Re: Schwieriges Thema

    Autor: M.P. 30.12.21 - 10:26

    Wenn man eine Heim-Lademöglichkeit hat, ist man bezüglich der Preiserhöhungen bei den meisten Ladevorgängen vorerst nicht betroffen.
    Bei Fernfahrten wird ggfs. die Bahn dadurch attraktiver.
    Kofferschleppen ist aber auch nicht so meins ...

  4. Re: Schwieriges Thema

    Autor: gamesartDE 30.12.21 - 18:59

    Je schneller geladen wird, umso schneller kann das nächste Auto an die Säule und umso mehr Umsatz kann generiert werden, eigentlich müsste schneller laden günstiger sein :)

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